Ein schwarzer Buntstift und ein roter Buntstift, frisch angespitzt | picture alliance / blickwinkel/M
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Liveblog zur Landtagswahl ++ Auch schwarz-rote Koalition möglich ++

Stand: 07.06.2021 03:39 Uhr

Laut dem vorläufigen Ergebnis wäre in Sachsen-Anhalt neben anderen Optionen auch ein schwarz-rotes Zweierbündnis möglich. CDU-Ministerpräsident Haseloff ließ noch keine Präferenz erkennen.

7.6.2021 • 03:39 Uhr

Ende des Blogs

Wir schließen den Blog zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und danken für Ihr Interesse.

7.6.2021 • 03:21 Uhr

CDU gewinnt auch amtlich

Die CDU ist bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut dem vorläufigen amtlichen Ergebnis mit 37,1 Prozent klar stärkste Kraft geworden. Wie die Landeswahlleitung mitteilte, erreichte die AfD auf dem zweiten Platz 20,8 Prozent. Es folgten die Linkspartei mit 11,0 Prozent, die SPD mit 8,4 Prozent und die Grünen mit 5,9 Prozent, während die FDP mit 6,4 Prozent nach zehn Jahren wieder in den Landtag einzog.c

7.6.2021 • 02:54 Uhr

CDU gewinnt 40 der 41 Direktmandate

Die CDU hat in 40 der 41 Wahlkreise das Direktmandat gewonnen. Das steht nach Auszählung fast aller Stimmbezirke fest. Das mit Abstand beste Erststimmenergebnis bekam demnach Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) im Landkreis Wittenberg mit 53,9 Prozent. Aufgrund der Vielzahl der CDU-Direktmandate ergibt sich eine Reihe von Überhang- und Ausgleichsmandaten, so dass im neuen Landtag deutlich mehr Abgeordnete vertreten sind als regulär 83. In der abgelaufenen Landtagsperiode hatte es keine Überhang- oder Ausgleichmandate gegeben. Nur im Wahlkreis Zeitz setzte sich kein CDU-Politiker durch: Dort gewann nach dem vorläufigen Ergebnis der AfD-Politiker Lothar Waehler. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die CDU 27 Direktmandate gewonnen, die AfD gewann in 15 Wahlkreisen, 1 Direktmandat ging an die Linke.

7.6.2021 • 01:17 Uhr

AfD-Spitzenkandidat verliert Direktmandat in Magdeburg

AfD-Spitzenkandidat Oliver Kirchner hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sein Direktmandat verloren. Kirchner kam im Wahlkreis Magdeburg I auf 19,9 Prozent der Erststimmen, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Bei der Wahl 2016 hatte Kirchner dort mit 23,9 Prozent das Direktmandat gewonnen. Den Wahlkreis gewann diesmal der CDU-Politiker Stephen Gerhard Stehli mit 29,2 der Erststimmen. FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens landete mit 6,7 Prozent der Stimmen auf dem sechsten Platz.

7.6.2021 • 00:01 Uhr

Hochrechnung, 23.56 Uhr

Laut der neuesten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 37,0 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 20,8 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 11,2 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,3 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,4 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,1 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

7.6.2021 • 00:01 Uhr

Haseloff gewinnt mit großem Abstand Direktmandat in Wittenberg

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat bei der Landtagswahl erneut ein Direktmandat gewonnen und dabei sein Ergebnis von 2016 deutlich verbessert. Der 67-Jährige kam im Wahlkreis Wittenberg auf 53,9 Prozent der Erststimmen, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Er landete damit vor Volker Scheurell (AfD) und Thomas Lippmann (Linke).

Bei der Landtagswahl 2016 hatte Haseloff mit 32,9 Prozent das Direktmandat im Wahlkreis Dessau-Roßlau-Wittenberg gewonnen. Der CDU-Politiker war 2011 erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt eingezogen, ebenfalls mit einem Direktmandat im Wahlkreis Dessau-Roßlau-Wittenberg.

6.6.2021 • 23:21 Uhr

Verschiedene Koalitionsoptionen möglich

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff könnte erneut eine schwarz-rot-grüne Kenia-Koalition (CDU, SPD, Grüne) bilden. Aber auch eine sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP oder ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP wäre möglich. Laut der aktuellen Hochrechung gibt es auch die Option für ein schwarz-rotes Zweierbündnis (CDU und SPD).

Haseloff, der nun auf seine dritte Wahlperiode zusteuert, ließ am Abend noch keine Präferenzen erkennen. Entscheidend sei, was für das Land gut sei: "Wir sind nicht gut beraten, uns irgendwie instrumentalisieren zu lassen, von Bundesthemen oder einer Bundestagswahl."

