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Liveblog

Krieg gegen die Ukraine ++ Russland fehlen 170.000 IT-Kräfte ++

Stand: 21.06.2022 23:56 Uhr

Seit Beginn des Krieges haben viele IT-Spezialisten Russland verlassen - inzwischen fehlen 170.000 Fachkräfte. Moskau und Washington streiten über den Status der in der Ukraine gefangengenommenen US-Bürger. Die Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen.

21.6.2022 • 23:56 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute - vielen Dank für Ihr Interesse! Auch am Mittwoch verfolgen wir natürlich die Ereignisse. Den Blog können Sie hier lesen.

21.6.2022 • 23:09 Uhr

Russisches Militärflugzeug in Grenznähe abgestürzt

in russisches Kampfflugzeug ist in der Nähe der Grenze zur Ukraine abgestürzt, dabei kam sein Pilot russischen Militärangaben zufolge ums Leben. Die Maschine des Typs Suchoi Su-25 sei bei einem Übungsflug in der Region Rostow abgestürzt, Ursache könnte ersten Informationen zufolge eine "technische Störung" gewesen sein, zitierten russische Nachrichtenagenturen eine Presseerklärung des Militärbezirks Süd.  Einen möglichen Zusammenhang mit dem russischen Militäreinsatz in der an Rostow angrenzenden Ukraine erwähnte die Erklärung nicht.

Zuvor war schon einmal eine Su-25 bei einem Übungsflug in der ebenfalls an die Ukraine grenzenden Region Belgorod abgestürzt. Auch damals hatte das russische Militär von einem möglichen technischen Defekt gesprochen.

21.6.2022 • 22:44 Uhr

Selenskyj: Militärische Lage in Region Luhansk schwierig

Die militärische Lage in der Region Luhansk ist nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sehr schwierig. "Die Besatzer üben starken Druck aus", sagte er in einer Videoansprache mit Blick auf fortdauernde Angriffe der russischen Armee.

21.6.2022 • 22:42 Uhr

Russland: Dutzende Schiffe in Ukraine blockiert

In sechs Häfen der Ukraine sind nach russischen Angaben derzeit 70 Schiffe aus 16 Staaten blockiert. Das russische Verteidigungsministerium warf der Ukraine vor, wegen ukrainischen Beschusses und der hohen Minengefahr könnten Schiffe nicht ungehindert aufs Meer fahren. Die Ukraine - einer der größten Getreideexporteure der Welt - kritisiert hingegen, dass Russland durch eine Blockade ukrainischer Häfen die Ausfuhr von Getreide verhindere und damit eine Lebensmittelkrise hervorrufe. Die internationale Gemeinschaft fordert von Russland seit Wochen, den Export von ukrainischem Getreide zu ermöglichen.

Der Hafen in Mariupol im Süden der Ukraine ist nach den Angaben des russischen Verteidigungsministeriums inzwischen wieder funktionsfähig. Als erstes ausländisches Schiff habe ein türkisches Schiff den Hafen verlassen, schrieb die russische Agentur Tass. Für die Häfen in Cherson, Mykolajiw, Tschornomorsk, Otschakiw, Odessa und Juschne wurden demnach humanitäre See-Korridore eingerichtet.

21.6.2022 • 22:08 Uhr

Lindner: "Putin hat uns nicht in der Hand"

Deutschland ist nach Darstellungen von Bundesfinanzminister Christian Lindner trotz "der Gefahr einer sehr ernstzunehmenden Wirtschaftskrise" Russland nicht hilflos ausgeliefert. "Nein, Putin hat uns nicht in der Hand, sondern wir sind die Gestalterinnen und Gestalter unseres Schicksals", sagte der FDP-Politiker im ZDF. Deutschland könne seine Energieversorgung diversifizieren, andere Lieferketten schließen und frei handeln. Zudem könne man heimische Gas- und Ölvorkommen nutzen.

21.6.2022 • 21:45 Uhr

USA stellen sich vor NATO-Partner Litauen

Im Streit um die Einschränkungen des Güterverkehrs in die russische Exklave Kaliningrad haben sich die USA schützend vor Litauen gestellt. Nach Moskaus Drohung, dass Russland "auf solche feindseligen Aktionen reagieren" werde, erklärte der Sprecher im US-Außenministerium, Ned Price, Washington stehe zu seinen "NATO-Verbündeten" und damit auch zu Litauen. Ausdrücklich verwies Price auf Artikel 5 des NATO-Vertrags, wonach ein Angriff auf ein verbündetes Land als ein Angriff gegen alle angesehen wird. Er betonte, das Bekenntnis der USA zu diesem Artikel sei "unumstößlich".

21.6.2022 • 20:37 Uhr

Putin: Russland wird noch stärker werden

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die russischen Streitkräfte als Erben der "legendären" militärischen Traditionen des Landes bezeichnet. Er äußerte sich bei einem Empfang des Kreml für Absolventen russischer Militärakademien. Das Land durchlaufe eine weitere Reihe von Prüfungen, sagte er - und äußerte sich zuversichtlich, dass Russland alle Herausforderungen meistern werde. "Es besteht kein Zweifel, dass wir noch stärker werden", sagte er.

21.6.2022 • 20:36 Uhr

Scholz: Entscheidung für Waffenlieferungen richtig

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Entscheidung für die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine als weitreichend, aber richtig bezeichnet. "Das ist jetzt notwendig", sagte Scholz am Abend bei der traditionellen Spargelfahrt des Seeheimer Kreises der SPD-Fraktion. Dies sei einhellige Meinung in der SPD-Fraktion gewesen und werde von den Bürgerinnen und Bürgern unterstützt.

Knapp vier Monate nach Kriegsbeginn waren mit sieben Panzerhaubitzen 2000 die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine eingetroffen. Es handelt sich dabei um das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Scholz sagte, Russland müsse den Krieg beenden und die Ukraine müsse in Freiheit bestehen. "Alles was wir machen, ist darauf gerichtet." Die Entscheidung, Waffen in ein solches Land zu liefern, sei weitreichend gewesen. "Trotzdem war es richtig, das jetzt und in dieser Lage zu entscheiden."

21.6.2022 • 20:09 Uhr

US-Regierung: Putin setzt Lebensmittel als Waffen ein

US-Präsident Joe Biden will sich für Getreide-Exporte aus der Ukraine einsetzen. Es werde nach einer Möglichkeit gesucht, um das Getreide auszuführen, sagt ein Sprecher des Weißen Hauses. "Nennen wir es beim Namen, (Putin) setzt Lebensmittel als Waffen ein." Rund 20 Millionen Tonnen Getreide können aus ukrainischen Schwarzmeerhäfen nicht abtransportiert werden, da sie von der russischen Marine blockiert werden. Die Ukraine ist einer der weltweit größten Getreide-Exporteur. Millionen Menschen in ärmeren Ländern droht wegen des Exports-Stopps Hungersnot.

