In Georgia werden weiterhin Stimmen ausgezählt. | AFP
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Liveblog zur US-Wahl ++ Trumps Vorsprung in Georgia schrumpft ++

Stand: 05.11.2020 05:35 Uhr

OSZE-Wahlbeobachter kritisieren die von US-Präsident Trump erhobenen Wahlbetrugsvorwürfe. In Georgia schrumpft dessen Vorsprung. Er geht derweil in mehreren Bundesstaaten juristisch gegen die Auszählungen vor. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Trump klagt in Pennsylvania, Wisconsin, Georgia und Michigan
  • OSZE-Wahlbeobachter fordern Auszählung aller Stimmen
  • Biden drei Millionen Stimmen mehr als Trump - neuer Rekord
  • Scholz fordert Trump zur Anerkennung der Wahl auf
  • Biden überholt Trump in Michigan
  • Nevada informiert erst am Donnerstag über Auszählung
5.11.2020 • 05:35 Uhr

Australischer Premier vertraut auf Demokratie in den USA

Der australische Premierminister Scott Morrison betrachtet den langen Auszählungsprozess und das dadurch verzögerte Wahlergebnis in den USA als Zeichen der Demokratie. Eine große Wahl mit der historisch größten Wahlbeteiligung zu haben, sei ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie, sagte Morrison. Er vertraue den US-Institutionen und warte das Ergebnis ab. "Ich habe nicht die Ungeduld wie andere, wenn es darum geht, zu einem Ergebnis zu kommen (...) Ich denke, es ist wichtig, einfach geduldig zu sein." Mit Blick auf die Demokratie in den USA sagte Morrison, sie habe die Herausforderungen der vergangenen Jahrhunderte überstanden und er zweifele nicht an ihrer Bewahrung. Die USA blieben ein großartiger Partner für Australien. Die beiden Länder sind Handelspartner.

5.11.2020 • 03:58 Uhr

Filzstifte sorgen für Unruhe bei Abstimmung in Arizona

Während US-Staaten nach und nach die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl bekannt geben, behaupten einige Nutzer sozialer Medien, in Arizona würden Stimmen für ungültig erklärt. Die angeblichen Schuldigen: Filzstifte. Mit #Sharpiegate ("Sharpie" ist der Name einer Filzstift-Marke) versehene Beiträge in sozialen Medien legten nahe, dass Wahlbeamte im Bezirk Maricopa insbesondere Wählern von Präsident Donald Trump Filzstifte gegeben hätten, die bei der automatischen Auszählung angeblich Probleme bereiteten. Wahlbeamte in Arizona teilten jedoch mit, Filzstifte hätten keinen Einfluss auf die automatische Auszählung, und falls es Probleme gebe, würden Stimmen nicht einfach wegfallen.

5.11.2020 • 03:45 Uhr

Trumps Vorsprung in Georgia schrumpft

Zwischenstand bei den ausstehenden Auszählungen von Edison Research: In Arizona führt Biden mit 50,7 Prozent der Stimmen vor Trump mit 47,9 Prozent. Auch in Nevada liegt der Demokrat mit 49,3 Prozent zu 48,7 Prozent vorn. Trumps Vorsprung in Georgia schrumpft demnach: Er liegt nur noch mit 49,8 Prozent zu 49,0 Prozent vor Biden. In dem Bundesstaat sind inzwischen 95 Prozent der Stimmen ausgezählt.

In Pennsylvania sind 88 Prozent der Stimmen ausgezählt, teilt Edison Research weiter mit. Trump liegt demnach mit 50,9 Prozent vor Biden, der demnach auf 47,8 Prozent kommt.

5.11.2020 • 02:48 Uhr

Australischer Buchmacher zahlt bereits Wetten auf Biden-Sieg aus

Ein australischer Buchmacher hat nach eigenen Angaben trotz des andauernden Kopf-an-Kopf-Rennens bei der US-Präsidentschaftswahl bereits umgerechnet rund 14 Millionen Euro an Kunden ausgezahlt, die auf Joe Biden als Sieger gewettet haben. "Wir haben größtes Vertrauen, dass Biden im Oval Office landen wird", sagt ein Sprecher des Wettanbieters Sportsbet. Es seien mehr als 100.000 Wetten auf einen Sieg des Herausforderers von Amtsinhaber Donald Trump ausbezahlt worden.

5.11.2020 • 02:12 Uhr

Trump-Unterstützer in Michigan fordern Auszählungsstopp

Dutzende Unterstützer von US-Präsident Donald Trump haben nach der US-Wahl einen Auszählungsstopp der Stimmen in Michigan gefordert. "Stoppt die Auszählung!" und "Stoppt die Abstimmung!", riefen wütende Protestierende vor und im TCF Center in Detroit, wo Stimmen aus Michigan ausgezählt wurden, wie auf Videos von lokalen Medien zu sehen war. Polizisten hielten sie davon ab, in den Auszählungsbereich vorzudringen. Der Protest in Detroit begann kurz bevor US-Medien den Demokraten zum Sieger der Präsidentschaftswahl in Michigan erklärte. Der Staat war heiß umkämpft und bringt Biden einem Einzug ins Weiße Haus deutlich näher.

5.11.2020 • 00:32 Uhr

Trump beansprucht Wahlsieg in vier Staaten per Tweet für sich

Donald Trump hat am Nachmittag (Ortszeit) den Sieg in vier Staaten mit bis dahin unklarem Wahlausgang für sich beansprucht. Pennsylvania, Georgia, North Carolina und Michigan sind zwischen ihm und seinem Kontrahenten Joe Biden heiß umkämpft. Nach Zählung CNNs stand Biden allerdings am Abend als Wahlsieger in Michigan fest. In den anderen drei Staaten war das Rennen noch offen. Trump twitterte, er beanspruche mit Blick auf die Stimmen der Wahlleute Pennsylvania, das bei der Auszählung keine Beobachter erlaube - was faktisch falsch ist -, Georgia und North Carolina für sich. In jedem dieser Staaten liege er mit großem Abstand in Führung. "Zusätzlich beanspruchen wir den Staat Michigan falls es tatsächlich eine große Zahl heimlich weggeworfener Stimmzettel gab, wie weithin berichtet wurde!" Auch dieser Vorwurf ist unbelegt, wurde nicht "weithin berichtet", und die Wahlaufseher in Michigan wiesen jeglichen Versuch des Wahlbetrugs als unbegründet zurück.

4.11.2020 • 22:29 Uhr

Biden: Haben genug Stimmen für Präsidentschaft

Biden rechnet mit einem Sieg bei der US-Wahl. "Jetzt, nach einer langen Nacht des Zählens ist es klar, dass wir genug Staaten gewinnen, um 270 Wahlstimmen zu erreichen, die erforderlich sind, um die Präsidentschaft zu gewinnen", sagte Biden in Wilmington (Delaware). Er betonte dabei, dass er den Sieg noch nicht offiziell für sich reklamieren wolle. Doch sein Team glaube, dass er die Abstimmung gewinnen werde.

4.11.2020 • 22:20 Uhr

Biden gewinnt Michigan

Laut CNN siegt Biden in Michigan und gewinnt 16 weitere Wahlleute.

4.11.2020 • 22:06 Uhr

Bei Patt kann sogar Kongress entscheiden

Was passiert eigentlich, wenn es ein Patt zwischen Trump und Biden gibt? Möglich wäre sogar, dass der US-Kongress entscheidet, wer Präsident wird, erklärt Stefan Niemann, ARD-Korrespondent in Washington.

4.11.2020 • 21:56 Uhr

OSZE-Wahlbeobachter fordern Auszählung aller Stimmen

Die internationalen Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) fordern, dass alle abgegebenen Stimmen der Präsidentschaftswahl ausgezählt werden. "Niemand sollte das Recht der Bürger zu wählen einschränken", sagt der Leiter der OSZE-Mission, der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Link. Die Wahlbeobachter werfen in ihrer vorläufigen Beurteilung der Wahl US-Präsident Donald Trump vor, mit öffentlichen Äußerungen das Vertrauen in den demokratischen Wahlprozess geschwächt zu haben. Die OSZE-Mission will ihre Arbeit bis zum Ende des Wahlprozesses fortsetzen. Die Organisation überwacht und beurteilt in vielen Staaten, ob bei Wahlen demokratische Standards eingehalten werden.

4.11.2020 • 21:49 Uhr

ARD-Brennpunkt zur US-Wahl

Der ARD-Brennpunkt zur US-Präsidentschaftswahl zum Nachschauen.

4.11.2020 • 21:45 Uhr

Biden mit neuem Rekord an absoluten Stimmen

Bei den absoluten Stimmen hat Biden den bisherigen Höchstwert übertroffen, den Barack Obama bei der Präsidentschaftswahl 2008 aufgestellt hat. Laut Nachrichtenagentur AP kommt Biden auf mehr als 70 Millionen Stimmen. Für Obama stimmten 2008 rund 69,5 Millionen Amerikaner. Die absolute Zahl der Stimmen ist allerdings nicht entscheidend für das Rennen um das Weiße Haus. Entscheidend ist, wer sich die meisten Wahlleute in den Bundesstaaten sicher kann. Bislang hat Trump rund drei Millionen weniger absolute Stimmen als Biden. Die Auszählung dauert noch weiter an.

4.11.2020 • 21:31 Uhr

Trump will Stimmauszählung in Pennsylvania stoppen

Das Trump-Lager ruft immer mehr Gerichte an. Nach Wisconsin und Michigan geht der US-Präsident auch in Pennsylvania juristisch gegen die Stimmauszählung vor. Trump zog im umkämpften Bundesstaat vor Gericht, um die Stimmauszählung dort zu stoppen. Sein Wahlkampfteam erklärte, per Klage eine Aussetzung der Auszählung erreichen zu wollen. Das Wahlkampfteam sprach von mangelnder "Transparenz" in den Wahllokalen.

4.11.2020 • 21:14 Uhr

Scholz fordert Trump zur Anerkennung der Wahl auf

Vizekanzler Olaf Scholz hat US-Präsident Trump zur Anerkennung des noch ausstehenden Ergebnisses der Präsidentenwahl aufgefordert. "Es muss jetzt ausgezählt werden, nach Verfahren, die vorher festgelegt worden sind. Und zur Demokratie gehört es, dass man das Wahlergebnis akzeptiert. Das sollte auch für amtierende Präsidenten so sein", sagte Scholz in der ARD.

