Symbolbild der nordrhein-westfälischen Polizei | WDR/dpa/ Federico Gambarini [M] cv

Nordrhein-Westfalen Razzia wegen Terrorverdachts im Kreis Düren

Stand: 28.10.2021 07:16 Uhr

Rund 350 Polizisten haben mehrere Wohnungen im Kreis Düren durchsucht. Die fünf Bewohner sollen einen terroristisch motivierten Anschlag geplant haben.

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am frühen Donnerstagmorgen mehrere Wohnungen im Kreis Düren durchsucht. Die Bewohner stehen unter dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei Köln mitteilten.

Ihnen wird vorgeworfen, sich "anlehnend an Propagandamaterial der ausländischen terroristischen Vereinigung 'Islamischer Staat' auf eine terroristisch motivierte Tat vorbereitet zu haben", heißt es in der Pressemitteilung.

Keine Festnahmen

Demnach ermittelt die Zentralstelle Terrorismusverfolgung Nordrhein-Westfalen gegen fünf Männer im Alter von 16 bis 22 Jahren, die im Kreis Düren wohnen. Nach Informationen der Polizei sind sie alle deutsche Staatsangehörige, wobei zwei von ihnen auch die russische Staatsbürgerschaft besitzen und einer der Verdächtigen auch über einen türkischen Pass verfügt.

Festnahmen gab es keine. "Die Voraussetzungen zur Anordnung der Untersuchungshaft liegen derzeit nicht vor", heißt es von Polizei und Generalstaatsanwaltschaft. Das Beweismaterial werde zunächst ausgewertet. Rund 350 Polizisten waren demnach unter der Leitung des Staatsschutzes im Einsatz.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete WDR2 am 28. Oktober 2021 um 09:00 Uhr.