Deutschlands Torwart Timo Pielmeier

Eishockey-WM Penalty-Pleite auch gegen Norwegen

Stand: 06.05.2018 20:13 Uhr

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM auch gegen Norwegen im Penaltyschießen verloren.

Der deutsche Eishockey-Neuanfang nach Olympia-Silber droht zur Enttäuschung zu werden. Nach dem 4:5 (2:2, 1:1, 1:1) am Sonntag (06.05.2018) im Penaltyschießen gegen Norwegen ist das dritte WM-Viertelfinale in Serie für das Nationalteam von Bundestrainer Marco Sturm in weite Ferne gerückt.

Eishockey-WM - Deutschland verliert auch das zweite Spiel
Eishockey-WM - Deutschland verliert auch das zweite Spiel

Sturm: "Fehlerquote war einfach zu hoch"

"Wir haben vier Gegentore bekommen, das ist einfach zu viel", haderte Abwehrspieler Moritz Müller. Yannic Seidenberg ärgerte sich: "Wir sind zu spät aufgewacht. Es gibt noch einige Dinge, die wir verbessern müssen." Sturm gab zu: "Über das Viertelfinale brauchen wir momentan nicht zu reden. Die Fehlerquote war einfach zu hoch. Jeder Einzelne hat nicht seine Leistung gezeigt."

Deutscher Fehlstart perfekt
sportschau
07.05.2018 18:45 Uhr

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Zweite Pleite im Penaltyschießen

Die im Vergleich zu den Winterspielen stark verjüngte Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) kassierte im zweiten Spiel bei der Weltmeisterschaft in Dänemark damit den zweiten Rückschlag. Keine 48 Stunden zuvor hatte Deutschland beim 2:3 gegen WM-Gastgeber Dänemark ebenfalls nach Penalytschießen verloren.

"Pinguin" Trettenes entscheidet das Match

Vor über 5.000 Zuschauern in Herning reichten Tore von Patrick Hager (15. Minute/28.), Marc Michaelis (19.) und Seidenberg (51.) nicht. Für Norwegen trafen der künftige Düsseldorfer Ken André Olimb (2.), Thomas Valkvae Olsen (8.), Anders Bastiansen (22.) und Daniel Sorvik (51.). Den entscheidenden Penalty verwandelte Mathias Trettenes von den Krefeld Pinguinen.

Seidenberg - "Sind immer zurückgekommen"
Seidenberg - "Sind immer zurückgekommen"

"Special Teams" wieder fehlerhaft

Hager brachte Deutschland nach einem Horrorstart in die Partie zunächst mit seinen Toren zurück. Sturm hatte noch eine Verbesserung der gegen Dänemark ungenügenden "Special Teams" - also der Unter- und Überzahlformationen - angemahnt. Tatsächlich lag seine Manschaft dann bereits nach gut sieben Minuten mit zwei Toren zurück: Ein Gegentor fiel in Unterzahl, eines sogar mit einem Spieler mehr auf dem Eis.

Puck selbst ins Netz gelegt

Erst bei der vierten Strafzeit gegen Norwegen war das DEB-Team dann erfolgreich - weil der Gegner mithalf. Die Norweger legten sich den Puck selbst ins Netz. Da Hager als letzter Deutscher an der Scheibe war, wurde ihm der Treffer gutgeschrieben. Das 2:2 fiel dann nach einem Patzer von Norwegens Torhüter Henrik Haukeland. Für US-College-Spieler Michaelis war es bereits das vierte Tor im erst zehnten Länderspiel.

Holzer - "Das ist bitter"
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Goalie Pielmeier mit Schwächen

Nach dem erneuten Rückstand traf wieder Hager, der nach einer Draisaitl-Vorlage einen weiteren Haukeland-Fehler nutzte. Im letzten Drittel wurde es noch einmal turbulent. Sorvik brachte Norwegen mit einem abgefälschten Weitschuss, bei dem DEB-Goalie Timo Pielmeier unglücklich aussah, erneut in Führung. Nur 25 Sekunden später beantwortete dies Seidenberg mit dem erneuten Ausgleich. In der Overtime fielen keine Tore, so dass erneut die Penalty-Lotterie entscheiden musste.

Zwei Punkte auf dem Konto

Damit benötigt Sturms Mannschaft nun wohl einen Coup gegen die Mitfavoriten USA, Kanada oder Finnland, um die Viertelfinalchance zu wahren. Bereits am Montag (07.05.2018) gegen das US-Team steht die DEB-Mannschaft stark unter Druck. In der Tabelle haben die Deutschen trotz der Niederlagen immerhin zwei Punkte.

Thema in: Sport am Samstag, Deutschlandfunk, Sonntag, 06.05.2018 ab 19.10 Uhr

Quelle: sportschau.de

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