Dortmunds Marco Reus gestikuliert nach einer vergebenen Torchance gegen Bremen.  | Bildquelle: dpa

Bundesliga Dortmund verzweifelt an Bremen

Stand: 29.04.2018 19:59 Uhr

Borussia Dortmund ist trotz etlicher Großchancen gegen ein kämpferisches Werder Bremen nicht über ein 1:1 (1:1) herausgekommen. Immer wieder scheiterte der BVB am überragenden Bremer Schlussmann Jiri Pavlenka.

Marco Reus traf am Sonntag (29.04.2018) zur Führung für die Dortmunder (19. Minute). Thomas Delaney glich für die Gastgeber aus (45. + 1) , die schon vor dem Spiel den Klassenerhalt sicher hatten. Schwarz-Gelb rangiert weiterhin auf Rang drei und hat vier Punkte Vorsprung auf Platz fünf.

Ausgeglichener erster Durchgang

Während die Bremer es von Beginn an mit kompakter, laufintensiver Defensivarbeit, schnellem Umschaltspiel und Pressing probierten, hatte der BVB es trotz viel Ballbesitz zunächst schwer, im disziplinierten grünen Abwehrverbund eine Lücke zu finden. Als Reus mit einem Hackenpass erstmals das Überraschungsmoment ins Spiel brachte, hatte Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek die erste gute Schusschance für die Gäste (12.). Kurz danach probierte es Maximilian Philipp, scheiterte aber an Pavlenka im Bremer Tor.

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Machtlos war der Werder-Schlussmann dann allerdings, als Reus einen abgeprallten Ball gedankenschnell zur Dortmunder Führung in die linke Torecke hämmerte. Bremen antwortete sofort und hatte bei einer Doppelchance innerhalb von 30 Sekunden gleich zweimal die Gelegenheit zum Ausgleich (24.). Auf der anderen Seite hätte Reus frei vor Pavlenka kurz vor dem Seitenwechsel seinen zweiten Treffer erzielen müssen (43.), konnte den Tschechen aber nicht überwinden. Quasi mit dem Pausenpfiff nutzte Delaney per Kopf das Chaos im BVB-Strafraum dann noch zum nicht unverdienten Ausgleich.

BVB vergibt zu viele Chancen

Das Momentum des Ausgleichstreffers nahm der SV Werder mit in die zweite Halbzeit, die Elf von Florian Kohfeldt war aggressiver. Obwohl Dortmunds Trainer Peter Stöger die gleiche Anfangself aufgeboten hatte, funktionierte das Offensivspiel vor allem in dieser Phase lange nicht so gut wie in der Vorwoche beim 4:0 gegen Bayer Leverkusen.

Es dauerte eine gute Stunde bis zum ersten Lebenszeichen von Schwarz-Gelb im zweiten Durchgang - ein abgefälschter Reus-Schuss klatschte an den Pfosten des Bremer Gehäuses. Doch Dortmund war jetzt wieder wach. In der 68. Minute konnte Werder sich erneut bei Pavlenka bedanken, der einen ebenfalls abgefälschten Abschluss von Manuel Akanji so gerade noch über die Querlatte lenkte. Weil beide Teams in der Schlussphase auf den Sieg gingen, ergaben sich immer mehr Räume. Pavlenka hielt gegen den völlig freien André Schürrle abermals famos (80.), Jadon Sancho köpfte an die Latte (80.) und dann hielt erneut der überragende Tscheche im Tor der Gastgeber gegen Schürrle (86.). Dortmund hätte inzwischen zwingend führen müssen, auch wenn Piszczek beinahe ein Eigentor fabriziert hätte (84.).

"Pavlenka hat ein Riesenspiel gemacht"

Nach dem Spiel konnten sich Dortmunds Akteure rund um Reus zwar selbst eine ansprechende Leistung zuschreiben. Aber sie mussten eben auch zugeben, dass man mit den eigenen Torgelegenheiten zu großzügig umgegangen war. "Es wäre mehr drin gewesen, aber wir haben zu viele Chancen vergeben", fasste Julian Weigl zusammen und ergänzte: "Pavlenka hat ein Riesenspiel gemacht. Wir sind an ihm gescheitert." Bremens Zlatko Junuzovic stimmte zu: "Er hält einfach die Unhaltbaren. In der Form ist er einfach unglaublich und extrem wichtig für uns."

Die Borussia kann am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 dennoch den Einzug in die Königsklasse perfekt machen. Bremen hat ebenfalls ein Heimspiel und bekommt es mit Bayer Leverkusen zu tun.

Quelle: sportschau.de

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