Menschen feiern den Sieg von Joe Biden auf den Straßen von New York | AFP
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Liveblog zur US-Wahl ++ Bidens Anhänger feiern auf den Straßen ++

Stand: 08.11.2020 02:59 Uhr

Nach der Nachricht vom Wahlsieg Bidens sind Anhänger des Demokraten auf die Straßen gezogen, um zu feiern. Auch ein prominenter republikanischer Senator hat Biden gratuliert. Die Entwicklungen im Liveblog.

  • Biden und Harris halten Siegesrede
  • Biden-Anhänger versammeln sich vorm Weißen Haus
  • Bundeskanzlerin Merkel freut sich auf Zusammenarbeit mit Biden
  • Trump erkennt Biden-Sieg nicht an und spricht erneut von Wahlbetrug
  • Republikanischer Senator Romney gratuliert Biden zum Wahlsieg
  • Bundesregierung hofft auf transatlantischen Neuanfang
8.11.2020 • 07:41 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog zur US-Wahl. Über alle weiteren Entwicklungen informieren wir Sie auf tagesschau.de.

8.11.2020 • 02:59 Uhr

Biden will als Präsident "nicht spalten, sondern einen"

Der neugewählte US-Präsident Joe Biden hat in seiner Siegesrede versprochen, das Land zu vereinen und nicht weiter zu spalten. Der US-Demokrat bezeichnete seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl in seiner Heimatstadt Wilmington als "klar" und "überzeugend". "Ich verspreche ein Präsident zu sein, der nicht spalten, sondern einen will."

8.11.2020 • 02:57 Uhr

Harris: "Ihr habt einen neuen Tag für Amerika eingeläutet"

Die amerikanischen Wähler haben nach Ansicht der gewählten US-Vizepräsidentin Kamala Harris eine Wende in den Vereinigten Staaten eingeleitet. "Als unsere Demokratie selbst auf dem Wahlzettel stand, die Seele Amerikas auf dem Spiel stand und die Welt zuschaute, habt ihr einen neuen Tag für Amerika eingeläutet", sagte Harris bei ihrer Siegesrede in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. Die Amerikaner hätten sich mit ihrer Wahl für Joe Biden für Hoffnung, Einheit, Wissenschaft und Wahrheit entschieden, sagte Harris. Der gewählte Präsident sei ein "Heiler", jemand, der Amerika einen könne.

Kamala Harris steht lachend hinter einem Rednerpult. | AFP

Harris betonte, sie werde nicht die einzige Vizepräsidentin bleiben: "Jedes kleine Mädchen, das heute Nacht zuschaut, sieht, dass dies ein Land der Möglichkeiten ist." Bild: AFP

8.11.2020 • 01:35 Uhr

Mexikos Präsident will mit Gratulation für Biden noch warten

Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat sich zurückhaltend zum Erfolg von Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl geäußert. Er könne einem Wahlsieger erst dann gratulieren, wenn alle rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit der Abstimmung abgeschlossen seien, sagte Lopez Obrador. Ein solches Vorgehen sei "politisch klug". Er habe sowohl zu Amtsinhaber Donald Trump als auch zu Biden ein gutes Verhältnis.

8.11.2020 • 01:01 Uhr

Trump-Team reicht Klage gegen Wahlverlauf in Arizona ein

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump hat eine Klage wegen des Ablaufs der Wahl in Arizona angekündigt. Einigen Wählern im Kreis Maricopa seien von Wahlhelfern fehlerhafte Anweisungen zur Bedienung der Wahlmaschinen gegeben worden, hieß es in der Klageschrift. Diese Fälle könnten entscheidend für den Ausgang der Abstimmung in dem Bundesstaat sein, der elf Wahlleute stellt. Ob das Trump-Team Beweise für die Vorwürfe hat, ist bisher nicht bekannt. Eine Stellungnahme des Biden-Teams oder der örtlichen Behörden liegt nicht vor. Dem Datenanbieter Edison Research zufolge liegt Biden bei der noch laufenden Auszählung in Arizona knapp vor Trump.

8.11.2020 • 00:26 Uhr

Trump nach Golfrunde auf Rückweg zum Weißen Haus ausgebuht

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump ist nach einer kleinen Golfrunde wieder ins Weiße Haus zurückgekehrt. Für die Rückfahrt von seinem Golfclub in Virginia nach Washington wurden die Straßen für seine Wagenkolonne weitgehend geräumt. Doch als er sich dem Weißen Haus näherte, wurde er von Schaulustigen mit Häme empfangen. Es hagelte Buhrufe, einige Menschen zeigten ihm den Mittelfinger, andere skandierten "Verlierer" und andere Schmähworte, als seine Autokolonne vorbeifuhr.

Donald Trump spielt Golf. | AFP

Trump spielte Golf, als ihn die Nachricht von seiner Niederlage gegen Herausforderer Biden ereilte. Bild: AFP

8.11.2020 • 00:08 Uhr

Schäuble: Republikaner sollten Trump Niederlage klarmachen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble erwartet von den Republikanern, dass sie US-Präsident Donald Trump nach der verlorenen Wahl klarmachen, dass er die Niederlage akzeptieren muss. Zwar gebe es grundsätzlich das Recht der juristischen Überprüfung, allerdings müsse man irgendwann seine Niederlage einsehen, sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Alle hätten dies bisher akzeptiert. "Ich hoffe, dass es auch Donald Trump akzeptieren wird. Und wenn er das nicht tut, müssen genügend Republikaner da sein, die ihm sagen: 'Es isch, wie es isch, und jetzt isch over.'" Besorgt blickt Schäuble auf die angespannte Stimmung in USA und den Protest der Trump-Anhänger: "Es ist die Verantwortung der Politiker, mäßigend auf die eigenen Anhänger einzuwirken. Ich werfe Trump vor, dass er die Konflikte anheizt."

