Ihlas Bebou von TSG 1899 Hoffenheim im Duell mit Kevin Kampl von RB Leipzig. | EPA

Fußball-Bundesliga Leipzig patzt bei der Jagd auf Bayern

Stand: 16.04.2021 23:28 Uhr

RB Leipzig hat sich im Fernduell mit Bayern München den nächsten Patzer geleistet und ist im Meisterkampf der Fußball-Bundesliga mehr denn je auf Schützenhilfe angewiesen. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann kam am Freitagabend (16.04.2021) gegen die TSG Hoffenheim nicht über ein 0:0 hinaus.

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Damit verpassten es die Sachsen, die Bayern vor deren kniffliger Aufgabe beim VfL Wolfsburg am Samstag unter Druck zu setzen. Stattdessen muss Verfolger RB fürchten, nach dem Spieltag wieder sieben Punkte hinter dem Rekordmeister zu stehen.

Nagelsmann hatte zuvor alle drei Duelle gegen seinen Ex-Klub gewonnen. Doch in der leeren Leipziger Arena fiel seiner Mannschaft erst eine Halbzeit lang fast gar nichts ein, dann ließ sie die wenigen guten Chancen ungenutzt. Hoffenheim bleibt in der Liga zwar auch das fünfte Spiel nacheinander ohne Sieg, dürfte den Punktgewinn bei RB aber als Erfolg verbuchen.

"Gut verteidigt, verdienter Punkt"

TSG-Torwart Oliver Baumann freute sich nach der Partie jedenfalls: "Ich glaube, es war ein verdienter Punktgewinn, auch wenn er hinten heraus etwas glücklich zustande kam. Aber wir haben sehr gut verteidigt und nur eine echte Chance für Leipzig zugelassen. Das war richtig stark." Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen, dem in letzter Minute ein Treffer wegen vorangegangenen Handspiels aberkannt wurde, war gefrustet: "Das wäre ein schöner Moment gewesen. Aber wir müssen akzeptieren: Das war schon die richtige Entscheidung, den Treffer nicht zu geben."

Kaum Torszenen vor der Pause

RB versuchte zu Beginn immer wieder, mit langen Diagonalbällen auf die hoch stehenden Außenverteidiger hinter die Hoffenheimer Abwehr zu kommen.

Aber das Konzept ging zunächst überhaupt nicht auf. Und da auch die TSG trotz ihres wieder in der Startelf stehenden Stars Andrej Kramaric wenig zustande brachte, gab es in der ersten Halbzeit zwei Halbchancen. Ein Schlenzer von Robert Skov (27. Minute) ging knapp am Leipziger Tor vorbei, ein Schuss von Marcel Sabitzer (41.) aus gut 20 Metern verfehlte das Ziel auf der anderen Seite.

Nagelsmanns Wechsel bringen kaum Schwung

Nagelsmann hatte genug von der faden Darbietung seiner Mannschaft, brachte in Kevin Kampl einen neuen Spielgestalter. Tyler Adams rückte für Mukiele auf die rechte Seite, zudem sollte Amadou Haidara über den linken Flügel für mehr Variabilität sorgen als Angeliño. Bei Hoffenheim kam Ihlas Bebou für das 18 Jahre alte Sturmtalent Georgino Rutter.

Mehr Schwung brachte aber zunächst keine der Maßnahmen ins Spiel. Leipzig spielte zu kompliziert und zu ungenau. Hoffenheim verlegte sich weiterhin auf Konter, war dabei zunächst nicht mal im Ansatz torgefährlich. Dann musste die TSG auch noch den offenbar an der linken Schulter verletzten Florian Grillitsch (56.) durch Mijat Gacinovic ersetzen.

Sörloth und Poulsen vergeben den Sieg

Leipzig erhöhte den Druck - und brachte durch einen Schuss von Christopher Nkunku (59.) tatsächlich erstmals im Spiel einen Ball aufs Tor. Nur eine Minute später köpfte der völlig ungedeckte Adams am langen Pfosten neben das Tor. Nagelsmann tigerte an der Seitenlinie ungeduldig auf und ab, brachte in Alexander Sörloth (62.) endlich einen gelernten Stürmer.

Und weil das immer noch nicht langte, kam in Poulsen (72.) der nächste zeitnah hinterher. Es half allerdings alles nichts, da sich RB in der Folge nur selten gefährlich vor das Tor kombinierte. Erst in der Nachspielzeit fiel das ersehnte Tor nach Poulsens Kopfball. Doch der Treffer zählte nicht: Der Ball hatte Poulsens Arm berührt.

Leipzig nach Köln, Hoffenheim gegen Gladbach

Weiter geht's für beide in der anstehenden englischen Woche: RB Leipzig ist am kommenden Dienstag (20.04., 18.30 Uhr) beim 1. FC Köln zu Gast. Hoffenheim empfängt tags drauf um 20.30 Uhr Borussia Mönchengladbach.

Quelle: sportschau.de