21.6.2022 • 19:58 Uhr

Tote durch russischen Beschuss des Gebiets Charkiw

In der ostukrainischen Region Charkiw sind durch russische Angriffe 15 Menschen getötet worden. 16 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets Oleh Synjehubow im Nachrichtendienst Telegram mitteilte. Demnach gab es in der Metropole Charkiw durch russischen Raketenbeschuss vier Tote und elf Verletzte. Drei Zivilisten wurden den Angaben nach nahe der russischen Grenze in Udy und ein achtjähriges Mädchen in Besruky bei Derhatschi getötet. In Tschuhujiw südöstlich von Charkiw starben am Abend sechs Menschen durch russischen Beschuss, drei wurden verletzt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Seit Beginn der russischen Invasion vor rund vier Monaten haben die Vereinten Nationen über 4500 getötete Zivilisten in der Ukraine registriert. Die UN geht aber wie Kiew von weitaus höheren zivilen Opferzahlen aus.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

21.6.2022 • 19:50 Uhr

Ostukraine: Ukrainische Truppen von Einschließung bedroht

Im stark umkämpften ostukrainischen Gebiet Luhansk sind ukrainische Einheiten um die Ortschaften Solote und Hirske bedroht, von russischen Truppen eingeschlossen zu werden. "In der Richtung Toschkiwka - Pidlisne hat der Feind die Ortschaften Pidlisne und Myrna Dolyna erobert", hieß es in einem Bericht des ukrainischen Generalstabs bei Facebook. Die russischen Truppen hätten ebenfalls bei Hirske Erfolge erzielt. Damit wäre für die ukrainische Gruppierung um die Ortschaften Solote und Hirske die nördliche Straßenverbindung zu den übrigen ukrainischen Einheiten um Lyssytschansk südwestlich von Sjewjerodonezk gekappt worden. Vergangene Woche war bereits die Verbindung über das westlich von Hirske gelegene Wrubiwka unter russische Kontrolle geraten.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

21.6.2022 • 19:33 Uhr

Russische Teilrepublik präsentiert Schafe mit Kriegssymbolik

Schafe als Befürworter des Kriegs gegen die Ukraine: Das Landwirtschaftsministerium der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus hat mit einem fragwürdigen PR-Video auf sich aufmerksam gemacht, in dem Schafe mit einem aufgemalten Z - dem Symbol der Kriegsbefürworter - zu sehen sind. Das Video erschien laut Presseberichten auf dem Telegram-Kanal des Ministeriums, wurde aber nach dem medialen Echo wieder gelöscht. Zu sehen ist eine Schafsherde bei der Überführung von einer Weide auf die andere. Allen Schafen ist ein schwarzes Z auf das Fell gemalt. Das Internetmedium Baza, wo das Video nach der Löschung beim Ministerium weiterhin zu sehen ist, kommentierte die unglückliche Wahl von Schafen als Werbeträger für den Krieg ironisch: "Die russischen Gesetze erlauben es uns nicht, einen Witz zu diesem Video auszudenken."

21.6.2022 • 19:28 Uhr

Russische Medienaufsicht blockiert wegen Artikel britische Zeitung

Wegen eines missliebigen Artikels zum Ukraine-Krieg ist in Russland nach Angaben der russischen Nichtregierungsorganisation Roskomswoboda der Zugang zur Website der britischen Zeitung "The Telegraph" blockiert worden. Die Gruppe teilte mit, die Medien- und Internetaufsicht Roskomnadsor habe den russischen Zugang zu einem Artikel blockiert, den Moskau als "Fake News" bezeichnet habe. Der Schritt machte die gesamte Internetseite der Zeitung für einige russische Nutzer unerreichbar. In dem Artikel hieß es, russische Streitkräfte hätten ein mobiles Krematorium für den Einsatz im Angriffskrieg in der Ukraine vorbereitet, möglicherweise um militärische Verluste zu verschleiern.

21.6.2022 • 19:08 Uhr

Russen erobern Siedlung nahe Lyssytschansk

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk eine Siedlung nahe der umkämpften Stadt Lyssytschansk eingenommen. "Unglücklicherweise hat der Feind riesige Mengen an Waffen und Soldaten eingesetzt und Toschkiwka erobert", sagte Serhij Gaidai dem staatlichen ukrainischen Rundfunk. Auch Lyssytschansk werde von russischer Artillerie intensiv beschossen. Dennoch hätten die ukrainischen Streitkräfte dort die Stellung gehalten.

21.6.2022 • 18:58 Uhr

Tote und Verletzte durch russischen Beschuss des Gebiets Charkiw

In der ostukrainischen Metropole Charkiw sind durch russischen Raketenbeschuss mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere elf seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Im Gebiet Charkiw wurden durch Beschuss zudem drei Zivilisten nahe der russischen Grenze in Udy und ein achtjähriges Mädchen in Besruky bei Derhatschi getötet. Seit Beginn der russischen Invasion vor rund vier Monaten haben die Vereinten Nationen über 4500 getötete Zivilisten in der Ukraine registriert. Die UN geht aber wie Kiew von weitaus höheren zivilen Opferzahlen aus.

21.6.2022 • 18:54 Uhr

Polen hat bislang 240 Panzer geliefert

Polen hat nach Angaben von Präsident Andrzej Duda bislang mehr als 240 Panzer und 100 gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine geliefert. Außerdem habe das östliche Nachbarland auch Raketensysteme, Maschinengewehre sowie Munition erhalten, sagte Duda in Warschau bei einem Treffen mit den Botschaftern seines Landes. Er betonte erneut, Polens militärische Unterstützung für die Ukraine habe einen Umfang von mehr als 1,6 Milliarden Dollar. Ziel dieser Hilfe sei es, die russische Aggression zu stoppen und sie noch auf ukrainischem Gebiet abzuwehren, damit sie sich nicht auf Polen ausweite.