Zuvor hatte bereits Außenminister Heiko Maas alle US-Politiker aufgefordert, in der Bevölkerung für die Anerkennung des Ergebnisses zu werben. Kanzlerin Angela Merkel hat sich noch nicht zur US-Wahl geäußert.

4.11.2020 • 20:58 Uhr

Trump klagt auch gegen Stimmauszählung in Michigan

US-Präsident Trump ist gegen eine weitere Stimmauszählung vor Gericht gezogen. Sein Wahlkampfteam erklärte, einen vorläufigen Stopp der Auszählung in Michigan beantragt zu haben. Michigan im Mittleren Westen ist einer der wenigen Bundesstaaten, in denen noch kein Sieger feststeht. Nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen führt Biden laut CNN mit 52,6 Prozent vor Trump mit 45,4 Prozent.

4.11.2020 • 20:16 Uhr

Biden gewinnt in Wisconsin

Biden hat den umkämpften US-Bundesstaat Wisconsin gewonnen. Der Demokrat siegte mit 49,4 Prozent der Stimmen vor Trump mit 48,8 Prozent. Damit sicherte sich Biden zehn Wahlleute.

Trump will das Wahlergebnis Wisconsin anfechten. Er verlange eine Neuauszählung der Stimmen, erklärte sein Wahlkampfmanager Bill Stepien. Es lägen Berichte über Unregelmäßigkeiten in mehreren Bezirken in Wisconsin vor. Es bestünden daher "ernste Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse".
Da der Abstand weniger als einen Prozentpunkt beträgt, kann eine Neuauszählung beantragt werden.

4.11.2020 • 20:09 Uhr

Die aktuellen Zahlen

Um US-Präsident zu werden, muss sich ein Kandidat mindestens die Stimmen von 270 Wahlleuten aus den Bundesstaaten sichern. Inzwischen stehen nur noch die Ergebnisse weniger Bundesstaaten aus: Alles deutet auf einen extrem knappen Wahlausgang hin. So steht es aktuell im Rennen um die US-Präsidentschaft.

4.11.2020 • 19:49 Uhr

Eine Wahlperson in Maine geht an Trump

US-Präsident Trump hat sich laut Nachrichtenagentur AP in Maine eine weitere Stimme der Wahlleute gesichert. In dem Bundesstaat gehen wie in Nebraska nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner. Zuvor hatte sich Herausforderer Biden die übrigen drei Wahlleute gesichert.

4.11.2020 • 19:34 Uhr

"Demoskopen haben Trumps Wählerpotenzial unterschätzt"

Die Wahlforscher haben das Wählerpotenzial von Trump unterschätzt, glaubt ARD-Korrespondentin Sandra Ratzow. Das Trauma von 2016 habe sich wiederholt. "Das ist keine Sternstunde für die Demoskopen".

4.11.2020 • 19:15 Uhr

Trump will Wisconsin neu auszählen lassen

Trumps Wahlkampfteam will möglicherweise eine Neuauszählung der Stimmen im hart umkämpften US-Staat Wisconsin beantragen. Wahlkampfmanager Bill Stepien kritisierte, in mehreren Bezirken in Wisconsin sei es zu "Unregelmäßigkeiten" gekommen, "die ernsthafte Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse wecken".

Die Bekanntgabe des Ergebnisses in Wisconsin verzögert sich. Es gebe nur zwei kleine Ortschaften mit zusammen 600 Einwohnern, deren Stimmen noch nicht erfasst seien, teilte die Wahlkommission mit. Eine Mitarbeiterin der Kommission sagte CNN, die Stimmen würden auf Bezirksebene und im ganzen Staat doppelt geprüft, um Fehler auszuschließen.

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen führt Biden mit 49,4 Prozent vor Trump mit 48,8 Prozent. Da der Abstand weniger als einen Prozentpunkt beträgt, kann eine Neuauszählung beantragt werden. Der Bundesstaat hat zehn Wahlleute zu vergeben.

4.11.2020 • 19:03 Uhr

Kopf-an-Kopf-Rennen in Georgia

In Georgia müssen noch rund eine Viertelmillion Stimmen gezählt werden, bis das Ergebnis in dem Bundesstaat bekannt gegeben wird. Laut Staatssekretär Brad Raffensperger sind noch 200.000 Wahlzettel sowie 40.000 bis 50.000 vorzeitig abgegebene Stimmen zu erfassen. Die Verifizierung der Stimmzettel benötige viel Zeit.

Trump hat in der vergangenen Nacht bereits einen Sieg in Georgia für sich beansprucht und gesagt, es seien nur noch 107.000 Stimmen zu zählen. Die Nachrichtenagentur AP meldete, es zeichne sich ein so knappes Ergebnis ab, dass noch keine Entscheidung verkündet werden könne. In denjenigen Bezirken, in denen die Stimmenauszählung noch andauere, zeichne sich ein gutes Abschneiden für Biden ab.

4.11.2020 • 18:44 Uhr

Sechsmal so viele Tweets wie bei Wahl 2016

Twitter-Nutzer haben mehr als 570 Millionen Tweets zur US-Präsidentenwahl verfasst. Das teilte die auf die Beobachtung von Online-Netzwerken spezialisierte Firma Visibrain mit. Fast zehn Millionen Tweets wurden demnach allein in den vergangenen 24 Stunden abgesetzt. Den Angaben zufolge sind das sechsmal so viele Twitter-Botschaften wie bei der US-Wahl vor vier Jahren.

4.11.2020 • 18:31 Uhr

Mehrheit für Biden in Maine

Drei von vier Wahlleuten im Bundesstaat Maine gehen an Biden. Er kommt damit insgesamt auf 227 Wahlleute, Trump auf 213.

Stimmauszählung in Maine | CJ GUNTHER/EPA-EFE/Shutterstock

Maine und Nebraska sind die einzigen Bundesstaaten, in denen die Stimmen nicht vollständig an den Sieger gehen. Bild: CJ GUNTHER/EPA-EFE/Shutterstock

4.11.2020 • 18:26 Uhr

Trudeau: Wir beobachten Wahlverlauf sorgfältig

Die Regierung im nördlichen Nachbarland Kanada verfolgt den Verlauf der Stimmauszählungen bei der US-Präsidentenwahl nach Angaben von Premierminister Justin Trudeau aufmerksam. "Wie jeder weiß, ist der Wahlprozess in den USA im Gang", so der liberale Premierminister laut kanadischen Medienberichten. "Wir beobachten das sorgfältig und werden das auch im Verlauf des Tages und der Tage weiter machen." Bereits vor der Wahl hatte Trudeau gesagt, Kanada bereite sich auf mögliche "Störungen" nach der Präsidentenwahl im Nachbarland vor.

4.11.2020 • 17:51 Uhr

McConnell: Noch unklar, wer Präsident wird

Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hält die Präsidentenwahl noch nicht für entschieden. "Wir wissen noch nicht, wer das Rennen um die Präsidentschaft gewonnen hat", sagte der Trump-Vertraute. McConnell erklärte zudem, dass er Trumps Ankündigung, den Kampf um die Wahl vor Gericht fortzusetzen, für unproblematisch halte. Bei einem knappem Wahlergebnis "ist das schon früher passiert und könnte auch dieses Mal passieren". "Vor Gericht zu gehen, ist der Weg, wie wir Unsicherheiten auflösen", so McConnell.

Der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell | AP

Der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell hält Trumps Ankündigung, den Kampf um die Wahl vor Gericht fortzusetzen, für unproblematisch. Bild: AP

4.11.2020 • 17:25 Uhr

Biden plant Rede an die Nation

Biden wird sich voraussichtlich mit einer Ansprache an das amerikanische Volk wenden. Das kündigt seine Wahlkampfmanagerin für den heutigen Tag an.

4.11.2020 • 17:04 Uhr

Gouverneur: "Stresstest für die Demokratie"

Der Gouverneur im US-Staat Pennsylvania, Tom Wolf, hat die langsame Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl als einen "Stresstest für die Demokratie" bezeichnet. Er werde alles tun, um sicherzustellen, dass jede Stimme in seinem Bundesstaat gezählt werde. An die Bürgerinnen und Bürger gerichtet sagte Wolf: "Eure Stimme macht bei dieser Wahl einen Unterschied aus." Er werde sich gegen jeden Versuch stellen, die Wahl in Pennsylvania anzugreifen.

4.11.2020 • 17:04 Uhr

Biden zeigt sich weiter siegessicher

Biden ist weiter siegessicher. Das sagte seine Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillon. "Joe Biden ist auf dem Weg, diese Wahl zu gewinnen und er wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein", sagte sie. Die ausstehenden Ergebnisse würden seinen Sieg wohl bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) klar zeigen. Es sei wichtig, dass alle Stimmen weiter in Ruhe ausgezählt würden.

4.11.2020 • 16:27 Uhr

Trump deutet erneut Unregelmäßigkeiten an

Trump hat erneut suggeriert, dass die Auszählung nicht mit rechten Dingen zugehe. "Vergangene Nacht habe ich geführt, oft deutlich, in vielen Staaten, die auf fast allen Ebenen von Demokraten geführt werden", schrieb der US-Präsident auf Twitter. "Dann, einer nach dem anderen, sind sie auf magische Weise verschwunden, als Überraschungs-Wahlzettel gezählt wurden. SEHR SELTSAM."

4.11.2020 • 16:16 Uhr

Weiße Evangelikale wieder für Trump

Protestantische Christen und weiße Evangelikale sind Trump treu geblieben. Laut einer Nachwahlumfrage des Instituts "Edison Research" haben 76 Prozent von ihnen für Trump gestimmt und 23 Prozent für Biden. Weiße Evangelikale stellten insgesamt 27 Prozent der Wählerinnen und Wähler. Wähler ohne Religion entschieden sich nur zu 36 Prozent für Trump und zu 58 Prozent für Biden.

Trump hat der Umfrage zufolge die Mehrheit der weißen Stimmen bekommen (57 Prozent). Schwarze stimmten danach zu 87 Prozent für Biden und Latinos zu 66 Prozent. Wohlhabende stimmten eher für Trump als für Biden, hieß es weiter. Verheiratete Wähler stimmten zu 54 Prozent für Trump und zu 44 Prozent für Biden.