6.6.2021 • 23:07 Uhr

Magdeburger Signale - Erkenntnisse für Berlin

Die Generalprobe vor der Bundestagswahl endet durchaus überraschend. Ein haushoher Wahlsieg für die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff. Enttäuschte Grüne. Ein ganz bitteres Ergebnis für die SPD. Was bedeutet das alles für die drei Parteien im Kampf ums Kanzleramt?

6.6.2021 • 23:03 Uhr

Hochrechnung, 23.01 Uhr

Laut der neunten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 37,0 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 20,9 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 11,2 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,3 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,4 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,1 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

6.6.2021 • 23:01 Uhr

Habeck: Stimmung in Sachsen-Anhalt nicht auf Bund übertragbar

Grünen-Chef Robert Habeck wertet das Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als "gutes und stabiles Ergebnis", das nicht auf die Bundesebene übertragbar sei. Es sei "nicht außergewöhnlich", dass andere Parteien auf den letzten Metern zugunsten der Amtsinhaber an Stimmen verlieren würden, sagte er in der ARD-Sendung "Anne Will". Das sei auch diesmal im Falle von CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff so gewesen.

6.6.2021 • 22:49 Uhr

Hochrechnung, 22.45 Uhr

Laut der achten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 37,0 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 20,9 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 11,2 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,3 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,4 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,1 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

6.6.2021 • 22:36 Uhr

Analyse: Warum die CDU so deutlich vorne liegt

Dass die CDU die Wahl in Sachsen-Anhalt mit einem so deutlichen Vorsprung gewonnen hat, dürfte sie zwei Dingen zu verdanken haben: Zum einen der Tatsache, dass es bei dieser Wahl nicht das eine, entscheidende Thema gab und der CDU bei vielen Themen Sachkompetenz zugesprochen wird. Zum anderen - und das dürfte der wichtigere Grund sein - Ministerpräsident Reiner Haseloff, analysiert Holger Schwesinger.

6.6.2021 • 22:34 Uhr

Grafiken: Wer wählte was?

Männer wählten anders als Frauen, das Wahlverhalten in Großstädten unterschied sich deutlich von dem im Land insgesamt - die Präferenzen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Überblick.

6.6.2021 • 22:27 Uhr

Habeck findet Wahlergebnis gut

Grünen-Ko-Parteichef Robert Habeck hat den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Prinzip begrüßt, weil die AfD nicht stärkste Kraft geworden ist. "Ich finde das Wahlergebnis gut", sagt er in der ARD. Seine Partei hätte aber besser abschneiden können. Offenbar würden einige gesellschaftliche Themen im Osten immer noch anders diskutiert als im Westen, fügt er mit Blick auf die Klimathemen hinzu.

6.6.2021 • 22:27 Uhr

CDU-Kandidaten vor Sieg in fast allen Wahlkreisen

Die CDU kann mit einem Sieg fast aller ihrer Direktkandidaten rechnen. Die Bewerber der Partei von Regierungschef Reiner Haseloff lagen nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Wahlbezirke in 40 der 41 Wahlkreise vorne, wie die Landeswahlleitung in Magdeburg mitteilte. Haseloff führte in seinem Wahlkreis Wittenberg sogar mit mehr als 50 Prozent der Erststimmen. Nur im Wahlkreis Zeitz lag mit Lothar Waehler ein AfD-Politiker vorn.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die CDU 27 Direktmandate gewonnen, die AfD gewann in 15 Wahlkreisen, 1 Direktmandat ging an die Linke.

6.6.2021 • 22:03 Uhr

Wer würde welche Koalition bevorzugen?

Kenia, Jamaika, Deutschland-Koalition: Wer würde welche Koalition bevorzugen? Was wünschen sich CDU-Wähler, was bevorzugen AfD-Wähler? Die Umfragen dazu im Überblick.

6.6.2021 • 22:02 Uhr

Reaktionen aus Sachsen-Anhalt

Der 67-jährige Haseloff sagte dem MDR, er sei "völlig beeindruckt" vom Wahlergebnis seiner Partei. Der Ministerpräsident sagte, die Bürgerinnen und Bürger hätten sich gegen die letzten Umfragen aufgebäumt. 

6.6.2021 • 21:58 Uhr

Haseloff will bei Sondierungen nicht auf Bundestagswahl schauen

Der amtierende Ministerpräsident sagte im Interview mit den tagesthemen, dass er bei der Sondierung für eine Koalition nicht auf die Bundestagswahl schaue. Er wisse um die Verantwortung für eine stabile Koalition der Mitte. Heute freue er sich aber erstmal über das sensationelle Ergebnis seiner Partei.