21.6.2022 • 18:53 Uhr

Ukraine bestätigt Angriff auf Ölbohrinseln im Schwarzen Meer

Die Ukraine hat einen Angriff auf Ölbohrinseln im Schwarzen Meer bestätigt, die demnach aber vom russischen Militär genutzt wurden. Wie der Sprecher der Militärverwaltung von Odessa, Serhij Bratschuk, sagte, nutzt Russland die Bohrinseln als Militäranlagen, unter anderem zur Lagerung von Ausrüstung zur Luftverteidigung. Russland wolle so die "volle Kontrolle über den nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres erlangen". Der von Moskau eingesetzte Gouverneur der annektierten Halbinsel Krim, Sergej Aksjonow, hatte die ukrainische Armee am Montagabend beschuldigt, bei Angriffen auf drei Bohrinseln vor der Küste der Krim drei Menschen verletzt zu haben. Sieben weitere Menschen wurden seinen Angaben zufolge nach den Angriffen vermisst. Das Unternehmen Tschernomorneftegas beutet mehrere Gas- und Ölfelder im Schwarzen und im Asowschen Meer vor der Küste der Krim aus. Der Angriff auf die Bohrinseln war der erste gemeldete Angriff auf Offshore-Öl-Infrastruktur der Krim seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine Ende Februar.

21.6.2022 • 18:19 Uhr

USA: Gefangengenommene US-Bürger fallen unter Genfer Konventionen

Nach Darstellung der US-Regierung sind für zwei von Russland in der Ukraine gefangengenommene US-Bürger auch die Genfer Konventionen gültig. Man habe diese Darstellung der Regierung in Moskau übermittelt, sagt ein Vertreter des Außenministeriums in Washington. Das russische Präsidialamt nannte die beiden Männer am Montag Söldner, die nicht unter den Konventionen fielen. Ihnen droht nach russischen Angaben die Todesstrafe.

21.6.2022 • 18:18 Uhr

Russische Journalistin nach Kriegsprotest: "Ich bereue nichts"

Gut drei Monate nach ihrem Anti-Kriegs-Protest im russischen Fernsehen hat die Journalistin Marina Owsjannikowa ihre Aktion verteidigt. "Ich bereue nichts", sagte die 44-Jährige beim Women's Forum in Berlin. "Das Gute wird über das Böse siegen. Und ich werde weiter dafür kämpfen." Owsjannikowa hatte am 14. März in der Nachrichtensendung des Ersten Kanals des russischen Staatsfernsehens hinter der Moderatorin ein Protestplakat gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gezeigt. Darauf stand: "Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen". Dafür bekam sie weltweit Anerkennung. Der Kreml in Moskau verurteilte die Aktion. Die Journalistin wurde zu Geldstrafen verurteilt.

21.6.2022 • 17:41 Uhr

Ukraine: Vier Tote und zehn Verletzte in Charkiw

Bei russischem Beschuss sollen in der ukrainischen Stadt Charkiw vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden sein. Diese Zahlen nannte Natalija Popowa, eine Beraterin des Stadtratsvorsitzenden in der zweitgrößten ukrainischen Stadt im Nordosten des Landes. Charkiw ist seit Kriegsbeginn ein Ziel schwerer russischer Angriffe.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

21.6.2022 • 17:39 Uhr

Medien: Türkische Delegation reist zu Getreide-Gesprächen nach Russland

Eine türkische Militärdelegation wird Medienberichten zufolge in dieser Woche zu Gesprächen über Details für einen möglichen Korridor über das Schwarze Meer für ukrainische Getreideexporte reisen. Ein Treffen zwischen der Türkei, Ukraine, Russland und den Vereinten Nationen solle innerhalb von zehn Tagen in Istanbul abgehalten werden, berichten türkische Sender unter Berufung auf das Präsidialamt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und UN-Generalsekretär Antonio Guterres könnten an der Zusammenkunft teilnehmen. Drei Korridore könnten den Plänen zufolge bei vier verschiedenen Häfen in Odessa errichtet werden. Von dort könnten sowohl ukrainische als auch russische Lebensmittel verschifft werden.

21.6.2022 • 17:37 Uhr

Kriegsbeschädigte russische Panzer sollen in Polen ausgestellt werden

Beschädigte und ausgebrannte russische Panzer und Armeefahrzeuge aus dem Angriffskrieg in der Ukraine sollen in der polnischen Hauptstadt Warschau öffentlich ausgestellt werden. Entsprechende Pläne für die von ukrainischen Streitkräften sichergestellten Militärvehikel wurden von Vertretern der Ukraine und Polens bestätigt. Der Bürochef des polnischen Ministerpräsidenten, Michal Dworczyk, sagte, die Idee sei, russische Gräueltaten und die ukrainische Reaktion hervorzuheben.

21.6.2022 • 17:35 Uhr

Russland fehlen wegen Abwanderung nach Ukraine-Krieg 170.000 IT-Kräfte

Die dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine folgende Massenausreise russischer IT-Spezialisten hat nach offiziellen Angaben zu einem gravierenden Fachkräftemangel im Land geführt. "Die Höhe des Bedarfs wird von Experten auf etwa 170.000 geschätzt, dabei sind insgesamt in der Branche etwa eine Million Menschen beschäftigt", sagte Russlands Vize-Innenminister Igor Subow auf einer in den sozialen Netzwerken übertragenen Sitzung des Föderationsrats, dem russischen Oberhaus des Parlaments. Subow verwies auf die westlichen Sanktionen als Ursache für den Exodus. Die Abwanderung der Spezialisten in einige Länder sei "erheblich" gewesen, räumte der Top-Beamte ein. Um die Lücke zu stopfen, bat Subow den Föderationsrat darum, eine Gesetzesinitiative zu unterstützen, die es ausländischen IT-Spezialisten leichter macht, eine Aufenthaltsgenehmigung in Russland zu erhalten.

21.6.2022 • 17:28 Uhr

Macron will im NATO-Streit Druck auf Türkei machen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will im Streit mit der Türkei um eine NATO-Aufnahme Finnlands und Schwedens Druck auf Ankara ausüben. Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Paris habe Macron angekündigt, von der Türkei Klarheit über ihre Positionierung zu verlangen, teilte der Élyséepalast mit. Vor dem NATO-Gipfel in Madrid Ende Juni laufen Bemühungen zur Lösung des Konflikts.

Macron bekräftigte bei dem Treffen mit Stoltenberg seine Unterstützung für Finnland und Schweden bei ihrer Entscheidung, dem Bündnis beizutreten. Beide seien enge Partner mit robusten Verteidigungsfähigkeiten, die somit zur Stärkung der Sicherheit und Stabilität des euro-atlantischen Raums beitragen würden. Macron erinnerte auch an die Bereitschaft Frankreichs, den beiden Ländern Sicherheitsgarantien zu geben, bis sie Mitglieder der Allianz geworden sind, hieß es aus dem Élyséepalast.