4.11.2020 • 16:03 Uhr

Viele Briefwahl-Stimmen in Philadelphia noch nicht ausgezählt

Die Stadtverwaltung von Philadelphia teilt mit, dass von 351.069 Briefwahl-Stimmen bislang rund 141.000 ausgezählt sind. Die Auszählung werde so schnell wie möglich abgeschlossen, sagt Stadtkommissarin Lisa Deeley, ohne einen Zeithorizont zu nennen. Unter den Briefwahl-Stimmen seien auch welche, die nach Schließung der Wahllokale eingegangen seien. Philadelphia liegt in Pennsylvenia. Der Staat könnte am Ende den Ausschlag geben. Erfahrungen zufolge tendieren Briefwähler eher zu den Demokraten.

4.11.2020 • 15:44 Uhr

Biden weit mehr Stimmen als Trump

Biden hat bislang landesweit gut 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Amtsinhaber Trump. Diese absolute Zahl der Stimmen ist aber nicht entscheidend für das Rennen um das Weiße Haus. Nach US-Medienberichten entfielen bislang mindestens 68,9 Millionen Stimmen auf Biden und 66,3 Millionen auf Trump.

Der Leiter des Statistikportals "FiveThirtyEight", Nate Silver, glaubt, dass Biden auch die bisherige Höchstzahl von absoluten Stimmen bei einer US-Präsidentschaftswahl übertreffen wird. Diesen Wert erzielte Barack Obama bei seiner ersten Wahl 2008 mit rund 69,5 Millionen Stimmen. Die Wahlbeteiligung dürfte klar höher sein als vor vier Jahren. 2016 nahmen 139 Millionen Bürgerinnen und Bürger an der Wahl teil.

4.11.2020 • 15:28 Uhr

Führungswechsel in Michigan

In Michigan hat sich das Blatt gedreht. Nun liegt Biden knapp vor Trump. Laut Edison Research kommt Trump nach Auszählung von 89 Prozent der Stimmen auf 49,1 Prozent und Biden auf 49,2 Prozent. Nach Auszählung von 79 Prozent der Stimmen war Trump noch auf 52 Prozent gekommen, Biden auf 47 Prozent.

4.11.2020 • 15:11 Uhr

Auf diese Staaten kommt es jetzt an

Die Entscheidung über den nächsten US-Präsidenten hängt nun an wenigen Bundesstaaten: Pennnsylvania, Michigan, Wisconsin, North Carolina, Georgia und Nevada.

In Pennnsylvania dürfen Briefwahlunterlagen erst am Wahltag erfasst und ausgezählt werden, weshalb das Ergebnis auf sich warten lässt. Gouverneur Tom Wolf erklärte, es müssten noch rund eine Million Stimmen ausgezählt werden - vor allem Briefwahlstimmen, die wohl eher für Biden ausfallen. In Michigan begann die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen erst kurz vor der Wahl. Es stehen noch viele Stimmen aus größeren Städten wie Detroit aus, was Experten als gutes Zeichen für Biden werten. In Wisconsin deutet vieles auf ein extrem knappes Rennen hin. Briefwahlunterlagen durften auch dort erst am Wahltag erfasst und ausgezählt werden. Eine Bekanntgabe des Ergebnisses noch heute gilt als wahrscheinlich.

In North Carolina deutet der bisherige Auszählungsstand auf ein sehr knappes Ergebnis hin. Resultate werden auch heute noch erwartet. In Georgia musste die Auszählung in einem wichtigen Bezirk wegen eines Wasserrohrbruchs in einem großen Wahllokal unterbrochen werden. Dennoch werden die Ergebnisse heute noch erwartet. Die Wahlbehörde in Nevada erklärte, dass es erst am Donnerstag wieder ein Update zum Stand der Auszählung geben werde. Arizona wird von Fox News bereits Biden zugeschrieben. 86 Prozent sind ausgezählt - Biden liegt 3,4 Punkte vor Trump.

4.11.2020 • 14:50 Uhr

Wahlchefin in Michigan fordert "Geduld"

Die Verantwortliche für die Durchführung der Wahl im womöglich entscheidenden US-Bundesstaat Michigan hat von den Kandidaten angesichts der laufenden Auszählung Geduld gefordert. Es seien nun "Vorsicht" und "Geduld" geboten, um "den Willen der Wähler zu respektieren", sagte die demokratische Staatssekretärin Jocelyn Benson auf CNN. Es stünden vor allem aus den größeren Städten noch Hunderttausende Stimmen aus. Sie rechne im Laufe des Tages mit deutlich mehr Klarheit, sagte Benson.

Nach Auszählung von 86 Prozent der Wählerstimmen liegt Trump laut Edison Research mit 49,4 Prozent knapp vor Biden, auf den 48,9 Prozent der Stimmen entfallen. Trump hatte die 16 Wahlleute des Bundesstaats 2016 mit hauchdünner Mehrheit gewonnen. Die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen begann in Michigan erst kurz vor der Wahl, daher war eine Verzögerung bei den Ergebnissen erwartet worden. Umfragen vor der Wahl hatten nahegelegt, dass die Briefwähler sich mehrheitlich für Biden entscheiden würden.

Jocelyn Benson (Archivbild 25.9.2020) | AP

Jocelyn Benson hat die beiden Kandidaten um Geduld gebeten. Bild: AP

4.11.2020 • 14:37 Uhr

Wettanbieter glaubt an Biden-Sieg

Beim britischen Online-Wettanbieter Smarkets dreht sich der Trend. Die Chancen auf einen Wahlsieg Trumps werden nur noch auf 21 Prozent taxiert, die Wahrscheinlichkeit eines Siegs von Biden liegen bei 78 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Monaten.

4.11.2020 • 14:26 Uhr

Fassungslosigkeit in deutscher Politik

Donald Trumps Verhalten nach der US-Wahl hat in Deutschland parteiübergreifend Entsetzen und Fassungslosigkeit hervorgerufen. Vizekanzler Scholz erinnerte an demokratische Grundsätze, FDP-Chef Lindner zeigte sich bestürzt, Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer sprach von einer "explosiven Situation". Die deutschen Reaktionen auf die US-Wahl im Überblick.

4.11.2020 • 13:55 Uhr

Biden in Wisconsin vor Trump

In Wisconsin hat sich Joe Biden vor Donald Trump geschoben. Laut Edison Research kommt der Demokrat nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen auf 49,5 und Trump auf 48,8 Prozent.

4.11.2020 • 13:44 Uhr

Le Pen hofft auf Wiederwahl Trumps

Nach Ansicht der rechtspopulistischen französischen Politikerin Marine Le Pen wäre Donald Trump Wiederwahl besser für Frankreich als ein Sieg von Joe Biden. Trump stehe für die Rückkehr des Patriotismus, die Rückkehr der Grenzen und die Rückkehr der Souveränität, sagte Le Pen. Die 52-Jährige steht an der Spitze der rechten Sammlungsbewegung "Rassemblement National".

4.11.2020 • 13:36 Uhr

Prominente in den USA reagieren besorgt

Zahlreiche Prominente in den USA haben in der Wahlnacht auf Donald Trumps Siegeserklärung noch vor Ende der Stimmenauszählung reagiert. "Was er gerade tut, ist mehr als gefährlich", schrieb Schauspieler Patton Oswalt auf Twitter. "Wir müssen auf die Auszählung von Millionen Briefwahlstimmen warten", forderte Oscar-Preisträgerin Charlize Theron. "Unsere Demokratie beruht auf dem Recht zu wählen und dem Glauben, dass jede Stimme zählt", schrieb die Schauspielerin auf Twitter.

Trump habe Angst, denn er wisse, dass er die Wahl verlieren wird, schrieb Komiker Josh Gad. "Wenn er den Versuch wagt, diese Wahl zu stehlen, bevor jede Stimme ausgezählt ist, werden wir in Massen auf die Straße gehen." Bis zur letzten Stimme müssten alle Wahlzettel ausgezählt werden, mahnte Komiker und Moderator James Cordon. Atmet einfach weiter, empfahl er auf Twitter. "Das kann eine Weile dauern." Man dürfe es Trump nicht erlauben, sich noch in der Nacht zum Sieger zu küren, sagte die Sängerin und Schauspielerin Bette Midler. "Wer heute besorgt aufwacht, ist damit nicht allein", twitterte Rapper Common. Aber bessere Zeiten stünden bevor, sagte der Unterstützer von Joe Biden mit hoffnungsvollem Blick auf einen möglichen Wahlsieg des Demokraten.

4.11.2020 • 13:23 Uhr

Nevada informiert vorerst nicht mehr über Stand der Auszählung

 Die Wahlbehörde im US-Bundesstaat Nevada hat angekündigt, erst am 5. November ab 09.00 Uhr (18 Uhr MEZ) wieder über den Stand der Auszählung zu informieren. Zuletzt lagen beide Kandidaten dort fast gleichauf. Es geht in Nevada um insgesamt 6 Wahlleute.

4.11.2020 • 13:12 Uhr

Söder warnt vor Eindruck verlorener Wählerstimmen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich tief besorgt über die Vorgänge rund um die US-Präsidentschaftswahl geäußert. "Es sollten alle Stimmen zählen in den USA. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass per Gericht bestimmte Stimmen nicht mehr zählen.", sagte Söder in München. "Juristische Fragen" sollten nicht während des noch laufenden demokratischen Prozess geklärt werden, sondern erst später.

4.11.2020 • 12:23 Uhr

Verstorbener Kandidat in Lokal-Parlament in North Dakota gewählt

In North Dakota ist ein im Oktober nach einer Corona-Infektion verstorbener Kandidat ins das örtliche Parlament des Bundesstaates gewählt worden. David Andahl blieb auf dem Wahlzettel und bekam am Dienstag gut 35 Prozent der Stimmen, wie aus Angaben der Wahlbehörde hervorgeht.

Andahl starb Anfang Oktober, nachdem er mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen war, wie seine Mutter damals der Zeitung "Bismarck Tribune" sagte. Die Wahlbehörde hatte sich schon zu diesem Zeitpunkt unsicher gezeigt, wie sie mit einem möglichen Sieg eines verstorbenen Kandidaten umgehen würde.

4.11.2020 • 12:17 Uhr

Trump kann auf Sieg in Michigan hoffen

In Michigan kann Donald Trump auf einen Sieg hoffen. Laut Edison Research kommt der amtierende Präsident nach Auszählung von 79 Prozent der Stimmen dort auf einen Anteil von 52 Prozent. Auf seinen Kontrahenten Joe Biden entfallen demnach 47 Prozent

4.11.2020 • 12:16 Uhr

BDI-Chef warnt vor Hängepartie

Der Präsident des deutschen Industrieverbandes BDI, Dieter Kempf, warnt vor einer längeren Phase der Unsicherheit. Alle Stimmen müssten ausgezählt und der rechtmäßige Sieger gekürt werden. "Wir hoffen sehr, dass die Situation in den Vereinigten Staaten nun nicht eskaliert und alle einen kühlen Kopf bewahren." Nach der Wahl müsse es einen Neustart in den transatlantischen Beziehungen geben.

