Jessica von Bredow-Werndl und Isabell Werth zu Pferd. | AP

Tokio 2020 Gold und Silber für Dressurreiterinnen

Stand: 28.07.2021 14:27 Uhr

Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl hat ihr zweites Olympia-Gold gewonnen. Die 35-Jährige setzte sich nach dem Sieg mit dem Team auch im Einzel durch. Silber holte Isabell Werth, Bronze ging an die Britin Charlotte Dujardin.

Ihr zweites Olympia-Gold durfte Jessica von Bredow-Werndl schon feiern, als der letzte Ritt im Baji Koen Equestrian Park von Tokio noch gar nicht beendet war. Die 35 Jahre alte Dressurreiterin aus dem bayerischen Tuntenhausen setzte sich einen Tag nach dem Sieg mit dem Team auch im Kür-Einzel mit ihrer Stute Dalera durch und ließ damit ihre ehemalige Lehrerin Isabell Werth hinter sich, die sich mit Silber begnügen musste. Die Britin Charlotte Dujardin landete mit Gio auf Platz drei.

Von Bredow-Werndl zeigte zur Musik des Films La-La-Land auch in der dritten Prüfung von Tokio die beste Leistung. Fehlerfrei tanzte das Paar einen Tag nach dem Sieg mit dem Team zum nächsten Gold. So dominierend waren die beiden, dass schon während des abschließenden Rittes von Dorothee Schneider klar war, dass das Gold sicher war.

"Ich bin voll happy", kommentierte die Siegerin. "Ich hatte manchmal das Gefühl, ein bisschen einen Feuertanz zu reiten, auf des Messers Schneide", sagte die 35-Jährige. "Aber es ist sich alles ausgegangen." Die nach ihrer Junioren-Zeit einige Jahre von Werth trainierte Reiterin begeisterte nach Grand Prix und Special auch in der Kür mit Musik. Die Anspannung war für sie aber deutlich größer als im Teamwettbewerb.

Werth verpasst Rekord

Werth verpasste nicht nur den Sieg, sondern auch einen olympischen Rekord. Mit einer weiteren Gold-Medaille wäre die 52-Jährige aus Rheinberg im deutschen Medaillen-Ranking mit der Kanutin Birgit Fischer gleichgezogen, die achtmal Gold und viermal Silber in ihrer Olympia-Bilanz stehen hat und weiter alleine auf Platz eins vor Werth liegt. Team-Olympiasiegerin Dorothee Schneider aus Framersheim wurde 15.

Mit den Medaillen in Tokio soll für sie aber noch lange nicht Schluss sein. "Ein paar Tage werden es noch", sagte Werth. "Ich fühle mich noch jung. Wie lange der Weg im internationalen und olympischen Sport sein wird, werden wir in Ruhe abwarten und sehen." Ihr mache es nach wie vor ungeheuren Spaß, "Pferde in den Sport hinein zu entwickeln, von einem jungen Pferd zu einem Spitzenpferd".

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Juli 2021 um 14:00 Uhr.