Oberhausen: Eine Frau trägt vor einer Apotheke eine Mund- und Nasenmaske. Der erste Fall des Corona-Virus in Deutschland hat die Nachfrage nach Atemmasken in Apotheken stark erhöht. | Bildquelle: dpa

Nordrhein-Westfalen FAQ Corona und Gesundheit: Masken, Symptome, Schutz

Stand: 03.04.2020 15:24 Uhr

Wie schütze ich mich vor Corona? Wie überträgt sich das Coronavirus? Wie sind die Symptome? Wie belastet die Krise unsere Psyche? Wir geben Antworten.

+ + + Corona-Fälle in NRW, Zahlen und Daten + + +

Wo finde ich aktuelle Zahlen zu Corona-Erkrankungen?

In einer Karte und Tabelle veröffentlicht der WDR die Zahlen der registrierten Corona-Infizierten in Nordrhein-Westfalen. Die Daten liefert das NRW-Gesundheitsministerium.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bringt auf ihrer Internetseite täglich einen neuen "Situations Report" mit aktuellen Fallzahlen.

Auf der Homepage der John-Hopkins-University werden ebenfalls aktuelle Zahlen zu weltweit an Covid-19-Erkrankten, Todesfällen und Genesenen veröffentlicht. Die Forscher suchen dafür im Internet nach öffentlich zugänglichen Quellen und schöpfen dort die neuesten Zahlen ab. 

Wie eine gemeinsame Recherche des Medienmagazins ZAPP und der Datenjournalisten von NDR Data zeigt, stammen die John-Hopkins-Zahlen für Deutschland von drei verschiedenen deutschen Onlinemedien: der "Berliner Morgenpost", "Zeit Online" und dem "Tagesspiegel".

Die Medien warten für ihre eigenen Auswertungen nicht erst auf die offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts, sondern rufen in einem teilweise automatisierten Prozess direkt die Zahlen der Gesundheitsämter, Ministerien und Staatskanzleien ab. Deshalb sind diese Zahlen denen des Gesundheitsministeriums oder RKI oft ein wenig voraus, die Methodik der Datenerhebung ist aber nicht so transparent wie bei den offiziellen Zahlen.

Stand: 04.04.2020

+ + + Das Virus + + +

Wurde das Coronavirus im Labor gezüchtet?

Verschwörungstheoretiker vermuten, das Coronavirus sei gezielt im Labor gezüchtet worden – etwa für den Einsatz als Biowaffe. Das stimmt laut Wissenschaftlern nicht. Sie sagen: SARS-CoV2 sei durch natürliche Prozesse entstanden.

Der Vorläufer des Coronavirus stammt wohl von Wildtieren. Ein internationales Forscherteam hat das Erbgut des Erregers analysiert und mit bereits bekannten Coronavirus-Stämmen verglichen. Sie stellten eine hohe Übereinstimmung mit SARS-ähnlichen Coronaviren von Fledermäusen fest.

Stand: 31.03.2020

Ist Corona gefährlicher als die Grippe?

Das können Experten bisher nicht genau einschätzen. Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), warnte davor (Stand 21.03.2020), die Gefährlichkeit von Corona mit derjenigen der Grippe zu vergleichen. Auch die Grippe sei gefährlich, die sogenannte Krankheitslast des neuartigen Erregers aber viel höher.

Corona übertrage sich viel leichter und führe insbesondere in den Risikogruppen zu viel schwereren Verläufen und Todesfällen. Zudem sei die Inkubationszeit bei Covid-19 mit 14 Tagen deutlich länger als bei einer Grippe, die nach zwei bis drei Tagen ausbricht.

Warum Corona nicht harmloser ist als die Grippe: Pandemiegefahr bei Grippe gering, keine Grundimmunität und Impfung bei Corona, Infektionsrate bei Corona höher als bei Grippe
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Darum ist Corona nicht harmloser als die Grippe

Dennoch: 80 Prozent der Corona-Erkrankungen verlaufen bisher mild bis moderat, Kinder erkranken selten.

Stand: 29.03.2020

+ + + Corona erkennen: Symptome + + +

Welche Symptome sind bei Covid-19-Erkrankten typisch?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt. Typische Symptome sind nach bisherigem Stand Fieber, Husten - vor allem trockener Husten -, Atemnot, Gliederschmerzen und Erschöpfung. In schweren Fällen kommt es zu einer Lungenentzündung.