4.11.2020 • 12:14 Uhr

In Nevada bahnt sich ein knappes Ergebnis an

In Nevada liegen die beiden Kontrahenten Trump und Biden laut Edison Research Kopf an Kopf: Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen kommen demnach Trump und Biden auf jeweils 49 Prozent.

4.11.2020 • 12:13 Uhr

Biden gewinnt in Hawaii

Biden gewinnt Hawaii mit vier Wahlleuten.

4.11.2020 • 11:14 Uhr

Kopf-an-Kopf-Rennen in Wisconsin

Im US-Bundesstaat Wisconsin liefern sich Donald Trump und Joe Biden laut Edison Research ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Auszählung von fast 90 Prozent der Stimmen entfallen demnach auf Trump 49 Prozent und auf Biden 49,3 Prozent.

4.11.2020 • 10:59 Uhr

Scholz mahnt Auszählung aller Stimmen an

Vizekanzler Olaf Scholz hat eine Auszählung aller Stimmen bei der Präsidentschaftswahl in den USA angemahnt. Demokratische Wahlen müssten "komplett stattfinden", so dass das Votum jeden Bürgers und jeder Bürgerin Einfluss auf das Ergebnis haben könne, sagte der SPD-Politiker in Berlin vor einer Video-Konferenz mit den EU-Finanzministern. Wahlen seien erst dann beendet, wenn alle Stimmen ausgezählt seien.

Gleichzeitig erklärte er, die Entwicklung in den USA sei Anlass dafür, darauf zu bestehen, dass Europa eine eigene Kraft entfalte. "Es geht also um europäische Souveränität, wenn wir über die Politik der Zukunft diskutieren." Eine regelbasierte Weltordnung biete die Grundlage für eine gute Entwicklung jeder Nation. "Deshalb geht es gerade jetzt, auch bei dieser Gelegenheit darum, dass wir Europa stark machen", sagte der Bundesfinanzminister.

4.11.2020 • 10:46 Uhr

Slowenien gratuliert Trump zum Wahlsieg

Der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa hat Donald Trump bereits zum Wahlsieg gratuliert. " Es ist ziemlich klar, dass das amerikanische Volk Trump und Pence für weitere vier Jahre gewählt hat", twitterte er als erster EU-Regierungschef. Trumps Ehefrau Melania ist gebürtige Slowenin.

4.11.2020 • 10:33 Uhr

Gedämpfte Hoffnung auf Senats-Mehrheit für Demokraten

Nachdem die Demokraten ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus wohl verteidigen können, bekam die Hoffnung, auch im Senat die Kontrolle zu übernehmen, einen Dämpfer. Wie die New York Times berichtet liegen derzeit beide Lager mit 47 Sitzen gleichauf. Noch sind einige Ergebnisse offen. 51 wären für eine Mehrheit im Senat notwendig. Vor der Wahl hatten die Demokraten 47 und die Republikaner 54 Sitze im Senat.

4.11.2020 • 10:15 Uhr

Eine Wahl begleitet von Falschmeldungen

US-Präsident Trump hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Behauptungen über angebliche Wahl-Manipulationen verbreitet. Falschmeldungen, die vor allem in den sozialen Medien kursierten, unterstützten diese Kampagne.

4.11.2020 • 10:06 Uhr

Biden-Team bezeichnet Trump-Aussagen als "skandalös"

Das Wahlkampf-Team des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden hat die Forderung von Amtsinhaber Trump, die Stimmauszählung zu stoppen, als "skandalös" bezeichnet. Sollte Trump wie angekündigt vor Gericht ziehen werde man mit juristischen Schritten dagegen vorgehen. "Unsere Anwälte stehen bereit", sagte Bidens Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillon.

4.11.2020 • 09:43 Uhr

"Es ist ein Spiel mit dem Feuer"

Nach Ansicht des US-Experten Michael Werz hat Trumps Umgang mit der Corona-Pandemie seine Wähler nicht abgeschreckt. Auch an die Angriffe des US-Präsidenten auf das politische System hätten sich viele inzwischen gewöhnt.

4.11.2020 • 09:34 Uhr

Proteste der Black-Lives-Matters-Bewegung

Mehr als 1000 Menschen haben sich in der Wahlnacht auf der Black Lives Matter Plaza in Washington in der Nähe des Weißen Hauses versammelt und gegen US-Präsident Donald Trump protestiert. Auf Transparenten war unter anderem "Entfernt Trump" zu lesen. Hunderte weitere Demonstranten zogen durch die Washingtoner Innenstadt. Sie blockierten teilweise den Verkehr und zündeten Feuerwerkskörper.

Auch in anderen Städten, darunter Seattle, Portland und New York, gab es Zusammenkünfte und Demonstrationen gegen Trump. Berichte über Gewalt oder Unruhen gab es nicht.

4.11.2020 • 09:22 Uhr

Angespannte Stimmung an den Börsen

Es zeichnet sich das ab, was die Finanzmärkte bereits im Vorfeld befürchtet haben: eine Hängepartie bei der US-Wahl. Entsprechend angespannt ist die Stimmung.

4.11.2020 • 09:16 Uhr

Wie reagieren die USA auf Trumps Äußerungen?

Trump hat das getan, was er angekündigt hat: erklärte sich bereits vor Auszählung aller Stimmen zum Sieger. Wie reagiert sein Konkurrent Joe Biden und was für Auswirkungen könnten die Äußerungen in den USA haben? ARD-Korrespondent Stefan Niemann aus Washington mit ersten Antworten:

4.11.2020 • 09:09 Uhr

Biden gewinnt in Arizona

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich den umkämpften Bundesstaat Arizona gesichert. Das meldet die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmenauszählungen. Arizona galt lange als sichere Bastion der Republikaner. 2016 war der Staat an der Grenze zu Mexiko noch an Donald Trump gegangen.

4.11.2020 • 08:57 Uhr

Noch läuft die Auszählung

Nach dem aktuellen Stand der Auszählung in den USA gibt es noch keinen Sieger bei den Präsidentschaftswahlen. In vielen Staaten sind möglicherweise entscheidende Stimmen noch nicht ausgezählt. In großen Städten in den noch offenen Bundesstaaten Georgia und Pennsylvania meldeten Journalisten auf Twitter, dass erst nach der Nacht weiter gezählt werde. Ein Statistiker sagte beim Fernsehsender Fox, dass er nicht mehr in der Nacht mit einem Ergenis aus Georgia, Michigan, Wisconsin oder Pennsylvania rechne.

In einigen Staaten der USA darf erst am Wahltag mit der Auswertung der Briefswahlstimmen begonnen werden, das führt zu Verzögerungen. Teils ist dabei der Abgleich von Unterschriften mit Wählerverzeichnissen vorgeschrieben. In manchen Staaten werden zudem auch noch Stimmen ausgezählt, die einige Tage nach der Wahl eingehen. Hier zählt der Poststempel, der spätestens vom Wahltag stammen muss.

4.11.2020 • 08:37 Uhr

Trump: "Wir haben die Wahl gewonnen!"

Amtsinhaber Donald Trump hat sich zum Wahlsieger erklärt. In einer Rede in Washington erklärte er: "Wir haben die Wahl gewonnen." Die Ergebnisse seien "phänomenal". Er nannte in diesem Zusammenhang Florida, Ohio, Georgia und North Carolina. Auch mit Blick auf Pennslyvania gab er sich siegessicher. Er dankte er seinen Unterstützern und rief sie dazu auf zu feiern. Gleichzeitig sprach Trump von einem "großen Betrug". Man befinde sich jetzt am Scheidepunkt. Er kündigte an vor den Supreme Court zu ziehen, um die Auszählung der Briefwahlzettel gerichtlich stoppen zu lassen. "Der Wahlprozess muss gestoppt werden", sagte Trump.

4.11.2020 • 08:21 Uhr

Wahllokale in allen US-Bundesstaaten geschlossen

Die Wahllokale in den USA sind nun in allen Bundesstaaten geschlossen. Auf den zu Alaska gehörenden Aleuten konnten die Wähler bis 07.00 Uhr MEZ persönlich ihre Stimme abgeben. Kurz zuvor schlossen die Lokale in Alaska, auf Hawaii und an der US-Westküste. Weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstreckt, zog sich die Schließung über mehrere Stunden. Wer die Wahl gewinnt ist noch immer offen. Viele Wähler hatten bereits vor dem Wahltag per Brief oder vorzeitiger Stimmabgabe im Wahllokal abgestimmt.

4.11.2020 • 08:06 Uhr

Hispanics haben immer größeren Anteil an Wahlberechtigten

Während der Anteil an schwarzen Wahlberechtigten in den vergangenen Jahren immer mehr abgenommen hat, ist der von Hispanics weiter gestiegen. Bei dieser Wählergruppe konnte Donald Trump vor allem in Florida punkten. Er schnitt bei den Hispanics besser ab als vor vier Jahren. Seine Strategie, mit einer harten Politik gegen Kuba die zahlreichen kubanisch-stämmigen Wähler im bevölkerungsreichen Süden Floridas, von denen viele einst von der kommunistisch regierten Karibikinsel flohen, auf seine Seite zu ziehen, dürfte also aufgegangen sein.

4.11.2020 • 07:44 Uhr

Bundesstaat Delaware wählt erste Transgender-Senatorin

In den USA ist erstmals eine Transgender-Politikerin in den Senat eines Bundesstaates gewählt worden. Die Demokratin Sarah McBride gewann in Delaware gegen den Republikaner Steve Washington, wie die Nachrichtenagentur AP meldete. Die 30-jährige McBride setzt sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und queeren Menschen ein.

4.11.2020 • 07:34 Uhr

Biden gewinnt Rhode Island und eine Stimme in Nebraska

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat in Rhode Island gewonnen. Auch in Nebraska konnte er sich eine Stimme sichern. Insgesamt bekommt er dadurch vier Wahlleute.

In Arizona soll sich Biden ebenfalls durchgesetzt haben, berichtet der Sender Fox.

4.11.2020 • 07:34 Uhr

Twitter markiert Trumps Tweet als "irreführend"

Der Kurznachrichtendienst Twitter versieht einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit dem Warnhinweis der Irreführung. In dem Beitrag wirft Trump den Demokraten vor, die Wahl "stehlen" zu wollen. "Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess", schreibt Twitter dazu.

