Die Rheintreppe in Düsseldorf ist gesperrt und daher menschenleer. | Murat Koyuncu /WDR

Nordrhein-Westfalen Verweilverbot: Viele haben sich an die Regeln gehalten

Stand: 27.02.2021 17:12 Uhr

Nach der großen Menschenansammlung in der Düsseldorfer Altstadt und am Rheinufer am vergangenen Wochenende haben sich die Menschen am Samstag weitgehend an das neue Verweilverbot gehalten.  In anderen Städten NRWs blieb es ebenfalls relativ ruhig.

Es war ein sonniger, aber windiger Nachmittag an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade. Sehr viel war hier am Samstag nicht los: Einige Familien mit Kinderwagen, ältere Pärchen und Sportler waren am Rheinufer unterwegs.

Nicht jeder hat sich an das Verweilverbot gehalten

Nicht jeder Spaziergänger konnte der schönen Aussicht am Rheinufer widerstehen. Einige nahmen, trotz der Kenntnis über das Verbot, auf einem der zahlreichen Bänke Platz. So auch beispielsweise Kurt, der sitzend den Rheinblick und die Sonne genoss - ohne Maske.

Ein Schild mit der Aufschrift: Verweilverbotszone - bitte gehen Sie weiter | Murat Koyuncu /WDR

Verweilverbotsschild in Düsseldorf Bild: Murat Koyuncu /WDR

Für ihn sei das Verweilverbot keine zufriedenstellende Lösung, sagt er: „Wenn hier ein großer Menschenandrang ist, finde ich es in Ordnung, wenn alle weitergehen und sich nicht aufhalten. Aber an einem Tag wie heute, wo nichts los ist, habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich mal zehn Minuten in der Sonne sitze.“ Wenn es voller gewesen wäre, wäre er sofort weitergegangen, betonte er.

Joggen lieber ohne Maske

Nicht nur Fußgänger unterliegen der Maskenpflicht. Im Gegensatz zu Fahrradfahrern müssen auch Jogger auf der entsprechenden Strecke eine Maske tragen. Doch nicht jeder hielt sich daran. Julius, der die Strecke regelmäßig joggt, ist die Regel egal. Er sei sogar bereit die Konsequenzen dafür zu tragen und die entsprechende Strafe zu zahlen. „Wen soll ich anstecken, wenn ich joggen gehe? Ich laufe ja auch nicht Millimeter nah an den Leuten vorbei. Ich würde die Strafe auf jeden Fall in Kauf nehmen. Ich möchte vernünftig Sport machen, dafür muss ich auch tief ein- und ausatmen, das gibt mir die Maske nicht“ so der 28-jährige Sportler.   

Bisher habe der Ordnungsdienst in Düsseldorf einige Bußgeldverfahren eingeleitet, weil gegen die Maskenpflicht verstoßen worden sei, sagte der Sprecher. Seit dem Mittag kontrolliere man zusammen mit der Polizei in Doppelschicht. An manchen Orten wurde am Nachmittag auch per Lautsprecher auf das Verweilverbot hingewiesen.

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Menschleere und Regelverstöße: Bilder aus Düsseldorf und Köln

 In anderen Städten NRWs blieb es ebenfalls relativ ruhig

Auch Dortmund hatte für das Wochenende die Maskenpflicht im Stadtgebiet ausgeweitet, sie gilt von 12 bis 18 Uhr auch für einige Parks und auf allen Wegeflächen rund um den Phoenix-See. Die Situation am Phoenix See war Samstagmittag entspannt. Die meisten haben sich an die Maskenpflicht gehalten. Sportler, wie Jogger, Radfahrer und Skater.

In Köln blieb es ebenfalls flächendeckend ruhig. Nur in Teilen der Altstadt und am Rheinufer hätte die Mehrzahl der Spaziergänger keine Maske getragen. Zudem habe es sich dort und auf einigen Brücken zeitweise stark geknubbelt.  

Quelle: wdr.de