Stand: 24.02.2020

+ + + Corona-Tests + + +

Wann und wo werde ich auf Corona getestet?

Wer die nach aktuellem Stand typischen Symptome für Covid-19 bei sich feststellt, sollte den Hausarzt anrufen – nicht hingehen – und abklären, ob eine Testung angebracht ist. Je nach Fall und Wohnort wird dann möglicherweise direkt das örtliche Gesundheitsamt hinzugezogen.

Im Internet werden aktuell auch Corona-Selbsttests angeboten, bei denen der Anwender zuhause einen Abstrich vornimmt und dann an ein Labor schickt. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät davon ab.

Die Tests erforderten zwei Proben, davon eine aus den unteren Atemwegen, die schwer zu nehmen sei, erklärten die Verbraucherschützer. Fehler entstünden auch häufig beim Verschicken der Proben an die Labore, das möglichst schnell und mit einer bestimmten Verpackung passieren müsse.

Stand: 05.04.2020

Wie viele Tests können in NRW am Tag gemacht werden?

Die Labore in NRW können jeden Tag 20.000 Tests auf Covid-19 machen. Ob diese potenzielle Zahl auch jeden Tag erreicht wird, kann das Gesundheitsministerium des Landes nicht genau sagen. Schwankungen könnten aber möglich sein.

Die Chemischen- und Veterinäruntersuchungsämter werden die Menge der möglichen Tests am Montag (30.03.2020) erweitern. Dann kommen noch einmal 1.500 Tests am Tag dazu. Möglich wird das, weil sie einen Teil ihrer Laborgeräte zur Verfügung stellen. Das Nachweisen von bestimmten Tierkrankheiten läuft über die gleiche Methodik, wie beim Test auf Covid-19, erklärt das Landes-Umweltministerium.

In ganz Deutschland werden jeden Tag 58.000 Tests auf Covid-19 gemacht. Politiker fordern, die Zahl der Tests bis Ende April auf 200.000 am Tag heraufzusetzen.

Stand: 27.03.2020

Testen oder nicht? Wie funktioniert die Corona-App "CovApp"?

Hilfe bei der Beantwortung der Frage "Test oder nicht" gibt auch eine App der Berliner Charité. In der browserbasierten App namens "CovApp" kann der Nutzer einen Fragebogen ausfüllen.

Die App gibt dann Rat, ob ein Coronavirus-Test sinnvoll ist oder nicht. Die Antworten können auch per QR-Code an die Charité übermittelt werden. Wichtig: Die Klinik betont, dass die App keine diagnostischen Leistungen erbringe. Sie helfe aber, die Notwendigkeit eines Tests zu erkennen.

Stand: 24.03.2020

+ + + Corona, Masken und Atemschutzmasken + + +

Maskenpflicht - gibt es überhaupt genug Corona-Schutzmasken?

Österreich hat bereits eine Verpflichtung zum Tragen von Atemmasken in Supermärkten eingeführt. Bayern denkt darüber nach. Die Bundesregierung ist zurückhaltender. Aber hätten wir überhaupt genug Masken?

Aktuell sind Atemschutzmasken schwer zu kriegen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte deshalb am Montag (31.03.2020): "Wir brauchen hierzulande eigene Produktionen, die wir jedenfalls für diese Zeit auf den Weg bringen müssen." Es gebe bereits eine ganze Reihe von Herstellern, die zur Maskenproduktion bereit seien. "Das kann jetzt ganz schnell geschehen, und wir sind dabei, das mit großem Nachdruck umzusetzen."

Im Gegenzug gebe der Bund "Finanzzusagen, die erforderlich sind, damit Unternehmen jetzt gewissermaßen in das Risiko gehen, ihre Produktion umstellen und Dinge herstellen, die sie vielleicht nicht ewig herstellen werden", so Scholz. Er habe dies bereits mit Gesundheitsminister Jens Spahn besprochen. Darüber hinaus kooperiere die Bundesregierung beim Einkauf von Schutzausrüstungen inzwischen auch mit weltweit agierenden Unternehmen, damit die Beschaffung verbessert werde.