21.6.2022 • 17:04 Uhr

Habeck: Reduzierte Gasmengen sind ökonomischer Angriff auf uns

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wertet die durch Russland reduzierten Gaslieferungen als ökonomischen Angriff auf Deutschland. Dies sei eine neue Dimension, sagt der Grünen-Politiker. Russlands Präsident Wladimir Putin wolle Ängste schüren, unter anderem vor Armut. "Diese Strategie darf nicht erfolgreich sein."

21.6.2022 • 16:51 Uhr

US-Justizminister bespricht in Ukraine Ahndung von Kriegsverbrechen

US-Justizminister Merrick Garland ist für ein Treffen mit der ukrainischen Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa in die Ukraine gereist. Bei der Zusammenkunft sollten die Anstrengungen der USA und auf internationaler Ebene besprochen werden, der Ukraine dabei zu helfen, Personen zu identifizieren, festzunehmen und strafrechtlich zu verfolgen, die sich in dem Land an Kriegsverbrechen oder anderen Gräueltaten beteiligt haben, wie aus Kreisen des US-Justizministeriums verlautete. Der Besuch am Dienstag wurde vorab nicht angekündigt.

21.6.2022 • 16:50 Uhr

Moskauer Kommunalpolitiker nach Kritik an Ukraine-Offensive vor Gericht

In Moskau steht ein Kommunalpolitiker wegen der Verbreitung angeblicher Falschinformationen über die russische Armee in der Ukraine vor Gericht. Der Stadtrat Alexej Gorinow hielt beim Prozessauftakt am einen Zettel mit der Aufschrift "Nein zum Krieg" hoch. Der 60-Jährige hatte öffentlich die russische Offensive in der Ukraine kritisiert. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm nun bis zu zehn Jahre Haft. Gorinow hatte Mitte März bei einem Arbeitstreffen Russlands "Aggression" gegen die Ukraine kritisiert. Er forderte demnach, deswegen auf Freizeitveranstaltungen in seinem Wahlkreis zu verzichten, insbesondere auf einen Malwettbewerb für Kinder.

21.6.2022 • 16:00 Uhr

Merz warnt Russland vor Eskalation der Lage in Litauen

Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat Russland vor einer Eskalation des Konflikts mit dem NATO- und EU-Land Litauen gewarnt. "Ich kann nur hoffen, dass die russische Seite genug Respekt hat, auch vor dem Abschreckungspotenzial, das es dort durch die NATO unter Beteiligung auch deutscher Streitkräfte gibt", sagte der CDU-Chef vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin. Die Moskauer Führung hatte Litauen mit schweren Folgen gedroht, sollte das Land die Transitbeschränkungen gegenüber der zu Russland gehörenden Ostsee-Exklave Kaliningrad nicht einstellen.

21.6.2022 • 15:45 Uhr

Bundesregierung veröffentlicht Liste der Waffenlieferungen an die Ukraine

Nach wochenlanger Kritik ändert die Bundesregierung ihren Kurs bei der Veröffentlichung von Waffenlieferungen an die Ukraine. Sie wolle nun regelmäßig mitteilen, wie viel Material und Waffen aus Beständen der Bundeswehr oder von der deutschen Rüstungsindustrie geliefert werde, wenn diese mit Geld der Regierung bezahlt wurden, erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Er verwies darauf, dass die Mittel für die sogenannte Ertüchtigungsinitiative auf insgesamt zwei Milliarden Euro für das Jahr 2022 erhöht worden waren.

Zu der laut der Liste gelieferten militärischen Ausrüstung gehören unter anderem 14.900 Panzerabwehrminen, 500 Fliegerabwehrraketen des Typs "Stinger", 2700 Fliegerfäuste des Typs "Strela", Mig-29-Ersatzteile sowie 16 Millionen Schuss Handwaffenmunition. In Vorbreitung seien etwa 10.000 Schuss Artilleriemunition, 53.000 Schuss Flakpanzermunition, 5,8 Millionen Schuss Handwaffenmunition sowie sieben Panzerhaubitzen 2000 "inklusive Anpassung, Ausbildung und Ersatzteile". An wichtigen weiteren Waffensystemen sind auf der Liste zudem 30 Flakpanzer "Gepard" inklusive etwa 6000 Schuss Flakpanzermunition, das Luftverteidigungssystem IRIS-T und drei Mehrfachraketenwerfer "Mars" mit Munition aufgeführt.

21.6.2022 • 15:41 Uhr

Polnischer Außenminister: Europa braucht USA für Sicherheit

Europa ist nach Angaben des polnischen Außenministers Zbigniew Rau bei der Sicherheit auf die Hilfe der USA angewiesen. "Polen betrachtet das Engagement der Vereinigten Staaten bei der europäischen Sicherheit als fundamentale Bedingung für Frieden in Europa", sagte Rau bei einem Treffen mit polnischen Botschaftern, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete. "Die derzeitige Krise zeigt deutlich, dass sich Europa ohne die USA nicht verteidigen kann." Die USA haben wegen des russischen Kriegs in der Ukraine weitere Soldaten in Polen stationiert. Das Land nutzt Polen für Waffentransfers in die Ukraine. Rau forderte NATO-Mitgliedsstaaten in der Region auf, mehr zur Sicherheit beizutragen. Die USA dürften nicht "die gesamte Verantwortung" übernehmen müssen, sagte Rau. Auch die europäischen Verbündeten seien verantwortlich.

21.6.2022 • 15:11 Uhr

Panzerhaubitze 2000 aus Deutschland im Arsenal der Ukraine

Die von Deutschland zugesagte Panzerhaubitze 2000 befindet sich nach ukrainischen Angaben nun im Besitz des dortigen Militärs. Sie sei "endlich Bestandteil des 155-Millimeter-Haubitzenarsenals der ukrainischen Artillerie", schrieb der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow auf Twitter. Er dankte dabei Verteidigungsministerin Christine Lambrecht "für alle Bemühungen" zur Unterstützung der Ukraine.

21.6.2022 • 14:45 Uhr

Spanier bei Gefechten in der Ukraine getötet

Bei den Gefechten in der Ukraine ist ein Spanier getötet worden, der auf Seiten der ukrainischen Armee gekämpft hat. Wie das spanische Außenministerium mitteilte, wurde der Mann am Samstag getötet. Nähere Angaben zur Identität oder zu den genauen Todesumständen machte das Ministerium nicht. Ein Sprecher sagte, das Ministerium arbeite mit den ukrainischen Behörden zusammen, um die Rückführung der sterblichen Überreste in den kommenden Tagen zu veranlassen. Die aus Mallorca stammende Mutter des Toten hatte der balearischen Zeitung "Ultima Hora" gesagt, ihr Sohn sei im März, wenige Tage nach dem russischen Einmarsch, in die Ukraine gereist. Dort sei der 31-Jährige in die Armee eingetreten und zunächst im Bereich Telekommunikation, später an der Front im Einsatz gewesen.    Aus Sicherheitsgründen habe ihr Sohn ihr nicht sagen wollen, wo er sich aufhielt.

