Deutschlands Fabian Wiede (mi.) setzt sich gegen Frankreichs Verteidiger durch | Bildquelle: imago/Jörg Schüler

Deutschland - Frankreich 25:25 Ein Remis gegen den Weltmeister

Stand: 15.01.2019 22:53 Uhr

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kassiert gegen Weltmeister Frankreich in letzter Sekunde den Ausgleich. Trotzdem steht sie in der Hauptrunde.

In einem teils hochspannenden Spitzenspiel trennte sich die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am Dienstagabend (15.01.2019) in Berlin mit 25:25 (12:10) vom Weltmeister. Vor 13.500 Zuschauern in der erneut ausverkauften Arena waren Uwe Gensheimer, Martin Strobel und Fabian Wiede mit je vier Treffern beste Werfer der DHB-Auswahl. Eine Bestnote verdiente sich aber vor allem die gesamte deutsche Defensivreihe.

In letzter Sekunde: Deutschland verpasst den Sieg
In letzter Sekunde: Deutschland verpasst den Sieg

Vor dem Anpfiff hatten die deutschen Spieler im Teamhotel die Nachricht vom Sieg Brasiliens gegen Russland erhalten, durch den der Punktverlust vom 22:22 gegen die Russen mit großer Wahrscheinlichkeit keine Bedeutung für den weiteren Turnierverlauf hat. "Wir haben das Russland-Spiel ganz kurz analysiert und dann abgehakt", berichtete DHB-Vizepräsident Bob Hanning vor dem Anpfiff und heizte die Stimmung in der Arena an: "Das ist das Spiel der Spiele für uns in Berlin."

Beeindruckende Abwehr

Dies schien die Prokop-Schützlinge zusätzlich zu beflügeln. Vor allem in der Abwehr beeindruckte die deutsche Mannschaft, die in den ersten zehn Minuten nur zwei Gegentore zuließ. Das lag auch an Torwart Andreas Wolff, der anders als im Russland-Spiel sofort auf Betriebstemperatur war. Dennoch konnte sich die DHB-Auswahl nicht absetzen, weil im Angriff zu viele Chancen vergeben wurden. Unter anderem scheiterte Kapitän Gensheimer erstmals im Turnier vom Siebenmeterstrich an Frankreichs Keeper Vincent Gerard.

Der Titelverteidiger, der auf Superstar Nikola Karabatic verzichtete, ging in der 19. Minute beim 5:4 erstmals in Führung. Beeindrucken ließ sich die DHB-Auswahl davon nicht. Die Defensive stand felsenfest, wofür Patrick Wiencek sinnbildlich stand. Der Kreisläufer vom THW Kiel musste schon nach 20 Minuten sein zerschlissenes Trikot tauschen.

Feuer unter dem Dach

Mit einem 3:0-Lauf brachte sich der Gastgeber wieder in Führung. Nun war endgültig Feuer unter dem Dach. Angetrieben von den Fans legten die Hausherren nun auch in der Offensive zu. Der Lohn war eine Zwei-Tore-Führung zur Pause. Den besseren Start nach dem Wechsel erwischten die Franzosen, die in der 36. Minute beim 15:14 wieder die Führung übernahmen. Prokop reagierte und schickte nun Silvio Heinevetter zwischen die Pfosten. Der Torwart der Füchse Berlin konnte jedoch weitere Gegentore nicht verhindern.

Deutschland gegen Frankreich - die Analyse
Deutschland gegen Frankreich - die Analyse

So lief die DHB-Auswahl erst einmal einem knappen Rückstand hinterher, ehe in doppelter Überzahl das 18:17 (44.) gelang. In der dramatischen Schlussphase hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen. Jede gelungene Aktion der deutschen Mannschaft wurde frenetisch bejubelt. Zehn Minuten vor Ultimo kam Wolff wieder auf das Parkett und meldete sich gleich mit einer Glanztat zurück. Doch es blieb bis zum Ende eng.

Im abschließenden Vorrundenspiel spielt die deutsche Mannschaft nun am Donnerstag (18 Uhr/live im Ersten) gegen Serbien.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. Januar 2019 um 22:27 Uhr.

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