31.03.2020

Welche Sorten von Atemschutzmasken gibt es?

Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft kommen im medizinischen Bereich vor allem zwei Typen von Atemschutzmasken zum Einsatz: Das sind einmal einfache OP-Masken aus Vlies und Kunststoff, die möglichst oft gewechselt werden sollten. Diese bieten aber keinen sicheren Schutz gegen eine Corona-Infektion.

Mehr Sicherheit bieten professionelle Atemschutzmasken der Standards FFP2 und FFP3 (Filtering Face Pieces). Diese bestehen aus festem Material und haben ein Atemventil. Nur solche Masken bilden eine wirksame Barriere gegen die winzigen Viren.

Weil medizinische Atemschutzmasken derzeit nicht oder nur zu überhöhten Preisen erhältlich sind, gibt es im Internet auch ein großes Angebot an selbstgenähten Stoffmasken. Ob diese wirklich das Infektionsrisiko senken, ist unklar. Aber sie sind wahrscheinlich besser als nichts.

Stand: 31.03.2020

Das Bild zeigt, wie sich Atemluft beim Husten verbreitet. Am wenigsten mit Maske mit Filter, ohne Maske sollte man in den Ellenbogen husten.
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So verbreitet sich Atemluft beim Husten

Was bringen Schutzmasken?

Durch das Tragen von Atemschutzmasken könnten alle einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen, sagt Virologe Alexander Kekulé. Er betont, dass Masken auch die Träger schützten, vor allem in geschlossenen Räumen.

Hingegen betont der Berliner Virologe Christian Drosten, Masken schützten nicht in erster Linie den Träger vor einer Ansteckung. Allerdings seien sie sinnvoll, wenn man sichergehen will, niemand anderen unbewusst anzustecken.

In Asien raten Experten dringend zum Mundschutz, um die rasante Verbreitung des Virus über die Luft einzudämmen. "Wenn Sie sich die Daten in Hongkong ansehen, sind Masken wahrscheinlich die wichtigste Maßnahme bei der Infektionskontrolle", sagt Kekulé.

Das Thema wird aber durchaus kontrovers diskutiert.

Stand: 31.03.2020

Selber machen: Wie nähe ich eine Maske?

Eine Näh-Anleitung für einen Mundschutz hat die Stadt Essen mit der Feuerwehr ins Netz gestellt. Sie weist aber ausdrücklich darauf hin, dass dieser Behelf-Mund-Nasen-Schutz nicht dem genormten Mund-Nasen-Schutz entspricht.

Die selbst genähten Masken bieten deshalb keinen Eigenschutz. Sie können aber die Verbreitung von Tröpfchen durch den Träger reduzieren. Wer solche Masken an andere weitergibt oder sogar verkauft, muss auf jeden Fall darauf hinweisen, dass sie keinem medizinischen Standard entsprechen!

Stand: 30.03.2020

Atemschutz: Wie setze ich eine Maske richtig auf?

Wichtig: Für medizinisches Personal und in der Pflege gelten strengere Regeln als für den Hausgebrauch. Außerdem gibt es unterschiedliche Masken. Wichtig ist vor allem, dass die Maske eng anliegt und gut sitzt.

Für einfache Masken und den Hausgebrauch gilt zum Beispiel:

  • In den meisten Masken ist an einer der Längsseiten einen Draht eingenäht oder eingearbeitet. Diese Seite ist die Oberseite.
  • Bei Gesichtsmasken mit Ohrschlaufen wird eine Schlaufe um jedes Ohr gelegt.
  • Die Maske bedeckt auch die Nase und muss eng anliegen. Formen Sie den biegsamen Draht so, dass sich die Maske möglichst eng an die Nase anschmiegt.
  • Ziehen Sie die Unterseite der Maske über Mund und Kinn.
  • Wenn die Maske durch die Atemluft feucht ist - Experten sprechen von Durchfeuchtung - muss sie gewechselt werden.

Medizinisches Personal achtet noch mehr auf Hygiene - und desinfiziert oder wäscht zum Beispiel vor und nach dem Anziehen immer die Hände.