6.6.2021 • 21:54 Uhr

Hochrechnung, 21.46 Uhr

Laut der siebten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 36,9 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 21,1 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 11,2 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,3 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,4 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,2 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

6.6.2021 • 21:53 Uhr

Sachsen-Anhalts Justizministerin Keding für Deutschland-Koalition

Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) hat sich für eine sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP ausgesprochen. "Das ist jetzt für mich die natürliche Koalition", sagte sie in Magdeburg. Bei einer Deutschland-Koalition sei die Schnittmenge am größten. Die "Kenia"-Koalition aus CDU, SPD und Grünen habe im Endergebnis gut zusammengearbeitet. "Die Schnittmenge mit der FDP in Sachsen-Anhalt halte ich für größer als die Schnittmenge mit den Grünen in Sachsen-Anhalt", meinte Keding jedoch. Nun komme es auf die Verhandlungen an.

6.6.2021 • 21:38 Uhr

Hochrechnung, 21.33 Uhr

Laut der sechsten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 36,9 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 21,1 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 11,3 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,2 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,4 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,2 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

6.6.2021 • 21:27 Uhr

Grüne wollen weiter mitregieren

Grünen-Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann warb in der ARD mit dem Argument des Klimaschutzes. Haseloff werde sich nun entscheiden müssen, ob er eine Regierungskonstellation wolle, "die den Klimaschutz voranbringt" oder nicht, warb sie für eine weitere Regierungsbeteiligung ihrer Partei.

Cornelia Lüddemann | dpa

Lüddemann will, dass die Grünen in Sachsen-Anhalt weiter in der Regierung beteiligt sind. Bild: dpa

6.6.2021 • 21:23 Uhr

Grafiken zu Sachsen-Anhalt: Wo punktete die CDU?

Wie wird die Arbeit der CDU bewertet? In welchen Bereichen punktet die Partei? Was halten CDU-Wähler von Ministerpräsident Haseloff? Die wichtigsten Umfragen zum Abschneiden der CDU in Sachsen-Anhalt.

6.6.2021 • 21:18 Uhr

Bartsch führt Linken-Ergebnis auch auf Polarisierung zwischen CDU und AfD zurück

Der Linken-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Dietmar Bartsch, hat das Abschneiden seiner Partei in Sachsen-Anhalt auch auf die Polarisierung zwischen CDU und AfD zurückgeführt. Viele hätten nicht gewollt, dass die AfD stärkste Kraft werde. Wenn man nun aber den großen Abstand zwischen den beiden Parteien sehe, sei es ein Gespenst, das aufgebauscht worden sei. Das schlechte Ergebnis sei aber auch pandemiebedingt, weil seine Partei viel auf die Basis und auf Gespräche setze, sagte der Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion in der ARD.

6.6.2021 • 21:05 Uhr

Welche Auswirkungen hat die Sachsen-Anhalt-Wahl auf die Bundestagswahl?

Die Bundes-CDU dürfte aufatmen, analysiert Tina Hassel, ARD Berlin. Den ersten Härtetest habe Armin Laschet bestanden, auch wenn der Erfolg der CDU vor allem Ministerpräsident Reiner Haseloff zu verdanken sei.

6.6.2021 • 21:02 Uhr

Hochrechnung, 20.54 Uhr

Laut der fünften Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 36,9 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 21,4 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 11,2 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,3 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,5 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,0 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

6.6.2021 • 20:27 Uhr

Haseloff will keine Einmischung der Bundespolitik bei Sondierungen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat signalisiert, dass er sich bei den anstehenden Sondierungsgesprächen von der Bundespolitik nicht reinreden lassen will. "Was nicht passieren wird, ist, dass wir uns in der Konstellation instrumentalisieren lassen von bundespolitischen Vorgaben", sagte Haseloff. Es wolle faire und ergebnisoffene Gespräche führen.

6.6.2021 • 20:02 Uhr

Vierte Hochrechnung, 19.57 Uhr

Laut der Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 36,6 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 22,0 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 11,0 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,4 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,5 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,0 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

6.6.2021 • 20:00 Uhr

Analyse von Jörg Schönenborn zum Abschneiden der SPD

Die SPD muss Wunden lecken, analysiert Jörg Schönenborn. Für sie ist es die zehnte Landtagswahl in Folge mit Verlusten und am Ende wird es, je nachdem wie die Hochrechnungen noch schwanken, das zweit- oder drittschlechteste Landtagswahlergebnis der bundesdeutschen Geschichte sein. Dabei führt die Analyse immer wieder zum selben Punkt: Die SPD hat ihren Markenkern verloren. Sie wird nicht mehr als Partei der sozialen Gerechtigkeit wahrgenommen. Ganze 17 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt messen ihr auf diesem Feld noch die höchste Kompetenz bei, neun Punkte weniger als vor fünf Jahren. Auch dies ist einer der schlechtesten Werte, die wir je gemessen haben.

