Eine Frau sitzt in der leeren Straßenbahn und schaut auf ihr Smartphone. | Kirsten Nijhof/ picture alliance/ zb

Nordrhein-Westfalen Neuer Nahverkehrstarif für ganz Nordrhein-Westfalen

Stand: 17.12.2021 14:56 Uhr

Bahn- und Busfahren im Westen soll einfacher werden - mit einem neuen Handy-Tarif. In NRW werden ab heute Bus und Bahn zu "eezy.nrw".

Von Udo Bühlmann

Der elektronische Tarif "eezy.nrw" soll die Nutzung des Nahverkehrs so einfach machen, dass mehr Menschen vom Auto in Busse und Bahnen umsteigen.  Wer in NRW von A nach B fahren will, braucht sich für einen Fahrschein nicht mehr länger durch Tarifzonen, Preisstufen und Verbundgrenzen zu wühlen. "Eezy" macht den Fahrkartenkauf überflüssig.

So geht's

Fahrgäste benötigen ein Smartphone und eine heruntergeladene eezytaugliche App. Am Ort des Reisestarts, also Bushaltestelle oder Bahnhof, muss nur der Check-In-Button der App gedrückt werden, und die Fahrt kann losgehen. Beim Ausstieg am Zielort dann den Check-Out-Knopf antippen, um die Kostenberechnung einzuleiten.

Die App erkennt die Entfernung per GPS-Signal und berechnet so den Preis. Abgerechnet wird die Strecke per Luftlinie, dazu kommt ein Grundpreis. Um die Kosten für die Fahrt besser einschätzen zu können, ist in "eezy.nrw" ein Preisrechner enthalten. Mit ihm kann man schon vor der Fahrt die voraussichtlichen Kosten abfragen.

Abgerechnet wird automatisch

Tarifgebiete und Verbundgrenzen muss der Fahrgast nicht mehr beachten, das erledigt die App automatisch. Abgebucht wird per Lastschrift oder über eine Kreditkarte. In "eezy.nrw" ist auch eine Preisobergrenze eingebaut: Maximal werden innerhalb von vierundzwanzig Stunden 30 Euro fällig. 

Alle anderen Fahrkarten und die Schüler-, Semester, Monats- und Jobtickets gibt es neben eezy auch weiterhin.

Bus der ASEAG mit dem Wort "E-Ticket" auf der Anzeige | WDR/ Oliver Hamacher-Baumann

Digitaler Fahrschein auf dem Smartphone Bild: WDR/ Oliver Hamacher-Baumann

Alle Verkehrsverbünde beteiligt

Der neue e-Tarif „eezy.nrw“ wird am Mittwochvormittag in Köln unter anderem von Verkehrsministerin Ina Brandes vorgestellt. Beteiligt an dem Projekt sind neben dem Verkehrsministerium der Aachener Verkehrsverbund, AVV, die Verkehrsverbünde Rhein-Sieg und Rhein Ruhr, VRS und VRR. Auch der Nahverkehr Westfalen-Lippe , NWL und die "Westfalentarif GmbH" machen bei dem Projekt mit.

"eezy.nrw" macht es einfach

Mit "eezy.nrw" wird eine Forderung von Fahrgastvertretungen erfüllt. Sie fordern schon lange einen Nahverkehrstarif, der keine besonderen Informationen über Verbundgrenzen und Preisstufen voraussetzt.  

Quelle: wdr.de