Covid-19-Impfwirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer wird auf eine Spritze gezogen. | picture alliance/dpa | Matthias Balk

Nordrhein-Westfalen Corona-Live-Ticker: Bei Omikron-Impfstoff läuft für Biontech alles nach Plan

Stand: 15.03.2022 17:35 Uhr

Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Blick über eine Gracht mit Hausbooten | wdr

Amsterdams größte Attraktion sind die Grachten. Bild: wdr

Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Biontech: Bei Omikron-Impfstoff läuft alles nach Plan

Bei Biontech laufen die klinischen Studien für einen an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoff und die Produktion nach Unternehmensangaben weiterhin nach Plan. Allerdings wird noch etwas Zeit vergehen, bis der erste Impfstoff auch verabreicht werden kann. "Wir haben uns darauf eingestellt, den angepassten Impfstoff ab Ende März ausliefern zu können. Logistisch können wir dies umsetzen", sagte eine Biontech-Sprecherin am Dienstag.

Allerdings müssten auch alle Anforderungen beispielsweise der europäischen Arzneimittelbehörde EMA erfüllt werden. So habe die EMA unter anderem klinische Studiendaten angefragt, die Ende April oder Anfang Mai vorliegen werden. "Entsprechend ändert sich das Timing für eine Zulassung und damit Auslieferung", sagte die Sprecherin. "Wir stehen weiterhin in engem Kontakt mit den Arzneimittelbehörden, um erste Dosen unmittelbar nach einer Zulassung ausliefern zu können."

17.28 Uhr: Niederlande schaffen letzte Corona-Maßnahmen ab

Die Niederlande schaffen auch die letzten Schutzmaßnahmen gegen Corona ab. Vom 23. März an muss auch in Bussen und Bahnen keine Maske mehr getragen werden. Die Testpflicht vor Großereignissen wird gestrichen. Das kündigte Gesundheitsminister Ernst Kuipers am Dienstag in Den Haag an.

In dem 17,5-Millionen-Einwohner-Land entfällt auch die Quarantänepflicht: Wer ein positives Testergebnis hat, soll zu Hause bleiben. Das ist dann aber nur noch eine Empfehlung. Nachdem vor einigen Wochen bereits die meisten Einschränkungen aufgehoben wurden, ist die Zahl der Neuinfektionen wieder stark gestiegen. Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern nimmt zu. Die Regierung hält die Abschaffung dennoch für vertretbar. Zur Zeit gibt es pro 100.000 Einwohner etwa 2.500 Neuinfektionen in sieben Tagen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1.585.

15.36 Uhr: KMK-Vorsitzende Prien für Maskenpflicht-Option für Schulen

In der Debatte um die künftigen Corona-Schutzmaßnahmen fordert die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) Nachbesserungen für die Schulen: Die Länder sollten auch über den 20. März hinaus bei Bedarf eine Maskenpflicht im Unterricht verordnen können, sagte die Kultusministerin Schleswig-Holsteins, Karin Prien (CDU), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 

Zwar sollten bis spätestens Mai nach dem Willen der Länder an Schulen alle Einschränkungen, insbesondere auch die Pflicht zum Tragen von Masken und zu anlasslosen Testungen, entfallen. Aktuell aber sei eine bundesweite Regelung für den Basisschutz nötig, "die es auch ermöglicht, bei Bedarf Maskenpflicht und Testpflicht als Werkzeuge zur Verfügung zu haben", sagte Prien. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte erwarteten jetzt den behutsamen Übergang in die Normalität, es bedürfe jetzt eines schrittweisen Vorgehens.

14.49 Uhr: Intel kündigt milliardenschwere Investition in Chipproduktion in Magdeburg an

Der US-Halbleiterhersteller Intel hat im Rahmen einer milliardenschweren Investitionsoffensive in Europa den Bau von zwei Halbleiterfabriken in Magdeburg angekündigt. Wie Intel mitteilte, sollen dafür zunächst 17 Milliarden Euro investiert werden. Insgesamt will der US-Konzern in der EU in den kommenden zehn Jahren bis zu 80 Milliarden Euro investieren. Der Baubeginn der zwei Fabriken sei im ersten Halbjahr 2023 geplant, teilte Intel weiter mit.

Halbleiter werden zur Herstellung verschiedenster Produkte benötigt - von Handys über Fernseher bis hin zu Autos. Viele Unternehmen mussten wegen der Lieferengpässe in der Corona-Pandemie ihre Produktion drosseln.

