Demonstrationszug entlang des Tagebaus in Lützerath | WDR / Julia Küppers

Nordrhein-Westfalen Kohlegegner demonstrieren in Lützerath

Stand: 31.10.2021 17:52 Uhr

Kohlegegner haben in Lützerath gegen den Tagebau protestiert. Bereits am Morgen entrollten sie ein riesiges Banner. Hunderte Aktivisten stürmten den Tagebau.

Mehrere Tausend Menschen sind am Sonntag nach Erkelenz - Lützerath gekommen, um gegen den Abriss der kleinen Ortschaft zu protestieren. Fridays for Future, Greenpeace und andere Gruppen hatten dazu aufgerufen.

Alrun Hoffmann und ihre Freunde sind über zwei Stunden aus Siegen angereist | WDR / Julia Küppers

Alrun Hoffmann und ihre Freunde sind über zwei Stunden aus Siegen angereist Bild: WDR / Julia Küppers

Die Teilnehmer zogen friedlich mit Plakaten, Bannern und lauter Musik über die Felder Richtung Tagebau Garweiler II. Dabei löste sich die Gruppe des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" vom Demozug und drang auf das RWE-Gelände ein. An der etwa 50 Meter hohen Abbruchkante des Tagebaus blieben sie stehen. Die Polizei konnte mit einem Großaufgebot eine Baggerbesetzung verhindern, bleibt aber noch bis in den Abend hinein im Einsatz. RWE hat aus Sicherheitsgründen den Bagger gewendet und abgeschaltet.

Hof-Abriss wird vor Gericht entschieden

Bagger reißen ein Haus ein | picture alliance / Jochen Tack

Abriss des Dorfes Lützerath bei Erkelenz, durch den Energiekonzern RWE, der Ort soll dem Braunkohle Tagebau Garzweiler II, weichen, P Bild: picture alliance / Jochen Tack

In Lützerath sollen Gebäude dem Tagebau weichen. Allerdings hat der Energiekonzern RWE angekündigt, vorerst auf Abrissarbeiten zu verzichten. Man wolle zunächst eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Münster abwarten. Das Gericht soll über die Rechtmäßigkeit eines Hof-Abrisses entscheiden. In Lützerath halten sich seit Wochen junge Aktivisten in einem Camp und Baumhäusern auf.

Greenpeace zieht "Feuerlinie"

Mit einem roten Banner und einer "Feuerlinie" demonstriert Greenpeace vor einem Bauernhof in Lützerath gegen den Braunkohletagebau Garzweiler. | picture alliance/dpa/Greenpeace Germany

Mit einem roten Banner und einer "Feuerlinie" hat Greenpeace am Sonntagmorgen in Lützerath demonstriert Bild: picture alliance/dpa/Greenpeace Germany

Bereits am Sonntagmorgen hatten Kohlegegner mit einem 150 Meter langen Banner mit der Aufschrift "1,5 Grad-Limit" und einem Feuer gegen den geplanten Abriss protestiert. Die "Feuerlinie" entlang des Banners stehe für die 1,5-Grad-Grenze bei der Klimaerwärmung, teilte Greenpeace mit. Die Aktion sei friedlich verlaufen, teilte die Polizei mit.

Bilderstrecke

Kohlegegner demonstrieren in Lützerath

Quelle: wdr.de