Silvio Berlusconi beim Fußballspiel Parma gegen AC Mailand

Investitionen in Fußballklubs Chinesen kaufen Berlusconi AC Mailand ab

Stand: 05.08.2016 16:59 Uhr

Die Investmentfirma Fininvest von Ex-Ministerpräsident Berlusconi hat den italienischen Traditionsclub AC Mailand an Investoren aus China verkauft. Auch der britische Premier Club West Bromwich Albion ging an ein chinesisches Unternehmen.

Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi verkauft den Fußballklub AC Mailand an eine chinesische Investorengruppe. Das Konsortium übernehme mehr als 99 Prozent am AC Mailand und werde in den nächsten drei Jahren 350 Millionen Euro in den Verein investieren, teilte Berlusconis Holding Fininvest mit. Der Vorvertrag wurde demnach unterzeichnet und bewertet den mit 220 Millionen Euro verschuldeten Klub mit 740 Millionen Euro.

Fininvest ist seit rund drei Jahrzehnten Besitzer des Clubs und hatte Anfang Mai Gespräche mit den Chinesen aufgenommen. Das Geschäft muss noch von den italienischen und chinesischen Behörden abgesegnet werden und soll Ende 2016 abgeschlossen sein.

Konsortium aus staatlichen und privaten Investoren

Die zukünftigen Eigentümer des AC Mailand gruppieren sich um eine eine Firma namens Sino-Euro Sports Investment Management Changxing. Zu ihnen gehören die Gesellschaft Haixia Capital und der Unternehmer Yonghong Li. Aus der Volksrepublik sind darüber hinaus noch weitere staatliche und private Firmen aus der Finanzbranche und der Industrie an dem Konsortium beteiligt.

Europäischer Fußball für chinesische Investoren interessant

Investoren aus China steigen derzeit verstärkt in den europäischen Profifußball ein. Vor kurzem übernahm der Elektronikhändler Suning Commerce für rund 270 Millionen Euro einen Mehrheitsanteil von 70 Prozent am Mailänder Lokalrivalen Inter.

Der britische Premier Club West Bromwich Albion wurde an das chinesische Unternehmen Yunyi Guokai (Shanghai) Sports Development verkauft wird. Der Preis wurde nicht veröffentlicht. Die britische Financial Conduct Authority und die Premier League müssen dem Handel noch zustimmen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. August 2016 um 18:30 Uhr.