"Steeler Jungs" mit Helmen und Kapuzenpullovern auf Karnevalswagen

Nordrhein-Westfalen Mehr Kontrolle bei Karnevalszug in Essen

Stand: 19.03.2019 13:40 Uhr

Nach der Teilnahme der umstrittenen "Steeler Jungs" an einem Karnevalsumzug in Essen-Freisenbruch wollen die Organisatoren die Umzugswagen künftig stärker kontrollieren.

Nach der Teilnahme der umstrittenen "Steeler Jungs" an einem Karnevalsumzug im Stadtteil Freisenbruch wollen die Organisatoren die Umzugswagen künftig stärker kontrollieren. Die Gruppierung wird von der Polizei der Hooligan- und Rechtenszene zugeordnet.

Motivwagen strenger kontrollieren

Der Auftritt der "Steeler Jungs" mit Helmen, die Zuschauer an Soldaten erinnerten, und der Umzugswagen mit der Aufschrift "Schützt euch vor den Zecken" hatten für Diskussionen gesorgt. Nach Angaben der Organisatoren, den Freisenbrucher Gänsereitern, hatte sich die Gruppierung mit dem Namen "Steeler Jecken" angemeldet.

Die Aufschrift sei bei der technischen Abnahme des Wagens aufgefallen und verboten worden. Noch einmal kontrolliert wurde er aber nicht. Deshalb wollen die Veranstalter zukünftig die Aussagen von Motivwagen strenger prüfen und gegebenenfalls vom Umzug ausschließen, berichtete ein Sprecher dem WDR am Montag (18.03.2019).

Steeler Jungs räumen Täuschung ein

Die Teilnahme der "Steeler Jungs" am Karnevalsumzug kam auch bei Lokalpolitikern nicht gut an, die davon erst im Nachhinein erfahren hatten. Da die Bezirksvertretung den Karnevalszug mitfinanziert, forderte sie ein klärendes Gespräch.

Wie der Bezirksbürgermeister berichtet, legten die Freisenbrucher Gänsereiter dabei auch eine Stellungnahme der "Steeler Jungs" vor, in der diese zugeben, die Veranstalter getäuscht zu haben und angeben, dass sie niemandem schaden wollten.

Zu möglichen Konsequenzen konnte die Bezirksvertretung noch nichts sagen. Auch die Staatsanwaltschaft will den Vorfall noch prüfen.

Quelle: wdr.de

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