Archiv: Eine Anlage zur Messung der Feinstaub- und Stickstoffoxid-Belastung | Bildquelle: dpa

Nordrhein-Westfalen Luftwerte in den Städten leicht verbessert

Stand: 16.01.2019 15:12 Uhr

Die für die Diesel-Fahrverbote entscheidende Stickstoffdioxid-Belastung ist an manchen Straßen in NRW leicht zurückgegangen. An manchen Stellen nahm sie allerdings zu.

Das NRW-Umweltministerium hat am Mittwoch (16.01.2019) eine erste Auswertung zur Stickstoffdioxid-Belastung im vergangenen Jahr veröffentlicht. Ausgewertet wurden die Jahresmittelwerte der 59 Standorte in NRW, an denen die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) automatisch erfasst wird.

Laut Ministerium war der Wert an 35 Messstellen rückläufig. Die Belastung sank um bis zu sechs Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft. An 13 Messstellen ergab die Untersuchung allerdings auch einen Anstieg um ein bis zwei Mikrogramm.

Noch über EU-Grenzwert

Verbessert haben sich etwa die Werte am Clevischen Ring in Köln und an der Corneliusstraße in Düsseldorf. Beide Straßen gehörten 2017 zu den Spitzenreitern in Sachen Schadstoffbelastung. Mit 59 beziehungsweise 53 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lag die NO2-Belastung dort aber immer noch deutlich über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter.

An der Brackeler Straße in Dortmund (51 Mikrogramm) und am Graf-von-Galen-Ring in Hagen (50 Mikrogramm) nahm die im Vorjahr schon hohe NO2-Belastung sogar noch leicht zu. Zurück ging die Belastung am Jahnplatz in der Bielefelder Innenstadt. Dort waren in den Vorjahren fast 50 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen worden, nun waren es nur noch 40. Der Verkehrsclub Deutschland führt die verringerten Schadstoffe auf die teilweise Verkehrsberuhigung am Jahnplatz zurück, wo derzeit ein Viertel weniger Autos fahren.

Weitere Messergebnisse fehlen noch

Die hohen Belastungen an einigen Straßen stehen im Mittelpunkt des aktuellen Streits um Diesel-Fahrverbote. Die Deutsche Umwelthilfe will mit ihren Klagen erreichen, dass der EU-Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid eingehalten wird.

Die nun vom Düsseldorfer Umweltministerium veröffentlichten Ergebnisse sind noch vorläufig.

Quelle: wdr.de

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