Medikamente und ein Fiberthermometer liegen auf einem Nachttisch | dpa/ Gambarini

Nordrhein-Westfalen Wie pflege ich mich mit einer milden Corona-Erkrankung zu Hause?

Stand: 06.01.2022 14:34 Uhr

Ein positiver Schnelltest? Erkältungssymptome? Das kann verunsichern. Wie Sie sich jetzt richtig verhalten - und was Sie tun können, wenn sie nur leicht an Corona erkrankt sind.

Von Dominik Reinle

Auch mit den neuen Corona-Varianten wie Omikron und Delta gibt es viele Menschen, die milde oder keine Symptome haben. Sie können sich zu Hause auskurieren. Doch wie geht das? Hier einige Tipps, worauf man achten sollte.

Wie merke ich, dass ich mit dem Coronavirus infiziert bin?

Entweder durch einen Test oder durch Symptome. Die häufigsten Krankheitszeichen einer Infektion mit dem Coronavirus sind Husten, Fieber und Schnupfen sowie Störungen des Geruchs- und oder Geschmackssinns.

Auch Kurzatmigkeit, Halsschmerzen oder Kopf- und Gliederschmerzen können auf eine Ansteckung hindeuten. Die Symptome können je nach Virus-Variante variieren: Bei Omikron können zum Beispiel Nachtschweiß und Appetitlosigkeit auftreten.

Was muss ich als Erstes tun, wenn ich Symptome habe?

Man sollte unbedingt zu Haus bleiben, um möglichst niemanden anzustecken. Wer nicht alleine wohnt, soll auch die AHA-L-Regeln einhalten: Abstand einhalten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmasken tragen und regelmäßig Lüften.

Zudem soll man sich von einem Arzt telefonisch beraten lassen und das weitere Vorgehen mit ihm abstimmen. Auf keinen Fall sollten Sie ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen.

Und wenn ich keinen Hausarzt habe?

Ein Handy mit der Telefonnumer vom Hausarzt liegt auf einem Tisch neben einem Fieberthermometer. | dpa/Frank May

Auch ohne Hausarzt gibt es Hilfe Bild: dpa/Frank May

Wer keinen Hausarzt hat, kann sich auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 melden. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollte die Notfallnummer 112 angerufen werden.

Wie kann ich mir bei einer Erkrankung Erleichterung verschaffen?

"Wichtig ist Ruhe", sagte Monika Baaken vom Hausärzteverband Nordrhein am Mittwoch dem WDR. Dazu gehöre auch viel Schlaf. "Allerdings sollt man nicht den ganzen Tag nur liegen, sondern sich auch bewegen, damit der Kreislauf in Schwung bleibt." Dabei helfe auch Frischluft bei geöffnetem Fenster.

Außerdem soll man viel trinken, so Monika Baaken. "Entweder Tee oder Wasser, aber keinen Alkohol."

Darf ich Medikamente nehmen?

Wer Kopf- oder Gliederschmerzen hat, kann Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen. "Dabei muss man sich aber ungedingt an die vorgeschriebenen Mengen halten", sagte Monika Baaken vom Hausärzteverband Nordrhein. "Wenn keine Besserung eintritt, muss man sich an einen Arzt wenden."

Was kann ich bei Atemproblemen tun?

Bei leichten Atemproblemen kann Sitzen für Erleichterung sorgen. "Wichtig ist, dass dabei ruhig ein- und ausgeatmet wird", so Monika Baaken. Falls sich die Symptome aber verstärken, sei auf jeden Fall ein Arzt zu verständigen. "Das gilt auch, wenn Angstsituationen auftreten."

Auf die Frage, ob es sinnvoll ist, mit einem Pulsoximeter die Sauerstoffsättigung im Blut zu kontrollieren, sagte die Sprecherin des Hausärzteverbands Nordrhein: "Das ist im Einzelfall mit einem Arzt abzusprechen."

Wie lange dauert die Erkrankung?

Das kann von Mensch zu Mensch verschieden sein. Eine milde COVID-19-Erkrankung ist in der Regel nach zwei bis drei Wochen überstanden. Allerdings darf man nicht einfach so wieder unter Menschen gehen.

Auch wer sich bereits nach wenigen Tagen wieder besser fühlt oder trotz eines positiven Tests gar keine Krankheitssymptome hat, kann die häusliche Isolierung nicht selbstständig aufheben. Zurzeit ist es frühestens 14 Tage nach dem Erstnachweis des Erregers möglich. Das Gesundheitsamt bestimmt, ob ein Antigen-Schnelltest oder ein PCR-Test nötig ist.

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Quelle: wdr.de