Jubel bei den Spielern von Arminia Bielefeld | imago images/Fotostand/van der Velden

Nordrhein-Westfalen Beendet Arminia Bielefeld die Unioner Heimserie?

Stand: 23.09.2021 13:14 Uhr

Mit 0:5 endete das letzte Bielefelder Gastspiel an der Alten Försterei. Für diese Klatsche wollen sich die Ostwestfalen unbedingt revanchieren - am liebsten mit dem ersten Saisonsieg. Damit würde die Arminia gleichzeitig eine beeindruckende Heimserie der Unioner beenden.

Fünf Spiele, vier Punkte, Tabellenplatz 13: Es ist sicher kein Fehlstart, den Arminia Bielefeld in die aktuelle Saison hingelegt hat. Allerdings warten die Ostwestfalen nach wie vor auf ihren ersten Sieg. Sorgen macht sich Trainer Frank Kramer deshalb aber nicht: "Wir wissen, dass wir noch eine Schippe drauflegen müssen, wenn wir die Spiele gewinnen wollen. Aber wir wissen auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte der 49-Jährige bei Sky Sport News.

"Haben nicht gekillt"

Viel gefehlt hat bei den Unentschieden gegen den SC Freiburg (0:0), bei der SpVgg Greuther Fürth (1:1), gegen Eintracht Frankfurt (1:1) und gegen die TSG Hoffenheim (0:0) nicht. "Vielleicht bei der ein oder anderen Situation die Kaltschnäuzigkeit", analysierte Kramer: "Wir haben in den Phasen mit den klaren Chancen nicht gekillt."

Dennoch ist Kramer zuversichtlich, dass der erste Sieg nicht mehr lange auf sich warten lässt: "Wenn das Team konstant gute Leistung bringt, dann wird man auf lange Sicht natürlich auch belohnt", sagte er. Das sieht auch Bielefelds Neuzugang Alessandro Schöpf so. Denn mit Ausnahme des 1:3 bei Borussia Mönchengladbach hätte die Arminia "jedes Spiel gewinnen können", so der 27-Jährige: "Da entscheiden dann auch die Kleinigkeiten."

Union ist eine Heimmacht

Schöpf hofft nun, dass am Samstag bei Union Berlin endlich der Knoten platzt und der erste Sieg für Bielefeld in dieser Saison herausspringt. "Wir werden wieder unsere Torchancen bekommen und vielleicht wird diesmal das Momentum auf unserer Seite sein", sagte der Österreicher im "kicker"-Interview.

Allerdings wird die Aufgabe in der Hauptstadt keine leichte. Zwar liegen die Unioner mit nur zwei Punkten mehr auf dem Konto durchaus noch in Schlagdistanz, zu Hause sind sie aber eine Macht. Holen die Eisernen auch gegen Bielefeld mindestens einen Punkt, wären sie seit unglaublichen 20 Heimspielen unbesiegt. In der Bundesliga trifft das im gleichen Zeitraum nur noch auf Eintracht Frankfurt und den FC Bayern zu.

Wiedersehen mit Voglsammer

Die Partie in Berlin ist für die Arminia auch ein Wiedersehen mit Andreas Voglsammer. Der 29-Jährige spielte von 2016 bis 2021 bei den Ostwestfalen und erzielte für sie in 163 Pflichtspielen insgesamt 49 Tore. Dementsprechend gut kennt Voglsammer den kommenden Gegner: "Es ist eine extrem eklige Mannschaft, unangenehm zu spielen. Seitdem Frank Kramer da ist, bekommen sie auch nur noch extrem wenige Gegentore. Nur wenn es bei ihnen einschlägt, dann richtig, meist vier oder fünf Mal."

Genauso ein Debakel erlebten die Bielefelder bei ihrem letzten Gastspiel bei Union. Mit 0:5 verließen sie am Ende die Alte Försterei. Da wäre jetzt also eine gute Gelegenheit, sich zu revanchieren.

Quelle: wdr.de