Für diesen Text haben wir Infos vom Robert Koch-Institut und der Disease Prevention and Control Branch (DPC) in San Francisco verwendet.

Stand: 31.03.2020

+ + + Vor Corona schützen: Ansteckungen vermeiden, Viren töten + + +

Viren übertragen: Ist Bargeld eine Virenschleuder?

Die Wahrscheinlichkeit, sich an Geldscheinen oder Münzen mit dem Coronavirus zu infizieren, ist nach Einschätzung deutscher Experten sehr gering. Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité, erklärte im NDR-Podcast, Coronaviren könnten auf trockenen Oberflächen nicht lange überleben.

Auch der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, der Infektiologe René Gottschalk, hält eine Ansteckung mit dem Coronavirus über Bargeld für unwahrscheinlich. Möglicherweise könne man Viren auf Geldscheinen nachweisen, aber die Keimzahl reiche nicht, um Menschen zu infizieren. Trotzdem gilt zur Vorsicht: Hände waschen!

Die deutschen Banken und Sparkassen erhöhten derweil das Limit für kontaktloses Bezahlen ohne PIN-Eingabe auf bis zu 50 Euro statt bislang 25 Euro. Damit wollen die Kreditinstitute das Bezahlen einfacher und hygienischer machen. 

Stand: 31.03.2020

Wie lange dauert es bis zur Ausbruch von Corona? Ab wann bin ich ansteckend?

Von der Infizierung mit dem Coronavirus bis zu den ersten Krankheitssymptomen dauert es bei den meisten Menschen 5 bis 6 Tage. Bei einigen ist das aber auch bereits nach einem Tag der Fall, bei anderen dauert es bis zu 14 Tage. Die Fachleute sprechen hierbei von der Inkubationszeit.

Menschen sind auch während der Inkubationszeit ansteckend. Erste Beobachtungen zeigen, dass die Ansteckungsgefahr häufig am Tag vor den ersten Symptomen steigt.

Stand: 25.03.2020

Tröpfcheninfektion: Wie überträgt sich das Coronavirus?

Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass Coronaviren vor allem über eine Tröpfchen- und Kontaktinfektion weitergegeben werden – also durch direktes Anhusten oder Niesen oder durch Körperkontakt mit einer infizierten Person.

Die Tröpfchen sind winzig, nur etwa ein bis fünf Mikrometer groß. Die Wasserpartikel können auch schweben und über mehrere Stunden in Luft in der Luft bleiben, zitiert die BBC eine Studie von US-Virologen.

Eine reine Übertragung über die Luft sei bisher nicht nachgewiesen worden, so das WDR-Wissenschaftsteam von Quarks. Das gelte auch für eine mögliche Schmierinfektion - ausgeschlossen sei dieser Weg aber nicht.

Stand: 24.03.2020

Wie schütze ich mich, wenn jemand in meinem Haushalt in Quarantäne ist?

Wer Corona-Krankheitssymptome zeigt, mit einem Infizierten Kontakt hatte oder aus einem Risikogebiet zurückkehrt ist, muss in Quarantäne. Die Menschen in seinem Haushalt gelten dann als Kontaktpersonen. Welche Regeln und Schutzmaßnahmen für sie gelten, entscheidet laut Robert-Koch-Institut das jeweilige Gesundheitsamt vor Ort.

Schutzmaßnahmen sind für Kontaktpersonen im Haushalt besonders dann wichtig, wenn der Betroffene Symptome zeigt - oder eine Covid-19-Erkrankung sogar bestätigt ist. Dann sollten die anderen in der Wohnung auf Distanz gehen - etwa indem sie sich in verschiedenen Zimmern aufhalten.

Außerdem sollten nicht alle gemeinsam essen. Bestenfalls kann der Betroffene auch auf ein Gästebett oder Sofa ausweichen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Wäsche sollte regelmäßig und gründlich gewaschen werden. Wichtig: Husten- und Niesregeln beachten.

Stand: 25.03.2020

Ab wann gelte ich wieder als gesund, wenn ich Corona hatte?

Ab wann man sich wieder gesund nennen kann, hat mit dem Verlauf der Krankheit zu tun, erklärt das WDR-Wissenschaftsteam von Quarks. Wer sich wegen eines positiven Tests nur in Quarantäne befindet, gilt nach 14 Tagen ab Symptombeginn und zwei aufeinander folgenden Tagen ohne Krankheitsymptome als gesund. Letzteres sollte der Arzt jedoch bestätigen.

