Aktivisten stürmen den Tagebau Garzweiler. | Bildquelle: AFP

"Ende Gelände"-Demo in NRW Aktivisten stürmen Tagebau Garzweiler

Stand: 23.06.2019 08:39 Uhr

Die Braunkohlegegner setzen Aktionen am Sonntag fort. Einige hundert Aktivisten haben die Nacht auf dem Abbaugelände verbracht. Die Polizei räumt derzeit das Gelände.

Aktivisten durchlaufen "Videostraße" der Polizei um besetzte Nord-Süd-Bahn verlassen zu dürfen
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Aktivisten in "Videostraße" der Polizei

13.25 Uhr: Die Gleisbesetzung löst sich weiter friedlich auf. Auf den Gleisen verweilen noch ca. 200 Aktivisten, die sich allmählich in Bewegung setzen. Die Polizei filmt weiterhin die Bahn-Besetzer.

12.39 Uhr: Die ersten ca. 50 Aktivisten, die die Gleise am Kraftwerk Neurath besetzt hatten, sind mit einem Bus zurück ins Protestcamp nach Viersen gebracht worden. Vorher sollten die Demonstranten eine Videostraße der Polizei durchlaufen. Sie dient dazu, die Identität der Besetzer festzustellen und vor allem diejenigen ausfindig zu machen, die die Nord-Süd-Bahn seit Freitagabend blockiert hatten. Die Aktivisten dürfen nach WDR-Informationen auch vermummt und maskiert die Videostraße durchlaufen.

11.48 Uhr: Die Gleisblockade der Hambachbahn stellt keine Nötigung dar. So bewertet es die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach.

Aktivisten vom Aktionsbündnis «Ende Gelände» stehen Polizisten gegenüber
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Braunkohle Tagebau Garzweiler

11.23 Uhr: Die Polizei löst gerade die Blockade von Hunderten Aktivisten am Braunkohlekraftwerk Neurath auf. Weil die Bahnlinie blockiert war, waren die Kraftwerke Niederaußem und Neurath vom Kohlenachschub abgeschnitten.

10.20 Uhr: Die Aktivisten, die die Schienen blockiert haben, können den Ort noch nicht verlassen, da ihre Personalien noch von der Polizei geprüft werden. Der Grund: RWE hat Strafanzeige erstattet wegen Nötigung, weil der Schienenverkehr lahm gelegt wurde. Das bestätigte ein Polizeisprecher dem WDR.

22.06.2019, Keyenberg: Aktivisten vom Aktionsbündnis «Ende Gelände» stehen umringt von der Polizei am Rand des Tagebaus.
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Braunkohle Tagebau Garzweiler

10.01 Uhr: Ob Aktivisten bei den Zusammenstößen mit Einsatzkräften der Polizei verletzt wurden, konnte das Aktionsbündnis "Ende Gelände" bis jetzt noch nicht sagen.

22.06.2019, Keyenberg: Aktivisten vom Aktionsbündnis «Ende Gelände» stehen umringt von der Polizei am Rand des Tagebaus.
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Braunkohle Tagebau Garzweiler

9.58 Uhr: Die Aktivisten, die bis zum Morgen die Schienen der Kohlebahn besetzt hatten, packen zusammen, um freiwillig zu gehen. Sie sind eingekesselt von der Polizei.

9.52 Uhr: Unsere Reporterin berichtet, dass es zwischen Polizei und Demonstranten einige kurze heftige Auseinandersetzungen gegeben.

9:30 Uhr: Die Polizei Aachen rechnet im Laufe des Tage mit weiteren Aktionen. "Die Einsatzkräfte bleiben in Bereitschaft", sagte eine Sprecherin.

8.35 Uhr: Die Blockade der Nord-Süd-Bahn soll nach Angabe des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" noch bis 10 Uhr andauern. Zur Zeit sind die Kraftwerke Neurath und Niederaußem von der Kohleversorgung abgeschnitten.

8.25 Uhr: Im Tagebau Garzweiler sitzen nach der Stürmung am Samstag (22.07.2019) noch einige hundert Aktivisten, die von der Polizei nach und nach heraus geholt werden. Darunter sollen laut Polizei auch Fridays for Future-Demonstranten und Jugendliche sein.

8.20 Uhr: In der Nacht zu Sonntag (23.06.2019) stießen Polizeibeamte beim Versuch der Räumung auf massiven Widerstand der Demonstranten. Dabei seien nach Polizeiangaben acht Einsatzkräfte verletzt worden.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Juni 2019 um 15:00 Uhr.

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