Ein Laptop mit dem Logo der DFL und der Livestream der Pressekonferenz der DFL mit Christian Seifert als Geschäftsführer der DFL | Bildquelle: imago images/osnapix

Neustart der Bundesliga DFL vertagt Regelung für Saisonabbruch

Stand: 14.05.2020 15:35 Uhr

Die Deutsche Fußball-Liga wird sich erst in den kommenden zwei Wochen mit einem möglichen Saisonabbruch befassen. Zu den Themen Auswechslungen und Saisonende wurden aber Beschlüsse gefasst.

Das teilte die DFL am Donnerstag (14.05.2020) nach der Mitgliederversammlung mit den 36 Profiklubs mit, bei der eine Regelung hinsichtlich der sportlichen Wertung "nicht vertiefend erörtert" worden war.

Saisonende nach dem 30. Juni möglich

Beschlossen wurde hingegen, dass die Saison auch nach dem 30. Juni fortgesetzt werden kann, sofern bis zu diesem Datum die verbliebenen Spiele nicht stattfinden können. Auch Relegationsspiele sollen wie geplant stattfinden.

Spiele an neutralen Standorten möglich

Neu ist auch, dass Spiele in der Fußball-Bundesliga auch in andere Stadien verlegt werden können. Es gebe die Möglichkeit, "ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen", teilte die DFL mit. Hintergrund sei, "dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist."

Sollte also ein Heimteam von einer solchen Entwicklung betroffen sein, könnte das Spiel problemlos an einen anderen Ort verlegt werden. Zuschauer sind wegen der derzeitigen Situation sowieso bis zum Saisonende nicht mehr denkbar.

Fünf Auswechslungen pro Partie

In der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sind darüber hinaus für den Rest der Saison fünf statt drei Auswechslungen erlaubt. Damit übernahm die DFL die vom Weltverband FIFA eingeführte Änderung wegen der größeren Belastung durch die Corona-Krise.

Vor dem heiklen Start der Geisterspiele entzweit vor allem die Abstiegsregel bei einem Saisonabbruch die Liga. Zehn Erstliga-Klubs stimmten am Mittwoch (13.05.2020) bei einer Telefon-Schalte laut "Kicker" für den DFL-Vorschlag, die dann aktuelle Tabelle zu werten - acht aber votierten dagegen.

Bode: "Entscheidung mit Tragweite"

"Das ist eine Regelung, die unglaublich viel nach sich zieht. Da kann man nicht einfach en passant wenige Tage vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine Entscheidung solcher Tragweite treffen", sagte Marco Bode von Werder Bremen in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Finanzielle Unterstützung für Regional- und Landesverbände

Außerdem unterstützt die DFL die Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Zahlung von bis zu 1,5 Millionen Euro. Dabei sollen 750.000 Euro zeitnah gezahlt und weitere 750.000 Euro anteilig für jeden weiteren durchgeführten  Bundesliga-Spieltag ausbezahlt werden. 

Die DFL kompensiert mit der freiwilligen Aktion einen prozentualen  Anteil der Ticketerlöse bei den Profiklubs, von denen die Regional- und Landesverbände normalerweise profitieren und die nun wegen der Geisterspiele entfallen. Für die Verteilung und Ausschüttung des Geldes sei der DFB zuständig, hieß es von der DFL.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 in den Sportmeldungen am 14. Mai 2020 um 15:00 Uhr.

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