Die Angeklagten zwischen ihren Verteidigern

Nordrhein-Westfalen Urteil im Bosseborn-Prozess angekündigt

Stand: 05.10.2018 08:08 Uhr

Im Bosseborn-Prozess am Landgericht Paderborn wird heute das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Freiheitsstrafen. Die Verteidiger plädieren für eine geringere Strafe und einen Freispruch.

Die beiden Angeklagten Angelika und Wilfried W. sollen Frauen in Höxter Bosseborn über einen Zeitraum von mehreren Jahren gequält haben. Zwei Frauen überlebten die Misshandlungen nicht. Dafür fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für die Täter, zusätzlich soll das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellen. Wilfried W. soll außerdem in der Psychiatrie untergebracht werden.

Verteidiger fordern mildere Strafe und Freispruch

Dagegen fordert die Verteidigung von Angelika W. einen Freispruch. Ein Mord sei nicht nachweisbar, so die Argumentation. Wilfried Ws. Anwälte baten um ein mildes Urteil von siebeneinhalb Jahren Haft. W. stünde "mental und intellektuell auf der Stufe eines Grundschulkindes", so die Verteidigung.

59 Prozesstage

Heute (05.10.2018) geht damit nach zwei Jahren und 59 Verhandlungstagen zumindest vorerst der Prozess zu Ende. Er hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

  • Morde in Höxter: Die Chronologie der Gewalt
  • "Bosseborn-Prozess": Lebenslange Haft gefordert
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  • Bosseborn-Prozess: Verteidiger von Angelika W. fordert Freispruch

Quelle: wdr.de

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