Noch weniger als vor fünf Jahren haben die Befragten den Eindruck, dass sich die SPD in der Bundesregierung erfolgreich für die Interessen der Arbeitnehmer eingesetzt hat. Sie verspreche viel, aber wenig komme an, sie habe den Blick für die Sorgen der einfachen Leute verloren, sie sei einfach nicht mehr auf der Seite der Arbeitnehmer - all diesen Sätzen stimmen 70 bis 80 Prozent der Befragten zu.

Die deutlichste Ohrfeige für sozialdemokratische Politik ist vielleicht dieses Ergebnis: Nur zehn Prozent der Wählerinnen und Wähler bezeichnen am heutigen Wahltag ihre persönliche wirtschaftliche Situation als schlecht. Wenn man diese Gruppe für sich betrachtet, das Wahlergebnis im Kreis dieser Wählerinnen und Wähler auswertet, gibt es ein erstaunliches Ergebnis: 40 Prozent der wirtschaftlich Schwachen würden AfD wählen, 19 Prozent die CDU, 12 Prozent die Linke – und dann folgt auf Rang vier mit 8 Prozent die SPD. Ihr Image braucht offenbar eine Generalüberholung.

6.6.2021 • 19:51 Uhr

Grafiken: Welche Themen waren den Wählern wichtig?

Seit weit über einem Jahr dominiert die Corona-Pandemie die Nachrichten - doch den Wählerinnen und Wählern waren andere Themen viel wichtiger. Je nach Partei sahen ihre Präferenzen sehr unterschiedlich aus.

6.6.2021 • 19:48 Uhr

Auszählung der Wahlstimmen

In Sachsen-Anhalt werden nun die Stimmen ausgezählt. Insgesamt 449 Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt. 22 Parteien waren angetreten, verteilt auf 41 Wahlkreise. In den mehr als 2000 Wahllokalen galten Abstands- und Hygieneregeln und Maskenpflicht. Angesichts der Corona-Pandemie gibt es einen hohen Anteil an Briefwahl-Stimmen. Mit dem vorläufigen Endergebnis wird nach Mitternacht gerechnet.

Wahlhelfer sortieren die Stimmzettel zum Beginn der Auszählung von Stimmen bei der Landtagswahl von Sachsen-Anhalt in einer Schule in Magdeburg. | dpa

Die Stimmenauszählung läuft - wie hier in einer Schule in der Landeshauptstadt Magdeburg. Bild: dpa

6.6.2021 • 19:40 Uhr

Walter-Borjans: SPD lag in Sachsen-Anhalt im "Windschatten" von CDU und AfD

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat die Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt damit erklärt, dass die SPD in den "Windschatten" der Auseinandersetzung zwischen CDU und AfD geraten sei. Die Parteien dazwischen hätten "extreme Probleme" gehabt. Er räumte zugleich ein, dass die SPD mit dem Ergebnis "alles andere als glücklich" sei.

Ko-Parteichefin Saskia Esken sieht auch einen Negativeffekt für die SPD durch die Corona-Pandemie. Diese habe sozialdemokratische Themen wie etwa die Sicherheit der Renten überlagert.

Anhänger der SPD reagieren nach der Bekanntgabe der ersten Prognosen. | dpa

Enttäuschte SPD-Anhänger bei der Verkündigung der ersten Prognosen. Bild: dpa

6.6.2021 • 19:38 Uhr

Grafiken: Diese Rolle spielte das Thema "Ostdeutschland"

Viele Ostdeutsche fühlen sich noch als Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse - andererseits hält eine Mehrheit die Wiedervereinigung für gelungen. Grafiken zu einem komplexen Stimmungsbild.

6.6.2021 • 19:32 Uhr

FDP-Spitzenkandidatin Hüskens optimistisch

Sachsen-Anhalts FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens hat mit Blick auf mögliche Koalitionen erklärt, dass die FDP zunächst ausloten wolle, welche Möglichkeiten das Wahlergebnis biete. "Natürlich ist es ein Wettbewerb", sagte sie. Bisher regiert Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in einer Kenia-Koalition zusammen mit SPD und Grünen. Nach ersten Hochrechnungen könnte es möglicherweise auch für eine sogenannte Deutschland-Koalition reichen - bestehend aus CDU, SPD und FDP.

