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Ethikkommission zu Korruptionsvorwürfen FIFA spricht Katar und Russland frei

Stand: 13.11.2014 10:52 Uhr

Die kommenden WM-Gastgeber Russland und Katar sind von der FIFA-Ethikkommission vom Vorwurf der Korruption freigesprochen worden. Dies geht aus einem 42-seitigen Bericht der rechtssprechenden Kammer des FIFA-Gremiums hervor, den der Fußballweltverband veröffentlichte.

Auch gegen alle anderen ehemaligen Bewerberländer um die Turniere 2018 und 2022 sowie aktuelle oder ehemalige Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees werden demnach keine Sanktionen verhängt. Die Ethikrichter unter dem Vorsitz des deutschen Juristen Hans-Joachim Eckert stellten zwar bei praktisch allen neun untersuchten Bewerbungen konkrete Verstöße und Verdachtsmomente fest, keine Vergehen wurden aber als so gravierend eingestuft, dass sie den Ausgang der umstrittenen WM-Vergabe an Russland und vor allem Katar im Dezember 2010 entscheidend beeinflusst hätten.

Blatter wird ausdrücklich freigesprochen

Einzig die Doppel-Bewerbung der Niederlande mit Belgien hatte sich laut Eckert gar nichts zuschulden kommen lassen. Ausdrücklich freigesprochen von jedem Verdacht der Bestechlichkeit oder irregulärer Einflussnahme wurde auch FIFA-Präsident Joseph Blatter.

FIFA-Präsident Blatter
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FIFA-Präsident Joseph Blatter wurde ausdrücklich von jedem Verdacht der Bestechlichkeit freigesprochen.

Die Ethikhüter hatten im Zuge mehrerer Bestechungsskandale im Weltverband und zahlreicher Anschuldigungen besonders gegen Katar die Ermittlungen aufgenommen. Eckert merkte in seinem Urteil auch an, dass weitere Untersuchungen durch die ermittelnde Kammer des FIFA-Ethikgremiums gegen Einzelpersonen nicht ausgeschlossen seien.

Zudem legte der FIFA-Richter einen Empfehlungskatalog für weitere strukturelle Reformen vor - darunter auch die erneute Forderung nach einer Amtszeitbeschränkung für Funktionäre, die der FIFA-Kongress im Juni abgelehnt hatte.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. November 2014 um 13:00 Uhr.

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