Der Mainzer Torschütze Jean-Philippe Mateta (l) jubelt mit der Mannschaft nach seinem Treffer zum 3:0 | Bildquelle: dpa

Fußball-Bundesliga Mainz überrennt Freiburg

Stand: 05.04.2019 22:45 Uhr

Der 1. FSV Mainz 05 kann mit den Planungen für die kommende Bundesligasaison beginnen. Nach dem klaren Erfolg gegen den SC Freiburg ist bei 13 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz der Klassenerhalt so gut wie sicher.

Von Christian Hornung

Beim 5:0 (3:0) in der Auftakt-Partie des 28. Spieltags am Freitagabend (05.04.2019) war schon früh alles entschieden.

"Komisches Spiel"

"Das war wichtig nach den vergangenen Wochen. Es war ein sehr komisches Spiel, man hat am Anfang gemerkt, dass wir nicht das allergrößte Selbstbewusstsein gehabt haben", sagte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz nach der Partie.

Freiburgs Dominique Heintz analysierte: "Wir haben individuelle Fehler gemacht, das passiert. Aber das Ergebnis ist nach den guten ersten 20 Minuten bitter. Aber wir verlieren lieben einmal 0:5 als fünfmal 0:1."

Boetius nutzt Schwolows Patzer

SC-Trainer Christian Streich klang bei seinem Fazit etwas perplex: "Wir haben gut angefangen, gut strukturiert. Dann kriegen wir das 0:1 und danach Tore, die Mainz' große Qualität zeigen. Wir haben Riesenchancen vergeben und dann hochverdient verloren - was soll man bei einem 0:5 auch sagen?"

In der 20. Minute hatte das Unheil für die Gäste ihren Lauf genommen - Jean-Paul Boetius legte nach einem kapitalen Bock von Freiburgs Keeper Alexander Schwolow den 1:0-Führungstreffer vor. Schwolow spielte bei einem Klärungsversuch den Ball ins Zentrum, Boetius nahm ihn direkt und traf aus gut 30 Metern ins leere Tor.

Doppelschlag von Mateta

Fünf Minuten später erhöhte Jean-Philipp Mateta auf 2:0 und ließ weitere acht Minuten danach auch noch das 3:0 folgen. Zunächst hatte Boetius einen Fehlpass von Vincenzo Grifo abgefangen und den Ball perfekt in den Lauf von Mateta gespielt - der Schwolow keine Chance ließ.

Dann schickte der überragende Boetius Martín Aaron in die Tiefe. Der ging bis zur Grundlinie und servierte den Ball perfekt in den Rückraum - Mateta brauchte nur noch zu vollstrecken.

Müller mit Klasseparaden

Von den Freiburgern, die zuletzt noch dem FC Bayern ein Remis abgetrotzt hatten, kam im ersten Durchgang gar nichts: Beinahe wehrlos ergaben sie sich in ihr Schicksal. In der Pause reagierte Streich mit einem Doppelwechsel und versuchte, mit Florian Niederlechner und Luca Waldschmidt die Offensive zu stärken.

In der Tat kam nun etwas mehr von den Gästen, doch der Mainzer Keeper Florian Müller wuchs über sich hinaus: In der 50. Minute parierte er einen Kopfball von Pascal Stenzel aus kurzer Distanz mit einem großartigen Reflex. Noch spektakulärer war seine Rettungstat nach einer guten Stunde: Waldschmidt zog hart und flach ab, doch Müller lenkte den Ball mit einer Glanzparade um den Pfosten.

Glückgriff Onisiwo

Inzwischen hatte auch Schwarz reagiert und den Österreicher Karim Onisiwo eingewechselt. Ein Glückgriff: Erst traf Onisiwo in der 73. Minute nach einer schönen Körpertäuschung zum 4:0 ins lange Eck, dann servierte er eine maßgerechte Flanke, die Mateta 13 Minuten vor dem Ende zum 5:0 einköpfte. Freiburg hatte erst in der 89. Minute durch Niederlechner nochmal eine gute Chance, doch auch diese vereitelte Müller mit einer Klasseaktion.

Für den SC Freiburg steht am kommenden Samstag (13.04.2019) die Fahrt zum SV Werder Bremen an. Die Mainzer spielen am Abend des gleichen Tages bei Borussia Dortmund.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Freitag, 05.04.19, 22.50 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. April 2019 um 01:00 Uhr.

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