Schlusslicht

Eine Hand zieht ein Portemonnaie aus einer Handtasche, die eine Frau über der Schulter trägt. | Bildquelle: dpa

Diebstahl in Spanien verhindert Im Rekordtempo gegen Langfinger

Stand: 24.12.2019 19:00 Uhr

Das wünscht man niemandem: kurz vor Weihnachten bestohlen zu werden. Einem Spanier drohte vor wenigen Tagen genau das. Doch die beiden Gauner bekamen es mit einem Gesetzeshüter auf ganz schnellen Sohlen zu tun.

Die Zeit rund um Weihnachten ist für viele die schönste des Jahres: das Zusammensein mit den Lieben, die heimliche Vorfreude auf das Beschenken und Beschenktwerden, das Bummeln durch die mit Lichtern geschmückte Stadt.

Doch einige lockt die Weihnachtszeit aus anderen, weniger besinnlichen Gründen. Für Taschendiebe bieten die Wochen zum Ende des Jahres zahlreiche Gelegenheiten, zuzuschlagen - auf Weihnachtsmärkten, in der Menge der gedrängten Geschenkejäger in den Innenstädten.

3000 Euro Diebesgut

Zwei solcher Diebe witterten wenige Tage vor dem Heiligabend im spanischen Sevilla ihre Chance. Direkt vor einer Bank schlugen sie zu und entrissen einem Mann seine Tasche. Darin befanden sich 3000 Euro, die der Bestohlene gerade vom Konto abgehoben hatte.

Die beiden Langfinger versuchten zunächst, mit einem Auto zu flüchten. Doch schnell hatten sie die Polizei im Nacken, die ihr Opfer sofort verständigt hatte. Also setzten die Räuber auf Plan B: Raus aus dem Auto und zu Fuß mit der Beute entkommen.

Verfolgungsjagd im Eiltempo

Doch die Weihnachtszeit ist manchmal auch die Zeit für kleine und große Helden. Denn die Taschendiebe hatten ihre Rechnung ohne Sergio gemacht. Gegen diesen Verfolger in Uniform waren beide Gauner chancenlos, denn ihnen war niemand anderes auf den Fersen als ein Weltrekordhalter im 400-Meter-Staffellauf.

So war es mit der Verfolgungsjagd auch recht schnell vorbei. Und der Polizist der Stunde glänzte nicht nur mit Spitzentempo, sondern auch mit Bescheidenheit. Im Interview mit einem TV-Sender beließ es Sergio bei dem einfachen Kommentar: "200 bis 300 Meter schnell rennen, das kann ich."

In den Medien und auf Twitter hingegen gab es viel Lob für den gelungenen Einsatz - und für den Retter von der ganz schnellen Truppe.

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