21.6.2022 • 14:26 Uhr

Ukrainische Truppen bei Sjewjerodonezk offenbar abgeschnitten

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben die ukrainischen Truppen im Großraum Sjewjerodonezk - Lyssytschansk vom Nachschub abgeschnitten. "Die Gruppierung des ukrainischen Militärs im Raum Lyssytschansk ist vom Nachschub abgeschnitten und befindet sich unter der Feuerkontrolle der russischen Streitkräfte", sagte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. Demnach haben die ukrainischen Kräfte in der Region hohe Verluste erlitten.

Von der in Sjewjerodonezk stationierten 57. mechanisierten Brigade seien nur noch 28 Soldaten übrig, in der Kleinstadt etwas weiter westlich davon seien Hunderte ukrainischer Soldaten desertiert, meinte er. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Der Großraum Sjewjerodonezk - Lyssytschansk ist derzeit das Epizentrum der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Seit zwei Monaten schon versucht die russische Armee, Sjewjerodonezk - das Verwaltungszentrum der Region Luhansk im Osten der Ukraine - einzunehmen. Trotz starker Artillerieüberlegenheit ist es den Russen bislang nicht gelungen, die Stadt vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Sollten die ukrainischen Truppen dort tatsächlich nicht mehr versorgt werden können, wäre dies ein Erfolg für die Russen.

21.6.2022 • 14:16 Uhr

Moskauer Politiker nach Kritik an Ukraine-Krieg vor Gericht

In Moskau steht ein Kommunalpolitiker wegen der Verbreitung angeblicher Falschinformationen vor Gericht. Der Stadtrat Alexej Gorinow hielt beim Prozessauftakt einen Zettel mit der Aufschrift "Nein zum Krieg" hoch. Der 60-Jährige hatte öffentlich die russische Offensive in der Ukraine kritisiert. Laut der Website Mediasona, die sich auf die Beobachtung von Gerichtsverfahren spezialisiert hat, hatte Gorinow bei einem Arbeitstreffen Mitte März Russlands "Aggression" gegen die Ukraine kritisiert. Er forderte demnach, deswegen auf Freizeitveranstaltungen in seinem Wahlkreis zu verzichten. "Kinder werden zu Waisen und die Enkel und Urenkel der Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs werden in die Hölle der Kämpfe in der Ukraine geschickt", sagte Gorinow laut Mediasona. Die Zivilgesellschaft müsse daher dafür kämpfen, "den Krieg zu beenden und den Abzug der russischen Streitkräfte von ukrainischem Territorium zu erreichen".

Ende April wurde Gorinow festgenommen, er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Angeklagt ist er wegen der "Verbreitung falscher Informationen" über die russische Armee - ein Anfang März eingeführter Straftatbestand, der Kritiker der russischen Offensive in der Ukraine zum Schweigen bringen soll. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

21.6.2022 • 13:51 Uhr

Lager für russische Kriegsgefangene präsentiert

Der ukrainische Justizminister Denys Maljuska hat dem ukrainischen Fernsehen nach Angaben seines Ministeriums Bilder eines vorbereiteten Lagers für russische Kriegsgefangene gezeigt. Das Lager befinde sich im Westen des Landes, sagte der Minister gemäß einer Mitteilung. "Die Inhaftierten erhalten angemessene Lebensbedingungen und medizinische Versorgung", versicherte er - und erklärte zugleich, dass die Russen arbeiten müssten. "Sie sind in der Holzverarbeitung tätig und machen sich für die ukrainische Gesellschaft nützlich", sagte Maljuska. Insgesamt gebe es 51 Gefängnisse in beinahe jeder Region, in denen Kriegsgefangene gemäß den internationalen Normen getrennt von gewöhnlichen Insassen untergebracht würden. Zur Gesamtzahl der russischen Kriegsgefangenen machte Maljuska keine Angaben. Früheren Äußerungen zufolge sollen es rund 700 gewesen sein. Die russische Seite behauptet, seit dem Beginn des Einmarsches Ende Februar etwa zehnmal so viele Ukrainer gefangen genommen zu haben. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben beider Seiten nicht.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

21.6.2022 • 13:21 Uhr

Russland meldet Raketenangriff auf Flugplatz bei Odessa

Russland hat heimischen Nachrichtenagenturen zufolge einen Flugplatz in der Nähe der Hafenstadt Odessa mit Raketen beschossen. Der Angriff sei eine Reaktion auf ukrainischen Beschuss von russischen Gasförderplattformen im Schwarzen Meer, heißt es in den Meldungen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Zudem hätten die Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden 15 Haubitzen des US-Typs M-777 aufseiten der ukrainischen Armee zerstört.

21.6.2022 • 13:20 Uhr

Großbritannien kündigt neue Russland-Sanktionen an

Großbritannien hat weitere Unterstützung für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. "Wir sind entschlossen, mehr Waffen zu liefern, mehr Sanktionen zu verhängen und die Ukraine dabei zu unterstützen, Russland von ihrem Gebiet zu vertreiben", sagte Außenministerin Liz Truss im Parlament.

21.6.2022 • 13:00 Uhr

Russland warnt Litauen vor "schwerwiegenden" Folgen

Im Konflikt um die Einschränkung des Güterverkehrs in die russische Exklave Kaliningrad hat der Chef des russischen Nationalen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, die Menschen in Litauen vor "schwerwiegenden" Konsequenzen gewarnt. "Russland wird auf solche feindseligen Aktionen natürlich reagieren", sagte Patruschew laut der Nachrichtenagentur Interfax in Kaliningrad. "Entsprechende Maßnahmen werden auf interministerieller Ebene ausgearbeitet und bald verabschiedet. Sie werden schwerwiegende negative Folgen für die Bevölkerung in Litauen haben." Kaliningrad liegt an der Ostsee zwischen Litauen und Polen und hat keine direkte Landverbindung nach Russland. Litauen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den Bahnverkehr zwischen Russland und Kaliningrad zu beschränken. Güter, die unter die EU-Sanktionen gegen Russland fallen, werden nicht mehr mit der Bahn von Russland über Litauen nach Kaliningrad gebracht. Dazu gehören vor allem Metalle, Baumaterial, Technologiegüter und Kohle.