4.11.2020 • 07:22 Uhr

US-Sender rufen Trump in Texas zum Wahlsieger aus

Donald Trump hat Fernsehsendern zufolge den wichtigen Bundesstaat Texas gewonnen. Damit gehen weitere 38 Wahlleute an dem republikanischen Amtsinhaber. Allerdings konnte sein Herausforderer Joe Biden in dem konservativ geprägten Bundesstaat dicht an Trump heranrücken.

4.11.2020 • 07:14 Uhr

Wie wichtig ist es den US-Bürgern, wer Präsident wird?

Es spielt bei dieser Wahl offenbar eine eine große Rolle, wer US-Präsident wird. Mehr als 80 Prozent der US-Bürger halten es für wichtig, sagen Umfragen. Bei vergangenen Wahlen lag der Anteil meist deutlich darunter.

4.11.2020 • 07:03 Uhr

Biden ruft Anhänger zu Geduld auf

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich in einer kurzen Ansprache an seine Anhänger gewendet. Trotz des Rückschlag in Florida gab er sich siegssicher. "Wir glauben, dass wir auf dem Weg sind, diese Wahl zu gewinnen". sagte Biden in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. Gleichzeitig rief er zur Geduld auf. Es könne womöglich noch dauern, bis ein Ergebnis feststehen werde. "Bleibt zuversichtlich, wir werden das gewinnen." Es sei nicht vorbei, bevor nicht jede Stimme gezählt worden sei.

4.11.2020 • 06:58 Uhr

Trump: "Sie versuchen die Wahl zu stehlen"

Donald Trump wirft den Demokraten vor, sie wollten ihm den Wahlsieg "stehlen". Auf Twitter schrieb er: "Wir sind weit vorne, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen. Wir werden das niemals zulassen."

4.11.2020 • 06:48 Uhr

Trump gewinnt Schlüsselstaat Florida

Amtsinhaber Donald Trump hat nach Zählung der Nachrichtenagentur AP Florida gewonnen. Damit sicherte sich Trump 29 wichtigte Wahlmänner, die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden könnten.

4.11.2020 • 06:40 Uhr

Alexandria Ocasio-Cortez verteidigt Sitz im Repräsentantenhaus

Die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez hat ihren Sitz im Repräsentantenhaus verteidigt. Wie US-Medien berichten, lag die 31-Jährige in ihrem New Yorker Wahlkreis nach Auszählung von fast 70 Prozent der Stimmen klar in Führung. Ihr republikanischer Herausforderer, der 60-jährige Polizist John Cummings kam demnach nur auf 30.8 Prozent. 2018 hatte die Ocasio-Cortez mit puertoricanischen Wurzeln sogar fast 80 Prozent der Stimmen bekommen und war im Januar 2019 als jüngste Abgeordnete ins Repräsentantenhaus eingezogen.

4.11.2020 • 06:35 Uhr

Knapper als erwartet

Noch immer zeichnet sich kein Ergebnis bei der US-Wahl ab. Die Wahl dürfte knapper ausgehen als viele erwartete haben. Ein Zwischenstand von ARD-Korrespondent Stefan Niemann aus Washington:

4.11.2020 • 06:29 Uhr

Trump sichert sich Ohio

Präsident Donald Trump hat nach Prognosen von Fernsehsendern den wichtigen Bundesstaat Ohio mit 18 Wahlleuten gewonnen. Ohio ist einer der sogenannten Swing States. Umfragen hatten dort auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und seinem Herausforderer Biden hingedeutet. Noch in der Nacht hatte Biden knapp vorne gelegen. Hätte sich der Trend bestätigt, wäre das für ihn auch ein gutes Zeichen für Staaten wie Pennsylvania, Michigan und Wisconsin gewesen, wo sich das knappe Rennen entscheiden dürfte.

4.11.2020 • 05:49 Uhr

Pennsylvania im Fokus für Ausgang der Wahl

Nachdem Präsident Trump das umkämpfte Florida höchstwahrscheinlich für sich entscheiden kann, wird sich die Wahl voraussichtlich in den Staaten des Mittleren Westens entscheiden. Neben Michigan, Wisconsin und Ohio ist dabei besonderes Augenmerk auf Pennsylvania gerichtet. Dort gibt es für die Demokraten zwar auf Basis erster Auszählungen Grund zur Hoffnung. Doch die Auszählung der Stimmen dauert hier besonders lang.

In Pennsylvania ist unklar, ob möglicherweise hunderttausende Stimmen in Philadelphia erst am Mittwochmorgen (Ortszeit) weiter ausgezählt werden. Laut US-Journalisten hatten dort Wahlhelfer erklärt, in der Nacht nur noch einen Teil der verbleibenden Stimmen vermelden zu wollen. 

4.11.2020 • 05:11 Uhr

Bislang keine Überraschungen bei Ergebnissen in Staaten

Bislang haben Trump und Biden jeweils Staaten gewinnen können, wo das Ergebnis auch so erwartet wurde. So siegte Biden vor allem an der Ost- und Westküste - auch der wichtige Staat Kalifornien mit seinen 55 Wahlleuten ging an den Demokraten. Dagegen konnte Trump vor allem in den Südstaaten und im Bible Belt punkten, also von Kentucky über Mississippi bis nach Nebraska. Er konnte mehr Staaten gewinnen, die aber meist dünner besiedelt sind und daher auch weniger Wahlmänner bringen. Deshalb liegt Trump auch derzeit hinter Biden. Dennoch sieht es nicht nach einem überwältigenden Sieg für den Demokraten aus, der in Umfragen vor der Wahl deutlich vorne gelegen hatte.

Keiner von beiden konnte Staaten erobern, die traditionell dem jeweiligen Gegner zuneigen, oder wo ein anderes Ergebnis erwartet wurde. Bei den entscheidenden Swing States gibt es meist noch keine Entscheidung. Weil hier ein besonders knapper Ausgang erwartet wird, und weil wegen der Briefwahl die Auszählung länger dauert, liegen meist noch keine Ergebnisse vor.

4.11.2020 • 04:45 Uhr

Fox News: Demokraten verteidigen Repräsentantenhaus

Die Demokraten haben nach einer Hochrechnung des TV-Senders Fox News bei der US-Wahl wie erwartet ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt. ABC berichtet, dass die Partei von Joe Biden sogar Sitze dazugewonnen habe.

Spannender blieb es in der Nacht auf Mittwoch zunächst bei der zweiten Kongresskammer, dem Senat. Dort jagte der Demokrat John Hickenlooper Edison Research zufolge dem republikanischen Amtsinhaber Cory Gardner den Sitz ab. Gleichzeitig konnte in Alabama der Republikaner Tommy Tuberville dem demokratischen Amtsinhaber Doug Jones seinen Sitz abnehmen. Der einflussreiche US-Senator Graham behält dagegen seinen Sitz in South Dakota.

4.11.2020 • 04:25 Uhr

Biden siegt in Colorado und New York - Trump in Alabama und Mississippi

Amtsinhaber Donald Trump wie auch sein Herausforderer Joe Biden weitere Siege in mehreren Bundesstaaten errungen. So gewann Trump nach Angaben von US-Sendern unter anderem in den konservativen Staaten Alabama, Arkansas, Louisiana, Mississippi, North Dakota, South Dakota und Wyoming. Biden siegte unter anderem in den Bundesstaaten Colorado, Connecticut, New York und Rhode Island.

Derzeit führt Biden deutlich mit 94 zu 72 Wahlmännerstimmen. Keiner der Bundesstaaten, aus denen US-Sender Siege von Trump oder Biden verkündeten, galt jedoch als wahlentscheidend. Die Resultate entsprachen den Erwartungen. Ergebnisse aus den sogenannten Swing States, die den Wahlausgang entscheiden dürften, stehen noch aus. Besonderes Augenmerk liegt hier auf Florida, Michigan, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin.

4.11.2020 • 04:17 Uhr

Pennsylvania: Behörden widersprechen Meldungen über Wahlbetrug

Der umkämpfte US-Staat Pennsylvania ist bei der Präsidentschaftswahl zu einem Hotspot der Falschinformationen geworden. Facebook und Twitter bemühten sich, Beiträge mit falschen Informationen zu Wahllokalen in Scranton, Philadelphia und anderen Orten zu löschen und ihre Verbreitung zu minimieren. Beiträge mit Falschinformationen wurden Tausende Mal in sozialen Netzwerken geteilt und fanden sogar ihren Weg in den Twitterfeed von Präsident Donald Trumps Sohn Donald Jr.

Die Behörden widersprachen ausdrücklich "unbegründeten Anschuldigungen", die behaupteten, es gebe Wahlbetrug oder Versuche "die Wahl zu stehlen". Diese Falschmeldungen würden auch von Republikanern und Rechtsextremen verbreitet.

In dem wichtigen Swing State könnte die Auszählung aller Stimmen noch dauern, weil viele Menschen per Briefwahl abgestimmt haben. Beobachter halten es für möglich, dass erst in einigen Tagen ein Ergebnis bekannt sein könnte.

4.11.2020 • 03:59 Uhr

Keine Gewalt oder Zwischenfälle

Bislang wurden keine größeren Zwischenfälle bei der Wahl gemeldet. Wegen der aufgeheizten Stimmung im Wahlkampf war über die Gefahr von Einschüchterungsversuchen oder gar Gewalt spekuliert worden. Lediglich in Charlotte wurde ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Mann - mutmaßlich ein Trump-Anhänger - vor einem Wahllokal festgenommen. Der Mann habe nach seiner Stimmabgabe in der Stadt in North Carolina weiter vor dem Wahllokal "herumgelungert", schrieb die örtliche Polizei. Es habe der Verdacht bestanden, er wolle andere Wähler einschüchtern.

Auch die Polizei in Fort Lauderdale in Florida erklärte, der Tag laufe friedlich. Sie bat die Bürger, weiterhin so respektvoll miteinander umzugehen.

Trump hatte die Stimmung vor der Wahl angeheizt. Die Entscheidung, die Auszählung von Briefwahlunterlagen noch bei Erhalt drei Tage nach der Wahl zu erlauben, werde zu "ungezügeltem und unkontrolliertem Betrug" führen, schrieb er auf Twitter. "Es wird zu Gewalt in den Straßen führen. Es muss etwas getan werden." Twitter versteckte die Nachricht umgehend hinter einem Warnhinweis und schränkte die Möglichkeit der Weiterverbreitung des Tweets ein.

