Postbank-Mitarbeiter in Warnwesten halten verdi-Fahnen und Protestplakate hoch.

Nordrhein-Westfalen Postbank: Tarifverhandlungen mit Verdi sind gescheitert

Stand: 10.09.2019 09:04 Uhr

Die Tarifverhandlungen zwischen der Postbank und Verdi sind gescheitert. Die Gewerkschaft hat die dritte Verhandlungsrunde in Königswinter am späten Montagabend abgebrochen.

Von Jörg Sauerwein

Die Tarifverhandlungen zwischen der Postbank und Verdi sind gescheitert. Die Gewerkschaft hat die dritte Verhandlungsrunde in Königswinter am Montag (09.09.2019) abgebrochen. Mehrere hundert Postbankmitarbeiter hatten mit Trillerpfeifen und Rasseln vor dem Tagungshotel in Königswinter noch einmal ihre Forderungen nach mehr Geld lautstark unterstrichen.

Angebot der Postbank "Keine Grundlage für Verhandlung"

"Die Zeichen stehen auf Sturm" hatte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck schon vor den Gesprächen mit der Arbeitgeberseite gesagt. Zur dritten Verhandlungsrunde hatte die Postbank zwar ein konkretes Gehaltsangebot mitgebracht. Das aber sei viel zu weit von den Forderungen der Gewerkschaft entfernt und keine Grundlage für eine ernsthafte Verhandlung, sagte Duscheck nach dem Abbruch der Gespräche in Königswinter bei Bonn.

Verdi-Vertreter sollen mit Blick auf das Arbeitgeberangebot unter anderem von einer "Unverschämtheit" und "purer Provokation" gesprochen haben. Deshalb hat sich die Gewerkschaft entschieden, die Verhandlungen zu beenden und in den kommenden Tagen eine Urabstimmung vorzubereiten.

Weitere Streiks erwartet

Stimmen die Mitglieder bei der Postbank zu, könnte es ab Oktober zu deutlich längeren und großflächigen Streiks kommen. Aber auch schon in den kommenden Wochen werde es voraussichtlich weitere Warnstreiks geben, heißt es von Verdi.

Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn

Im Tarifkonflikt bei der Postbank fordert die Gewerkschaft unter anderem sieben Prozent mehr Lohn, für die unteren Lohngruppen mindestens ein Plus von 200 Euro. Von der Arbeitgeberseite hieß es dazu, das Forderungspaket sei "enorm schwer". Man könne sich aufgrund der schwierigen Zinssituation keine weiteren Kostenbelastungen leisten.

Quelle: wdr.de

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