Ein Feuer im Wald

Nordrhein-Westfalen Heißer April: Erste Feuer und steigende Brandgefahr

Stand: 23.04.2019 16:55 Uhr

Die Freude über den Sommer im April ist nicht ungetrübt: Überall in NRW brannte es in den vergangenen Tagen im Wald und auf Grasflächen. Und längerer Regen ist nicht in Sicht.

Die lange Trockenperiode sorgt bei den Feuerwehren in NRW für höchste Alarmbereitschaft: Am Ostersonntag (21.04.2019) rückten 170 Einsatzkräfte an, um einen Brand im Hildener Stadtwald auf einer Ausdehnung von 25 Hektar zu bekämpfen, am Montag brannte in Hamminkeln (Kreis Weser) ein Moorstück, und am Dienstag hatte der Wald am Essener Baldeneysee Feuer gefangen.

Feuerwehrleute löschen einen Baum in einem Wald am Fuß des Stenzelbergs in Königswinter
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Eine Extraportion Wasser für den brennenden Baum

Viele kleine Feuer, die sich nicht ausbreiten konnten

Hinzu kamen zahlreiche größere und kleinere Löscheinsätze in NRW am langen Osterwochenende - Böschungen, Hecken und Grasland gingen in Flammen auf. Allein in Königswinter musste die Feuerwehr vier Mal ausrücken, weil Vegetation in Brand geraten war. "Frühzeitige Erkennung und Brandbekämpfung verhinderte Schlimmeres", teilte sie danach mit.

Waldbrandgefahr
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Zutritt im Venn verboten

Brandgefahr: Teile des Hohen Venns gesperrt

Die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Im Hohen Venn an der Grenze zu Belgien dürfen Besucher manche Bereiche des Naturschutzgebiet nicht mehr betreten. Wer es trotzdem versucht, muss mit einem Bußgeld rechnen. Vor acht Jahren hatten Flammen mehr als 1.000 Hektar Moorlandschaft zerstört, ein Fünftel des ganzen Areals.

Warnstufen stehen auf Rot

Wie gefährlich die aktuelle Wetterlage ist, lässt sich auch am aktuellen Brandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ablesen: Am Dienstag galt für Forstgebiete in NRW Warnstufe 3, wobei Stufe 1 die geringste und Stufe 5 die höchste Gefahr anzeigt. Beim Graslandfeuerindex des DWD sah die Lage noch kritischer aus: Warnstufe 4 für das ganze Land.

Warten auf den Regen

Erst am Donnerstag soll sich die Lage etwas beruhigen - wenn der prognostizierte Regen so reichlich ausfällt wie erhofft. Von Dauer wäre die Atempause aber ohnehin nicht - eine längere Regenperiode ist derzeit nicht in Sicht.

Quelle: wdr.de

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