Aktivisten werden im Tagebau von Polizisten abtransportiert. | Bildquelle: SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Protest gegen Kohleabbau Polizei räumt Tagebau Garzweiler

Stand: 23.06.2019 16:17 Uhr

Die Proteste der Klimaschützer im rheinischen Braunkohlerevier sind beendet. Die Blockaden der Aktivisten am Tagebau Garzweiler wurden aufgelöst.

Tausende Menschen haben am Wochenende (22./23.06.2019) rund um den Tagebau Garzweiler gegen den Abriss der Dörfer protestiert, die Braunkohlebaggern weichen sollen.

Der überwiegende Teil der Demonstranten brachte seinen Protest für Klima und gegen Kohle friedlich zum Ausdruck. Mehrere tausend Jugendliche der "Fridays for Future"-Bewegung liefen durch die Dörfer.

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Bunter Protest gegen Garzweiler

22.06.2019, Jüchen: Die achtjährige Ida hält während einer Demonstration ein Plakat mit der Aufschrift «Cool kids save a hot planet».

Die achtjährige Ida hält während einer Demonstration ein Plakat mit der Aufschrift "Cool kids save a hot planet" - coole Kinder retten einen heißen Planeten.

22.06.2019: Polizisten nehmen einen Umweltaktivisten fest | Bildquelle: REUTERS
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Polizisten tragen einen Umweltaktivisten aus der Braunkohlegrube

Gemeinsam mit Familien und älteren Menschen zogen sie in einem langen Marsch entlang der Tagebaugrenze durch Wiesen und Felder. Auch der BUND, Greenpeace und andere Umweltorganisationen beteiligten sich an den friedlichen Protesten.

Zu Zusammenstößen kam es zwischen der Polizei und Aktivisten der Organisation "Ende Gelände". Am Samstag hatten mehrere Tausend die Braunkohlegrube besetzt.

Bis zum Sonntagmorgen (23.06.2019) war die Polizei nach eigenen Angaben damit beschäftigt, die Demonstranten aus der Grube herauszutragen oder sie zum freiwilligen Abzug zu bewegen.

Die Gleise der Hambach-Bahn hatten "Ende-Gelände"-Anhänger fast zwei Tage lang besetzt gehalten. Die beiden Kraftwerke Neurath und Niederaußem hatten dadurch keine Braunkohle bekommen.

Polizisten verletzt

Bei den Zusammenstößen sollen nach Angaben der Polizei acht Beamte verletzt worden sein. Angaben über mögliche verletzte Demonstranten gab es bislang nicht. WDR-Reporter beobachteten, wie Demonstranten geschlagen wurden.

Das Bündnis "Ende Gelände" wirft der Polizei vor, Demonstranten seien über Stunden von der Versorgung mit Wasser und Essen abgeschnitten gewesen.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 23. Juni 2019 um 14:00 Uhr.

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