Einsatzkräfte ziehen im strömenden Regen einen von Windböen umgeknickten Baum mit einem Seil auf den Boden.  | dpa
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Orkantief über Europa ++ Extreme Orkanböen auf dem Brocken ++

Stand: 19.02.2022 07:09 Uhr

Das Sturmtief "Zeynep" sorgt an der Nordsee und im Harz für "extreme Orkanböen". In Hamburg wird eine sehr schwere Sturmflut erwartet. Der Liveblog vom Freitag zum Sturmtief "Zeynep" zum Nachlesen.


19.2.2022 • 01:56 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir unseren Liveblog. Vielen Dank für ihr Interesse.

19.2.2022 • 01:02 Uhr

Extreme Orkanböen: Höchstwert auf dem Brocken

Der Sturm "Zeynep" hat Deutschland am Freitagabend extreme Orkanböen gebracht. Die stärkste Böe wurde auf dem Brocken im Harz gemessen mit 145,8 km/h, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. An der Nordseeküste in Büsum wurde mit 143,3 km/h ein ähnlich hoher Wert gemessen. Aber auch in anderen Landesteilen wurden Orkanböen registriert, so auf dem Feldberg im Schwarzwald (137,5), auf dem Großen Arber in Bayern (130,7) und in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.

19.2.2022 • 00:55 Uhr

Landkreise Altmark und Salzwedel: 400 Einsätze

In Sachsen-Anhalt verzeichnet die Rettungsleitstelle Altmark für die Landkreise Altmark und Salzwedel etwa 400 Einsätze mit mehr als 1000 Einsatzkräften. Vor allem werden sie gerufen, um Sturmschäden zu beseitigen wie umgestürzte Bäume, die Stromleitungen zerstört haben, umgekippte Baugerüste und Unfälle.

18.2.2022 • 23:50 Uhr

Zwei Menschen in Rheinland-Pfalz leicht verletzt

Auch in Rheinland-Pfalz hat das Orkantief seine Spuren hinterlassen. Bäume stürzten um, mancherorts fiel der Strom zeitweise aus, auch der Zugverkehr wurde beeinträchtigt. In der Landeshauptstadt Mainz sowie in den Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms seien bis zum frühen Abend rund 40 unwetterbedingte Einsätze nötig gewesen, teilte die Feuerwehr in Mainz mit.

Im Landkreis Ahrweiler wurden ein Traktorfahrer und seine Beifahrerin bei Dernau leicht verletzt, als durch Sturmböen ein zunächst unbekannter Gegenstand gegen die Frontscheibe schlug, berichtete die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für das Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Trier sagte ein Sprecher, es seien "jede Menge Bäume" umgestürzt. In der Eifel fiel bei Daun ein Baum auf das Auto eines Mannes, der 57 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt.

18.2.2022 • 23:47 Uhr

Zahlreiche Bäume in Sachsen entwurzelt

Der Sturm hat in Sachsen zahlreiche Bäume entwurzelt. Die Hindernisse blockierten laut Verkehrswarndienst etliche Straßen im Land. Unter anderem waren die Bundesstraße 92 nahe der tschechischen Grenze bei Schönberg, die Bundesstraße 180 bei Erdmannsdorf in Mittelsachsen und die Staatsstraße 261 nahe dem Thermalbad Wiesenbad gesperrt. Die Polizei rief alle Autofahrer zu besonders vorsichtigem Fahren auf.

18.2.2022 • 23:43 Uhr

Sturm zieht nach Osten

An der Ostseeküste und landeinwärts in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nehmen die Windgeschwindigkeiten zu, sagt Meteorologe Karsten Schwanke im Gespräch mit der tagesschau. "Das zieht jetzt weiter nach Brandenburg und zur mecklenburgischen Seenplatte", so Schwanke. Im Westen lasse der Wind allmählich nach.

18.2.2022 • 23:32 Uhr

Schäden in Baden-Württemberg

Das Sturmtief hat auch in Baden-Württemberg für Schäden gesorgt. Rund 60 Quadratmeter Blechdach löste der starke Wind in Stuttgart, wie die Feuerwehr mitteilte. Dabei stürzten zwei Schornsteine auf die Straße, mehrere parkende Fahrzeuge wurden beschädigt. Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste versperrten Straßen und Schienen - auch die Stadtbahn fiel laut Polizei für kurze Zeit aus. "Verletzte oder Tote haben wir aber nicht", sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart.

