Aktuell ein normaler Anblick: Ein einsamer, unbespielter Basketballcourt | Bildquelle: picture alliance/dpa

Corona-Krise Basketballer wollen Saison zu Ende spielen

Stand: 27.04.2020 22:00 Uhr

Die Basketball-Bundesliga hat sich gegen einen Abbruch der Saison entschieden. Zehn Teams wollen in der Coronavirus-Pandemie den Meister ausspielen. Es soll keinen Absteiger geben.

Die Basketball-Bundesliga will ihre Saison trotz der Coronavirus-Pandemie fortsetzen. Anders als zuvor die Topligen im deutschen Handball, Eishockey und Volleyball entschieden sich die 17 Klubs und die BBL-Spitze in ihrer Videokonferenz mehrheitlich gegen ein sofortiges Ende der derzeit unterbrochenen Spielzeit. Stattdessen wollen zehn Vereine den Spielbetrieb wieder aufnehmen, sobald die Politik dies erlaubt:

BBL - Konzept zur Saison-Fortsetzung in Turnierform
BBL - Konzept zur Saison-Fortsetzung in Turnierform

  • FC Bayern München
  • MHP Riesen Ludwigsburg
  • HAKRO Merlins Crailsheim
  • ALBA Berlin
  • EWE Baskets Oldenburg
  • RASTA Vechta
  • Brose Bamberg
  • BG Göttingen
  • ratiopharm Ulm
  • FRAPORT SKYLINERS

Sieben Vereine gegen Fortsetzung - kein Absteiger

Die sieben weiteren Klubs entschieden sich gegen eine Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Saison - sie werden in der Abschlusstabelle dahinter platziert - der Abstieg aber entfällt.

Gekürt wird der Meister im Turniermodus: An Geisterspiele in zwei Fünfergruppen an einem Ort sollen sich Halbfinals und Finale anschließen. Die Ergebnisse der Hauptrunde wurden gestrichen. Der Spielbetrieb soll direkt mit modifizierten Playoffs mit einer Dauer von rund drei Wochen aufgenommen werden. In zwei Gruppen spielen jeweils fünf Teams jeder gegen jeden. Anschließend geht es ab dem Viertelfinale im K.o.-Modus bis zum Endspiel weiter.

Ziel der Liga ist es, die Saison bis spätestens zum 30. Juni 2020 zu beenden. Dafür müssten spätestens am 18. Mai die behördlichen Genehmigungen für den Trainings- und Spielbetrieb vorliegen, hieß es weiter. Dafür erarbeitet die BBL ein Hygiene- und Sicherheitskonzept.

Austragungsort noch offen

Von diesem Dienstag (28.04.2020) an soll sich eine Expertengruppe mit dem genauen Modus und allen weiteren Fragen beschäftigten. "Jetzt haben wir viel Arbeit vor uns. Schauen wir mal, wie weit wir kommen", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Wer das Turnier austrägt, ist noch offen.

"Wenn wir die Bedingungen für die Austragung erfüllen, werden wir uns auf jeden Fall darum bewerben. Ich denke, dass wir die Infrastruktur und Logistik hätten, das Turnier auszutragen", sagte Münchens Geschäftsführer Marko Pesic. Die Liga wird nun kurzfristig eine Ausschreibung auf den Weg bringen, am 4. Mai soll der Standort feststehen.

Knapp fünfstündige Schalte

Die Vereine hatten mit der Ligaspitze in einer knapp fünfstündigen Schalte beraten. Holz hatte sich bereits zuvor für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen und auf einen großen Konsens gehofft.

Vor mehr als sieben Wochen waren die bislang letzten Bundesligaspiele absolviert worden. Vor der Unterbrechung lag Meister FC Bayern mit nur zwei Liga-Niederlagen an der Tabellenspitze, die Klubs hatten bis zu diesem Zeitpunkt zwischen 19 und 21 von 32 regulären Saisonpartien bestritten. Ende März hatte die Liga noch eine endgültige Entscheidung vertagt, nun gab es Klarheit. Auch die Fußball-Klubs der Bundesligen hoffen weiterhin noch auf eine Fortsetzung ihrer derzeit unterbrochenen Saison.

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