Bielefeld: Der Angeklagte sitzt mit einer Mappe vor dem Gesicht im Gerichtssaal neben seinen Verteidigern, Christina Peterhanwahr und Henning Jansen. | Bildquelle: dpa

Pausenbrot-Prozess Lebenslang und Sicherungsverwahrung

Stand: 07.03.2019 19:00 Uhr

Im Prozess um vergiftete Pausenbrote haben die Richter in Bielefeld den Angeklagten zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Am Donnerstag Nachmittag (07.03.2019) hat das Bielefelder Landgericht den Angeklagten zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Bei dem Prozess um vergiftete Pausenbrote sprachen die Richter ein ungewöhnlich hohes Urteil für einen versuchten Mord.

Die Verteidiger sahen nach dem Indizienprozess nur Beweise für Körperverletzungsdelikte. Sie plädierten auf eine Freiheitsstrafe von höchstens neun Jahren.

Schwermetalle auf Broten und in Getränken

Die Vorwürfe waren außergewöhnlich: Schwermetalle auf Broten und in Getränken der Kollegen. Sie wurden schleichend vergiftet und dauerhaft geschädigt. Ein 26-Jähriger liegt im Wachkoma. Die beiden anderen Opfer müssen jetzt mit geschädigten Nieren leben.

Kein Motiv erkennbar

Der Angeklagte Klaus O. hatte die Verhandlung fast ohne Regung hingenommen. Sein Gesichtsausdruck war meist starr. Er vermied Blickkontakt zu den Zeugen, alle Appelle des Gerichts, sich zu erklären, verhallten. Deshalb ist auch kein Motiv erkennbar.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. März 2019 um 12:00 Uhr.

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