Räumung der Tripods

Hambacher Forst RWE räumt Barrikaden

Stand: 22.11.2018 15:20 Uhr

RWE-Mitarbeiter räumen seit dem Morgen Barrikaden und Tripods der Umweltaktivisten. Einsatzkräfte der Polizei sollen die Sicherheit der RWE-Beschäftigten garantieren.

Hambacher Forst: Barrieren werden geräumt
Hambacher Forst: Barrieren werden geräumt

RWE-Mitarbeiter räumen seit Donnerstagmorgen (22.11.2018) Barrikaden von Umweltaktivisten im Hambacher Forst. Dieser grenzt an dem Tagebau Hambach. Einsatzkräfte der Polizei schützen die RWE-Mitarbeiter bei den Waldarbeiten. Auch sogenannte Tripods werden beseitigt. Gegen Mittag wurde ein vermeintlicher Sprengsatz entschärft. Kurze Zeit später gab die Polizei Entwarnung. Es handelte sich um eine Attrappe.

RWE-Mitarbeiter bauen Zelte ab
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RWE-Mitarbeiter entfernen Baumaterial

Eine Person, die auf einem Tripod saß, wurde in Gewahrsam genommen. Die Identität müsse noch festgestellt werde, so die Polizei.

Eine Sprecherin der Polizei betonte am Donnerstagmorgen (22.11.2018), dass keine Baumhäuser oder andere Wohnstätten geräumt würden. In den vergangenen sechs Wochen sind in dem Wald zahlreiche Neubauten errichtet worden. Umweltaktivisten leben in ihnen. RWE-Mitarbeiter räumten neben Barrikaden aber auch Zelte am Boden, in denen Baumaterial lagerte.

RWE-Mitarbeiter räumen die Barrikaden
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RWE setzt Spezialgerät ein

Wege sollen gesichert werden

Wie die Polizei mitteilte, diene der heutige Einsatz dazu, Wege zu sichern, auch für Einsatzfahrzeuge bei möglichen Gefahren. Der Wald, dessen Eigentümerin RWE Power AG ist, sei für jeden zugänglich. Flucht und Rettungswege müssten frei geräumt werden. Die zuständige Aachener Polizei, die die Sicherheit der RWE-Beschäftigten garantieren soll, wird dabei von weiteren Hundertschaften unterstützt. Im Vergleich zu anderen Einsätzen sei dieser aber eher klein, so die Polizei.

Polizei bei Räumungsaktion im Hambacher Forst
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Mehrere Hundertschaften vor Ort

Keine Räumung der Baumhäuser

Zugleich will die Polizei mögliche Beweis- und Tatmittel sicherstellen, die zur Vorbereitung und zur Durchführung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten oder dem Bau von Barrikaden dienen.

Hambacher Forst unterliegt zur Zeit dem Landesforstgesetz

Nach der Beseitigung der Baumhäuser wollte RWE im Oktober eigentlich einen Großteil des Waldes für den Braunkohletagebau Hambach abholzen. Das Oberverwaltungsgericht Münster verfügte aber einen vorläufigen Rodungsstopp. Seitdem ist der Wald nicht mehr Betriebsgelände, sondern öffentlich zugänglich und unterliegt dem Forstgesetz. Unter Verweis darauf entferne RWE Gegenstände und Hindernisse, die nicht in den Wald gehörten.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. November 2018 um 11:15 Uhr.

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