7.11.2020 • 23:37 Uhr

Trump wiederholt Wahlbetrug-Vorwurf und spricht von eigenem Sieg

US-Präsident Donald Trump hat auf Twitter erneut den Wahlsieg für sich beansprucht und seinen Vorwurf der Wahlmanipulation wiederholt. "Die Wahlbeobachter durften die Auszählungsräumlichkeiten nicht betreten", schrieb der Amtsinhaber. "Ich habe die Wahl gewonnen und 71 Millionen legale Stimmen erhalten. Es sind schlimme Dinge passiert, die unsere Beobachter nicht sehen durften. So etwas hat es noch nie zuvor gegeben. Millionen von Briefwahlzetteln wurden an Menschen verschickt, die diese nie angefordert hatten."

Trump behauptet seit Tagen, die US-Präsidentenwahl sei an vielen Stellen manipuliert worden. Belege dafür haben aber weder er noch sein Team bislang geliefert. In- und ausländische Wahlbeobachter widersprechen den Vorwürfen. Twitter versah den Tweet von Trump erneut mit dem Hinweis, dass die Behauptung des Wahlbetrugs umstritten sei.

7.11.2020 • 23:21 Uhr

Irakischer Premier will "Herausforderungen gemeinsam bewältigen"

Der irakische Premierminister Mustafa Al-Kadhimi hat dem designierten US-Präsidenten Joe Biden und der designierten US-Vizepräsidentin Kamala Harris zu ihrem Wahlsieg gratuliert. "Ich freue mich darauf, mit Ihnen an der Stärkung der strategischen Bindungen zwischen dem Irak und den Vereinigten Staaten zu arbeiten und dabei auf den gemeinsamen Werten unserer Nationen aufzubauen, um Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen", schrieb Al-Kadhimi auf Twitter.

7.11.2020 • 22:47 Uhr

Bewaffnete Trump-Anhänger demonstrieren in Arizona

Mehrere Hundert Trump-Anhänger haben sich zu einer Protestveranstaltung vorm Arizona State Capitol in der Stadt Phoenix versammelt, um ihren Widerstand gegen den Wahlsieg von Joe Biden zum Ausdruck zu bringen. Unter den Anwesenden befanden sich nach Informationen der "New York Times" mindestens ein Dutzend Männer, die Gewehre bei sich trugen. "Trump sollte nicht nachgeben, wenn er meint, dass es einen Wahlbetrug gegeben hat", sagte ein bewaffneter Demonstrant.

Bewaffnete Anhänger von US-Präsident Trump demonstrieren in Arizona gegen angebliche Wahlmanipulation. | AFP

Die Demonstranten in Phoenix sangen die Nationalhymne und trugen teilweise Waffen bei sich. Bild: AFP

7.11.2020 • 22:34 Uhr

Trumps Sprecherin sieht Feiern für Biden als Corona-Risiko

Kayleigh McEnany, die Sprecherin des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, hat eine dicht gedrängte Siegesfeier von Anhängern Bidens als Corona-Infektionsrisiko bezeichnet. Auf ihrem privaten Account verbreitete sie auf Twitter ein Video der jubelnden Menschenmenge vor dem Weißen Haus in Washington und schrieb: "Wo ist Joe Biden und ruft dazu auf, die massiven Super-Spreader-Events, die in seinem Namen abgehalten werden, zu beenden?"

Das Video, ursprünglich von der CNN-Korrespondentin Caitlan Collins veröffentlicht, zeigt Hunderte jubelnde Menschen an der Nordseite des Weißen Hauses. Die meisten Anwesenden dort trugen einem Reporter der Nachrichtenagentur dpa zufolge jedoch Masken, um das Corona-Infektionsrisiko zu reduzieren.

Der Demokrat Joe Biden hatte Trump häufig dafür kritisiert, trotz der Pandemie große Veranstaltungen abzuhalten, bei denen viele Anwesende keine Masken trugen. Selbst im Weißen Haus, also in geschlossenen Räumen, gab es mehrere Auftritte mit zahlreichen Gästen.

7.11.2020 • 22:25 Uhr

Scholz: Neues Kapitel in den transatlantischen Beziehungen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat dem designierten US-Präsidenten Joe Biden zum Wahlsieg gratuliert. "Jetzt gibt es die Chance, ein neues und spannendes Kapitel in den transatlantischen Beziehungen aufzuschlagen", schrieb Scholz auf Twitter. Die USA blieben der wichtigste und engste Partner Europas. Es gebe viel zu tun. In einem weiteren Tweet gratulierte Scholz der designierten US-Vizepräsidentin Kamala Harris.

7.11.2020 • 22:06 Uhr

Irlands Premier freut sich auf Bidens Heimkehr

Irlands Premierminister Micheál Martin hat Joe Biden, dessen Ururgroßvater aus dem Inselstaat in die USA auswanderte, zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl gratuliert. "Joe Biden war sein ganzes Leben lang ein wahrer Freund dieser Nation, und ich freue mich darauf, in den kommenden Jahren mit ihm zusammenzuarbeiten", twitterte Martin. "Ich freue mich auch sehr darauf, ihn wieder zu Hause willkommen zu heißen, wenn es die Umstände erlauben!"

Im westirischen Ort Ballina, in dem Bidens Ururgroßvater Patrick Blewitt 1832 zur Welt kam, feierten Anwohner trotz coronabedingter Pubschließungen den Wahlsieg. Menschen sangen und jubelten vor einem vor einigen Wochen auf dem Marktplatz errichteten Wandgemälde Bidens.

7.11.2020 • 22:01 Uhr

Schwester der künftigen Vizepräsidentin gratuliert

Maya Harris hat ihrer Schwester, der designierten US-Vizepräsidentin Kmala Harris, auf Twitter gratuliert. "Ich bin so außerordentlich stolz auf dich, Schwesterherz", schrieb sie - und fügte mehrere Herzchen hinzu.