21.6.2022 • 12:44 Uhr

EU will 600 Millionen Euro gegen Lebensmittelkrise mobilisieren

Angesichts der drohenden Lebensmittelkrise will Brüssel gegensteuern: Die EU-Kommission kündigte Hilfen in Höhe von 600 Millionen Euro für Länder in Afrika, der Karibik und dem Pazifikraum an. Sie sollen aus dem europäischen Entwicklungsfonds fließen. Russland blockiere immer noch Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine, kritisierte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Von den Hilfen sind 150 Millionen Euro für humanitäre Unterstützung vorgesehen, 350 Millionen für die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln und weitere 100 Millionen für die wirtschaftliche Unterstützung der Länder. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte Russland in diesem Zusammenhang am Montag "Kriegsverbrechen" vorgeworfen. Die Ukraine und ihre westlichen Partner werfen Moskau vor, insbesondere die Ausfuhr von Weizen und anderen Getreidesorten aus der Ukraine zu verhindern. Der Kreml führt die verschlechterte Versorgungslage dagegen auf die EU-Sanktionen zurück.

21.6.2022 • 12:39 Uhr

Netzagentur erörtert mit Industrie Notfallmaßnahmen für Gasmangellage

Die Bundesnetzagentur will zusammen mit der Industrie kurzfristig Notfallmaßnahmen für eine sogenannte Gasmangellage ausarbeiten. Es bestehe bereits ein Instrumentenkasten, der helfen könne, den industriellen Gasverbrauch zu reduzieren, hieß es in einem Papier der Behörde. Diese Instrumente müssten jetzt ergänzt werden. "Die Bundesnetzagentur steht dazu im engen Austausch mit der Industrie und der Energiewirtschaft." Eingesparte Mengen sollten zur Stabilisierung der Netze verwendet werden. Angebote zur Bereitstellung von Gasmengen könnten über Plattformen des Gashändlers Trading Hub Europe (THE) eingestellt werden. Die günstigsten Offerten würden dann wie bei einer Auktion den Zuschlag erhalten. "Es liegt an den Industriekunden, nun auch die notwendigen vertraglichen Voraussetzungen zu schaffen und die Abgabe von Geboten im Innenverhältnis mit ihrem Lieferanten vorzubereiten." Gesetzesänderungen seien nicht nötig. Eine Umsetzung sei noch in diesem Sommer möglich.

21.6.2022 • 12:39 Uhr

Vor EU-Gipfel: Breite Unterstützung für Kandidatenstatus

Kurz vor dem entscheidenden EU-Gipfel Ende der Woche zeichnet sich im Kreis der EU-Staaten breite Unterstützung für eine EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine und Moldau ab. Es gebe derzeit kein einziges Land, das Probleme mache, sagte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn am Rande eines EU-Treffens in Luxemburg.

Der französische Europastaatssekretär Clement Beaune äußerte sich als aktueller Vorsitzender des EU-Europaministerrats ebenfalls zuversichtlich. "Ich denke, es formt sich gerade ein Konsens", sagte er. Er sei optimistisch, aber auch vorsichtig, weil es bei Gipfeln der Staats- und Regierungschefs Einstimmigkeit brauche. Offen ist beispielsweise noch, ob EU-Staaten wie Österreich, Slowenien und Kroatien ihre Zustimmung zum EU-Beitrittskandidatenstatus für die Ukraine und Moldau an Fortschritte bei den Bemühungen um eine EU-Erweiterung auf den Westbalkan knüpfen. Konkret wird unter anderem gefordert, auch Bosnien-Herzegowina den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu verleihen.

21.6.2022 • 11:58 Uhr

EU erwägt offenbar weitere Sanktionen gegen Russland

Die EU-Staaten erwägen weitere Sanktionen gegen Russland. Diplomaten zufolge haben sie dabei auch erstmals Gold im Blick. "Wir werden weitermachen mit Sanktionen", heißt es im jüngsten Entwurf für die Abschlusserklärung des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag. Dies schließe die konsequente Umsetzung bestehender Sanktionen sowie die Schließung von Schlupflöchern ein, heißt es in dem Dokument, das auf den 20. Juni datiert ist und das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

Vor allem die nord- und osteuropäischen Staaten angeführt von Schweden und Polen hatten gefordert, die EU-Kommission mit der Arbeit an einem siebten Sanktionspaket gegen Russland zu beauftragen. Deutschland und die Niederlande traten dagegen dafür ein, zunächst die bestehenden Sanktionen lückenlos umzusetzen.

21.6.2022 • 11:44 Uhr

Baltischen Staaten wollen mehr EU-Geld für Geflüchtete aus der Ukraine

Die drei baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland haben mehr finanzielle Unterstützung durch die EU erbeten. Dem litauischen Präsidenten zufolge entsprächen die finanziellen Belastungen derzeit nicht den Haushalten der Länder. Solidarität innerhalb der EU sei wichtig, um die Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine gut versorgen zu können.

21.6.2022 • 10:46 Uhr

Friedensforscher warnen vor Ernährungskrise durch Kriege gegen Ukraine

Deutschlands führende Friedensforschungsinstitute haben vor neuen Krisen infolge des Kriegs gegen die Ukraine gewarnt. Durch den starken Anstieg der Rohstoff- und Lebensmittelpreise drohe "insbesondere den afrikanischen Entwicklungs- und Schwellenländern eine Ernährungskrise", erklärten die Friedensforscher zu ihrem am Dienstag in der Bundespressekonferenz vorgestellten Friedensgutachten 2022. Mittelmeeranrainer und viele ostafrikanische Staaten seien etwa von Getreidelieferungen aus Russland und der Ukraine abhängig. "In der Vergangenheit waren steigende Lebensmittelpreise dort immer wieder Anlass sogenannter 'Brotaufstände' und führten zu einer Eskalation von Gewalt", erklärten die Friedensforscher.

Wichtig sei es zudem, schon jetzt die Zeit nach dem Krieg zu planen und Strategien für eine "neue europäische Friedensordnung" zu entwickeln. Die dringendste Aufgabe der Europäischen Union sei es, in der Außen- und Sicherheitspolitik "agiler und handlungsfähiger" zu werden.

21.6.2022 • 10:27 Uhr

Schweden ruft Frühwarnstufe bei Gasversorgung aus

Wegen möglicher Probleme bei der Gasversorgung aus Russland hat Schweden für Teile des Landes die erste von drei Alarmstufen ausgerufen. Die Stufe gilt laut Energiebehörde vom Dienstag für Landesteile im Westen und Süden Schwedens, um sich auf potenzielle Lieferunterbrechungen vorzubereiten. Das Nachbarland Dänemark hatte im Zuge des Ukraine-Kriegs am Montag eine ähnliche Warnung ausgesprochen.

