Ein Mitarbeiter zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität fahndet nach kinderpornographischen Inhalten | dpa / Martin Ruetschi

Insgesamt 56 Beschuldigte Razzia wegen Pädokriminalität in NRW

Stand: 03.12.2020 17:39 Uhr

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Wohnungen und Büros von 56 Beschuldigten in ganz Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, Darstellungen von sexualisierter Gewalt gegen Kindern zu besitzen bzw. zu verbreiten. Deshalb hat die Kölner Staatsanwaltschaft heute Wohnungen und Büros von 56 Beschuldigten in ganz Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Die Polizisten ermittelten in großen Städten und kleinen Orten. Unter anderem gab es Durchsuchungen in Burbach, Bad Laasphe, Bielefeld, Bönen, Brüggen, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Grevenbroich, Gütersloh, Hamm, Haltern am See, Hamm, Hamminkeln, Hövelhof, Kamp-Lintfort, Kerpen, Krefeld, Lünen, Mechernich, Minden, Much, Nieheim, Oberhausen, Rheinberg, Rheine, Schermbeck, Solingen, Versmold, Willebadessen und Wuppertal. Dabei entdeckten die Ermittler auch Anhaltspunkte für weitere Straftaten - etwa für unerlaubten Schusswaffen-Besitz.

Keine Verbindung zum Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach

"Die Durchsuchungsmaßnahmen richten sich sämtlich gegen Beschuldigte, die sich bzw. anderen vor allem über soziale Netzwerke kinderpornographische Inhalte verschafft haben sollen", erklärte die Kölner Staatsanwaltschaft. Bei der Behörde ist die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) angesiedelt, die die konzertierte Aktion veranlasst hatte

Laut Staatsanwaltschaft haben die Fällle keine Verbindung zum Missbrauchskomplex von Bergisch Gladbach. Bisher konnten Beamte 330 Datenträger sicherstellen. Anlass für die Ermittlungen sind Hinweise einer Kinderrechtsorganisation aus den USA.

Das National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) arbeitet mit Internetanbietern und sozialen Netzwerken zusammen und sammelt systematisch Hinweise auf Missbrauchsdarstellungen. Die Fälle leitet das NCMEC dann an Strafverfolgungsbehörden weltweit weiter.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 03. Dezember 2020 um 15:15 Uhr.