7.11.2020 • 21:49 Uhr

Obama: "Ich könnte nicht stolzer sein"

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat seinem früheren Vizepräsidenten Joe Biden zum Wahlsieg gratuliert. "Ich könnte nicht stolzer sein", schrieb Obama auf Twitter. Nun müsse jeder seinen Beitrag leisten, um "die Temperatur zu senken und um einen gemeinsamen Ausgangspunkt finden, um vorwärts zu kommen".

7.11.2020 • 21:44 Uhr

Ukrainischer Präsident Selenskyj gratuliert Biden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, eine der Schlüsselfiguren im Amtsenthebungsverfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, hat Joe Biden zu dessen Wahlsieg beglückwünscht. "Die Ukraine und die USA haben immer in den Bereichen Sicherheit, Handel, Investitionen, Demokratie und Korruptionsbekämpfung zusammengearbeitet", twitterte Selenskyj. Die Ukraine sei optimistisch, was die Zukunft der strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Ländern angehe. "Unsere Freundschaft wird nur noch stärker!"

Im Juli vergangenen Jahres hatte Trump Selenskyj in einem Telefonat erfolglos dazu gedrängt, wegen fragwürdiger Geschäfte von Bidens Sohn Hunter Ermittlungen anzukündigen. Es war der Beginn der Ukraine-Affäre, die zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führte, das dieser nur dank der Mehrheit seiner Republikaner im Senat überstand.

7.11.2020 • 21:24 Uhr

Biden will offenbar schon am Montag Corona-Expertenrat vorstellen

Der designierte US-Präsident Joe Biden will Medienberichten zufolge schon am Montag einen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorstellen. Dem Sender CNN und der Nachrichtenseite "Axios" zufolge soll es sich um ein zwölfköpfiges beratendes Expertengremium handeln.

Der amtierende Präsident Donald Trump wird noch bis zur geplanten Amtseinführung Bidens am 20. Januar weiter regieren. Biden hatte jedoch schon vor der Wahl erklärt, dass er sich im Falle eines Wahlsiegs umgehend mit Gouverneuren und Bürgermeistern kurzschließen würde, um den Kampf gegen die Corona-Krise voranzutreiben.

Die Pandemie ist in den USA weiter völlig außer Kontrolle. Zuletzt meldeten die Behörden dort im Schnitt rund 100.000 Neuinfektionen pro Tag. Laut Daten der Universität Johns Hopkins ist es in den USA seit Beginn der Pandemie zu 9,8 Millionen bestätigten Infektionen und mehr als 236.000 damit zusammenhängenden Todesfällen gekommen.

7.11.2020 • 21:17 Uhr

Ex-Mitbewerber Sanders gratuliert Biden

Der linke Senator Bernie Sanders hat seinen früheren Rivalen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, Joe Biden und Kamala Harris, zum Wahlsieg gratuliert. Er wünsche ihnen "in diesem unglaublich schwierigen Moment der amerikanischen Geschichte das Beste" bei ihren Bemühungen, das Land zu einen, schrieb Sanders auf Twitter. Sie müssten dafür im Hinblick auf die Wirtschaft, das Soziale, den Umgang mit Minderheiten und die Umwelt ein Programm der "Gerechtigkeit" umsetzen, schrieb er. Nach seinem Ausscheiden um die Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur im Frühjahr unterstützte Sanders den gemäßigteren Demokraten Biden.

7.11.2020 • 21:13 Uhr

Fernseh-Kommentator weint nach Biden-Sieg vor Erleichterung

Nach vier Jahren US-Präsidentschaft von Donald Trump hat die Erleichterung über die Nachricht des Wahlsieges von Joe Biden einen politischen Kommentator des Senders CNN zu Tränen gerührt. Wenige Minuten nach der entscheidenden Nachricht war Van Jones live auf Sendung, als er zu schluchzen begann und unter Tränen hervorstieß, wie erleichtert er darüber sei. "Das ist eine große Sache für uns, nur um etwas Frieden finden zu können und die Chance auf einen Neustart zu haben", sagte der schwarze Fernseh-Kommentator unter anderem. Die Nachricht sei eine Genugtuung für viele, die gelitten hätten. "Das ist ein guter Tag für unser Land."

Jones sprach von einem schlimmer gewordenen Rassismus im Land. "Du gehst in einen Laden und Leute, die Angst hatten, ihren Rassismus zu zeigen, werden ekelhafter und ekelhafter zu dir. Und du hast Angst um deine Kinder, hast Angst um deine Schwester", sagte er. Der 52 Jahre alte Politikwissenschaftler Jones gibt bei CNN seine Einschätzung zu politischen Themen ab und war auch bei der Berichterstattung um die Wahl häufig zu sehen. Biden hat einen verstärkten Kampf gegen Rassismus versprochen.

7.11.2020 • 21:06 Uhr

Biden gewinnt auch im wichtigen Bundesstaat Nevada

Der Demokrat Joe Biden hat bei der US-Präsidentenwahl Hochrechnungen zufolge auch im wichtigen Bundesstaat Nevada gesiegt. Das melden unter anderem die US-Fernsehsender CNN, NBC und Fox News sowie die Nachrichtenagentur AP. Damit sichert sich Biden die Stimmen sechs weiterer Wahlleute und kommt nun insgesamt auf 279 Stimmen. Trump steht unverändert bei 214 Wahlleuten.

7.11.2020 • 20:40 Uhr

Republikanischer Senator Romney gratuliert Biden zum Wahlsieg

Der prominente republikanische Senator Mitt Romney hat den Demokraten Joe Biden und Kamala Harris zu ihrem Wahlsieg gratuliert und sie als Menschen vorbildlichen Charakters bezeichnet. Er und seine Frau Ann würden die beiden als "Menschen guten Willens und bewundernswerten Charakters kennen", schrieb Romney auf Twitter. "Wir beten, dass Gott sie in den kommenden Tagen und Jahren segnen wird", schrieb der gläubige Senator. Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat ist als Kritiker des amtierenden Präsidenten Donald Trump bekannt. Romney war einer der ersten prominenten Republikaner, der Biden zum Sieg gratulierte.