Auch in Deutschland gilt derzeit die Frühwarnstufe und damit die erste Eskalationsstufe des Notfallplans Gas. Dieser sieht als zweiten Schritt die Alarm- und als dritten die Notfallstufe vor.

21.6.2022 • 09:31 Uhr

Gesamte ukrainische Region Cherson auf russisches Fernsehen umgestellt

In der Region um die besetzte südukrainische Stadt Cherson werden nun überall russische statt ukrainische Fernsehsender ausgestrahlt. Spezialisten der russischen Armee hätten "den letzten der sieben Fernsehsendemasten in der Region Cherson neu konfiguriert für die Ausstrahlung russischer Sender", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag mit. Rund eine Million Einwohner in dem Gebiet könnten nun "kostenlos" die wichtigsten russischen Sender nutzen, darunter insbesondere diejenigen der staatlichen Sendergruppe VGTRK.

Die russische Armee hatte das an die annektierte Krim-Halbinsel grenzende Gebiet um Cherson bereits kurz nach Beginn ihrer Ukraine-Offensive Ende Februar eingenommen. Seitdem wird das Gebiet immer näher an Russland herangeführt. Vor anderthalb Wochen begann Russland mit der Ausgabe russischer Pässe, außerdem wurde der russische Rubel als Zahlungsmittel eingeführt.

21.6.2022 • 08:26 Uhr

"Extrem schwierige Lage" an der Front

Die Ukraine hat Schwierigkeiten bei den Kämpfen im Osten des Landes eingeräumt. Der Gouverneur der Region Luhansk, Serhiy Gaidai, sagte, die Lage entlang der Front sei "extrem schwierig". Die russische Armee habe einige Gebiete eingenommen und genügend Reserven für eine neue Großoffensive gesammelt.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, es gebe schwierige Kämpfe in Luhansk um die Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk. Selenskyj hatte eine Verstärkung der russischen Angriffe im Vorfeld des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag vorausgesagt. Bei dem Treffen soll die Ukraine den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten. Die Nacht auf Dienstag sei allerdings relativ ruhig gewesen, sagte Gouverneur Gaidai. "Es ist eine Ruhe vor dem Sturm", fügte er hinzu.

Am Montagabend hatten die ukrainischen Behörden den Tod von drei Zivilisten durch russischen Beschuss in der Region Donezk und weitere drei Tote bei Beschuss in der Region Charkiw gemeldet. In Odessa, dem größten ukrainischen Schwarzmeerhafen, der von der russischen Marine blockiert wird, zerstörte eine russische Rakete nach Angaben des ukrainischen Militärs ein Lebensmittellager.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

21.6.2022 • 08:13 Uhr

Ukraine soll westliche Anti-Schiffs-Rakete eingesetzt haben

In der vergangenen Woche soll die ukrainische Armee erstmals erfolgreich eine Harpoon Anti-Schiffs-Rakete gegen die russischen Streitkräfte eingesetzt haben. Das schreibt das britische Verteidigungsministerium auf Twitter. Das Ziel des Angriffs sei mit großer Sicherheit der russische Schlepper Spasatel Vasily Bekh vor vier Tagen gewesen. Dieser habe Waffen und Personal auf die als Snake Island bekannte Insel im Schwarzen Meer bringen wollen

Die Zerstörung des russischen Schiffs auf einer Nachschub-Mission zeige die Schwierigkeiten, denen Russland ausgesetzt sei, wenn es seine Truppen auf Snake Island versorgen wolle. Die ukrainische Küstenverteidigung habe es geschafft, Russlands Kontrolle über den Nordwesten des Schwarzen Meeres zu neutralisieren.

21.6.2022 • 06:33 Uhr

Kreml will US-Kriegsgefangene bestrafen

Nach ihrer Gefangennahme durch russische Truppen in der Ukraine könnten zwei US-Veteranen Konsequenzen drohen. Dies deutete Kremlsprecher Dmitri Peskow in einem Interview des US-Senders NBC News an. Die Amerikaner, die an der Seite ukrainischer Truppen gekämpft hatten, sollten "für die Verbrechen, die sie begangen haben, zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte Peskow. Die beiden seien aus russischer Sicht zudem nicht durch die Genfer Konventionen als Kriegsgefangene geschützt. Kürzlich hatten US-Volksvertreter erklärt, dass zwei Veteranen aus Alabama in der Ukraine vermisst würden. Sie seien ins Land gereist, um die dortige Armee im Kampf gegen die russischen Angriffstruppen zu unterstützen.

21.6.2022 • 04:33 Uhr

52-jähriger US-Bürger in Ukraine gefallen

Ein US-Bürger ist nach Angaben des US-Außenministeriums in der Ukraine ums Leben gekommen. Der 52-Jährige aus New York sei am 15. Mai bei Kämpfen getötet worden, heißt es in einem Nachruf, der Anfang des Monats in der Zeitung "The Recorder" veröffentlicht wurde. Ein Sprecher des Außenministeriums bestätigte den Tod und erklärte, dass US-Bürger wegen des Krieges nicht in die Ukraine reisen sollten. Freiwillige aus den USA und anderen Ländern haben sich seit Beginn des russischen Einmarschs freiwillig gemeldet, um an der Seite der Ukraine zu kämpfen.

21.6.2022 • 04:21 Uhr

Medienbericht: Ringtausch verzögert sich

Ein seit zwei Monaten geplanter deutsch-slowakischer Ringtausch für Waffenlieferungen an die Ukraine verzögert sich laut einem Bericht des Portals "Business Insider", weil Berlin zu wenige Panzer anbietet. Der Tausch sollte demnach vorsehen, dass die Slowakei der Ukraine 30  7-72 Kampfpanzer aus sowjetischer Produktion  an die Ukraine liefert - und im Gegenzug modernere deutsche Panzer als Ersatz erhält.

Laut "Business Insider" lehnte Bratislava den Tausch aber in der vergangenen Woche ab, da Deutschland 15 Panzer des Typs Leopard-2A4 anbot. Dies sei aus Sicht der Slowakei ein zu geringer Ersatz für die 30 an die Ukraine zu liefernden T-72-Panzer. Dem Bericht zufolge erklärte eine Sprecherin des slowakischen  Verteidigungsministeriums, 15 Leopard-Kampfpanzer könnten "keine Lösung für uns sein, da wir 30 Kampfpanzer für ein Panzerbataillon benötigen".

