Jubel bei RB Leipzig | imago images/Picture Point LE

RB Leipzig - SC Freiburg 3:0 Leipzig feiert Arbeitssieg gegen Freiburg

Stand: 07.11.2020 19:35 Uhr

RB Leipzig hat nach dem geglückten Comeback in der Champions League auch in der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg wieder gepunktet. Diskussionen entzündeten sich aber um einen vorentscheidenden Elfmeter.

Sportschau

Die Welt bei RB Leipzig ist wieder in Ordnung. Nach dem 2:1-Sieg in der Champions League gegen Paris Saint Germain siegte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann auch am Samstag (07.11.2020) in der Bundesliga gegen den SC Freiburg mit 3:0 (1:0). Ibrahima Konaté (26. Minute), Marcel Sabitzer (70.) per Foulelfmeter und Angeliño (89.) mit einem herrlichen Freistoßtreffer erzielten die Leipziger Treffer.

RB bleibt somit unter den Top 3 zusammen mit Meister Bayern München und Borussia Dortmund. Freiburg hingegen kommt nicht voran, ist nun seit sechs Spielen sieglos. Die Breisgauer blieben in der laufenden Saison bislang nie ohne Gegentor.

Diskussion um vorentscheidenden Elfmeter

An Sabitzers vorentscheidendem Elfmeter, dem ein leichter Kontakt von Nicolas Höfler gegen Christopher Nkunku im Strafraum vorausging, entzündeten sich nach Spielschluss die Diskussionen. Freiburgs Trainer Christian Streich sagte mit sarkastischem Unterton in der Sportschau: "Der Schiedsrichter Zwayer war so überzeugt und so schnell überzeugt, dass das Elfmeter ist, und deshalb hat er gepfiffen." Dass Zwayer sich die Videobilder nicht angeschaut hat, habe ihn nicht gestört: "Er soll einfach machen, was er denkt."

Leipzigs Willi Orban räumte in der Sportschau ein: "Aus meiner Sicht war das erst mal fraglich, ich hätte ihn nicht im ersten Moment gegeben. Aber im Endeffekt bin ich froh, dass er es gepfiffen hat." Freiburgs Christian Günter sagte am ARD-Mikrofon: "Es war für uns ein extremer Killer im Spiel. Den Elfmeter zu pfeifen, ist für mich Wahnsinn. Das war ein leichter Rempler, reicht aber nie für Elfmeter."

Halstenberg muss beim Aufwärmen passen

Leipzigs Trainer Nagelsmann musste im Vergleich zum Paris-Spiel die Hintermannschaft umstellen. Abwehrchef Dayot Upamecano fehlte wegen muskulärer Probleme, zudem fiel die Rückkehr von Nationalspieler Marcel Halstenberg kurzfristig aus. Der 29-Jährige verspürte beim Aufwärmen erneut muskuläre Probleme, für ihn spielte Angeliño.

Leipzig scheitert zweimal am Pfosten

Leipzig übernahm vom Anpfiff weg das Kommando. Willi Orban (15.) per Kopf und Spielmacher Emil Forsberg (18.) in seinem 100. Bundesligaspiel scheiterten früh am Pfosten. RB schnürte die Freiburger in deren Hälfte ein. Das Leipziger Tor sahen die Breisgauer fast ausschließlich aus der Ferne.

Leipzig musste sich lediglich den Vorwurf gefallen lassen, vor dem Freiburger Tor nicht konsequent genug zu agieren. So musste ein Standard her zur Führung: Nach einer einstudierten Freistoßvariante kam Konaté aus kurzer Distanz zum Abschluss und traf zur verdienten Führung. Weitere Chancen durch Nordi Mukiele (31.) und Forsberg (32.) hatte Leipzig trotz der Überlegenheit eben zu selten.

RB müde nach sieben Spielen in drei Wochen

Nach dem Seitenwechsel wurde Freiburg offensiv etwas mutiger. Die Sachsen waren wohl schon etwas bemüht, Kräfte zu schonen. Aber auch das gewohnt starke Kombinationsspiel war nicht zu sehen. Im siebten Spiel innerhalb von drei Wochen wirkte Nagelsmanns Team zunehmend müde und uninspiriert. Ausgerechnet in ihrer stärksten Phase kassierten die Freiburger den zweiten Gegentreffer - eben durch den strittigen Elfmeter.

In der Schlussphase drängten beide Teams auf einen Treffer. Müller und RB-Torhüter Peter Gulacsi konnten sich auszeichnen. Angeliño schließlich nutzte seine Gelegenheit noch per direkt verwandeltem Freistoß aus gut 25 Metern zu einem Traumtor.

Leipzig spielt nun nach der Länderspielpause am Samstag (21.11.2020) um 18.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt. Freiburg empfängt tags darauf um 15.30 Uhr den 1. FSV Mainz 05.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. November 2020 um 17:00 Uhr.