Bei schweren Verläufen müssen die Patienten im Krankenhaus behandelt werden. Bessert sich das Befinden, kann die Therapie ambulant weitergeführt werden. Ansonsten dürfen Patienten das Krankenhaus erst wieder verlassen, wenn sie zwei Tage lang symptomfrei waren und zwei PCR-Tests im Abstand von 24 Stunden negativ waren.

Gehören die Patienten zu Risikogruppen, können die ärztlichen Empfehlungen im Einzelfall abweichen.


Stand: 25.03.2020

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Das Wichtigste im Kampf gegen das Coronavirus: gründliches Händewaschen und natürlich Abstand halten. Desinfektionsmittel sind neben Seife eine gute Unterstützung beim Händewaschen.

Ebenfalls wichtig: Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette einhalten.

Eine Grafik zeigt die Auswirkungen achtsamer Maßnahmen gegen das Coronavirus als Hilfe für das Gesundheitssystem.
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Ausbreitung des Coronavirus - Auswirkungen achtsamer Maßnahmen

  • Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Menschen halten und sich wegdrehen.
  • Am besten ein Einwegtaschentuch benutzen - nur einmal verwenden und anschließend in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden.
  • Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen.
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, kann in die Armbeuge geniest werden.

Stand: 24.03.2020

Tötet eine heiße Dusche Corona-Viren ab? 

Auch wenn das Gerücht im Netz kursiert: Eine heiße Dusche tötet das Coronavirus nicht ab. Der Grund: Die menschliche Körpertemperatur erhöht sich weder beim Duschen noch bei einem heißen Bad.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sagt zwar, dass das Virus hitzeempfindlich ist – das bezieht sich aber auf ein Maß an Hitze, wie es beim Kochen entsteht - also circa 100 Grad. Was hilft ist: gründlich mit Seife waschen.

Stand: 24.03.2020

Welche Desinfektionsmittel sind wirklich wirksam gegen das Virus?

Laut RKI müssen chemische Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" deklariert sein.

Stand: 24.03.2020

Wie lange überlebt das Coronavirus auf Oberflächen?

US-Forscher haben nachgewiesen, dass das Coronavirus Sars-CoV-2 mehrere Tage auf Oberflächen überdauern kann. Das lebensfähige Virus sei in Luftpartikeln bis zu drei Stunden nachweisbar gewesen, auf Kupferoberflächen bis zu vier Stunden und auf Pappe etwa einen Tag, schrieben die Forscher mehrerer Institute in der Studie, die im New England Journal of Medicine (18.03.2020) publiziert wurde.

Auf Kunststoff und Edelstahl konnten lebensfähige Coronaviren noch nach zwei bis drei Tagen nachgewiesen werden. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, sich bei der Berührung von Gegenständen anzustecken. In der Regel erfolgt die Infektion von Mensch zu Mensch.

Stand: 31.03.2020

Wird das Coronavirus eingedämmt, wenn es Sommer und wärmer wird?

Ob die Corona-Krise durch höhere Temperaturen im Sommer eingedämmt wird, lässt sich bislang nicht sicher prognostizieren. Dafür spricht, dass viele Viruserkrankungen - beispielsweise auch die Grippe - durch höhere Temperaturen eingedämmt werden. Denn dann bleiben die kleinen Tröpfchen samt Viren, die wir beim Niesen abgeben, nicht so lange in der Luft wie an kühlen und trockenen Wintertagen.

Grundsätzlich können Wissenschaftler aber bislang "weder bestätigen noch ausschließen, dass die Infektionen durch das Coronavirus in den Sommermonaten abflauen", sagt Virologe Luka Cicin-Sain vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung.

Stand: 23.02.2020

+ + + Risikogruppe + + +

Risikogruppen: Wer ist besonders durch Corona gefährdet?

Grundsätzlich sind die Risikogruppen noch nicht genau bekannt. Viruserkrankungen der Atemwege sind aber besonders für ältere Menschen gefährlich, sagt das Robert-Koch-Institut. Die Gefahr ernsthafter Folgen nach einer Infektion mit dem Coronavirus steigt bei Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen. Das zeigen auch die registrierten Sterbefälle in Deutschland.