4.11.2020 • 03:28 Uhr

Trump kann auf Sieg in Florida hoffen

Kommentatoren und US-Experten gehen davon aus, dass Trump gute Chancen hat, den Staat für sich zu gewinnen. Der Republikaner ist auf Florida dringend angewiesen, denn es ist ein wichtiger Swing State - und dort sind 29 Wahlmännerstimmen zu vergeben.

4.11.2020 • 03:21 Uhr

Republikaner McConnell bleibt im Senat

Der bisherige Mehrheitsführer der Republikaner, Mitch McConnell, hat seinen Sitz im US-Senat verteidigt. Er gewann gegen die demokratische Kandidatin Amy McGrath, obwohl diese rund 40 Millionen Dollar mehr in ihrer Wahlkampfkasse hatte. Von der GOP gewannen weiterhin Bill Hagerty in Tennessee und der 85-jährige James Inhofe aus Oklahoma.

Zu den demokratischen Amtsinhabern, die auch im kommenden Senat vertreten sein werden, gehören unter anderem Chris Coons aus Delaware, Dick Durbin aus Illinois, Ed Markey aus Massachusetts, Jeanne Shaheen aus New Hampshire, Cory Booker aus New Jersey, Tom Cotton aus Arkansas und Jack Reed aus Rhode Island. Im Staat Colorado schlug der demokratische Herausforderer John Hickenlooper in Colorado den republikanischen Amtsinhaber Cory Gardner.

4.11.2020 • 03:05 Uhr

Republikaner klagen weiter gegen Briefwahl

Republikaner im umkämpften US-Staat Pennsylvania gehen weiter juristisch gegen die Auszählung von Briefwahlstimmen vor. Die Partei und ein örtlicher Wähler warfen Bezirksbeamten in einem Vorort von Philadelphia in einer Klage vom Wahltag vor, offenbar unzureichend ausgefüllte Stimmzettel vor dem Wahltag unsachgemäß aussortiert zu haben, um Wählern eine Chance zur Behebung der Fehler zu geben.

Es sind auch zwei Klagen nach Bundesrecht anhängig, mit denen die Republikaner einen Auszählungsstopp bei den Briefwahlen erzwingen wollen. Den Grundstein legten sie bereits mit einem Antrag beim Obersten Gerichtshof, nach dem Wahltag eingegangene Briefwahlstimmen in Pennsylvania nicht gelten zu lassen.

4.11.2020 • 02:40 Uhr

Republikaner könnten Senatsmehrheit verlieren

Mehr als 30 Senatoren stehen neben dem Präsidenten zur Wahl. Bislang konnten drei Republikaner und zwei Demokraten Sitze im Senat erringen. Auch bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus haben die Konservativen die Nase vorn: 36 Republikaner werden in die zweite Parlamentskammer einziehen. Unter ihnen ist offenbar auch die QAnon-Verschwörungsideologin Marjorie Taylor Greene. Sie fiel immer wieder durch herbe Beleidigungen und wirre Verdrehungen auf. So bezeichnete sie den ungarisch-jüdischen Milliardär George Soros als "Nazi" und die Top-Demokratin Nancy Pelosi als "Bitch", als Hure. Sie behauptet zudem, dass es eine islamische Invasion der US-Regierung gibt. 

Dagegen konnten bislang nur 26 Demokraten einen Sitz im Repräsentantenhaus ergattern. Dennoch rechnen Demoskopen damit, dass die Partei von Joe Biden die Mehrheit in beiden Kammern gewinnen könnte.

Gewählt werden zudem elf der 50 US-Gouverneure sowie zahlreiche Bürgermeister, Sheriffs und weitere Amtsträger auf örtlicher Ebene.

4.11.2020 • 02:20 Uhr

Biden nach Prognosen in elf Staaten in Führung

In elf Bundesstaaten liegen erste Ergebnissen vor: Demnach hat der demokratische Herausforderer Biden 44 Wahlmännerstimmen auf seiner Seite. Er konnte vor allem in Neu-England punkten, also in Staaten wie Massachusetts, Maryland oder New Jersey.

Amtsinhaber Trump kommt dagegen auf 42 Wahlmännerstimmen. Er gewann die traditionell republikanischen Staaten Indiana, Kentucky, Tennessee und Oklahoma.

In zahlreichen Staaten zeichnet sich ein knapper Ausgang ab. Deshalb ist es derzeit noch zu früh, um zuverlässige Vorhersagen zu machen. Vor allem Florida und Pennsylvania sind von großer Bedeutung für das Endergebnis, da hier viele Wahlmännerstimmen vergeben werden. In beiden zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.

4.11.2020 • 01:40 Uhr

Black Lives Matter demonstrieren unweit des Weißen Hauses

In der Hauptstadt Washington, in Sichtweite des weiträumig abgesperrten Weißen Hauses, hat die Black-Lives-Matter-Bewegung zahlreiche Anhänger versammelt, um gegen Trump zu protestieren. Die Themen Rassismus und Polizeigewalt waren prägend im Wahlkampf.

4.11.2020 • 01:25 Uhr

Senatswahl: Demokrat Mark Warner wird in Virginia wiedergewählt

Neben dem Präsidenten werden auch mehr als 30 Senatoren neu gewählt. Der Demokrat Mark Warner hat die Senatswahl im US-Staat Virginia erneut gewonnen. Warner setzte sich gegen den republikanischen Herausforderer Daniel Gade durch und zieht zum dritten Mal für Virginia in den Senat in Washington. Seit 2009 haben die Demokraten keine landesweite Wahl in dem US-Staat verloren.

4.11.2020 • 01:25 Uhr

Trump gewinnt ersten Bundesstaat

Aus den ersten Staaten liegen Prognosen vor: Demnach gewinnt Präsident Trump die Mehrheit in Indiana und Kentucky. Das geht aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender CNN und NBC auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen hervor. Das würde ihm 19 Wahlmännerstimmen bringen. Das Ergebnis kommen nicht überraschend, beide Staaten wählen traditionell republikanisch.

Der demokratische Herausforderer Biden liegt dagegen im Bundesstaat Vermont in Führung. Das würde ihm drei Wahlmännerstimmen einbringen. Um die Wahl zu gewinnen, sind 270 Wahlleute nötig.

4.11.2020 • 01:01 Uhr

Sorge vor Ausschreitungen in New York

New York ist die Heimatstadt von Donald Trump, mitten in Manhattan steht sein Trump Tower. Doch die Stadt und der Bundesstaat stehen dem Präsidenten äußerst kritisch gegenüber. Aus Sorge vor Protesten haben zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Hotels in New York vor der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag ihre Türen und Schaufenster verbarrikadiert. Rund um den Times Square und die noble Einkaufsmeile Fifth Avenue brachten Handwerker am Montag an vielen Geschäften Holzplatten an. Zudem riegelte die Polizei das Gebiet rund um den Trump Tower ab.

4.11.2020 • 00:47 Uhr

Vermont: Republikanischer Gouverneur stimmt für Biden

Vermonts republikanischer Gouverneur Phil Scott hat nach eigenen Angaben den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden gewählt. Noch nie in seinem Leben habe er einem Demokraten seine Stimme gegeben, sagte Scott, nachdem er in seiner Heimatstadt Berlin in Vermont sein Kreuzchen gemacht hatte. Es sei ja gemeinhin bekannt, dass er Präsident Trump nicht unterstütze. "Doch dann kann ich zum Schluss, dass es mir nicht reicht, einfach nur nicht zu wählen. Ich musste dagegen stimmen", sagte Scott weiter. Er habe das Land über die Partei gestellt, was in mancherlei Hinsicht nicht einfach gewesen sei.

4.11.2020 • 00:39 Uhr

In Kentucky, Indiana und New Hampshire wird bereits ausgezählt

In den ersten Bundesstaaten haben die Wahllokale geschlossen. Nun werden hier die Stimmen bereits ausgezählt. In Kentucky lagen bei den vergangenen fünf Wahlen immer die Republikaner vorn, in Indiana könnte es dagegen knapp werden für Amtsinhaber Trump. New Hampshire dagegen ist traditionell eher demokratisch orientiert.

4.11.2020 • 00:22 Uhr

Maas: Transatlantische Verhältnis muss in Ordnung gebracht werden

Bundesaußenminister Heiko Maas hofft darauf, dass sich nach der US-Präsidentschaftswahl die Beziehung zwischen Europäern und Amerikanern wieder verbessert. Das transatlantische Verhältnis müsse - gleich wer gewinnt - "in Ordnung gebracht" werden, sagte Maas in der ARD. Die Partnerschaft habe unter US-Präsident Donald Trump nicht mehr funktioniert. Es seien immer neue Krisen und Konflikte hinzugekommen, aber keine mehr gelöst worden.

Trotz dieser Einschätzung legte er kein Bekenntnis für Trumps demokratischen Herausforderer Joe Biden ab. Es wäre eine Illusion zu glauben, dass unter einem US-Präsidenten Biden wieder alles so werde, wie die Europäer sich das wünschten. Auch unter Biden müsse sich Europa darauf einstellen, dass es sich stärker um seine eigenen Sicherheitsinteressen kümmern müsse.

3.11.2020 • 23:56 Uhr

Twitter und Facebook sperren rechte Accounts

Der Online-Dienst Twitter hat etliche rechtsgerichtete Konten zur amerikanischen Präsidentenwahl. Die Accounts hätten mit ihrem Inhalt gegen die Regeln des Kurznachrichtendienstes verstoßen, teilt das Unternehmen mit. Die Konten sein erst vor kurzem angelegt worden. Auch Facebook sperrte etliche neu geschaffene Konten mit rechtsgerichteten Äußerungen zur US-Wahl. Grund für die Maßnahme sei "unglaubwürdiges Verhalten", teilt das weltgrößte Online-Netzwerk mit.

Schon drei Wochen vor der Wahl hatte Twitter mehrere gefälschte, angeblich von Afroamerikanern angelegte Konten gesperrt, in denen zur Wahl von Trump aufgerufen wurde. Die betroffenen Konten hätten binnen weniger Tage mehrere tausend Anhänger gewonnen, gab Twitter bekannt. Derartige Vorgänge würden als Manipulation der öffentlichen Debatte gewertet.

3.11.2020 • 23:47 Uhr

"Nervosität in Wilmington"

Im Heimatort von Joe Biden im Bundesstaat Delaware herrscht angespannte Ruhe, berichtet Jan Philipp Burgard.