7.11.2020 • 20:08 Uhr

NATO-Chef Stoltenberg will eng mit Biden zusammenarbeiten

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hofft nach dem Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl, die Beziehungen zwischen Nordamerika und Europa weiter verbessern zu können. "Die Führung der USA ist in einer unberechenbaren Welt so wichtig wie eh und je, und ich freue mich auf eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem designierten Präsidenten Biden, der designierten Vizepräsidentin Kamala Harris und der neuen Regierung, um das Band zwischen Nordamerika und Europa weiter zu stärken", sagte Stoltenberg einer Mitteilung zufolge. Eine starke Nato sei dabei gut für Nordamerika und gut für Europa.

7.11.2020 • 20:03 Uhr

Ex-Präsidenten Carter und Clinton gratulieren Biden

Die beiden ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und Jimmy Carter haben Joe Biden zu seinem Wahlsieg gratuliert. "Amerika hat gesprochen und die Demokratie hat gesiegt", schrieb Clinton auf Twitter. Biden und seine Vize Kamala Harris würden die Amerikaner wieder zusammenführen, prophezeite er.

Jimmy Carter, 39. Präsident der USA und ebenso wie Biden und Clinton Demokrat, erklärte, er und seine Frau Rosalynn seien stolz auf den Wahlkampf der beiden und freuten sich über den "positiven Wandel, den sie unserer Nation bringen".

Biden war ein junger Senator, als Carter von 1977 bis 1981 Präsident war. Als Clinton in den 90er Jahren Präsident wurde, war Biden Vorsitzender im Justizausschuss des Senats.

7.11.2020 • 19:18 Uhr

Biden will sich an Nation wenden

Joe Biden will sich nach seinem Sieg an die Nation wenden. Die Ansprache mit der gewählten US-Vizepräsidentin Kamala Harris finde um 2 Uhr Mitteleuropäischer Zeit statt, berichteten mehrere US-Medien, darunter der Sender CNN, unter Berufung auf Bidens Wahlkampfteam.

7.11.2020 • 19:14 Uhr

Auch Fox News ruft Biden zum Sieger aus

Nach Sendern wie CNN und NBC hat auch Fox News den Demokraten Joe Biden zum Sieger der US-Präsidentschaftswahl erklärt. Der konservative Sender, der lange als treuer Lieblingssender des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump galt, ist damit mit den anderen großen Sendern in den USA auf einer Linie.

7.11.2020 • 19:12 Uhr

Merkel freut sich auf Zusammenarbeit mit Biden

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Biden ebenfalls und betonte die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Präsident Biden", twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert als Merkels Reaktion. "Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen."

7.11.2020 • 19:08 Uhr

Steinmeier sendet Gratulationen

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte Biden zum Wahlsieg. "Mit Ihrer Präsidentschaft verbinden sich die Hoffnungen unzähliger Menschen, weit über die Grenzen Ihres Landes hinaus, auch in Deutschland", teilt er mit. "Sie stehen für ein Amerika, das um den Wert von Allianzen und Freunden, von Verlässlichkeit und Vertrauen weiß."

7.11.2020 • 19:06 Uhr

Bidens Anhänger feiern auf den Straßen

Nach der Nachricht vom Wahlsieg von Joe Biden sind Anhänger des Demokraten im ganzen Land in kollektiven Jubel verfallen. In New York City strömten Leute auf die Straßen und feierten spontan mit ihren Nachbarn. Fremde feiern gemeinsam, vorbeifahrende Autos hupten, in den Fenstern und auf der Straße schlugen Anwohner auf Töpfe.

Auch auf der Black Lives Matter Plaza nahe dem Weißen Haus versammelten sich Menschen und hielten Biden-Transparente in die Höhe. In Bidens Heimatort Wilmington in Delaware war der Jubel nach der tagelangen Hängepartie besonders groß. Nahe der Bühne, wo Biden später sprechen soll, kamen zahlreiche seiner Unterstützer zusammen.

Menschen feiern den Wahlsieg von Joe Biden auf den Straßen New Yorks | REUTERS

Menschen feiern den Wahlsieg von Joe Biden auf den Straßen New Yorks. Bild: REUTERS

7.11.2020 • 19:01 Uhr

Hillary Clinton gratuliert Biden und Harris

Die 2016 gescheiterte Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, Hillary Clinton, hat Biden zu seinem Erfolg gratuliert. Er und seine Vizekandidatin Kamala Harris hätten Geschichte geschrieben, erklärte Clinton. Ihr Erfolg sei eine Zurückweisung von Amtsinhaber Donald Trump und ein neues Kapitel für die USA.

Clinton war die erste Frau, die von einer der großen US-Parteien für das höchste Staatsamt nominiert wurde. Sie verlor aber die Wahl 2016, bei der sie landesweit zwar fast drei Millionen Wählerstimmen mehr als Trump erhielt, aber im entscheidenden Wahlleutegremium deutlich hinter dem Republikaner blieb. Harris wird nun die erste Frau im Amt der Vizepräsidentschaft.

7.11.2020 • 18:59 Uhr

Kamala Harris: "Wir haben es geschafft"

Die demokratische Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft, Kamala Harris, verbreitet auf Twitter ein Video, auf dem sie freudestrahlend am Handy erklärt: "We did it, Joe" - "Joe, wir haben es geschafft".

7.11.2020 • 18:38 Uhr

Maas hofft auf "transatlantischen Neuanfang"

Die Bundesregierung hofft nach Bidens Wahlsieg auf eine Verbesserung der transatlantischen Beziehungen. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der nächsten US-Regierung", erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas auf Twitter. "Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal."

7.11.2020 • 18:30 Uhr

Bidens Sieg in Bildern

Der historische Moment, als CNN Biden zum Sieger der Präsidentschaftswahl ausrief:

7.11.2020 • 18:26 Uhr

Biden-Fans strömen zum Weißen Haus

Bidens Anhänger strömen zum Weißen Haus in Washington. Mit einem Hupkonzert und Jubelrufen bewegen sie sich auf den Amtssitz des Präsidenten zu, um Bidens Sieg zu feiern.

Donald Trump hält sich aktuell nicht im Weißen Haus auf. Er ist in seinem Golfclub in Virginia. Dort erreichte ihn die Nachricht vom Sieg seines Rivalen. Trump hatte kurz zuvor in Golfschuhen, einer Windjacke und einer weißen Mütze das Weiße Haus verlassen, um zu golfen. Zuvor hatte er noch über Twitter eine ganze Reihe von haltlosen Vorwürfen abgesetzt, wonach es bei der Wahl zu Betrug gekommen sei. Twitter markierte die Posts mit Warnhinweisen.

Biden hält sich mit seinen engsten Vertrauten und seiner Familie in seinem Haus in Wilmington in Delaware auf.

7.11.2020 • 18:21 Uhr

Deutsche Politiker jubeln über Biden-Sieg

Bidens Sieg hat in Deutschland für Erleichterung gesorgt. "Die Welt atmet auf", schrieb der CDU-Politiker Friedrich Merz auf Twitter. "Mit Ihnen gibt es eine Chance, dass Europa und Amerika wieder besser zusammenarbeiten und gemeinsam für Frieden und Freiheit auf der Welt einstehen."

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil schrieb: "Demokratie ist einfach großartig!"

Auch FDP-Chef Christian Lindner zeigte sich erleichtert: "Es wird nun nicht jede Meinungsverschiedenheit mit den USA verschwinden, aber es gibt die Chance auf einen Neustart der transatlantischen Partnerschaft. Wir Europäer sollten sie nutzen."

Linken-Chefin Katja Kipping schrieb, die Wahl von Joe Biden sei zwar eine gute, wenn auch keine beruhigende Nachricht. Mit Blick auf Trumps Ergebnis schrieb sie: "Knapp die Hälfte der Stimmen bekam ein großmäuliger Lügner, der täglich seine Verachtung für Demokratie, Frauen und alle, die ihm zu widersprechen wagten, gezeigt hat. Donald Trumps Aufruf, das Auszählen der Stimmen zu stoppen, offenbart seine Missachtung gegenüber der Demokratie."

7.11.2020 • 18:15 Uhr

Biden ruft Amerikaner zur Einheit auf

Biden hat die Amerikaner zur Einheit aufgerufen. Es sei Zeit, das Land zusammenzuführen und zu heilen, sagte er in einer Erklärung. "Nun da der Wahlkampf vorbei ist, ist es Zeit, die Wut und die harsche Rhetorik hinter uns zu lassen, und als Nation zusammenzukommen." "Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika", schrieb Biden weiter. "Und es gibt nichts, das wir nicht tun können, wenn wir es zusammen tun." Seinen Rivalen, Amtsinhaber Donald Trump, der seine Niederlage nicht eingestehen will, erwähnte Biden nicht.

7.11.2020 • 18:09 Uhr

Kamala Harris: "Haben viel Arbeit vor uns"

Mit dem Sieg Bidens hat auch Kamala Harris Geschichte geschrieben. Die USA bekommen mit der 56-jährigen Senatorin, wenn der Ausgang der Präsidentschaftswahl formal bestätigt wird, erstmals in ihrer Geschichte eine Vizepräsidentin - und erstmals eine Schwarze als Nummer zwei im Staat.

Die gewählte US-Vizepräsidentin versprach den Amerikanern, sich mit Biden in den Dienst des Landes stellen zu wollen. "Bei dieser Wahl geht es um so viel mehr als um Joe Biden und mich. Es geht um die Seele Amerikas und unsere Bereitschaft, dafür zu kämpfen", schrieb sie auf Twitter. "Wir haben viel Arbeit vor uns. Lasst uns anfangen."

7.11.2020 • 18:01 Uhr

Biden: "Werde Präsident aller Amerikaner sein"

Biden erklärt in einer ersten Reaktion auf Twitter, er sei geehrt. "Vor uns liegt harte Arbeit", schrieb er. "Aber ich verspreche Ihnen Folgendes: Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein."

7.11.2020 • 17:52 Uhr

Trump erkennt Bidens Sieg nicht an

US-Präsident Donald Trump erkennt Bidens Wahlsieg nicht an. In einer Erklärung schrieb er: "Die simple Tatsache lautet: Diese Wahl ist noch lange nicht vorbei." Sein Wahlkampfteam werde am Montag juristische Schritte einleiten. Biden stelle sich fälschlicherweise als Sieger dar, hieß es weiter, ohne Belege für einen etwaigen Betrug zu liefern.

7.11.2020 • 17:28 Uhr

Biden gewinnt Präsidentschaftswahl

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach Angaben von Medien die Wahl gewonnen. Die Sender CNN, NBC, CBS und ABC riefen den früheren Vizepräsidenten zum Sieger des umkämpften Duells mit Amtsinhaber Donald Trump aus. Er wird damit der 46. Präsident der US-Geschichte. Biden siegte im Schlüsselstaat Pennsylvania und kommt somit auf 273 Wahlleute.

Trump hatte schon im Vorfeld angekündigt, das Wahlergebnis mit juristischen Mitteln anfechten und dabei bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen zu wollen. Der Präsident spricht ohne jeden Beleg von massivem Wahlbetrug, mit dem die Demokraten ihm die Wahl "stehlen" wollten. Die Erfolgsaussichten von Klagen des Trump-Teams gelten aber als gering. Trumps Amtszeit läuft noch bis zum 20. Januar.

7.11.2020 • 17:12 Uhr

Trump twittert weiter: Habe Wahl gewonnen

US-Präsident Donald Trump twittert munter weiter. "Ich habe diese Wahl gewonnen, und zwar mit großem Vorsprung", schrieb er in Großbuchstaben. Twitter versah auch diese Botschaft umgehend mit einem Warnhinweis. Darin wird darauf verwiesen, dass zum Zeitpunkt der Nachricht womöglich noch kein Sieger ausgerufen worden sei. Tatsächlich steht ein Gewinner auch vier Tage nach der Wahl noch nicht fest. Biden liegt aber deutlich vorn. Trump führt das auf "massiven Betrug" zurück, hat für seine Vorwürfe aber keinerlei Beweise vorgelegt.

7.11.2020 • 16:45 Uhr

Wahlhelfer nach falschen Betrugsvorwürfen bedroht

Ein Wahlhelfer im Bundesstaat Georgia muss sich verstecken, nachdem Internet-Nutzer ein vielfach geteiltes Video fälschlicherweise so interpretierten, dass er einen Stimmzettel wegwirft. Der Mann erhielt nach Angaben der Wahlleitung zahlreiche Drohungen. Dabei habe er lediglich eine Liste mit Anweisungen weggeworfen, die Wähler oft in den Umschlag steckten, sagte der Wahlleiter in Fulton County, Richard Barron. "Er ist jetzt untergetaucht, weil er bedroht wurde. Ich finde das beschämend." Barron kritisierte, alle persönlichen Informationen des Helfers seien im Internet veröffentlicht worden. Der Mann habe sein Haus verlassen müssen und halte sich nun bei Freunden auf.

7.11.2020 • 16:26 Uhr

Trump kündigt Pressekonferenz an

US-Präsident Donald Trump hat für 17.30 Uhr MEZ in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania eine Pressekonferenz seiner Anwälte angekündigt. "Große Pressekonferenz heute in Philadelphia", schrieb er auf Twitter.

Zugleich setzte er eine Reihe weiterer Tweets ab, die von Twitter mit Warnhinweisen versehen wurden. Vier Tweets wurden wegen unbelegter Behauptungen über Betrug bei der US-Wahl vom Kurzmitteilungsdienst hinter Hinweisen versteckt. Dazu schrieb Twitter: "Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess. "

Trump behauptete unter anderem, "zehntausende Wahlzettel" seien "illegal" nach der Schließung der Wahllokale angenommen worden. Das würde unter anderem den Wahlausgang in Pennsylvania und anderen Schlüsselstaaten ändern, schrieb er. Auch seien Wahlbeobachter seiner Partei nicht in Wahllokale und Auszählzentren zugelassen worden, so Trump. "Böse Sachen sind da drinnen passiert."

7.11.2020 • 15:58 Uhr

13.500 weitere Stimmzettel in Pennsylvania eingetroffen

Als erster US-Bundesstaat hat Pennsylvania heute die Auszählung wieder aufgenommen. In dem Staat im Nordosten kamen laut Datenanbieter Edison Research rund 13.500 weitere Stimmzettel hinzu. Grund ist das dortige Wahlrecht: In Pennsylvania wurden Briefwahlstimmen noch bis gestern 23 Uhr (17 Uhr Ortszeit) angenommen. In anderen Bundesstaaten gilt hingegen der Wahltag als Stichtag.

In Pennsylvania sind 98 Prozent der Wahlzettel ausgezählt, Biden liegt aktuell 28.833 Stimmen vor Trump. Noch müssen rund 98.000 Stimmzettel ausgezählt werden. In dem Schlüsselstaat sind 20 Wahlleute zu vergeben. Wenn Biden in Pennsylvania siegt, hat er die US-Präsidentschaftswahl gewonnen.

Allentown, Pennsylvania: Mitarbeiter vom Lehigh County zählen Stimmzettel für die Präsidentschaftswahl. | dpa

In Pennsylvania wird wieder ausgezählt. Sollte Biden dort gewinnen, hätte er die Präsidentschaftswahl gewonnen. Bild: dpa

7.11.2020 • 14:47 Uhr

Scholz sieht mit Biden Rückkehr zum Multilateralismus

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz würde eine US-Präsidentschaft des Demokraten Joe Biden begrüßen. Es gebe mit Biden eine gute Möglichkeit, zum Multilateralismus zurückzukehren, sagte Scholz in der "Financial Times". "Wir haben so viele Herausforderungen vor uns, aber wir können damit sehr viel erfolgreicher umgehen mit einem Präsidenten Biden", sagte Scholz der Zeitung zufolge.

7.11.2020 • 13:20 Uhr

Hollywood jubelt: "Biden ist auf dem Weg"

Während die Auszählung in den sechs noch offenen US-Bundesstaaten am Wochenende fortgesetzt werden soll, freut sich Hollywood schon über den Vorsprung von Joe Biden. Viele US-Promis hatten sich in den vergangenen Monaten für den demokratischen Herausforderer engagiert und zeigten sich nun erleichtert. Schauspielerin Eva Longoria jubelte auf Twitter "Ja!!! Präsident Biden ist auf dem Weg". Sie würde Tränen vergießen, die Demokratie habe gewonnen.

Zahlreiche Stars riefen Präsident Donald Trump auf, die Niederlage einzuräumen. "Komm schon, Donald. Gib's auf. So wie du es auch mit deinen Casinos, deinen Ehefrauen, deinem Gewicht und Covid-19 getan hast", schrieb "Star Trek"-Schauspieler George Takei.

Ein Video, das von Schauspielern wie Vincent D’Onofrio und Rachel Brosnahan auf Twitter verlinkt wurde, geht viral. In einer abgewandelten Kampfszene aus "Avengers: Endgame" trumpfen Demokraten wie Biden als Captain America, Barack Obama als Black Panther und Bernie Sanders als Doctor Strange gegen Trump als Marvel-Bösewicht Thanos auf.

Schriftsteller T.C. Boyle sprach von aufregenden und zugleich anstrengenden Zeiten. Er hoffe "inbrünstig" darauf, sehr bald einen Grund zum Feiern zu haben - mit Champagner und Freudentänzen in den Straßen.

