Bundesliga-Spiel Augsburg - München | Bildquelle: dpa

Bundesliga Bayern stolpert in Augsburg nur etwas

Stand: 15.02.2019 22:25 Uhr

Nach dem schnellsten Eigentor der Liga-Geschichte hat der FC Bayern seine Pflichtaufgabe vor der Champions-League-Partie gegen den FC Liverpool glanzlos erledigt.

Mit Rückkehrer Manuel Neuer im Tor gewann der deutsche Fußball-Rekordmeister am Freitagabend (15.02.2019) beim bissig auftretenden FC Augsburg mit 3:2 (2:2). Die Münchner verkürzten den Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund damit zumindest bis Montagabend auf zwei Punkte. Insbesondere die Abwehrleistung muss Bayern-Coach Niko Kovac jedoch alarmieren vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Dienstag gegen Jürgen Klopps Offensiv-Asse.

"Mit dem Spielaufbau war alles super, aber die Gegentore waren Wahnsinn. Wir hatten uns vorgenommen, gut zu verteidigen und wollten eigentlich mal wieder zu Null spielen", sagte Neuer und fügte mit Blick auf Dienstag hinzu: "Liverpool ist eine offensivstarke Mannschaft. Wir müssen besser stehen und eine sehr gute Aufteilung haben." Augsburgs Michael Gregoritsch äußerte sich indes trotz der Niederlage zuversichtlich: "Wenn wir so Gas geben, ist einiges möglich."

Goretzka erzielt frühestes Bundesliga-Eigentor

Gerade 13 Sekunden waren vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena gespielt, da sorgte Bayerns Nationalspieler Leon Goretzka für das früheste Eigentor in 56 Jahren Fußball-Bundesliga. Der zweimal erfolgreiche Kingsley Coman (17./45.+3 Minute) und David Alaba (53.) bescherten dem Favoriten danach den Sieg. Die Schonhaltung, mit der die Bayern-Stars zeitweise agierten, hatte der stark ersatzgeschwächte FCA ein weiteres Mal beim 2:1 von Dong-Won Ji (23.) bestraft.

Schon nach 13 Sekunden war Neuer das erste Mal geschlagen. Nach einer scharfen Hereingabe von Max beförderte Goretzka den Ball ins eigene Tor und ließ damit mehrere Rekorde purzeln. Schnellstes Eigentor der Liga-Geschichte, schnellstes Augsburger Tor im Oberhaus überhaupt und auch schnellstes Saisontor. Damit hatte sich das erste Münchner Ziel des Abends gleich erledigt. Auch im sechsten Pflichtspiel des Jahres stand hinten erneut nicht die Null.

Coman kurz vor Schluss verletzt ausgewechselt

Dass es sich nicht lediglich um einen Schönheitsfehler handelte, wurde im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit deutlich. Das Kovac-Team wollte offenbar keine Kräfte vergeuden und agierte träge, unkonzentriert und uninspiriert. Die Quittung gab es entsprechend bei der erneuten Augsburger Führung, als die nächste Hereingabe von Max diesmal - auch durch das behäbige Auftreten von Niklas Süle - den Koreaner Ji fand, der den Ball ins Tor drosch. Es war aber auch die Belohnung für ein engagiertes Auftreten der Gastgeber, die immerhin auf Torjäger Alfred Finnbogason, Kapitän Daniel Baier und weitere Leistungsträger verzichten mussten.

Dass die ersten 45 Minuten für die Münchner nicht vollends missglückten, hatten sie Coman zu verdanken. Der Franzose erzielte zweimal den Ausgleich, zunächst auf Flanke von Joshua Kimmich und schließlich unmittelbar vor dem Pausenpfiff - allerdings unter gütiger Mithilfe von FCA-Keeper Gregor Kobel, der den Ball durch die Beine passieren ließ.

Die Münchner Führung erfolgte nach der Pause erneut über die starke linke Seite. Diesmal legte Coman für Alaba auf, der Kobel erneut unglücklich aussehen ließ. Eine Schrecksekunde gab es für die Münchner kurz vor dem Abpfiff, als Coman mit einer Fußverletzung humpelnd das Feld verließ. "Laut der Ärzte sieht es im Moment nicht so gut aus. Wir müssen morgen eine Untersuchung vollziehen" sagte Niko Kovac am Freitag dem Sender Eurosport.

Bayern München empfängt nach dem Champions-League-Auftritt am Dienstag am nächsten Samstag Hertha BSC, am selben Tag muss Augsburg beim SC Freiburg antreten.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. Februar 2019 um 23:00 Uhr.

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