12.54 Uhr: Impftempo mit rund 46.000 Impfungen weiter gesunken

Das Tempo der Impfungen gegen das Coronavirus sinkt in Deutschland weiter ab. Am Montag wurden rund 46.000 Impfdosen verabreicht, wie am Dienstag aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Montag vor einer Woche waren es noch rund 63.000 und vor zwei Wochen rund 80.000. Lediglich gut 4.200 der rund 46.000 Impfdosen vom Montag waren Erstimpfungen. Bei rund 33.000 handelte es sich um Auffrischungsimpfungen.

Der Anteil der Menschen mit Grundschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind, liegt damit bei 75,7 Prozent (63 Millionen). Mindestens 57,9 Prozent (48,1 Millionen) haben mittlerweile zusätzlich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Aktuell sind 23,5 Prozent (19,6 Millionen) nicht geimpft.

12.35 Uhr: Bundestagspräsidium wegen Corona stark ausgedünnt

Wegen Corona-Ausfällen im Bundestagspräsidium werden alle Plenarsitzungen in dieser Woche von den beiden Vizepräsidentinnen Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Petra Pau (Linke) geleitet. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parlamentskreisen erfuhr, ist nicht nur Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) wegen eines positiven Tests in häuslicher Isolation, auch die Vizepräsidenten Wolfgang Kubicki (FDP) und Aydan Özoguz (SPD) fallen wegen Corona aus. Vizepräsidentin Yvonne Magwas (CDU) sei anderweitig erkrankt, hieß es zudem.

Als verbleibende Vizepräsidentinnen würden nun Pau und Göring-Eckardt die anstehenden Plenarsitzungen leiten. Bas hatte am Montag nach einem positiven PCR-Test getwittert: "Jetzt hat Corona auch mich erwischt." Trotz Symptomen gehe es ihr relativ gut.

12.26 Uhr: Österreich beschränkt Zahl kostenloser Corona-Tests

Österreich setzt die kostenlosen Corona-Tests fort, beschränkt aber deren Zahl. Ab 1. April würden für jeden Bürger jeweils fünf kostenlose PCR-Tests und fünf kostenlose Antigen-Tests im Monat zur Verfügung stehen, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Auch darüber hinaus bestehe zum Beispiel für alle, die sich krank fühlten oder in Altenheimen arbeiteten, die Möglichkeit zum Testen. "Wer einen kostenlosen Test braucht, der erhält ihn auch", sagte Rauch. Zuletzt herrschte Unklarheit zur weiteren Strategie. Die millionenfachen Tests haben Österreich bisher laut Rauch mehr als drei Milliarden Euro gekostet.

Darüber hinaus lockert das Land die Corona-Bestimmungen für Kontaktpersonen von Infizierten. Auch Ungeimpfte müssten künftig nicht automatisch für zehn Tage in Quarantäne. Vielmehr könnten sie mit FFP2-Maske weiter arbeiten und einkaufen und sich im Freien aufhalten, hieß es. Allerdings dürften sie nicht in Veranstaltungen und in die Gastronomie, sagte Rauch. Dies geschehe, um Personalengpässe in Betrieben möglichst zu vermeiden.

12.00 Uhr: Bildungsministerin: Leseschwäche bei Viertklässlern "nicht hinzunehmen"

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger fordert mit Blick auf eine aktuelle Studie zur Lesekompetenz von Viertklässlern, dass es nicht wieder zu flächendeckenden Schulschließungen kommen darf. "Es ist nicht hinzunehmen, dass Viertklässler beim Lesen ein halbes Schuljahr verloren haben. Dabei ist Lesen eine der wichtigsten Grundkompetenzen", sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Sozial benachteiligte Schüler seien besonders stark zurückgefallen, sagte Stark-Watzinger. "Wir dürfen nicht zulassen, dass sie weiter abgehängt werden." Die Bildungsministerin verwies auf das Corona-Aufholprogramm des Bundes, mit dem Länder beim Abbau von Lernrückständen unterstützt würden, und auf das sogenannte Startchancen-Programm der Ampel-Koalition. Die Studie belege, dass dies dringend nötig sei.

11.38 Uhr: NRW-Gesundheitsminister positiv getestet

Nach Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist nun auch sein Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dem WDR. Demnach wurde der positive Test am Montag durchgeführt. Weitere Einzelheiten will das Ministerium im Laufe des Tages mitteilen.