3.11.2020 • 23:09 Uhr

Roboteranrufe fordern zum Zuhausebleiben auf

Das FBI geht einer Welle mysteriöser Roboteranrufe am Wahltag nach, die die Angerufenen zum Zuhausebleiben auffordern. Das US-Heimatschutzministerium erklärte, die Bundespolizei habe Ermittlungen aufgenommen. Auch die New Yorker Generalstaatsanwältin Laetitia James kündigte Untersuchungen an.

Bei den Anrufen sagte eine Computerstimme: "Hallo, dies ist nur ein Testanruf. Zeit, zu Hause zu bleiben. Bleiben Sie sicher und zu Hause." Nach Angaben der Firma RoboKiller, die sonst oft gegen Roboteranrufe vorgeht, ist dieser Anruf in den vergangenen elf Monaten bereits millionenfach getätigt worden. Heute schnellte er auf der Liste der häufigsten Spam-Anrufe bis auf Platz fünf nach oben. "Tausende oder Zehntausende" dürften ihn im Lauf des Tages erhalten haben.

3.11.2020 • 23:06 Uhr

FiveThirtyEight: Vorteil Biden

Die Datenjournalisten von FiveThirtyEight sehen einen Favoriten:

3.11.2020 • 23:00 Uhr

Frühwähler in den USA: Demoskopisches Neuland

Mehr als 100 Millionen - so viele Frühwähler gab es in den USA noch nie. Für Demoskopen ist daher diesmal vieles Neuland, denn die ersten Prognosen beruhten stets auf Befragungen vor den Wahllokalen am Wahltag. Wie geht man damit um? Jörg Schönenborn über Meinungsforschung in Pandemie-Zeiten.

3.11.2020 • 22:51 Uhr

Iowa: Technische Probleme durch Desinfektionsmittel

Die Pandemie zeigt bei der Wahl auch ganz unerwartete Tücken: So hat in einem Wahllokal in Iowa Handdesinfektionsmittel einen Stimmzettelscanner zum Blockieren gebracht. Die Hände einiger Wähler in Des Moines seien von dem Mittel noch feucht gewesen, sagte ein Sprecher des Innenministers von Iowa. Auf dem Gerät habe sich nach einiger Zeit so viel Desinfektionsmittel angesammelt, dass er nicht mehr funktioniert habe. Es sei innerhalb etwa einer Stunde repariert worden. Um einen weiteren Defekt zu verhindern, sei die Desinfektionsstation weiter nach vorne in der Schlange verlegt worden, damit die Hände der Wähler rechtzeitig trocknen konnten.

3.11.2020 • 22:47 Uhr

Wann schließen wo die Wahllokale?

Die vielen Zeitzonen der USA machen den Ablauf der Wahl etwas komplizierter - denn während die Wahllokale in manchen Bundesstaaten schon schließen, läuft die Abstimmung in anderen noch stundenlang weiter. Ein Überblick:

3.11.2020 • 22:00 Uhr

Gericht will verspätete Briefwahlzettel aufspüren lassen

Ein Bundesgericht hat Postinspekteure angewiesen, noch einmal mehrere Postämter gründlich auf dort verbliebene Briefwahlzettel zu überprüfen. Gefundene Unterlagen sollten sofort losgeschickt werden. Dabei geht es mehr als zwei Dutzend Briefverarbeitungszentren in Teilen Pennsylvanias und Wisconsins sowie in Philadelphia, Detroit, Atlanta und dem südlichen Florida. Das Gericht reagierte auf eine Klage von Aktivisten.

Die Anweisung folgt auf US-weite Verzögerungen bei der Zustellung vor der Wahl. Es gab Sorgen, dass die Post die Stimmzettel nicht pünktlich zustellt. Der Chef des U.S. Postal Service, Louis DeJoy, der für die Republikaner gespendet hat, setzte im Sommer eine Reihe von Änderungen um, wodurch Briefe in den ganzen USA verspätet zugestellt wurden. Dies hatte Zweifel geweckt, ob die Post die höhere Zahl an Briefwählern bewerkstelligen kann. Die Zustellzeiten sind seither kürzer geworden, aber das interne Ziel der Post, dass mehr als 95 Prozent aller Erste-Klasse-Briefe innerhalb von fünf Tagen zugestellt werden, wurde beständig verfehlt. In manchen bei der Wahl besonders umkämpften Gebieten liegt die Post deutlich darunter.

3.11.2020 • 21:34 Uhr

Biden vor Unterstützern: "Wir wählen Hoffnung statt Angst"

In Philadelphia hat Joe Biden seinen Anhängern noch einmal Mut gemacht. "Wir wählen Hoffnung statt Angst. Wir wählen die Wahrheit statt Lügen. Wir wählen Wissenschaft statt Fiktion", rief er einigen Dutzend Menschen in der Großstadt durch ein Megafon zu. Er sagte seinen Anhängern dabei zu, sie ernst nehmen zu wollen und Fehler einzugestehen. "Ich verspreche Euch, ich werde meine Worte Euch gegenüber niemals brechen."

3.11.2020 • 21:16 Uhr

North Carolina gibt Ergebnisse später bekannt

In North Carolina bleiben vier Wahllokale länger als vorgesehen geöffnet, weil sie wegen technischer Probleme verspätet geöffnet haben. Das beschloss der Wahlvorstand. Dadurch verzögert sich auch die Meldung der Ergebnisse des Staats.

Die mehr als 2600 Wahllokale in North Carolina schließen regulär um 19.30 Uhr Ortszeit (1.30 Uhr MEZ). Die längste Verlängerung wurde mit 45 Minuten einem Wahllokal in Sampson County gewährt. Vergangene Woche hatte der staatliche Wahlvorstand erklärt, im Fall von Verlängerungen an einigen Orten würden keinerlei Ergebnisse veröffentlicht, bis alle Wahllokale geschlossen seien. Auch North Carolina gehört zu den Swing States, in welchen sich die beiden Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

3.11.2020 • 21:06 Uhr

Arizona: Demokraten hoffen auf Sieg

Einer der besonders umkämpften US-Bundesstaaten ist Arizona - dort wurde seit Bill Clinton 1996 kein demokratischer Präsidentschaftskandidat mehr unterstützt. Die demokratische Bürgermeisterin der Hauptstadt Phoenix zeigt sich diesmal optimistisch, dass sich das Blatt wenden könnte. Es fühle sich an, als schaue das ganze Land auf Arizona, sagt sie.

3.11.2020 • 20:33 Uhr

Ex-Präsident Obama wirbt erneut für Biden

Auf Twitter ruft der demokratische Ex-Präsident Barack Obama erneut dazu auf, seinen ehemaligen Vize Biden zu wählen. Dieser habe ihn zu einem besseren Präsidenten gemacht, so Obama.

3.11.2020 • 20:25 Uhr

So verlief die Wahl bisher

Während viele US-Amerikaner wählen gehen, zeigen sich die beiden Kandidaten in den letzten Stunden des Wahlkampfes noch einmal in der Öffentlichkeit. Wie die Wahl bisher verlief, berichtet ARD-Korrespondent Stefan Niemann.

3.11.2020 • 20:19 Uhr

Jörg Schönenborn mit Einschätzungen zum aktuellen Stand

Herausforderer Biden gehe als deutlicher Favorit in die Wahlnacht, sagt ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn. Sein Vorsprung in Umfragen sei stabil. Entscheidend könnten am Ende Pennsylvania oder Florida sein.

3.11.2020 • 20:05 Uhr

Mehr als 100 Millionen Frühwähler

Inzwischen liegt die Zahl der Menschen, die vor dem eigentlichen Wahltag abgestimmt haben, bei mehr als 100 Millionen. Das entspreche mehr als 73 Prozent der Stimmen, die 2016 insgesamt abgegeben wurden, berichtete das "U.S. Elections Project". Besonders stark war die Wahlbeteiligung in einer Reihe von Bundesstaaten im Süden und Westen. In Texas, Washington State, Oregon und Hawaii überstieg die Zahl der Frühwähler jeweils sogar die der 2016 insgesamt abgegebenen Stimmen. Es wird davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Frühwähler eher Biden unterstützen. Trump dagegen hatte vor allem die Briefwahl immer wieder mit Betrug in Verbindung gebracht.

3.11.2020 • 19:39 Uhr

Trump: "Verlieren ist nie leicht. Nicht für mich."

Während eines Besuchs bei seinen Wahlkampfhelfern in Arlington bei Washington hat sich Trump erneut siegessicher gezeigt. "Ich glaube, wir werden eine großartige Nacht haben", sagte er. Auf die Frage, ob er für den Fall eines Sieges oder einer Niederlage bereits Reden vorbereitet habe, antwortet er, dass er darüber noch nicht nachdenke. Er hoffe aber, dass das Ergebnis schnell feststehe. "Gewinnen ist leicht", fügte er hinzu. "Verlieren ist nie leicht. Nicht für mich."

Ergebnisse aus den ersten Bundesstaaten werden nach 1 Uhr (MEZ) erwartet.

3.11.2020 • 19:31 Uhr

Fünf Stimmen für Biden

Das winzige Dorf Dixville Notch im Nordosten der USA läutet traditionsgemäß die Präsidentschaftswahl ein. Kurz nach Mitternacht gaben die nur fünf wahlberechtigten Einwohner ihre Stimmen dort im Wahllokal ab. Ausgezählt wurde sofort: Alle fünf Stimmen entfielen auf Biden, wie Katrin Brand berichtet. Amtsinhaber Trump ging leer aus.

3.11.2020 • 18:57 Uhr

Biden besucht Wohnhaus seiner Kindheit in Pennsylvania

Joe Biden hat das Haus besucht, in dem er seine ersten Lebensjahre verbracht hat. Danach erzählte er in Scranton (Pennsylvania), er habe im Wohnzimmer einen Gruß an die Wand geschrieben. Mitreisenden Journalisten zufolge lautete dieser: "Aus diesem Haus ins Weiße Haus mit der Gnade Gottes. Joe Biden 3.11.2020". Biden zog mit seiner Familie im Alter von zehn Jahren von Scranton nach Wilmington im Bundesstaat Delaware, wo er bis heute lebt. Pennsylvania gilt als sogenannter Swing State, der zwischen den Kandidaten Trump und Biden ganz besonders umkämpft ist.

