22.06.2019, Dortmund: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht auf der Veranstaltung "Vertrauen als Grundlage internationaler Politik?" auf dem evangelischen Kirchentag. | dpa/Oliver Berg

Nordrhein-Westfalen Merkel beim Kirchentag: "Können Erderwärmung stoppen"

Stand: 22.06.2019 12:56 Uhr

Top-Prominenz beim Evagelischen Kirchentag: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas sind heute in Dortmund zu Gast.

Kanzlerin Merkel steht an einem Rednerpult | Oliver Berg/dpa

Kanzlerin Angela Merkel beim Kirchentag in Dortmund Bild: Oliver Berg/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich am Samstag (22.06.2019) bei ihrer Rede auf dem Evangelischen Kirchentag optimistisch, dass die großen globalen Herausforderungen bewältigt werden können. "Wir können die Erderwärmung stoppen, wir können den Hunger besiegen, wir können die Ursachen für Flucht und Vertreibung bekämpfen", sagte Merkel in Dortmund.

Die Bundeskanzlerin hat auch an der Klimaneutralität für Deutschland festgehalten. Das Klimaabkommen der UN verpflichte dazu, so Merkel - für Deutschland heiße das, "dass wir bis 2050 mit Blick auf das Klimathema Klimaneutralität erreichen können und erreichen werden", sagte die Regierungschefin.

"Vorreiterin für multilaterale Beziehungen"

In ihrer Rede warb die Kanzlerin außerdem für internationale Zusammenarbeit: "Kein Land alleine kann die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts allein bewältigen". Als Beispiele nannte sie die Migration, den Klimawandel und die Digitalisierung.

Kanzlerin Merkel und die liberianische Politikern Johnson-Sirleaf umrengt von vielen Menschen | Oliver Berg/dpa

Merkel und Johnson-Sirleaf Bild: Oliver Berg/dpa

Gemeinsam mit der früheren liberianischen Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf sprach Merkel auf einem Podium in der Westfalenhalle. Auch Johnson-Sirleaf warb in ihrer Rede für internationale Kooperation. Sie nannte Merkel eine "Vorreiterin für multilaterale Beziehungen", die an dem Prinzip festgehalten habe, selbst wenn es ihr politisch hätte schaden können.

Maas trifft Mukwege

Für großes Interesse dürfte auch eine Runde mit Außenminister Heiko Maas (SPD) zum weltweiten Schutz von Frauen und Kindern und der Rolle Deutschlands sorgen. Maas wird beim Kirchentag gemeinsam mit dem kongolesischen Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege an einem Podium teilnehmen.

Über das Thema "Vertrauen und Vertrauensmissbrauch - Genau hinsehen - und wie weiter?" sprechen unter anderen auch die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs und der frühere EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider.

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Quelle: wdr.de