11.26 Uhr: Urteil: Hartz-IV-Empfänger hat keinen Anspruch auf mehr Geld für FFP2-Masken

Ein Hartz-IV-Empfänger hat nach Auffassung des Landessozialgerichts in Essen keinen Anspruch auf mehr Geld für einen Mehrbedarf an FFP2-Schutzmasken. Dem Kläger stehen weder die geforderten 20 FFP2-Masken pro Woche noch ein monatlicher Betrag zum Maskenkauf in Höhe von 129 Euro vom Jobcenter zu, wie das Gericht in Essen mitteilte. Es handle sich nicht um einen "im Einzelfall unabweisbaren Bedarf", hieß es.

Die Gefahr durch die Corona-Pandemie betreffe keinen Einzelfall, sondern "ausnahmslos sämtliche Personen bundesweit", begründete das Gericht seine Entscheidung. Dass der Kläger wegen gesundheitlicher Einschränkungen unbedingt auf FFP2-Masken angewiesen sei, habe sich nicht feststellen lassen. Außerdem habe das Landesrecht nur für einen Zeitraum von zwei Monaten vorgeschrieben, eine FFP2-Maske im öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu tragen, ansonsten sei auch eine OP-Maske ausreichend gewesen.

10.45 Uhr: Rekord bei Corona-Todesfällen in Südkorea

Südkorea hat heute den höchsten Wert an Corona-Todesfällen seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Binnen 24 Stunden registrierten die Behörden 293 Todesfälle. Auch die Zahl der Viruspatienten in ernstem oder kritischem Zustand kletterte mit 1.196 Fällen auf ein neues Hoch.

Vertreter des Gesundheitswesens erklärten, die medizinische Reaktion des Landes sei weiterhin stabil, mehr als 30 Prozent der für die Behandlung von Corona-Patienten in Krankenhäusern eingeplanten Intensivbetten seien noch frei. Es wird jedoch erwartet, dass der Druck auf das Krankenhaussystem in den kommenden Wochen zunimmt.

In den vergangenen sieben Tagen verzeichnete das Land durchschnittlich täglich 337.000 Neuinfektionen. Am Dienstag waren es 362.283, was eine mehr als 80-fache Zunahme im Vergleich zum Niveau von Mitte Januar darstellte.

10.27 Uhr: Industrieverband kritisiert "großzügige" Lockerungen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat das neue Infektionsschutzgesetz, das ab Sonntag gelten soll, scharf kritisiert. "Eine großzügige Lockerung der Corona-Maßnahmen ist angesichts neuer Rekordwerte bei den Infektionszahlen schwer zu verantworten. Sie widerspricht auch vorherigen politischen Ankündigungen", erklärte BDI-Präsident Siegfried Russwurm. Er forderte Fortschritte bei der Impfquote, die nach wie vor deutlich zu niedrig sei. 

  • Corona-Inzidenz erreicht neuen Höchststand

Die Unternehmen hätten, statt einer pauschalen Rücknahme wirksamer Instrumente für schnelles Handeln, konkrete Maßnahmen für mehr Stabilität und Sicherheit erwartet, erklärte Russwurm weiter. Die Sorge sei groß, dass sich Bund und Länder nun mit "Klein-Klein-Diskussionen über Zuständigkeiten" aufreiben.  Der BDI-Präsident forderte die Politik auf, "unverzüglich" die unbequeme Debatte über eine allgemeine Impfpflicht zum Abschluss zu bringen. "Ohne Impfen ist unsere Freiheit auf Sand gebaut." Eine allgemeine Impfpflicht sei die wirkungsvollste Vorsorgemaßnahme für weitere Infektionswellen ab Herbst.

9.51 Uhr: Rückgang der privaten Konsumausgaben auch im zweiten Corona-Jahr

Lockdowns und andere Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie haben den Privatkonsum in Deutschland das zweite Jahr in Folge gedämpft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im vergangenen Jahr gegenüber dem ersten Corona-Jahr 2020 um 0,2 Prozent. Sie lagen damit um 5 Prozent unter dem Vorkrisenniveau 2019.

