Schlusslicht

Donald Trump | Bildquelle: dpa

Trump-Sprecherin Sanders Präsident von Gottes Gnaden

Stand: 31.01.2019 11:58 Uhr

Trumps Sprecherin Sanders liefert sie endlich - die unumstößliche Erklärung, wie ihr Chef zum US-Präsidenten geworden ist. Und die hat nichts mit freien Wahlen zu tun.

Von Susann Burwitz, tagesschau.de

Es gibt wohl kaum einen Politiker, der seit seinem Amtsantritt so sehr polarisiert hat wie Donald Trump. Seit mehr als zwei Jahren sitzt er nun im Weißen Haus - plant Mauern, schimpft gegen Demokraten, Presse und Sonderermittler und twittert mit der Welt um die Wette. Und noch immer kitzelt bei dem ein oder anderen die Frage im Hinterkopf: Wie? Wie und wieso konnte es dieser Mann an die Spitze einer der mächtigsten Nationen weltweit schaffen?

Doch nun können die politischen Grübler endlich aufatmen und das zermürbende Kopfzerbrechen einstellen, denn die Antwort ist einfach. Nein, es hatte nichts mit Trumps Stammbaum zu tun. Nein, auch nicht mit den Millionen auf seinem Konto. Und auch nichts mit den Stimmen der Wahlmänner, die sich Ende 2016 für Trump als den nächsten Mr. President aussprachen. Eigentlich hätten sie abstimmen können, wie sie wollen: Clinton oder Trump, Demokraten oder Republikaner - alles wurscht.

Die Sprecherin von US-Präsident Trump, Sarah Sanders | Bildquelle: REUTERS
galerie

Trump schaffte es mit Gottes Hilfe ins Weiße Haus - zumindest ist seine Sprecherin Sarah Sanders davon überzeugt.

Hilfe von ganz oben

Denn Trumps Türchen ins Oval Office öffnete sich von weiter oben - von ganz, ganz oben sozusagen. Das verriet nun Trumps Sprecherin im Weißen Haus, Sarah Sanders, im Interview mit dem "Christian Broadcasting Network". "Ich denke, dass Gott wollte, dass er Präsident wird", sagte sie voller Überzeugung, ganz christlich in weiß gekleidet, mit der Perlenkette um den Hals und dem Scheinwerferlicht, dass ihr ein Leuchten in die Augen zauberte.

Halleluja - da haben wir's! Gott in seiner Allwissenheit hat erkannt, was Sanders als Sprecherin des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten dann auch klar geworden ist: Trump sei ein geborener Anführer, der sich den Problemen widme, die "den Bürgern wahren Glaubens" nachts den Schlaf rauben.

Bleibt abzuwarten, was die göttliche Vorsehung für die zweite Halbzeit von Trumps Präsidentschaft bereithält. Und wenn es dann 2020 heißt: Entweder ein neuer Staatschef oder eine zweite Amtszeit für den jetzigen - dann helfen Sanders ja vielleicht rechtzeitig ein paar Stoßgebete.

Darstellung: