Dennis Schröder beim WM-Spiel gegen Senegal | Bildquelle: REUTERS

89:78 gegen Senegal Deutsches Team kann weiter auf Olympia hoffen

Stand: 07.09.2019 15:45 Uhr

Das war mühevoll: Zum Auftakt der Platzierungsrunde um die Ränge 17 bis 32 bei der WM in China schlugen die deutschen Basketballer den Senegal nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Damit hat das DBB-Team das Ticket für das Olympia-Qualifikationsturnier weiter im Visier.

Die Mannschaft um NBA-Profi Dennis Schröder bezwang am Samstag (07.09.2019) in Schanghai den Außenseiter mit 89:78 (36:37). Mit 24 Punkten war Schröder treffsicherster Werfer in der Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes, die erneut lange Zeit verunsichert auftrat.

Bei einem Sieg gegen Kanada im letzten WM-Spiel am Montag wäre der Sprung zu einem Qualiturnier für die Sommerspiele 2020 perfekt. Im Falle einer Niederlage würde dies noch von Ergebnissen anderer Teams abhängen.

"Bin stolz auf die Mannschaft"

Bester Spieler gegen die weiterhin sieglosen Afrikaner war der starke Schröder, der neben seinen 24 Punkten auch zwölf Assists beisteuerte. Johannes Voigtmann und Daniel Theis kamen auf 14 Zähler.

"Sie haben uns in der Verteidigung das Leben extrem schwer gemacht", sagte Bundestrainer Henrik Rödl: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie das Spiel gedreht und verdient gewonnen hat. Dennis war überragend in der zweiten Halbzeit."

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Fehlender Flow

Wie schon in den Spielen zuvor war auch gegen den Weltranglisten-37. im ersten Durchgang der fehlende Flow deutlich bemerkbar. Rödl vertraute zum vierten Mal bei der WM der gleichen Anfangsformation, in der Ismet Akpinar als zweiter Guard neben Schröder weiter seine Form suchte und seine ersten fünf Würfe danebensetzte. Nach einem 0:5-Start zog Schröder den deutschen Angriff ansehnlich auf. Erst punktete der 25 Jahre alte Braunschweiger selbst zweimal per Korbleger, setzte dann seine Mitspieler ein. Maximilian Kleber und Daniel Theis trafen sehenswert per Dunk, doch nach der 14:9-Führung gelang offensiv überhaupt nichts mehr. Die letzten viereinhalb Minuten des ersten Viertels blieb das deutsche Team ohne Korberfolg.

Wie schon mehrfach bei dieser WM fehlte der Schwung, der Angriff stockte, von außen fielen kaum Würfe, dazu leistete sich das Rödl-Team alleine im zweiten Abschnitt neun Ballverluste. Beiden Mannschaften unterliefen haarsträubende Fehler, dem deutschen Team war wie bei der Blamage in der Vorrunde gegen die Dominikanische Republik die Verunsicherung deutlich anzumerken. Im vorigen Turnierverlauf hatte Senegal nicht einmal jeden fünften der Dreipunkte-Würfe getroffen, im zweiten Viertel gewann der Bronzegewinner der Afrikameisterschaft 2017 aber an Sicherheit.

Schröder gibt deutschem Team Sicherheit

Zunächst kassierte das deutsche Team den Ausgleich zum 28:28. "Bringt mal ein bisschen rein jetzt, let's go let's go", gab Rödl seinem Team in der taktisch geprägten Auszeit mit. Zwei Minuten vor der Pause ging Senegal dennoch in Führung, es entwickelte sich eine enge Partie. Im dritten Viertel übernahm dann Schröder. Der Aufbauspieler erzielte 18 von 30 deutschen Punkten, versenkte alle vier Dreipunktewürfe, verteilte dazu drei Vorlagen. Dies gab Sicherheit, auch bei seinen Teamkollegen glückten nun wieder mehr Aktionen. Die deutsche Mannschaft erspielte sich eine zweistellige Führung und geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. September 2019 um 17:00 Uhr.

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