Besonders deutlich waren die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf das Gastgewerbe: Nach dem starken Rückgang 2020 sanken die Ausgaben für touristische Übernachtungen sowie Besuche in Restaurants und Co. im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent. Sie erreichten damit nur knapp 65 Prozent des Vorkrisenniveaus. Die preisbereinigten Ausgaben für Freizeit- und Kulturdienstleistungen lagen bei knapp 86 Prozent des Vorkrisenniveaus.

9.38 Uhr: Apotheken erzielen in Pandemie Umsatzrekord

Eine große Nachfrage nach Arzneien und Medizinprodukten in der Pandemie hat Apotheken in Deutschland ein Rekordjahr beschert. Ihr Umsatz stieg 2021 preisbereinigt um 7,8 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit sei das vergangene Jahr das umsatzstärkste seit Beginn der Zeitreihe 1994 gewesen. Die Einnahmen der Apotheken fielen demnach deutlich höher aus, als im Vorkrisenjahr 2019 (plus 15,4 Prozent). Die Branche sei stärker als der Einzelhandel insgesamt gewachsen.

Im Gegensatz zu den meisten Einzelhändlern mussten Apotheken zu keinem Zeitpunkt in der Pandemie coronabedingt schließen. Der Dezember 2021, als für viele Geschäfte Vorschriften wie 2G oder 2G+ galten, war für Apotheken der umsatzstärkste Monat seit Beginn der Zeitreihe 1994, teilten die Statistiker mit. Sie verzeichneten demnach preis-, kalender- und saisonbereinigt ein Umsatzplus von 1,9 Prozent zum Vorjahresmonat und gut 18 Prozent zum Dezember 2019.

8.44 Uhr: Lauterbach: Änderungen am Infektionsschutzgesetz möglich

Karl Lauterbach | WDR/picture alliance/dpa/Michael Kappeler

Karl Lauterbach Bild: WDR/picture alliance/dpa/Michael Kappeler

Änderungen am Entwurf des Infektionsschutzgesetzes sind Gesundheitsminister Karl Lauterbach zufolge noch möglich. Er stehe derzeit mit den Fraktionen in Verhandlungen, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Die Gespräche würden heute fortgesetzt. Der vorliegende Entwurf reiche aber aus, damit die Länder in Regionen mit hohen Corona-Fallzahlen auch künftig Maßnahmen verhängen könnten, sagt er.

Eine bundesweite Regelung etwa für eine Maskenpflicht sei heute weniger gut begründbar, weil es keine Überlastung des Gesundheitssystems mehr gebe. Zugleich bezeichnet Lauterbach die Entwicklung der Infektionszahlen aber als "sehr beängstigend". Der Bundestag soll am Freitag über den Entwurf der Ampel-Regierung abstimmen.

7.53 Uhr: Pflegeverband warnt vor Versorgungsengpässen wegen Teil-Impfpflicht

Vor Inkrafttreten der einrichtungsbezogenen Impfpflicht hat der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) vor drohenden Versorgungsengpässen gewarnt. Die von Mittwoch an geltende Teil-Impfpflicht werde den ohnehin bestehenden Personalmangel weiter verschärfen, sagte Verbandspräsident Bernd Meurer dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Es werde Pflegeheime geben, die Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr versorgen könnten, wenn flächendeckend Betretungsverbote für ungeimpftes Personal ausgesprochen würden.

Weiter kritisierte Meurer, dass viele Fragen noch unklar seien. So müssten Arbeitgeber beispielsweise verbindlich wissen, ob sie ungeimpften Mitarbeitern kündigen dürften. Heimen, die ungeimpfte Personen nach dem 16. März weiter beschäftigten, um die Versorgung zu gewährleisten, drohe ein Rechtsrisiko. "Was, wenn es dann zu einem Ausbruch kommt und ein Angehöriger den Betreiber deshalb verklagt?", sagte der Verbandspräsident.

7.12 Uhr: Studie: Lesefähigkeiten von Viertklässlern in Pandemie verschlechtert

Während der Corona-Pandemie sind Viertklässler nach einer neuen Studie beim Lesen deutlich zurückgefallen. Unter fast 4.300 getesteten Grundschülern wiesen Kinder der vierten Klassen 2021 nach gut einem Jahr pandemiebedingter Einschränkungen eine "substanziell geringere" Lesekompetenz auf als Viertklässler 2016. Im Durchschnitt fehle ihnen ein halbes Schuljahr, ergab eine repräsentative Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung der Universität Dortmund. Lesekompetenz - flüssiges und sinnerfassendes Lesen - wird zentral in der Grundschule erworben. Sie gilt als Schlüsselqualifikation für den Bildungsweg.

