Spielszene Bremen gegen Mainz | Bildquelle: DAVID HECKER/EPA-EFE/REX

Bundesliga Bremen kassiert weitere Klatsche

Stand: 17.12.2019 22:24 Uhr

Ganz bitterer Abend für Werder Bremen: Der SVW ging im Kellerduell mit dem 1. FSV Mainz 05 unter und rutscht in der Fußball-Bundesliga immer tiefer in den Abstiegskampf. Symptomatisch war das kuriose Eigentor nach 15 Minuten.

Dreifachtorschütze Robin Quaison und Jiri Pavlenka per Eigentor besiegelten die Bremer Pleite bereits in der ersten Hälfte. Jean-Philippe Mateta schraubte das Ergebnis auf 0:5 (0:4) hoch. Damit kassierte Werder am Dienstagabend (17.12.2019) die dritte Niederlage in Folge, holte aus den jüngsten zwölf Bundesliga-Spielen nur einen Sieg. Mainz verschaffte sich mit dem dritten Erfolg im fünften Spiel unter Trainer Achim Beierlorzer ein kleines Polster.

"Es ist unerklärlich, warum wir nach dem 0:1 komplett den Faden verloren haben", sagte Werders Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt: "Danach ist es genauso gelaufen, wie es nicht laufen sollte. Jetzt sind wir tatsächlich mitten im Abstiegskampf, und der Druck, Punkte zu holen, wird immer größer."

Jobgarantie für Trainer Kohfeldt

Frank Baumann ließ seinem Treuegelöbnis für Trainer Florian Kohfeldt noch eine Jobgarantie folgen. "Es gibt über Florian keine Diskussionen, weil wir jeden Tag sehen, wie er mit der Mannschaft arbeitet, wie er die Mannschaft einstellt", sagte der Bremer Sport-Geschäftsführer. Und Kohfeldt fügte hinzu: "Ich werde hier nicht weglaufen, definitiv nicht." Erstmals stellte sich der enttäuschte Coach nicht mehr vor seine Mannschaft: "Heute gab es nichts, wovor ich mich stellen könnte. Ich muss jetzt erst einmal eine Nacht darüber schlafen."

Die Mainzer behielten ganz bewusst die Ruhe. "Das Ergebnis liest sich leicht, aber es war für uns harte Arbeit. Man hat aber auf jeden Fall gesehen, dass die Mannschaft viel Potenzial hat. Wenn wir das öfter auf den Platz bringen, werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben", sagte Beierlorzer.

Horror-Start für Werder

Der FSV hatte das Torfestival früh eröffnet. Levin Öztunali legte den Ball in den Lauf von Robin Quaison - und der schwedische Angreifer verwandelte aus vollem Lauf. Nur fünf Minuten später unterlief den Bremern ein kurioses Eigentor. Milos Veljkovic traf bei einem Klärungsversuch den Ball nur mit dem Schienbein und lenkte diesen an den linken Pfosten. Von dort prallte die Kugel an den Rücken von Torwart Jiri Pavlenka - und danach kullerte danach über die Linie.

Im Anschluss brauchte Mainz nur vier Minuten bis zum nächsten Treffer. Jean-Paul Boetius passte in die Schnittstelle der Bremer Abwehrkette und Quaison traf platziert in die rechte Ecke. Nach gerade einmal 19 Minuten lag Werder mit 0:3 zurück.

Werder völlig verunsichert

Die Treffer zeigten Wirkung, die Bremer Spieler wirkten völlig verunsichert. Mainz blieb dagegen gnadenlos effektiv: Nach einem verlängerten Eckball staubte Quaison noch vor der Pause mit seinem dritten Treffer zum 0:4 ab.

In der zweiten Hälfte hielt Werder zumindest mit, blieb vorne aber harmlos. Ein Treffer des eingewechselten Claudio Pizarro wurde wegen Handspiels nicht gewertet. Mainz verwaltete das Ergebnis ohne große Mühe - und durfte sich noch über den Treffer des genesenen Torjägers Mateta freuen.

Werder Bremen muss zum Jahres- und Hinrundenausklang am kommenden Samstag um 15.30 Uhr beim 1. FC Köln antreten. Mainz 05 empfängt zur selben Zeit Bayer 04 Leverkusen.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 17. Dezember 2019 um 20:26 Uhr.

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