Demonstranten am Tagebau Garzweiler mit Banner "Alle Dörfer BLEIBEN"

Nordrhein-Westfalen Friedlicher Protest gegen Straßenabriss am Tagebau Garzweiler

Stand: 19.07.2020 20:03 Uhr

Mehr als 700 Menschen haben am Sonntag friedlich für den Erhalt einer Landstraße am Tagebau Garzweiler demonstriert. Die L 277 muss dem Tagebau weichen.

Mehr als 700 Menschen haben am Sonntag (19.07.2020), nach Angaben von Polizei und Veranstaltern, friedlich für den Erhalt einer Landstraße am Tagebau Garzweiler demonstriert.

Das Bündnis "Alle Dörfer bleiben" wandte sich mit der Protestaktion gegen den Abriss einer Verbindungsstraße zu den fünf Dörfern, die für den Tagebau weichen sollen.

RWE will Straße abreißen lassen

Die Demonstration im Erkelenzer Stadtteil Keyenberg im Kreis Heinsberg richtete sich zudem gegen die Zerstörung von Landschaft und Klima. RWE wolle die Landstraße 277 abreißen, um Braunkohle abbaggern zu können, die nicht mehr gebraucht werde, die Klimakrise aber weiter anheize, kritisierte eine Sprecherin des Bündnisses.

Rückbau beginnt am Montag

Am Montagmorgen will der RWE-Konzern mit dem Rückbau der rund drei Kilometer langen Trasse beginnen. Konzernsprecher Guido Steffen begründet den Abriss der Landstraße so: "Die Kohle unter Keyenberg und den Nachbardörfern wird bereits ab 2024 benötigt. Sperrung und Rückbau der ehemaligen Landstraße 277 sind notwendig, um den Tagebau Garzweiler fortführen zu können. Die Straße liegt im genehmigten Abbaufeld. Schon in einigen Wochen wird die oberste Sohle die Straße erreicht haben."

Quelle: wdr.de

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