Nach häufigen Wechseln zwischen Distanz- und Präsenzlernen oder Unterrichtsausfällen stellte das Forscherteam Lese-Leistungsabfälle durchgängig bei allen Gruppen unter den Viertklässlern fest. Der Anteil der starken und sehr starken Leser sank demnach von 44 Prozent (2016) auf 37 Prozent. 28 Prozent hatten lediglich schwache oder sehr schwache Lesefähigkeiten. Fünf Jahre zuvor waren das mit 22 Prozent deutlich weniger.

6.25 Uhr: Stiftung Patientenschutz fordert Notfallplan in Heimen

Zum Start der Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal in Deutschland fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz weitergehende Schritte zum Schutz in Pflegeheimen. "Mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht wird die Pandemie in der Alten- und Krankenpflege nicht beherrschbar", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Brysch verwies darauf, dass die derzeitigen Impfstoffe die Verbreitung der aktuellen Corona-Variante kaum stoppen könnten. "So bleibt es ein gefährliches Spiel mit Leib und Leben, solange sich infizierte und nicht infizierte Heimbewohner ein Zimmer teilen müssen." Das passiere aktuell immer wieder.

"Notwendig wäre es vielmehr, Infizierte und nicht Infizierte strikt voneinander zu trennen. Im Pflegeheim ist das praktisch nicht möglich", sagte Brysch. Nötig seien lokale Ausweichquartiere - etwa Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen oder Hotels. Für ein solches, kurzfristig nötiges Verfahren brauche es eine Gesetzesgrundlage. Stattdessen drohe die Einrichtungsimpfpflicht den Personalmangel in sensiblen Bereichen zu verschärfen.

6.00 Uhr: Kassenärzte-Chef für Festhalten an Lockerungen

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) | imago

Andreas Gassen Bild: imago

Trotz der hohen Corona-Zahlen warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) davor, von den zum 20. März geplanten Lockerungen Abstand zu nehmen. "Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf die Zusagen der Politik verlassen können", sagte KBV-Chef Andreas Gassen der "Rheinischen Post".

Zudem könne die vorgesehene Hotspot-Regelung einen gangbaren Kompromiss darstellen. "Auf diese Weise können zwar bundesweit die meisten Corona-Regeln wegfallen, gleichzeitig besteht aber die Möglichkeit, dass die Bundesländer beispielsweise im Falle stark steigender Infektionszahlen dann notwendige Maßnahmen wie etwa Maskentragen oder Testen wieder begrenzt einführen."

5.45 Uhr: Hohe Sterberaten bei Therapie gegen Covid-19-Lungenversagen

Coronapatient wird künstlich beatmet | dpa/Hong

Coronapatient wird künstlich beatmet Bild: dpa/Hong

In Deutschland sind laut einer Studie relativ viele Senioren mit Covid-19 aufwendig, aber erfolglos bei schwerem akutem Lungenversagen behandelt worden. "Inakzeptabel hoch" sei die Krankenhaus-Sterberate bei älteren Covid-19-Patienten, die eine sogenannte Ecmo-Therapie erhielten, lautet die Bilanz in einer Studie, die kürzlich im "European Journal of Anaesthesiology" erschienen ist. Bei Menschen über 60 habe sie 77 Prozent betragen.

Bei der sogenannten extrakorporalen Membranoxygenierung (Ecmo) kommt praktisch eine künstliche Lunge neben dem Körper zum Einsatz. Das Gerät übernimmt die Funktion des Organs, das sich in der Zwischenzeit erholen können soll.

"Die Ärzte hierzulande machen keine schlechte Medizin und die Ecmo ist eine wunderbare Therapie, die wir nicht missen wollen", sagte Friedrichson. "Bei jüngeren Menschen sind die Ergebnisse auch sehr gut." In Deutschland seien aber im Vergleich zu anderen Ländern viele Ältere an der Ecmo behandelt worden.

5.30 Uhr: Corona-Inzidenz steigt auf 1.585,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen hat einen weiteren Höchstwert erreicht. Laut Robert Koch-Institut liegt er heute bei 1.585,4. Das RKI meldet 198.888 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 283 auf 125.873. Für NRW wurden 39,472 Neuinfektionen und 82 Todesfälle registriert. Hier liegt die Inzidenz bei 1.382,3.

Quelle: wdr.de