Johanneskirche in Düsseldorf | dpa

Nordrhein-Westfalen Solidarität nach Hochwasser: Kirchen lassen bundesweit Glocken läuten

Stand: 22.07.2021 16:37 Uhr

Um Verbundenheit mit den vom Unwetter schwer betroffenen Menschen auszudrücken, wollen am Freitag bundesweit Kirchen ihre Glocken läuten lassen. Die Idee kommt aus dem Rheinland.

Am Freitagabend sollen ab 18 Uhr in ganz Deutschland Kirchenglocken läuten. Damit soll Verbundenheit mit den Menschen ausgedrückt werden, deren Existenz durch das Unwetter zerstört wurde. Außerdem soll um die bei der Flutkatastrophe gestorbenen Menschen getrauert werden. Gleichzeitig zum Glockenläuten finden in vielen Kirchen Andachten und Gebete statt.

Die Initiative dazu kommt von der evangelischen Kirche im Rheinland mit Sitz in Düsseldorf: "Lassen Sie uns gemeinsam hörbar machen, dass wir uns gegenseitig unterstützen, füreinander beten und uns in der Nachfolge Christi gegen die zerstörerischen Mächte des Chaos stemmen", sagt Präses Thorsten Latzel. Viele Menschen benötigten jetzt "konkrete, unmittelbare Hilfe und tröstende Zeichen der Solidarität".

Kirchen wollen Geld zum Spenden sammeln

Dem Aufruf aus dem Rheinland folgen bundesweit evangelische und katholische Kirchen, darunter die evangelische Kirche von Westfalen, die Lippische Landeskirche sowie das Erzbistum Paderborn und das Bistum Münster.

Neben dem Läuten und den Andachten soll es auch eine Spendenaktion geben. Laut der evangelischen Kirche in Deutschland soll Geld gesammelt werden, um damit die zum Teil stark zerstörten Kirchen wieder herzurichten. Zuvor haben evangelische Kirche und Diakonie den Betroffenen der Flutkatastrophe bereits vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Quelle: wdr.de