Der Wolfsburger Daniel Ginczek schießt das Tor zum 0:1. | Bildquelle: dpa

Fußball-Bundesliga Wolfsburg zwingt Nürnberg in die Knie

Stand: 14.12.2018 22:22 Uhr

Der VfL Wolfsburg hat zum Auftakt des 15. Bundesliga-Spieltages seine Erfolgsserie fortgesetzt. Die Wolfsburger siegten am Freitagabend (14.12.2018) beim 1. FC Nürnberg durch Treffer von Daniel Ginczek (58. Minute) und Josip Brekalo (90. + 3).

Die "Wölfe" von Trainer Bruno Labbadia haben nun seit vier Partien nicht mehr verloren und dürfen wieder auf die Europapokal-Plätze schielen. Dem nun schon seit neun Partien sieglosen "Club" fehlte vor 29.604 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion in der Offensive ein Erfolgsgarant wie Ginczek.

Duell auf mäßigem Niveau

In einem Duell auf mäßigem Niveau entschied der ehemalige Nürnberger Ginczek mit einer feinen Einzelleistung eine von vielen Ungenauigkeiten geprägte Partie, als er am Strafraum zwei Nürnberger aussteigen ließ und mit einem Flachschuss ins linke Toreck traf. Schon vor seinem Treffer war Ginczek der bei weitem auffälligste Angreifer auf dem Platz gewesen. Nürnberg jubelte in der 86. Minute noch über den vermeintlichen Ausgleich, aber Adam Zrelak hatte vor seinem Treffer im Abseits gestanden. Wenige Sekunde vor dem Schlusspfiff erhöhte Brekalo dann noch auf 2:0.

"Das war ganz, ganz wichtig heute für uns, um uns weiter von unten zu lösen", sagte Ginczek bei "Sky". VfL-Coach Labbadia sagte zur Entwicklung seines Teams in den vergangenen Spielen: "Mich freut, dass wir es geschafft haben, den Schalter umzulegen." Nürnbergs Verteidiger Georg Margreitter sprach von einer guten ersten Halbzeit seines Teams. Nach dem Rückstand "waren wir ideenlos und hatten zu wenig Zug zum Tor".

Nürnbergs Trainer Michael Köllner vertraute im Tor erneut auf Fabian Bredlow, obwohl der 23-Jährige zuletzt in München gepatzt hatte. Und der Keeper kam gut ins Spiel: In der vierten Minute parierte er einen Schuss aus spitzem Winkel von Ginczek, sieben Minuten später war er erneut gegen den Stürmer zur Stelle. Auf der Gegenseite schoss Zrelak nach einer Hereingabe von Virgil Misidjan über das Wolfsburger Tor (5.).

Wolfsburg nach dem Seitenwechsel entschlossener

Weder die Nürnberger noch die Wolfsburger verwöhnten ihre Fans mit Torraumszenen. Das Tempo und das spielerische Niveau waren bestenfalls mäßig. Die Gastgeber überließen dem VfL weitgehend den Ball, doch die Niedersachsen wussten damit nur wenig anzufangen: Yunus Malli, der für den angeschlagenen Admir Mehmedi in der Startelf stand, konnte den zuletzt formstarken Schweizer nicht adäquat als Ideengeber ersetzen.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich das Niveau etwas. Vor allem Wolfsburg agierte entschlossener. Wout Weghorst scheiterte auf Zuspiel von Yannick Gerhardt am Pfosten (57.), eine Minute später machte es Ginczek besser: Er vollendete nach feiner Vorarbeit von Maximilian Arnold aus zentraler Position überlegt zum 1:0. Kurz zuvor hatte Misidjan bei einem Konter für Nürnberg nicht genau genug gezielt (56.). Für die letzten 20 Minuten brachte Köllner Angreifer Mikael Ishak, um mehr Präsenz vor dem Wolfsburger Tor zu haben. Seine Mannschaft war in der Offensive jedoch größtenteils zu limitiert.

Da in der Bundesliga eine englische Woche ansteht, reist Nürnberg schon am kommenden Dienstag nach Mönchengladbach. Am selben Tag empfängt Wolfsburg den VfB Stuttgart.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Samstag, 15.12.2018, ab 18 Uhr

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Dezember 2018 um 01:00 Uhr.

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