Lydia Hüskens | dpa

Lydia Hüskens freut sich, dass die FDP nach zehn Jahren wieder in den Landtag von Sachsen-Anhalt eingezogen ist. Bild: dpa

6.6.2021 • 19:28 Uhr

Grafiken: Alle Ergebnisse, Wahlkreise und Umfragen

Wie setzt sich der neue Magdeburger Landtag zusammen, wie sehen die Ergebnisse in den Wahlkreisen aus - und wie ist die Sicht die Wählerinnen und Wähler auf diverse Themen? Unser komplettes Wahlangebot im Überblick.

6.6.2021 • 19:21 Uhr

SPD-Spitzenkandidatin Pähle: Rot-Rot-Grün in weite Ferne gerückt

Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidatin Katja Pähle hat sich offen für Koalitionsgespräche mit der CDU gezeigt. Es sei zu früh über mögliche Bündnisse zu spekulieren, "wenngleich ich natürlich sehe, dass Rot-Rot-Grün in weite Ferne gerückt ist", sagte sie der ARD.

Es liege an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), nun zu Gesprächen aufzufordern. "Und ich sage ganz deutlich: Zu Gesprächen zwischen Demokraten stehen wir zur Verfügung", machte sie klar. Dass es die AfD nicht schaffte, in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft zu werden, bezeichnete Pähle als "Erfolg für die Demokratie".

Katja Pähle | dpa

SPD-Spitzenkandidatin Pähle steht für Koalitionsgespräche zur Verfügung. Bild: dpa

6.6.2021 • 19:18 Uhr

Kandidaten im Vergleich

Wie bewerten Wähler die Arbeit von Haseloff? Wie schneidet er im Vergleich zu Ministerpräsidenten andere Bundesländer vor einer Wahl ab? Die wichtigsten Umfragen zu dem CDU-Politiker im Überblick.

6.6.2021 • 19:18 Uhr

Dritte Hochrechnung, 19.15 Uhr - FDP nun vor Grünen

Laut der dritten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 36,2 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 22,5 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 10,9 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,4 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,5 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,2 Prozent (2016: 5,2 Prozent).

6.6.2021 • 19:16 Uhr

Bundesparteien befassen sich mit Ausgang der Wahl in Sachsen-Anhalt

Am Montag werden die Bundesparteien das Ergebnis analysieren. In Berlin äußern sich die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans (12.00 Uhr), bei der CDU tritt neben Parteichef Armin Laschet auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff vor die Presse (13.30 Uhr). Für die Grünen äußert sich Parteichef Robert Habeck (14.00 Uhr). Die FDP schickt sowohl den Parteivorsitzenden Christian Lindner und die Spitzenkandidatin der Landtagswahl, Lydia Hüskens (10.15 Uhr), als auch Generalsekretär Volker Wissing (12.30 Uhr) vor die Kameras.

Für die AfD äußern sich Bundeschef Tino Chrupalla, Landesparteichef Martin Reichardt und Spitzenkandidat Oliver Kirchner (13.00 Uhr). Bei der Linken sind es Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow, der Landesvorsitzende Stefan Gebhardt und die Spitzenkandidatin Eva von Angern (14.15 Uhr).

6.6.2021 • 19:09 Uhr

Zentralratspräsident wertet Wahl als "Sieg der Demokratie"

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich erleichtert über das Ergebnis der Landtagswahl gezeigt. "Es ist ein Sieg der Demokratie", erklärte er. "Die Landesregierung kann definitiv ohne die AfD gebildet werden." Dennoch dürfe niemand das Ergebnis der AfD "auf die leichte Schulter nehmen", mahnte Schuster.

"Mehr als jeder fünfte Wähler hat für die in meinen Augen rechtsextreme Partei gestimmt", so der Zentralratschef. Die Landespolitik müsse in den nächsten fünf Jahren "alles daran setzen, die AfD-Wähler für die demokratischen Werte zurückzugewinnen und zivilgesellschaftliche Initiativen zu stärken, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren", forderte Schuster.

6.6.2021 • 19:07 Uhr

FDP-Chef Lindner: Landtagswahl Grund zur Freude für alle Demokraten

FDP-Chef Christian Lindner hat Ministerpräsident Reiner Haseloff zum Sieg seiner CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gratuliert. Nach dem Abschneiden der CDU so deutlich vor der AfD sei "Freude auch für alle Demokraten angezeigt", sagte er in Berlin. Die Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt hätten die politische Mitte gestärkt.

Für die FDP sei es ein guter Abend und ein wichtiges Signal im Wahljahr, dass die Partei nach über zehn Jahren wieder im Landtag in Magdeburg vertreten sei, erklärte Lindner. "Wir wissen, dass unsere Freundinnen und Freunde in Sachsen-Anhalt bereit sind zur Übernahme von Verantwortung für dieses Land, wenn Richtiges, wenn Gutes bewirkt werden kann."

