Alexander Wehrle  | imago images/Eduard Bopp

Nordrhein-Westfalen Coronakrise: 1. FC Köln bestätigt Landesbürgschaft

Stand: 22.04.2021 18:24 Uhr

Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln erhält eine Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und sichert sich damit inmitten der Coronapandemie wirtschaftlich ab.

Der Klub nimmt nach eigenen Angaben vom Donnerstag bei seiner Hausbank Sparkasse Köln-Bonn ein Darlehen in Höhe von 20 Millionen Euro mit einer Laufzeit von sechs Jahren auf. Dieses werde durch die Landesbürgschaft abgesichert.

FC beklagt Einnahmeausfälle von 65 Millionen Euro

Der Profi-Fußball leidet seit März 2020 wie viele Gesellschaftsbereiche an den Einschnitten durch die Pandemie. Der FC teilte mit, dass der Verein in der vergangenen und der laufenden Spielzeit Einnahmeausfälle in Höhe von nahezu 65 Millionen Euro zu beklagen habe.

Auch Schalke 04 und Werder Bremen hatten schon von der Möglichkeit einer Landesbürgschaft Gebrauch gemacht, der VfB Stuttgart geht mit einem KfW-Kredit einen ähnlichen Weg.

Entscheidung mit Blick auf die Unwägbarkeiten der nächsten Saison

"Wir stemmen uns mit aller Kraft gegen die Auswirkungen der Pandemie", sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle: "Dabei haben wir die Effekte der Krise zunächst mit eigenen Maßnahmen aufgefangen. Mit Blick auf die Unwägbarkeiten der nächsten Saison haben wir uns ganz bewusst erst jetzt für ein solches Darlehen entschieden."

Der Klub bringe neben der Bürgschaft "noch weitere, eigene Sicherheiten ein. Wir sind uns der zusätzlichen Verantwortung durch die Bürgschaft bewusst und werden das Darlehen selbstverständlich in voller Höhe zurückzahlen."

NRW-Regierung äußerte sich auch nicht zu Schalke-Bürgschaft

Dass die Mitteilung über den Erhalt einer Landesbürgschaft wie schon im Falle von Schalke vom Verein kommt und nicht vom Land, hat wohl Gründe, die NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bereits im vergangenen Sommer erläuterte. Damals wurde er auf die Bürgschaft für Schalke 04 angesprochen: Solche Dinge unterlägen "strikter Vertraulichkeit", weshalb er noch nicht einmal bestätigen dürfe, ob dieser Antrag des Vereins überhaupt existiere. Der Kanzlerkandidat der Union verwies damals darauf, dass es in solchen Fragen ein "festes Verfahren" mit "strengen Kriterien" gebe.

Quelle: wdr.de