3.11.2020 • 18:35 Uhr

Weißes Haus mit Zäunen abgeriegelt

Zum Schutz vor möglichen Ausschreitungen sind über Nacht zusätzliche Zäune am Weißen Haus aufgebaut worden. Derzeit gebe es laut Behörden aber keine akuten Bedrohungen, berichtet CNN. Teile des Gebiets rund ums Weiße Haus, darunter der Lafayette Park im Norden, waren schon seit dem Sommer teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt - wegen Protesten, aber auch wegen Bauarbeiten.

Laut CNN soll Trumps Wahlparty im Weißen Haus außerdem nun mit 250 Gästen stattfinden. Zuvor war von 400 Gästen die Rede gewesen.

3.11.2020 • 18:01 Uhr

Heimatschutzminister mahnt Geduld an

Der amtierende US-Heimatschutzminister Chad Wolf hat an die Wähler appelliert, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl "geduldig" abwarten. Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses könne "Zeit verstreichen", sagte er dem Sender Fox News. In mehreren Bundesstaaten hatten die Wahlverantwortlichen bereits darauf hingewiesen, dass das Auszählen unter anderem wegen des hohen Anteils der per Post eingegangen Stimmen ungewöhnlich lange und möglicherweise bis zu drei Tage dauern werde.

Das Wahlsystem in den USA sei "widerstandsfähig", auch angesichts von möglichen Einmischungsversuchen etwa von Seiten des Iran oder Russlands, sagte Wolf. Der Chef der Behörde für Cybersicherheit, Chris Krebs, sprach ebenfalls von einem gesicherten Ablauf des Wahlgangs. Zugleich warnte er davor, dass es Versuche geben könne, die Wahl zu stören oder die Technik lahm zu legen.

3.11.2020 • 17:58 Uhr

Andrang in Manhattan, Flaute in der Bronx

Der Andrang ist mal mehr, mal weniger groß - aber eines gilt überall: Die Stimmung ist angespannt. Viele befürchten Unruhen. Antje Passenheim berichtet aus New York:

3.11.2020 • 17:30 Uhr

Wann steht der Wahlsieger fest?

Ab Schließung aller Wahllokale im jeweiligen Bundesstaat veröffentlichen die großen US-Fernsehsender ihre Prognosen. Sie stützen sich dabei auf Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe, erste Stimmauszählungen in den Wahllokalen und telefonische Umfragen. In vielen Bundesstaaten dürften die Sieger in den Stunden nach Mitternacht (MEZ) feststehen.

In diesem Jahr wird die Aufgabe jedoch dadurch erschwert, dass die Wähler wegen der Corona-Pandemie in Rekordzahl per Post abstimmen. Das macht nicht nur Wählerbefragungen vor dem Wahllokal deutlich weniger aussagekräftig. Die Auszählung von Briefwahlbögen dauert auch länger als die Auszählung von im Wahllokal abgegebenen Stimmen. Die Fernsehsender müssen also extrem vorsichtig sein, wann sie in einem Schlüsselstaat mit engem Rennen einen Sieger ausrufen - und wann den Gesamtsieger der Präsidentschaftswahl. Bei einem sehr klaren Wahlausgang könnte das noch in der Wahlnacht passieren. Es könnte aber auch mehrere Tage dauern.

3.11.2020 • 17:09 Uhr

Melania Trump wählt in Florida

First Lady Melania Trump hat ihre Stimme abgegeben. Die 50-Jährige ging winkend in ein Wahllokal in Palm Beach im umkämpften Bundesstaat Florida, wie TV-Aufnahmen zeigten. Sie trug dabei als Einzige keine Mund-Nasen-Bedeckung. Ihre Sprecherin sagte später dazu, die First Lady sei abgesehen von einigen Wahlhelfern und ihrem eigenen Mitarbeiterstab, die alle auf das Coronavirus getestet worden seien, alleine im Wahllokal gewesen. Präsident Donald Trump hatte seine Stimme bereits frühzeitig Ende Oktober in Florida abgegeben.

Melania Trump bei ihrer Ankunft am Wahllokal. | AP

Melania Trump kurz vor ihrer Stimmabgabe in Florida. Bild: AP

3.11.2020 • 16:58 Uhr

"Die Atmosphäre ist sehr gespenstisch"

Bisher sei alles friedlich, berichtet ARD-Korrespondent Torben Börgers. Aber es gebe große Angst vor Ausschreitungen, vor allem in der Hauptstadt Washington.

3.11.2020 • 16:37 Uhr

Lange Schlangen vor mehreren Wahllokalen

Im Osten des Landes - unter anderem in New York, New Jersey und Connecticut - sind die Wahllokale schon seit mehreren Stunden geöffnet. Vor einigen Lokalen haben sich lange Schlangen gebildet. "In Williamsburg, einem sehr jungen Stadtteil in Brooklyn, geht die Schlange wieder über ein, zwei Blocks", berichtet ARD-Korrespondent Jan Koch aus New York. "Doch nicht überall sehen wir heute Morgen hier in New York lange Schlangen. Denn New York geht mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit an den demokratischen Kandidaten Biden. Trotzdem wollen viele ein Zeichen setzen und ihre Stimme abgeben."

Weil die USA sich über mehrere Zeitzonen erstrecken, zieht sich die Öffnung der Wahllokale über Stunden hin. Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter: Hier können die Wähler bis um 6 Uhr MEZ am Mittwoch abstimmen, auf den Aleuten noch eine Stunde länger.

3.11.2020 • 16:10 Uhr

Biden besucht am Wahlmorgen Grab seines Sohns

Mit einem Kirchgang und einem Besuch am Grab seines verstorbenen Sohns Beau ist Biden in den Wahltag gestartet. Er und seine Frau Jill suchten in Wilmington in seinem Heimatstaat Delaware die Kirche St. Joseph's on the Brandywine auf. Anschließend gingen die vier zum Friedhof. Beau Biden starb 2015 an einem Hirntumor. Bidens erste Frau Neilia und die kleine Tochter Naomi starben 1972 bei einem Verkehrsunfall, auch sie sind auf dem Friedhof beigesetzt.

Den Rest des Wahltags will Biden in Pennsylvania verbringen, einem der heftig umkämpften Swing States. In Scranton, wo er aufwuchs, und in Philadelphia will er Wähler treffen.

3.11.2020 • 16:03 Uhr

Wie funktioniert das Wahlsystem?

Das Wahlsystem in den USA ist kompliziert und sehr umstritten - denn hier wird nicht automatisch Präsident, wer die meisten Stimmen bekommt. Teresa Eder erklärt, wie das kam, warum manche Stimmen wahlentscheidender sind als andere und welche Reformvorschläge es gibt.

3.11.2020 • 16:00 Uhr

Alle Augen auf die Swing States

Zum Abschluss des Wahlkampfs hatten sich beide Kandidaten ganz auf die sogenannten Swing States konzentriert, in denen Wähler ihr Kreuzchen mal überwiegend bei den Republikanern, dann wieder bei den Demokraten setzen. Im Fokus stehen unter anderem Pennsylvania, Michigan und Wisconsin - traditionelle Hochburgen der Demokraten, die Trump 2016 knapp erobert hatte und die ihm seinen Sieg sicherten. Wenn Biden diese drei Staaten zurückholt und gleichzeitig in allen Staaten gewinnt, die auch für Clinton stimmten, dürfte das für den Einzug ins Weiße Haus reichen.

Knappe Abstimmungen werden aber auch in North Carolina, Arizona und Florida vorhergesagt. Gerade in Florida mit seinen vergleichsweise vielen Wahlleuten ist ein Sieg Pflicht für Trump. Verliert der 74-Jährige dort, sinken seine Chancen deutlich. Die Ergebnisse aus Florida dürften nach Schließung der Wahllokale relativ rasch vorliegen. In dem Bundesstaat ist es erlaubt, die Briefwahl-Stimmen schon vor dem eigentlichen Wahltag auszuzählen. Anders ist das in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. Dort wird mit der Auszählung erst am Wahltag selbst begonnen. Darum ist nicht ausgeschlossen, dass hier Ergebnisse erst sehr viel später vorliegen.

3.11.2020 • 15:52 Uhr

Trump gibt sich zuversichtlich

Im Sender Fox News gibt Amtsinhaber Trump sich zuversichtlich. "Wir haben Menschenmengen, die noch nie jemand zuvor hatte. Ich glaube, das lässt sich in eine Menge Stimmen übersetzen", sagt er. Trump hatte trotz steigender Corona-Infektionszahlen zahlreiche Wahlkampfveranstaltungen mit Tausenden Teilnehmern abgehalten. Von den Demokraten wurde er dafür scharf kritisiert.

3.11.2020 • 15:20 Uhr

Trump und Biden rufen nochmals zur Wahl auf

Zum Auftakt der US-Präsidentenwahl haben Amtsinhaber Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden noch einmal mit Nachdruck versucht, ihre Wähler zu mobilisieren. "VOTE! VOTE! VOTE!" ("Wählt! Wählt! Wählt!"), twitterte der Republikaner Trump in Großbuchstaben.

Gleich mehrere Tweets setzte sein demokratischer Rivale ab. Dabei rief er dazu auf, "für einen neuen Tag in Amerika" zu stimmen. "Wir können unser Land zurückholen." Er und Kamala Harris, seine Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, könnten die "Seele dieser Nation" heilen. "Ich verspreche - wir werden euch nicht im Stich lassen."

3.11.2020 • 15:10 Uhr

Hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

Nach einer monatelangen Wahlschlacht haben in mehreren Staaten die ersten Wahllokale geöffnet. Der Ausgang gilt als offen, wenn auch viele Umfragen Vorteile für Biden sehen. Bereits jetzt zeichnet sich eine Rekordbeteiligung ab. Fast 100 Millionen Amerikaner - knapp drei Viertel aller Wähler, die 2016 teilnahmen - haben schon gewählt. Nicht zuletzt um sich vor einer Virus-Ansteckung in den Warteschlangen vor den Wahllokalen zu schützen, nutzten sie die Möglichkeit, im Vorfeld ihren Stimmzettel abzugeben oder per Post einzusenden.

Millionen weitere Wähler werden im Laufe des Tages von New York an der Ostküste bis San Francisco im Westen mit Mund-Nasen-Schutz in den Wahllokalen erscheinen. Nicht wenige von ihnen werden an Geschäften, Banken und Supermärkten vorbeikommen, deren Schaufenster verbarrikadiert wurden. In einem Land, in dem Wahlen in der Regel friedlich verlaufen, befürchten viele, dass es diesmal wegen der aufgeheizten Stimmung zu Vandalismus kommt.