6.6.2021 • 19:03 Uhr

AfD-Politiker Kirchner beklagt "Hetze"

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Oliver Kirchner hat Anfeindungen gegen seine Partei beklagt. "Fünf Jahre Hetze gegen die AfD zahlt sich natürlich auch bei so einem Minustrend aus", sagte er in Magdeburg nach den ersten Prognosen in der ARD. Er meine damit unter anderem die Medien und die Kirchen, so Kirchner. Allerdings sei er mit dem Abschneiden seiner Partei zufrieden.

6.6.2021 • 19:00 Uhr

Zweite Hochrechnung, 18.57 Uhr

Laut der zweiten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 36,0 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 22,7 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 10,8 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,3 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,6 Prozent (2016: 5,2 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,5 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent).

6.6.2021 • 18:54 Uhr

Baerbock: Grüne haben sich mehr erhofft

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, das hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, auch mit bundespolitischen Einflüssen begründet. "Wir haben zugelegt, aber nicht so, wie wir uns das erhofft haben", sagte sie in der ARD. Mit Blick auf die Diskussion um eine Erhöhung des Benzinpreises sagte sie: "Solche Debatten auf Bundesebene helfen natürlich nie in einem Wahlkampf."

Die Grünen seien in Sachsen-Anhalt mit einem klaren Fokus auf den Klimaschutz angetreten, sagte Baerbock. Damit habe die Partei aber "nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen haben". Viele Menschen hätten ihre Stimme der regierenden CDU gegeben, um ein Erstarken der AfD zu verhindern, sagte Baerbock. Die Grünen legten bei der Wahl laut 1. Hochrechnung leicht auf 6,5 Prozent zu. Sie hatten auf ein zweistelliges Ergebnis gehofft.

6.6.2021 • 18:48 Uhr

Erste Hochrechnung, 18.40 Uhr

Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt klar gewonnen.

Laut der ersten Hochrechnung von infratest dimap kommt die CDU in Sachsen-Anhalt auf 35,9 Prozent (2016: 29,8 Prozent). Die AfD rutscht auf 22,7 Prozent ab (2016: 24,3 Prozent). Drittstärkste Kraft wird die Linkspartei mit 10,9 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Die SPD landet bei 8,3 Prozent (2016: 10,6 Prozent). Dahinter folgen die Grünen mit 6,5 Prozent (2016: 5,2 Prozent). Der FDP gelingt mit 6,4 Prozent der Einzug in den Landtag (2016: 4,9 Prozent).

6.6.2021 • 18:42 Uhr

Chrupalla spricht von "sehr gutem Ergebnis"

Die AfD hat sich "sehr zufrieden" über das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geäußert. Der Bundesvorsitzende Tino Chrupalla sprach in der ARD von einem "sehr guten Ergebnis".

Das Abschneiden des Wahlsiegers CDU und der zweitplatzierten AfD zeige, dass es in Sachsen-Anhalt "nur noch zwei Volksparteien" gebe, so Chrupalla. Die Wähler hätten "stark konservativ bürgerlich gewählt", sagte er mit Blick auf die Verluste der Linken und die nur einstelligen Ergebnisse der anderen Parteien. "Das zeigt ganz klar, die Bürger in Sachsen-Anhalt wollen eine Regierung aus CDU und AfD", so Chrupalla. An die Adresse der Union sagte er: "Wir können hier durchaus eine bürgerlich-konservative Regierung bilden."

Der amtierende Ministerpräsident Haseloff (CDU) lehnt eine Zusammenarbeit mit der AfD aber weiterhin ab.

6.6.2021 • 18:35 Uhr

SPD und Grüne in Magdeburg zu Koalitionsgesprächen mit CDU bereit

Die bisherigen Juniorpartner in der CDU-geführten Koalition in Sachsen-Anhalt sind nach der Landtagswahl zu Gesprächen über eine Fortsetzung der gemeinsamen Regierung bereit.

"Für Gespräche unter Demokraten stehen wir zur Verfügung", sagte SPD-Spitzenkandidatin Katja Pähle in der ARD. Das Ergebnis wertete sie als klaren Wahlerfolg für Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU): Nun sei es an ihm, zu Gesprächen über die Regierungsbildung einzuladen, sagte Pähle. 

Auch Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner bekräftigt die Bereitschaft seiner Partei zur Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt unter Führung der CDU. "Wir sind zu Gesprächen bereit", sagt er in der ARD. Das gute Abschneiden der Christdemokraten führt Kellner darauf zurück, dass sich Menschen wie zuvor auch bei anderen ostdeutschen Landtagswahlen hinter der Partei des amtierenden Ministerpräsidenten versammelt hätten, um den Einfluss der AfD auf die Politik zu begrenzen.