7.11.2020 • 12:41 Uhr

Warum die EU auf Biden als Präsident hofft

Noch immer ist unklar, wer US-Präsident wird. Die EU hofft auf Biden. Denn Europa hatte es mit den USA in den vergangenen vier Jahren unter Präsident Trump nicht leicht - Stichwort Strafzölle, Subventionsstreit oder Verteidigungsausgaben. Ob es für die EU bei einem Sieg Bidens einfacher würde, hat Ralph Sina, ARD-Korrespondent in Brüssel, untersucht.

7.11.2020 • 12:15 Uhr

Warum dauert die Auszählung so lange?

Vorläufige Wahlzettel sind einer der Hauptgründe, weshalb die Auszählung der US-Präsidentschaftswahl so lange dauert, erläutert ARD-Korrespondent Marcus Schuler.

7.11.2020 • 11:31 Uhr

Iran hofft auf Rückkehr der USA zum Atomdeal

Der Iran hofft, dass die USA im Fall eines Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden zum Wiener Atomabkommen zurückkehren und die geltenden Sanktionen aufheben. "Inschallah (so Gott will) wird eine neue Regierung in den USA zu ihren internationalen Verpflichtungen zurückkehren", sagte Präsident Hassan Ruhani. Die Sanktionen der vergangenen drei Jahre sollten dann umgehend aufgehoben werden, so der Präsident im iranischen Staatsfernsehen.

US-Präsident Donald Trump war 2018 nicht nur aus dem Atomdeal ausgestiegen, der dafür sorgen sollte, dass der Iran sein Atomprogramm nur mit einem niedrigen Urananreicherungsgrad zu zivilen Zwecken nutzt und keine Atombombe bauen kann. Er hatte auch neue Sanktionen gegen das Land verhängt.

Der mögliche neue US-Präsident Biden hatte angekündigt, einen "glaubwürdigen Weg zur Rückkehr zur Diplomatie" mit dem Iran einzuschlagen und das Atomabkommen möglicherweise neu zu verhandeln.

7.11.2020 • 11:06 Uhr

So steht es in den verbleibenden fünf Schlüsselstaaten

In fünf Bundesstaaten, die für die Wahl entscheidend sein können, wird noch gezählt - und überall wird es wohl ein recht knappes Ergebnis. Ein Überblick.

7.11.2020 • 10:36 Uhr

OSZE-Wahlbeobachter: Keine Hinweise auf Betrug in den USA

Der Chef der OSZE-Wahlbeobachtermission für die US-Wahlen, Michael Link, sieht keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. "Es gab keine Hinweise auf systematische Fehler, auf Fälschungen, die geplant waren, auf Betrug oder bewusste Manipulation", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete bei "BILD Live".

Im Hinblick auf die Anschuldigung von US-Präsident Donald Trump, die Auszählung der Briefwahl sei fehlerhaft, stellte Link klar: "Für die Vorwürfe des Präsidenten, das Wahlsystem sei korrupt, die Briefwahl sei nicht glaubwürdig, konnten keine Belege vorgelegt werden."

Link sagte weiter, dass bei den Beobachtungen der Wahl auch Fehler beobachtet wurden, jedoch alle im Rahmen "bei Wahlen normaler" technischer oder menschlicher Fehler. Diese Fehler hätten das Wahlergebnis nicht beeinflusst.

7.11.2020 • 10:31 Uhr

Stand der Dinge: Warten auf die Entscheidung

Seit drei Tagen wartet die Welt darauf, wie der zukünftige US-Präsident heißen wird. Es gibt immer noch keine endgültige Entscheidung, vieles deutet aber darauf hin, dass US-Präsident Trump das Weiße Haus für Biden räumen muss. Bislang vereint Biden 253 Wahlleute auf sich, für Trump sind es 214 Wahlleute. 270 Wahlleute sind für den Sieg nötig.

Offen sind noch fünf Staaten. Dort wird noch ausgezählt. Die Auszählung dauert auch deshalb so lange, weil überdurchschnittlich viele US-Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben.

7.11.2020 • 09:48 Uhr

Bidens Rede im Video

Im Vertrauen auf den Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Biden bei einer Ansprache die Menschen zur nationalen Einheit aufgerufen. "Es ist an der Zeit, dass wir als eine Nation zusammenkommen, um zu heilen", sagte er in seiner Heimatstadt Wilmington im Bundesstaat Delaware.

7.11.2020 • 09:01 Uhr

Biden baut Vorsprung in Georgia aus

In Georgia hat Biden nun einen Vorsprung von 7248 Stimmen, vorher waren es 4395 Stimmen. Ausgezählt sind bislang 99 Prozent. 16 Wahlleute entfallen auf den Bundesstaat.

7.11.2020 • 08:20 Uhr

Ergebnis lässt auf sich warten

In den USA lässt das Ergebnis der Präsidentenwahl immer noch auf sich warten. Um in das Weiße Haus einziehen zu können, werden 270 Wahlleute benötigt. Derzeit kommt Biden auf 253, Trump auf 214. In fünf Bundesstaaten wird noch gezählt.

Biden führt derzeit in Pennsylvania mit 28.833 Stimmen. Ausgezählt sind 96 Prozent der Stimmen. (20 Wahlleute)

In Georgia hat Biden einen Vorsprung von 4395 Stimmen. Ausgezählt sind 99 Prozent. (16 Wahlleute)

In Arizona beträgt Bidens Vorsprung 29.861 Stimmen. Hier sind 97 Prozent der Stimmzettel ausgezählt. (11 Wahlleute)

Biden führt in Nevada mit 22.657 Stimmen. Ausgezählt sind 93 Prozent der Stimmen. (6 Wahlleute)

In North Carolina führt Trump. Sein Vorsprung beträgt 76.515 Stimmen. Bislang sind 98 Prozent der Stimmen ausgezählt. (15 Wahlleute)

7.11.2020 • 06:58 Uhr

Biden ruft US-Bürger zur Einigkeit auf

In seiner Rede hat Biden die US-Bürger zur Einigkeit aufgerufen. "Es ist an der Zeit, dass wir als eine Nation zusammenkommen um zu heilen", sagte Biden bei der Ansprache in seiner Heimatstadt Wilmington im Bundesstaat Delaware.

