Angela Merkel spricht bei der Verleihung des Nationalen Integrationspreises im Bundeskanzleramt zu den Gäste | Bildquelle: AFP

Nordrhein-Westfalen Laschet, Spahn, Merz - Merkel-Nachfolger aus NRW?

Stand: 29.10.2018 18:52 Uhr

Die Bundeskanzlerin gibt ihr Amt als CDU-Parteichefin auf. Aber wer folgt Angela Merkel nach? Drei ihrer Parteikollegen aus NRW stehen als mögliche Nachfolger bereit.

Zur Diskussion über die Merkel-Nachfolge aus NRW

Wer folgt auf Angela Merkel als CDU-Bundesparteichefin? Es werden bereits mehrere Namen genannt. Drei aussichtsreiche Kandidaten kommen aus NRW.

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Schrittweiser Rückzug angekündigt: Wer folgt auf Merkel?
wdr
30.10.2018 12:40 Uhr

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Armin Laschet

Armin Laschet (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen | Bildquelle: dpa
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Armin Laschet

Der NRW-Ministerpräsident gehört zu den wenigen in CDU-Führungspositionen, die der Kanzlerin auch in Zeiten heftiger Kritik treu zur Seite standen. Und als Vorsitzender des mitgliederstärksten CDU-Landesverbands gilt er automatisch als Kandidat für den Bundesvorsitz.

Doch Laschet hält sich zunächst mit einer Bewerbung zurück. Er wolle erstmal mit den bereits nominierten Kandidaten sprechen, sagte er am Montag (29.10.2018). Möglicherweise hofft Laschet, so seine eigenen Chancen besser einschätzen zu können, bevor er sich zur Wahl stellt.

Denn mit einer Kandidatur für den Bundesparteivorsitz geht der Ministerpräsident auch Risiken ein: Würde er den Posten übernehmen, hieße das, viel Zeit in Berlin verbringen zu müssen. In NRW stünde er dann auf Abruf. Seiner sorgfältig gepflegten Rolle als engagierter Landesvater könnte das schaden. Ein Nachfolger als Ministerpräsident ist zudem nicht in Sicht.

Andererseits könnte es Laschet aber auch als Schwäche ausgelegt werden, wenn er nicht anträte.

Jens Spahn
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Jens Spahn

Jens Spahn

Der Bundesgesundheitsminister mit Wahlkreis Steinfurt/Borken gilt als großer Merkel-Rivale und steht für eine rechtskonservative Politik. Parteiintern wird ihm vorgeworfen, mit Äußerungen etwa in der Flüchtlingspolitik zu stark polarisiert zu haben. Sein Interesse für das Amt des Parteivorsitzenden hat der 38-Jährige bereits bekundet. Und nicht nur das. Der Titel des letzten Kapitels seiner gerade erschienenen Biografie lautet: "Kanzler, was sonst?".

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Friedrich Merz | Bildquelle: Bert Bostelmann/laif
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Friedrich Merz

Friedrich Merz

Auch der aus Brilon stammende, frühere Unions-Fraktionschef hat sich als neuer Kandidat ins Spiel gebracht. Der 62-Jährige sei als Bewerber für das Amt nominiert, bestätigte NRW-Ministerpräsident Laschet am Montag.

Dabei hatte sich Merz, der ebenfalls eine konservative Linie vertritt, 2009 von der politischen Bühne verabschiedet. Seitdem ist er als Anwalt tätig, nach Angaben seiner Kanzlei vertritt er Dax-Unternehmen und internationale Konzerne. Er ist außerdem Aufsichtsratsvorsitzender in zahlreichen großen Wirtschaftsunternehmen. Ob und wie sich diese Tätigkeiten mit dem Amt des CDU-Bundesparteivorsitzenden vereinen lassen, bleibt offen.

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Merkels Rückzug - Reaktionen aus NRW

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Bundeskanzlerin Angela Merkel unterhalten sich beim Sommerfest der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen.

Als "bemerkenswert" bezeichnete NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef Armin Laschet die Entscheidung von Angela Merkel, nicht erneut für den CDU-Parteivorsitz zu kandidieren. Es seien "18 erfolgreiche Jahre" gewesen. Doch komme es jetzt darauf an, dass die große Koalition wieder bessere Arbeit leiste. Eine mögliche eigene Kandidatur ließ er am Abend offen. | Bildquelle: dpa

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Quelle: wdr.de

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