Salafist sthet auf einem Buch | Bildquelle: dpa

Nordrhein-Westfalen Haftbefehl: Mutter schloss sich mit Kindern dem IS an

Stand: 07.06.2019 10:41 Uhr

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat am Freitag (07.06.2019) einen Haftbefehl gegen eine 32-jährige Deutsche erwirkt. Sie sei der "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland" verdächtig.

Wie eine Sprecherin dem WDR mitteilte, war die junge Mutter zuvor "im Zuständigkeitsbereich der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wohnhaft". Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt bereits wegen Kindesentziehung gegen die Mutter. Die Frau sitzt in Untersuchungshaft.

Sohn starb bei Angriff

Sie war 2015 mit ihren drei minderjährigen Kindern gegen den Willen des Vaters nach Syrien gereist. Sie schloss sich dort dem Islamischen Staat (IS) an. Sie lebte mit ihren Kindern in Gebäuden, die von IS-Gegnern "bombardiert und beschossen" wurden, so die Bundesanwaltschaft. Der Sohn der Beschuldigten sei 2018 bei einem Angriff getötet worden.

Er hatte zudem an einem Ausbildungslager der Terrororganisation teilnehmen müssen und wurde dort im Umgang mit Schusswaffen ausgebildet. Als er die Ideologie des IS infrage stellte, wurde er von der "sogenannten 'Religionspolizei' gezüchtigt". Ebenso mussten sich die drei Kinder der 32-Jährigen eine öffentliche Hinrichtung ansehen.

Nachdem ihr Ehemann nicht von Deutschland nach Syrien reisen wollte, um sich dort der Terrororganisation anzuschließen, heiratete die junge Frau ein IS-Mitglied. Er brachte ihr den Umgang mit Schusswaffen bei. Zudem soll sie laut Bundesanwaltschaft Bargeldtransfers für den IS getätigt und andere Frauen zum Schießtraining gefahren haben.

Quelle: wdr.de

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