7.11.2020 • 05:05 Uhr

Biden kündigt schnelle Maßnahmen gegen Corona-Pandemie an

Biden kündigt an, ab seinem ersten Amtstag einen Plan zur Kontrolle der Coronavirus-Epidemie umsetzen zu wollen. "Wir können in den kommenden Monaten viele Leben retten", sagt er. Nach seiner Darstellung verlangsamt sich die wirtschaftliche Erholung in den USA. Biden erwähnt in seiner Rede Trump nicht beim Namen.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in den USA am dritten Tag in Folge einen Rekord erreicht. Bis Freitag wurden mehr als 127.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert, wie die Johns Hopkins-Universität meldete. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1149. Bidens Rede endete nur wenige Minuten, bevor zudem bekannt wurde, dass der Stabschef des Weißen Hauses, Meadows, mit dem Coronavirus infiziert ist.

Joe Biden während seiner Rede mit Kamala Harris. | REUTERS

Joe Biden während der Rede in seiner Heimatstadt Wilmington. Neben ihm steht Kamala Harris. Bild: REUTERS

7.11.2020 • 04:58 Uhr

Biden: Werde mehr als 300 Wahlleute erhalten

Biden zeigt sich bei einer Ansprache siegessicher. Er werde die Wahl in Pennsylvania, Georgia und Arizona gewinnen und sei auf dem Weg, mehr als 300 Wahlleute zugesprochen zu bekommen. Zusammen mit seiner Vize-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris habe er bislang mehr als 74 Millionen Stimmen bekommen - mehr als jedes andere Wahl-Team in der Geschichte des Landes.

7.11.2020 • 10:09 Uhr

Biden baut Vorsprung in Pennsylvania aus

Biden baut seinen Vorsprung in dem bei der Wahl besonders wichtigen Bundesstaat Pennsylvania (20 Wahlleute) aus: Der Datenanbieter Edison Research schreibt ihm nun einen Vorsprung von 27.130 Stimmen zu. Demnach kommt er auf 49,6 Prozent und Trump auf 49,2 Prozent. Ausgezählt sind 96 Prozent der Stimmen.

7.11.2020 • 03:12 Uhr

Trump holt in Arizona weiter auf

In Arizona rückt Trump etwas näher an Biden heran. Dieser liegt dem Datenanbieter Edison Research zufolge noch mit 29.861 Stimmen vorn. Nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen führt Biden demnach mit 49,6 Prozent vor Trump mit 48,7 Prozent.

7.11.2020 • 02:52 Uhr

Auch um zweiten Senatssitz in Georgia wird Stichwahl nötig

Auch über den zweiten Senatssitz in Georgia muss dem Datenanbieter Edison Research zufolge per Stichwahl am 5. Januar entschieden werden. Dabei werde der republikanische Amtsinhaber David Perdue gegen den Demokraten Jon Ossoff antreten. In dem Staat findet bereits ein Stechen statt, bei dem der Demokrat Raphael Warnock die Republikanerin Kelly Loeffler aus dem Amt drängen will. Die Abstimmungen könnten darüber entscheiden, ob die Demokraten die Macht in der Kongresskammer und damit im ganzen Parlament übernehmen. Im Repräsentantenhaus haben sie ihre Mehrheit verteidigt.

7.11.2020 • 02:44 Uhr

Oberstes US-Gericht: Spät eingegangene Stimmzettel separat zählen

In seiner ersten Entscheidung nach der Präsidentenwahl hat das Oberste Gericht der USA verfügt, dass im Bundesstaat Pennsylvania die nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Stimmzettel getrennt aufbewahrt und ausgezählt werden müssen. Das macht es einfacher, sie nicht bei der endgültigen Auszählung zu berücksichtigen, wenn sie für ungültig erklärt werden sollten. Der Richter Samuel Alito traf die Eilentscheidung auf Antrag der Republikaner. Die Behörden hatten die Stimmzettel allerdings bereits getrennt gesammelt. In dem Streit geht es um per Post verschickte Stimmzettel, die binnen drei Tagen nach dem Wahltag am 3. November eintreffen. In Pennsylvania sollen sie noch berücksichtigt werden.

7.11.2020 • 00:45 Uhr

Trump warnt Biden vor Beanspruchung des Wahlsiegs

Donald Trump hat seinen Kontrahenten Joe Biden davor gewarnt, sich als Sieger der Abstimmung auszurufen. "Joe Biden sollte das Amt des Präsidenten nicht zu Unrecht beanspruchen. Ich könnte diese Behauptung auch machen. Gerichtsverfahren beginnen gerade erst!", schrieb Trump bei Twitter. Biden führt während der noch laufenden Auszählung in einer Reihe entscheidender Bundesstaaten. Noch aber hat kein großer TV-Sender oder die Nachrichtenagentur AP einen Sieger ausgerufen. Biden hat für den Abend eine Rede an die Nation angekündigt.

7.11.2020 • 00:13 Uhr

Republikaner in Georgia: Stimmenauszählung verläuft ordnungsgemäß

Im extrem knappen Rennen in Georgia läuft die Stimmenauszählung nach Einschätzung führender Republikaner in dem Südstaat korrekt ab. Dafür werde der für das Wahlprozedere zuständige Minister in Georgia, Brad Raffensperger, schon sorgen, hieß es in einer Erklärung von Gouverneur Brian Kemp und seinen Parteikollegen. Tags zuvor brachte Präsident Donald Trump haltlose Vorwürfe des groß angelegten Wahlbetrugs vor, ohne Details oder Beweise zu nennen. Mit Blick auf Georgia behauptete er zudem, das Wahlsystem in Georgia werde von Demokraten gesteuert. Dabei ist der mit den Wahlabläufen betraute oberste Funktionär ein Republikaner, dem Trump seine Unterstützung bekundet hatte.