Pokal der Fußball-EM | dpa

Einigung mit der Telekom ARD und ZDF dürfen EM-Spiele 2024 zeigen

Stand: 09.03.2021 11:21 Uhr

Die öffentlich-rechtlichen Sender können nun doch einen Großteil der Spiele der Fußball-EM 2024 übertragen. Der Rechteinhaber Telekom erteilte ARD und ZDF eine Sublizenz. Der Konzern hatte sich 2019 die kompletten Medienrechte gesichert.

ARD und ZDF können nun doch Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland übertragen. Rund anderthalb Jahre nach dem Erfolg im Rechtepoker hat sich die Telekom mit den beiden Sendern über eine Sublizenz für die Heim-EM geeinigt.

Das umfangreiche Vertragswerk bietet den öffentlich-rechtlichen TV-Anbietern die Möglichkeit, den Großteil der Partien zu zeigen. Das Erste und das Zweite zeigen bei dem Turnier in drei Jahren 34 der 51 Begegnungen, darunter alle Spiele der deutschen Mannschaft. Die 17 weiteren Partien hat sich RTL gesichert, teilte die Telekom mit.

Telekom erhält Exklusivrechte

Die Telekom hatte sich im Oktober 2019 überraschend die kompletten Medienrechte für die EM in Deutschland von der Europäischen Fußball-Union UEFA gesichert und sich bei der Ausschreibung unter anderem gegen ARD und ZDF durchgesetzt. Das Unternehmen hatte danach erklärt, einen Teil der Rechte weiterverkaufen zu wollen.

Beim Deal mit ARD und ZDF teilt die Telekom die Rechte für die EM 2024 nicht nur. Im Gegenzug erhält sie von den Fernsehsendern Sendelizenzen für alle Begegnungen der EM in diesem Jahr und die WM 2022 in Katar. Damit werden alle Spiele der drei nächsten internationalen Fußball-Turniere live nur beim Telekom-Angebot "MagentaTV" zu sehen sein.

Das Telekommunikations-Unternehmen sicherte sich auch Exklusivrechte. So werden zehn Spiele der EM in diesem Jahr sowie 16 Spiele der WM 2022 ausschließlich über "MagentaTV" übertragen. Dazu zählen beim Weltturnier in Katar auch Spiele im Achtel- und Viertelfinale sowie das Spiel um Platz drei.

Klare Vorgaben für Übertragungen

Der Rundfunkstaatsvertrag schreibt vor, dass EM-Begegnungen des deutschen Teams, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Endspiel frei empfangbar sein müssen. Das ist bei klassischen TV-Anbietern wie ARD, ZDF, RTL und Sat.1 gewährleistet, wäre theoretisch aber auch bei einem Internetangebot möglich.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 09. März 2021 um 06:24 Uhr.