Deutschlands Marc Michaelis feiert sein Tor zum 1:0 gegen die Slowakei | Bildquelle: imago images / ActionPictures

Eishockey-WM Vierte Vorrunde, vierter Sieg - Viertelfinale?

Stand: 15.05.2019 22:40 Uhr

Nach dem besten WM-Start seit 89 Jahren steht die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft fast sicher im Viertelfinale. Das Spiel gegen die Slowakei drehte die DEB-Auswahl innerhalb von sechzig Sekunden.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich bei der WM-Endrunde gegen den Gastgeber Slowakei mit 3:2 (0:0, 1:2, 2:0) durchgesetzt und damit die Tabellenführung in der Gruppe A ausgebaut. Marc Michaelis (24. Minute) brachte das DEB-Team in Führung, ehe die Slowakei das Spiel nach Treffern von Andrej Sekera (29.) und Libor Hudacek (30.) zwischenzeitlich drehte. Als alles danach aussah, als müsse sich Deutschland mit der ersten Niederlage im vierten Vorrundenspiel abfinden, trafen in einer turbulenten Schlussphase noch Markus Eisenschmid (59.) und Leon Draisaitl (60.).

Deutschlands Siegeszug hält weiter an
Deutschlands Siegeszug hält weiter an

Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist damit nur noch theoretisch von einem der ersten vier Plätze zu verdrängen, die zur Teilnahme an der K.o.-Runde berechtigen. 1930 war zuletzt eine deutsche Mannschaft mit vier Erfolgen in eine WM gestartet - am Ende wurde sie Vizeweltmeister. "Es fühlt sich großartig an, Teil dieser Mannschaft zu sein", sagte Siegtorschütze Draisaitl.

Viel Aktion, zunächst aber keine Tore

Das Spiel zwischen der DEB-Auswahl und der Slowakei war von Beginn an ein sehr intensives. Schon nach zwölf Minuten musste Deutschlands Kapitän Moritz Müller das Trikot tauschen, es hatte einen großen Riss an der Schulter. Die 7.440 Zuschauer in Kosice sahen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, doch ein Treffer fiel im ersten Abschnitt noch nicht.

Zu Beginn des zweiten Drittels brachte Michaelis Deutschland dann mit seinem zweiten Turniertreffer in Führung (24. Minute). Die Vorlage lieferte Markus Eisenschmid, der zunächst mit einem Abschluss an Marek Ciliak scheiterte, ehe er überlegt für Michaelis auflegte. Die Slowakei ging fortan viel Risiko, hatte aber Pech, dass Martin Fehervary an Deutschlands Schlussmann Mathias Niederberger scheiterte. Wenige Sekunden später war dann auch Niederberger geschlagen, doch nach einem Schuss von Richard Panik sprang der Puck vom Innenpfosten zurück ins Feld (28.).

Doppelschlag der Slowaken

Weil kurz darauf erst Korbinian Holzer und dann auch Moritz Müller eine Zwei-Minuten-Strafe kassierten, spielte die DEB-Auswahl in doppelter Unterzahl. Und das nutzte die Slowakei eiskalt aus: Zunächst traf Sekera mit einem halbhohen Abschluss zum 1:1-Ausgleich (29.), und nur gut 60 Sekunden später erzielte dann Hudacek ein Powerplay des Gastgebers die Führung.

Das letzte Drittel ließ sich grob in zwei Phasen aufteilen. In der ersten stand Deutschland unter Druck und durfte sich bei Torhüter Niederberger bedanken, der mehrfach gegen Chancen der Slowaken vereitelte. Als Martin Marincin zum Schuss kam, lenkte Niederberger den Puck mit dem Schoner zur Seite (41.). In der zweiten Phase des dritten Drittels agierte die DEB-Auswahl druckvoller, doch ein Treffer fiel zunächst noch nicht. Yannic Seidenberg schoss erst aus gefährlicher Position knapp am Tor vorbei (48.), ehe er wenig später an Ciliak scheiterte (51.).

Eisenschmid + Draisaitl = Jubel

Es lief bereits die 59. Minute, als Eisenschmid den Puck nach Zuspiel von Seidenberg direkt unter die Latte zum 2:2-Ausgleich ins Netz nagelte. Und als dann auch noch Draisaitl traf, waren nur noch 30 Sekunden auf der Uhr. Dominik Kahun hatte die Vorlage geliefert, ehe Draisaitl einen Verteidiger aussteigen ließ und dann Keeper Ciliak tunnelte.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. Mai 2019 um 22:30 Uhr.

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