21.6.2022 • 04:17 Uhr

Tafeln kritisieren unzureichende Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge

Die Tafeln in Deutschland werfen den Behörden vor, ukrainischen Kriegsflüchtlingen teilweise zu wenig direkte Unterstützung zu geben. "Es kann nicht sein, dass Behörden auch im vierten Monat des Krieges Geflüchtete immer noch an die Tafeln verweisen, statt selbst helfen zu können", sagte der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Jochen Brühl, der Nachrichtenagentur dpa. Einige Sozialämter schickten Geflüchtete direkt ohne vorherige Absprache zu den Tafeln, sagte Brühl.

Es entstehe das Missverständnis, die Tafeln seien dafür zuständig, von Armut betroffene Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Tafeln seien aber ein freiwilliges Zusatzangebot, keine staatliche Einrichtung. Auch das Bundessozialministerium nannte die Tafeln auf Anfrage ein "ergänzendes, karitatives Angebot der Zivilgesellschaft an Menschen mit finanziellen Problemen". Dies gelte auch für Geflüchtete aus der Ukraine. Sie erhielten seit 1. Juni Zugang zur Mindestsicherung nach Sozialgesetzbuch II.

21.6.2022 • 02:34 Uhr

Russischer Journalist Muratow versteigert Friedensnobelpreismedaille

Der russische Journalist und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow hat seine Nobelpreis-Medaille für 103,5 Millionen Dollar (98,4 Millionen Euro) versteigert. Der bei der Auktion in New York erzielte Erlös soll geflüchteten ukrainischen Kindern zugutekommen. Der Erlös der Versteigerung geht nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions an das Hilfsprogramm für geflüchtete ukrainische Kinder des UN-Kinderhilfswerks UNICEF.

Muratow ist der Chefredakteur der unabhängigen russischen Zeitung "Nowaja Gaseta". Ende März musste sie ihr Erscheinen einstellen, nachdem sie von den Behörden wegen ihrer Berichterstattung über die russische Invasion in der Ukraine mehrfach verwarnt worden war. Muratow war wegen seiner Verdienste um die Meinungsfreiheit im vergangenen Jahr gemeinsam mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

21.6.2022 • 01:21 Uhr

US-Schauspieler Ben Stiller besucht Selenskyj

Hollywood-Star Ben Stiller hat anlässlich des Weltflüchtlingstags dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen Solidaritätsbesuch in Kiew abgestattet. "Es ist mir eine große Ehre, Sie sind mein Held", sagte Stiller zu Selenskyj. Es sei "wirklich inspirierend", wie Selenskyj "sein Land und die ganze Welt" mobilisiere. Stiller hatte zuvor die Kiewer Vorstadt Irpin besucht, wo zu Beginn des russischen Angriffskriegs heftige Kämpfe stattfanden. "Ich spüre, dass das Geschehen hier schwer zu verstehen ist, wenn man nicht vor Ort war", sagte der 56-Jährige dem Präsidenten.

Selenskyj bedankte sich bei Stiller auf Englisch für seinen Besuch und sagte ihm, es sei "sehr wichtig", den Menschen weiter in Erinnerung zu rufen, was in der Ukraine passiert. "Es ist nicht interessant, jeden Tag über den Krieg zu sprechen", sagte Selenskyj. "Aber für uns ist das sehr wichtig."

Stiller und Selenskyj tauschten sich auch über die jeweiligen Schauspielkarrieren aus. Selenskyj war vor seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2019 in der Ukraine vor allem für seine Rolle in der satirischen TV-Serie "Diener des Volkes" bekannt, in der er einen Schullehrer spielte, der unerwartet Präsident wird.  "Sie haben eine große Schauspielkarriere aufgegeben", sagte Stiller, der in den vergangenen Jahrzehnten vor allem als Komödien-Darsteller berühmt wurde. "Nicht so groß wie Ihre", antwortete Selenskyj.

21.6.2022 • 00:59 Uhr

Mehr als 200.000 Geflüchtete suchen Arbeit in Deutschland

Von den vor dem Krieg nach Deutschland geflohenen rund 800.000 Ukrainern haben sich bislang mehr als 200.000 in Jobcentern angemeldet. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus einer Anfrage an die Bundesagentur für Arbeit. Demnach gibt es in Bayern mit gut 42.000 Geflüchteten die meisten Registrierungen. Es folgen Nordrhein-Westfalen (32.000) und Baden-Württemberg (27.000). In Berlin haben sich knapp 13.000 Ukrainerinnen und Ukrainer in einem Jobcenter gemeldet, um Arbeit zu finden. Die Angaben schließen alle Personen ab 15 Jahren ein.

21.6.2022 • 00:52 Uhr

USA erwägen Preisdeckelung für russisches Öl

Die USA erwägen eine Preisobergrenze für russisches Öl. "Wir sprechen über eine Preisdeckelung oder eine Preisaussetzung, die die jüngsten und vorgeschlagenen Energiebeschränkungen Europas, der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und anderer Länder verstärken würden, die den Preis für russisches Öl drücken und Putins Einnahmen schmälern würden, während gleichzeitig mehr Öl auf den Weltmarkt gelangen könnte", sagt Finanzministerin Janet Yellen zu Reportern in Toronto.

Auf die Frage, ob US-Präsident Joe Biden beabsichtige, auf dem G7-Gipfel in Deutschland kommende Woche einen Konsens über eine Ölpreisobergrenze anzustreben, sagt Yellen: "Wir arbeiten sehr aktiv mit unseren Partnern daran".

21.6.2022 • 00:32 Uhr

Selenskyj: "Ukraine ist Teil des europäischen Werteraums"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kurz vor der Entscheidung über einen EU-Beitrittskandidatenstatus des Landes bekräftigt, dass die Ukraine seiner Meinung nach bereits zu Europa gehört. Das von Russland attackierte Land beweise jeden Tag, dass es schon Teil eines vereinten europäischen Werteraums sei, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zu Dienstag. Russland sei sehr nervös wegen der Bestrebungen der Ukraine, der EU beizutreten.

Gegen den Beschuss und brutale Angriffe im Osten und Süden der Ukraine könne man nur auf dem Schlachtfeld vorgehen, sagte Selenskyj. Die EU-Kommission hatte am Freitag empfohlen, die Ukraine und Moldau zu Kandidaten für den Beitritt zur Europäischen Union zu ernennen. Die Entscheidung darüber müssen nun die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder bei ihrem Gipfel ab Donnerstag treffen.

20.6.2022 • 02:00 Uhr

Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen

Laut Ukraine sind russische Truppen ins Industriegebiet von Sjewjerodonezk vorgedrungen. Bundeskanzler Scholz zufolge hat Russlands Präsident Putin Angst vor dem "Funken der Demokratie". Die Entwicklungen vom Montag zum Nachlesen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Juni 2022 um 07:00 Uhr.