Hongkou-Stadion in Shanghai | Bildquelle: picture-alliance/ dpa

Beschluss der FIFA Fußball-Club-WM 2021 in China

Stand: 24.10.2019 13:35 Uhr

Statt sieben Vereinen werden künftig 24 Teams bei der Club-WM antreten, die erstmals 2021 in China ausgetragen wird. Durch die Qualifikationshürde droht den Bundesligisten die Zuschauerrolle.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Einstimmig habe der FIFA-Rat entschieden, die komplett neu konzipierte Fußball-Vereinsweltmeisterschaft 2021 in China auszutragen, sagte Verbandschef Gianni Infantino in Shanghai. 24 Fußballmannschaften werden bei dem deutlich aufgewerteten Turnier mitmachen, darunter acht aus Europa.

Deutsche Teams könnten um Qualifikation bangen

Erst im März hatte der Weltverband FIFA beschlossen, mehr Teams bei der Club-WM zuzulassen. Europa hatte sich dagegen stark gewehrt.

Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf ein Geheimpapier berichtet, sollen die acht europäischen Startplätze nur an die Sieger der Champions League und Europa League der Jahre 2018 bis 2021 vergeben werden. So müssten auch die deutschen Spitzenteams aus München und Dortmund in dieser oder der kommenden Saison einen Europapokalwettbewerb gewinnen, um sicher in China dabei zu sein. Bestätigt ist der Qualifikationsmodus allerdings noch nicht.

Gianni Infantino, Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA | Bildquelle: dpa
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FIFA-Präsident Infantino spricht von einer echten WM für die besten Vereine.

Die neue Club-WM wird im Terminkalender des Weltfußballs den oft belächelten Confed-Cup ersetzen und alle vier Jahre in den Sommermonaten ausgetragen werden. "Das wird ein Turnier, auf das sich jeder Mensch, jedes Kind, ganz einfach alle, die Fußball lieben, freuen können. Das wird die erste echte Weltmeisterschaft für die besten Vereine der Welt", sagte FIFA-Chef Infantino über das neue Konzept.

China investiert seit Jahren verstärkt in den Fußball

Dass China die erweiterte Vereins-WM austragen darf, sehen Beobachter als klares Zeichen dafür, dass das Land nun gute Chancen hat, auch den Zuschlag für eine der nächsten echten Fußballweltmeisterschaften zu bekommen.

Chinas Staats- und Parteiführung verfolgt dieses Ziel bereits seit Jahren. Sie investiert landesweit viel Geld in den Fußball-Breitensport. Angesprochen auf die immer schlechter werdende Menschenrechtslage in China sagte Infantino, er sei nicht so naiv zu glauben, dass der Fußball alle Probleme der Welt lösen könne. Aber der Weltverband FIFA bringe den Fußball in die Welt und damit ein Lächeln ins Gesicht der Menschen.

Der FIFA-Rat hat bei seiner Sitzung in Shanghai außerdem beschlossen, dass der Weltverband deutlich mehr Geld für den Frauenfußball ausgeben wird. Das entsprechende Budget soll verdoppelt werden auf rund 900 Millionen Euro für einen Vierjahreszeitraum.

Neue Fußball-Club-WM wird 2021 in China ausgetragen
Steffen Wurzel, ARD Shanghai
24.10.2019 14:03 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. Oktober 2019 um 14:15 Uhr.

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