Die bisherigen Krankheitsverläufe lassen zudem vermuten, dass Männer gefährdeter sind als Frauen und Erwachsene gefährdeter als Kinder. Tödliche Verläufe bei Kindern sind in Deutschland bislang nicht bekannt. Auch für Schwangere ist der Krankheitsverlauf offenbar unproblematisch.

Stand: 24.03.2020

+++ Corona und Psychologie +++

Wie beeinflusst die Krise unsere Psyche?

Die mit der Corona-Krise verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für sensible oder psychisch kranke Menschen eine besonders große Belastung dar. Durch die behördlich angeordnete Kontaktsperre fallen wichtige soziale Kontakte weg. Viele Betroffene können auch ihrem Beruf nicht nachgehen.

Hilfe bieten zum Beispiel die Telefonseelsorgen, die nach WDR-Recherchen aktuell rund 40 Prozent mehr Anrufe erhalten als gewöhnlich. Alle Telefonnummern gibt es unter telefonseelsorge.de.

Auch psychotherapeutische Praxen bleiben geöffnet. Laut Stiftung Deutsche Depressionshilfe bieten einige Psychotherapeuten als Reaktion auf die Corona-Krise auch Videosprechstunden an.

Frau am Schreibtisch mit Computermonitor | Bildquelle: picture-alliance / epd
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Chat-Seelsorge

Haben Sie Suizidgedanken? Hier gibt es Hilfe

Wer sich mit Suizidgedanken trägt, empfindet seine persönliche Lebenssituation als ausweglos. Doch es gibt eine Fülle an Angeboten zur Hilfe und Selbsthilfe, auch anonym.

Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge ist unter den Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 sowie 116 123 rund um die Uhr erreichbar. Sie berät kostenfrei und in jeder Hinsicht anonym. Der Anruf hier findet sich weder auf Ihrer Telefonrechnung noch im Einzelverbindungsnachweis wieder.

Menschen muslimischen Glaubens können sich an das muslimische Seelsorgetelefon wenden. Es ist ebenfalls kostenfrei und anonym 24 Stunden am Tag unter der Rufnummer 030/44 35 09 821 zu erreichen.

Chat der Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge bietet Betroffenen auch die Möglichkeit an, sich Hilfe per Chat zu holen. Dazu meldet man sich auf deren Webseite an.

E-Mail-Beratung der Telefonseelsorge

Menschen mit Suizidgedanken können sich auch an die E-Mail-Beratung der Telefonseelsorge wenden. Der E-Mail-Verkehr läuft über die Webseite der Telefonseelsorge und ist deshalb nicht in Ihren digitalen Postfächern zu finden.

Überblick auf Hilfsangebote

Darüber hinaus hat die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) zahlreiche Informationen zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und sozialpsychiatrischen Diensten aufgelistet, an die sich Suizidgefährdete und Angehörige wenden können, um Hilfe zu erhalten. Entsprechende Informationen finden Sie unter nachfolgendem Link.

Stand: 29.03.2020

+ + + Corona-Impfungen, Immunität und Medikamente + + +

Gibt es eine Impfung gegen Corona?

Bis jetzt nicht. An der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten wird laut WHO derzeit gearbeitet. Im Fokus steht dabei der Stoff Remdisivir. Erste Ergebnisse werden Mitte März 2020 erwartet. Bis ein Impfstoff verfügbar ist, dauert es nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten von der Charité in Berlin aber bis zum Sommer 2021.

Ist jemand an Corona erkrankt, können Ärzte laut RKI bisher nur "unterstützende Maßnahmen" ergreifen: Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, eventuell Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Begleitinfektionen.

Stand: 23.03.2020

Wenn ich einmal das Coronavirus hatte, bin ich danach gegen den Erreger immun?

Laut mehrerer Virologen sind Menschen, die das Coronavirus einmal überstanden haben, gegen den Erreger immun. "Wir können eine Immunität im Rahmen von Covid-19 belegen" sagt Prof. Clemens Wendtner von der "München Klinik Schwabing". Allerdings weiß man laut Prof. Isabella Eckert vom Universitätsklinikum Genf noch nicht, wie lange die Immunität anhält.