6.6.2021 • 18:32 Uhr

AfD-Landeschef zufrieden mit Abschneiden bei Landtagswahl

Sachsen-Anhalts AfD-Vorsitzender Martin Reichardt hat sich zufrieden gezeigt mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl. "Ich denke, das wir mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden sein können", sagte er im MDR. Die AfD habe eine sehr gute Ausgangsposition für die nächsten fünf Jahre erreicht.

Der AfD-Verband in Sachsen-Anhalt wird wie die Landesverbände Brandenburg und Sachsen vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet. Reichardt sagte dazu, seine Partei habe sich immer klar vom Rechtsextremismus distanziert.

6.6.2021 • 18:30 Uhr

CDU-Generalsekretär Ziemiak: "Sensationell gutes Ergebnis"

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich nach dem Sieg der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hochzufrieden geäußert. "Es ist tatsächlich ein sensationell gutes Ergebnis", sagte er im ZDF. Es handele sich um einen persönlichen Sieg von Ministerpräsident Reiner Haseloff, aber auch des ganzen Teams der CDU in Sachsen-Anhalt. "Ein starker Kandidat, ein klares Profil der Mitte und Geschlossenheit, das war ausschlaggebend. Sachsen-Anhalt bleibt stabil, und die CDU hat diese Wahl deutlich gewonnen. Heute ist ein guter Tag."

6.6.2021 • 18:27 Uhr

Haseloff: "Ergebnis ist Abgrenzung nach rechts"

Nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ist das Ergebnis bei der Landtagswahl auch ein Zeichen gegen Rechts. Er sei den Bürgern dankbar, dass sie eine "Abgrenzung nach rechts" vorgenommen hätten, sagte er in der ARD-Wahlsendung. Das Ergebnis sei eine "klare Botschaft nach außen".

Den Erfolg der CDU bei der Wahl begründete er mit Einigkeit in seinem Landesverband. "Wir sind geschlossen gewesen innerhalb der Partei", erklärte er. Nun müsse man zunächst weiter Regierungsarbeit zeigen. "Denn eine Koalition wird nicht so einfach zu bilden sein", so Haseloff. Man werde mit allen demokratischen Parteien sprechen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD werde es nicht geben.

6.6.2021 • 18:10 Uhr

Analyse: Ein Sieg von Ministerpräsident Haseloff

Solche Momente sind für die CDU selten geworden. Bei zehn der letzten elf Landtagswahlen ging es für die Partei teilweise deutlich nach unten. Allein im kleinen Bremen konnte die CDU zuletzt Stimmanteile hinzugewinnen. Insofern markiert der Erfolg der CDU in Sachsen-Anhalt eine Trendwende. Die Partei verdankt das allen voran Ministerpräsident Reiner Haseloff, analysiert Jörg Schönenborn.

6.6.2021 • 18:05 Uhr

Verschiedene Koalitionen möglich

Rein rechnerisch könnte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die Koalition mit SPD und Grünen wohl fortsetzen. Womöglich würde es aber auch für eine Koalition der CDU mit SPD und FDP reichen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD hatte Haseloff vor der Wahl kategorisch ausgeschlossen. Wegen des hohen Anteils an Briefwählern können sich die Ergebnisse noch verschieben.

6.6.2021 • 18:00 Uhr

18-Uhr-Prognose für Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt bleiben die Christdemokraten laut Prognose von infratest dimap mit 36,0 Prozent stärkste Kraft und verbessern ihr Ergebnis von 2016 (29,8) deutlich. Zweitstärkste Partei wird die AfD mit 22,5 Prozent. Die AfD verliert damit laut Prognose Stimmen - 2016 hatte sie 24,3 Prozent der Stimmen bekommen.

Auf Platz 3 landet die Linkspartei mit 11,0 Prozent – ebenfalls mit Stimmverlusten (2016: 16,3 Prozent). Dahinter folgt die SPD mit 8,5 Prozent. Auch die Sozialdemokraten haben Stimmen verloren. 2016 lagen sie bei 10,6 Prozent. Die Grünen legen leicht zu auf 6,5 Prozent (2016: 5,2 Prozent). Der FDP würde mit 6,5 Prozent der Wiedereinzug in den Landtag gelingen (2016: 4,9 Prozent). Die Freien Wähler erhalten 3,0 Prozent (2016: 2,2 Prozent).

