Polizisten untersuchen Räumlichkeiten in einem Gewerbegebiet. | dpa

Geldwäscheverdacht Großrazzia in Nordrhein-Westfalen

Stand: 27.10.2021 14:07 Uhr

Das Landeskriminalamt NRW und das Zollfahndungsamt Essen haben am Mittwoch insgesamt 40 Objekte in NRW durchsucht. Bei der Großrazzia geht es um den Verdacht der Geldwäsche in besonders schweren Fällen.

Das Landeskriminalamt NRW und das Zollfahndungsamt Essen ermitteln im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln gegen 46 Beschuldigte. Laut Staatsanwaltschaft konnten zwei Verdächtige in Duisburg und einer in Düsseldorf festgenommen werden. Die Beschuldigten sollen noch am Mittwoch dem Haftrichter am Amtsgericht Köln vorgeführt werden.

250 Beamte im Einsatz

Gemeinsam mit Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Düsseldorf und der Kreispolizeibehörde Mettmann werden seit Mittwochmorgen 40 Wohn- und Geschäftsräume sowie Lagerhallen durchsucht, unter anderem in Köln, Düsseldorf, Wuppertal, Dortmund und Essen.

Razzia gegen Geldwäsche-Bande - die Tür wurde gewaltsam geöffnet | WDR/Piet Keusen

Geldwäsche-Razzia: Durchsuchungen in NRW Bild: WDR/Piet Keusen

Insgesamt sind rund 250 Beamte im Einsatz, um Beweismaterial in Verfahren gegen die Beschuldigten sicherzustellen - auch Europol ist in die Ermittlungen mit eingebunden. Weil einzelne Beschuldigte als gefährlich gelten, wurden an drei Objekten Spezialeinheiten eingesetzt, sagen die Ermittler.

Ermittlungen laufen seit rund einem Jahr

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nach eigenen Angaben gegen eine Gruppe, die seit 2019 durch Kuriere auf dem Luft- und Landweg Bargeld in die Türkei nach Istanbul transportiert haben soll. Das Bargeld soll in Lagerhallen in Bochum und Ratingen angenommen, gezählt, verpackt und auf die Kuriere verteilt worden sein. Nach ersten Ermittlungen stammt es aus Straftaten.

Wie die Ermittler am Mittag mitgeteilt haben, wurden im Vorfeld der Razzia insgesamt 6.764.575 Euro bei den Kurieren sichergestellt. Bei den Durchsuchungen konnten die Einsatzkräfte bislang Datenträger, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen sicherstellen.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete WDR5 am 27. Oktober 2021 um 08:22 Uhr.