Stand: 24.03.2020

Gibt es ein Medikament gegen Corona?

Bisher gibt es kein zugelassenes Medikament gegen Corona. Weltweit werden aber etwa 70 Medikamente erprobt, die gegen Covid-19 helfen könnten. Zwei davon bieten laut Arzneimittelkommission Grund zur Hoffnung: Der Wirkstoff Remdesivir, der einst gegen Ebola entwickelt wurde, und Chloroquin, beziehungsweise Hydroxychloroquin - ein Malaria-Medikament. 

Ob diese Wirkstoffe tatsächlich helfen, sei aber noch reine Spekulation. Man brauche weitere Studien. Die Düsseldorfer Uni-Klinik setzt Remdesivir derzeit "in ausgewählten Einzelfällen" ein und bereitet mit zwei Kliniken in Hamburg und München eine wissenschaftliche Studie vor.

Stand: 25.03.2020

Schützt eine Grippe- oder Pneumokokken-Impfung vor Corona?

Nein, es handelt sich jeweils um zwei unterschiedliche Erreger. Trotzdem rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch zu einer Grippeschutzimpfung. Der Grund: Sich eine echte Grippe einzufangen, kann derzeit leicht passieren, der Höhepunkt der Grippewelle ist gerade erst überschritten. Kommt eine - eigentlich leicht verlaufende - Corona-Infektion hinzu, kann daraus schnell eine lebensbedrohliche Situation entstehen.

Auch eine Pneumokokken-Impfung könnte für besonders gefährdete Menschen noch sinnvoll sein. Gegen den Virus selbst oder die Lungenkrankheit Covid-19 hat diese Impfung ebenfalls keine Wirkung. "Aber gerade ältere und immungeschwächte Menschen erkranken an einer sogenannten Pneumokokkenpneumonie, einer schweren Form der Lungenentzündung, die nicht selten tödlich endet", sagt unser Lungenfacharzt Doc Esser. 

Stand: 23.03.2020

+ + + Corona, Allergiker und Heuschnupfen + + +

Ich bin Allergiker - ist das Coronavirus für mich besonders gefährlich?

Mediziner sind da geteilter Meinung. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst sagt dazu am 13.03.2020: "Nein. Personen mit einem Heuschnupfen haben keine verminderte immunologische Abwehr, sie sind nicht 'immun-geschwächt' und die Abwehr gegen Bakterien und Viren ist bei ihnen normal. (...) Personen mit einem allergischen Asthma durch Pollen haben ebenso kein erhöhtes Risiko für eine Coronavirus Infektion."

Dem widerspricht etwa der Virologe Professor Jörg Timm von der Uniklinik Düsseldorf. Zur Erkrankung durch das Coronavirus sagte er am 16.03.2020: "Wenn es wirklich ein Asthma ist, also eine chronische Form der Allergie, dann sind diese Personen durchaus mehr gefährdet für einen schweren Verlauf - nicht für die Infektion selbst."

Stand: 23.03.2020

Wie unterscheide ich meinen Heuschnupfen von Covid-19?

Die Symptome von Heuschnupfen und Covid-19 scheinen sich bei manchen Betroffenen zu ähneln. Aber eine laufende Nase oder ein juckender Hals müssen keineswegs Anzeichen für eine Ansteckung mit dem Coronavirus sein. Im Gegenteil: Schnupfen ist nicht sehr typisch für Covid-19, denn die Coronavirus-Krankheit zeigt sich vor allem in den unteren Atemwegen, also vor allem in der Lunge.

Die Symptome bei Covid-19 seien vor allem Husten und Fieber, sagte Virologe Jörg Timm von der Uniklinik Düsseldorf dem WDR (16.03.2020). "Es ist schon ein anderes, subjektives Krankheitsgefühl", sagte er über den Unterschied zu Heuschnupfen.

Stand: 23.03.2020

Sollte ich vorsorglich ein Antiallergikum nehmen? Zumindest bei Asthma?