6.6.2021 • 17:43 Uhr

Spitzenkandidaten haben gewählt

Die Stimmabgabe des Ministerpräsidenten und auch anderer Spitzenkandidaten von Parteien wie der AfD wurden begleitet von einem großen Medieninteresse.

Ministerpräsident Reiner Haseloff trat am Morgen in Wittenberg an die Wahlurne. Der CDU-Politiker und Spitzenkandidat der Union im Land wurde in seiner Heimatstadt von seiner Frau Gabriele begleitet. Er habe alles getan, was notwendig und machbar gewesen sei, um die Menschen zu überzeugen, sagte der Christdemokrat. Dieser Sonntag sei der Tag der Wähler.

Reiner Haseloff und seine Ehefrau Gabriele | REUTERS

Der amtierende Ministerpräsident Haseloff mit seiner Frau Gabriele kurz vor der Stimmabgabe. Bild: REUTERS

Katja Pähle (SPD) gab ihre Stimme in Halle ab. In Magdeburg traten Eva von Angern (Linke) und Lydia Hüskens (FDP) in ihren Wahlbezirken an die Urnen. Cornelia Lüddemann (Grüne) hatte nach eigenen Angaben per Briefwahl abgestimmt. AfD-Spitzenkandidat Oliver Kirchner wählte in der Landeshauptstadt.

6.6.2021 • 17:40 Uhr

Endspurt bei Landtagswahl

In Sachsen-Anhalt können die Wähler noch bis 18.00 Uhr ihre Stimme bei der Landtagswahl abgeben. Das Ergebnis wird bundesweit mit Spannung erwartet - laut Umfragen könnte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen von CDU und AfD geben.

Die Landeswahlleiterin Christa Dieckmann rief alle Wahlberechtigten dazu auf, die verbleibende Zeit bis zur Schließung der Wahllokal zu nutzen um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

6.6.2021 • 17:29 Uhr

Wahlsendung zur Landtagswahl

Das Erste informiert Sie in einer Wahlsendung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - mit Hochrechnungen und Analysen. Politiker bewerten in Interviews das Abschneiden ihrer Parteien.

6.6.2021 • 17:15 Uhr

Bislang niedrigere Wahlbeteiligung als 2016

In Sachsen-Anhalt hat die Wahlbeteiligung bei der mit Spannung erwarteten Landtagswahl im Verlauf des Nachmittags zugenommen. Bis 16.00 Uhr gingen 41,0 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen. Bis 14.00 Uhr waren es noch 27,1 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Allerdings rechnet das Land in diesem Jahr mit einem höheren Anteil an Briefwählern.

In Umfragen vor der Wahl lagen die regierenden Christdemokraten um Reiner Haseloff (CDU) meist vorn, teilweise aber Kopf an Kopf mit der AfD.

Wähler geben in einem Wahllokal bei der Wahl zum neuen Landtag in Sachsen-Anhalt ihre Stimmen ab. | dpa

Bis 18.00 Uhr sind die Wahllokale noch geöffnet - wie hier in Wernigerode. Bild: dpa

6.6.2021 • 17:10 Uhr

Wahl im Land der Überraschungen

In Sachsen-Anhalt sind die Wählerinnen und Wähler schwerer zu mobilisieren und seltener bereit, sich frühzeitig zu entscheiden und ihre Stimme per Brief anzugeben. Das Bundesland verzeichnete in der Vergangenheit historisch niedrigere Wahlbeteiligungswerte und den geringsten Briefwähleranteil. Jörg Schönenborn analysiert.

6.6.2021 • 17:05 Uhr

Wer regiert seit 2016?

In Sachsen-Anhalt regieren seit 2016 die CDU, die SPD und die Grünen zusammen als Deutschlands erste sogenannte Kenia-Koalition.

Die CDU hatte vor fünf Jahren 29,8 Prozent der Wählerstimmen bekommen. Die AfD kam auf 24,3 Prozent. Die Linke bekam 16,3 Prozent der Wählerstimmen, die SPD 10,6 Prozent und die Grünen 5,2 Prozent. Die FDP war mit 4,9 Prozent an der 5-Prozent-Hürde gescheitert.

6.6.2021 • 17:00 Uhr

Wahllokale bis 18.00 Uhr geöffnet

Rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte sind in Sachsen-Anhalt aufgerufen, ein neues Parlament für die nächsten fünf Jahre zu bestimmen. Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU hat laut Umfragen Chancen auf eine dritte Amtszeit.

Allerdings wird laut Umfragen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen von CDU und AfD gerechnet.

Insgesamt 449 Kandidaten stellen sich zur Wahl, 22 Parteien treten an. Die 2240 Wahllokale haben bis 18.00 Uhr geöffnet.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. Juni 2021 um 17:00 Uhr.