"Nein", sagte Norbert Karl Mülleneisen, Vorsitzender des Berufsverbands für Pneumologie und Allergologie Nordrhein, am 17.03.2020. "Der Allergiker soll warten, bis er Allergiebeschwerden bekommt und dann symptomatisch bei Bedarf Medikamente nehmen." Wie üblich sollten Pollenallergiker bei Beschwerden ein Antihistaminika nehmen, so Mülleneisen.

"Ein Asthmatiker sollte sein Asthma-Spray inhalieren, damit er geschützt ist", so Mülleneisen. Nur Asthma-Patienten, die Kortison per Tablette oder Spritze bekommen, könnten ein schwächeres Immunsystem haben und so gefährdeter für einen schweren Krankheitsverlauf bei Covid-19 sein. Bei Tabletten und Spritzen sei die Kortison-Dosis höher. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie bestätigt: Eine Inhalationstherapie bei Asthma-Patienten solle "auch und gerade in der Coronavirus-Pandemie unverändert fortgesetzt werden".

Stand: 23.03.2020

+ + + Corona und andere Medikamente + + +

Begünstigt Ibuprofen den Krankheitsverlauf von Covid-19?

Eine virale WhatsApp-Nachricht und Meldungen in anderen Netzwerken, die behaupten, das Schmerzmittel Ibuprofen könne einen vorhandenen Corona-Infekt beschleunigen, ist nach Angaben der WHO falsch. Sie riet zwar erst davon ab, das Medikament beim Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus ohne ärztlichen Rat einzunehmen, zog diese Warnung aber am Donnerstag (19.03.2020) zurück.

Es gebe keine Studie zu negativen Folgen von Ibuprofen bei Corona-Patienten. Außerdem seien Ärzten, die Covid-19-Patienten behandelten, keine negativen Auswirkungen von Ibuprofen bekannt - abgesehen von den bereits bekannten Nebenwirkungen.

Der Faktenfinder der Tagesschau befasst sich ausführlich mit dem Thema:

Stand: 23.03.2020

+ + + Das Coronavirus und Haustiere + + +

Kann mein Haustier sich oder mich mit dem Coronavirus anstecken?

Nein! Zwar wurde bei zwei Hunden in Hongkong, deren Halterinnen infiziert waren, das Coronavirus nachgewiesen, die beiden Tiere gelten jedoch als Sonderfälle. Bei anderen Untersuchungen von Hunden, Katzen, Pferden und Kleintieren wurde das Coronavirus bislang nicht nachgewiesen.

Coronaviren gibt es zwar viele, sie sind jedoch artspezifisch. Bei Katzen ist beispielsweise schon seit Jahren das feline Coronavirus (FCoV) weit verbreitet. Ein Virus, dass die feline infektiöse Peritonitis (FIP) auslösen kann, für den Menschen aber ungefährlich ist.

Auch Hunde erkranken an Coronaviren (canine Coronaviren CCoV, CCV), die für Durchfälle verantwortlich sein können. Ebenfalls ein Coronavirus ist für Kälberdurchfall verantwortlich. Und auch andere Tierarten können von Coronaviren befallen werden – nicht aber von SARS-CoV-2, das nur bei Menschen vorkommt.

Daher gibt es bislang auch keinerlei Hinweise darauf, dass Tiere Menschen mit dem Coronavirus infizieren könnten. Das bestätigt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Stand: 03.04.2020

+ + + Weitere Infos zu Corona + + +

Wo kann ich anrufen, um weitere Informationen zu Corona zu bekommen?

Für NRW hat das Gesundheitsministerium unter 0211 - 91191001 eine Hotline freigeschaltet, über die Bürger von montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr Fragen zum Coronavirus stellen können. Hier gibt es allerdings keine medizinische Beratung.

Wer ärztliche Hilfe braucht, den verweist das Gesundheitsministerium auf den Ärztlichen Bereitschaftsdienst mit der landesweiten Hotline 116117.

Die Bundesbehörde Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat zwar keine Hotline, aber eine sehr ausführliche Internetseite mit Unterseiten und Antworten zu vielen unterschiedlichen Fragen.

Stand: 25.03.2020

Weitere Antworten zu Corona

Antworten auf Fragen rund um Corona und die Themen Alltag, Arbeit und Reisen finden Sie in weiteren FAQ:

Quelle: wdr.de

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