In Freiburg stürzte nach Angaben der Polizei ein Baum auf eine Stromleitung, im Stadtteil Lehen fiel für eine Dreiviertelstunde der Strom aus. In Karlsruhe lösten sich einige Ziegel von einem Kirchturm. Es sei jedoch niemand verletzt worden, versicherte ein Polizeisprecher. Das Kirchendach sei gesichert, der Platz rund um die Kirche bleibe aber voraussichtlich bis Montag gesperrt. Außerdem sei ein Baum in die Oberleitung der Stadtbahn gestürzt. Der Karlsruher Verkehrsverbund richtete einen Ersatzverkehr ein.

Die Bahn stellte den Verkehr in Nordbaden wegen Sturmschäden an der Oberleitung teilweise ein. Die Bahnen zwischen Meckesheim und Aglasterhausen sowie zwischen Neckargemünd und Eppingen fuhren für mehrere Stunden nicht mehr.

18.2.2022 • 23:23 Uhr

Bahnverkehr auch am Samstag noch eingeschränkt

Bahnreisende in Deutschland müssen wegen der Auswirkungen des Sturms auch am Samstag noch mit Einschränkungen rechnen. Im Norden Deutschlands hat die Bahn den Zugverkehr am Freitag bis mindestens zum Betriebsschluss eingestellt. Bevor der Verkehr wieder aufgenommen werden könne, seien erst "umfangreiche Erkundungsfahrten" nötig, teilte die Deutsche Bahn am Abend mit. Eine Übersicht über eventuelle Schäden gab es noch nicht.

18.2.2022 • 23:19 Uhr

Etliche Sturmschäden

Feuerwehren und Polizeileitstellen melden seit dem Nachmittag etliche Sturmschäden. Zelte fliegen durch die Gegend, Autos werden von Bäumen zerstört.

18.2.2022 • 23:15 Uhr

Vier Verletzte in Hessen

Bei zwei Autounfällen wegen umgestürzter Bäume sind im hessischen Lahn-Dill-Kreis vier Menschen verletzt worden. Das teilte eine Sprecherin des Kreisausschusses mit. Der erste Unfall ereignete sich demnach auf der Landstraße 3451 bei Braunfels. Hier habe die Feuerwehr die beiden eingeschlossenen Fahrzeuginsassen befreien müssen. Ein weiterer Baum sei zwischen Hüttenberg-Weidenhausen und Wetzlar auf einen Wagen gestürzt. Auch hier wurden demnach zwei Menschen im Auto eingeschlossen.

18.2.2022 • 23:12 Uhr

Schwerste Orkanböen an der Nordsee

Die schwersten Orkanböen gibt es aktuell an der Nordseeküste, mit Windgeschwindigkeiten von 154 Stundenkilometern auf Borkum, 143 Stundenkilometern auf Büsum und 141 Stundenkilometern in Nordholz. Auch landeinwärts in Hannover erreichte der Wind um 21 Uhr eine Geschwindigkeit von 133 Stundenkilometern.

"Den Höhepunkt erwarten wir an der niedersächsischen Nordseeküste und auch im Südwesten Schleswig-Holsteins", sagt Meteorologe Karsten Schwanke in den tagesthemen. In der zweiten Nachthälfte werden ähnlich hohe Geschwindigkeiten auch an der Ostsee erwartet.

18.2.2022 • 23:05 Uhr

Sturm trifft auch Sachsen-Anhalt

Der Sturm "Zeynep" hat auch Sachsen-Anhalt mit großer Wucht erreicht. "Es stürmt ordentlich. Die Feuerwehr ist zahlreich im Einsatz", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion in Stendal. Der Sturm habe vielerorts Bäume umstürzen lassen. Es habe auch einige Unfälle deswegen gegeben. Verletzte wurden zunächst aber nicht gemeldet.

18.2.2022 • 23:02 Uhr

Sturmflut in Cuxhaven erwartet

In Cuxhaven hat die Feuerwehr Sandsackbarrieren aufgebaut. Um 2 Uhr soll es dort vom Western her den größten Druck geben. Eine Sturmflut und Windgeschwindigkeiten bis 160 Stundenkilometer werden erwartet.

18.2.2022 • 22:51 Uhr

Mehrere Tote in Deutschland

Im Münsterland sind gegen 21 Uhr zwei Autofahrer ums Leben gekommen. Auf der B54 bei Altenberge stürzte nach WDR-Informationen ein Baum auf ein Auto. In Saerbeck wurde nach Feuerwehrangaben ein Fahrzeug von einer Windböe erfasst und überschlug sich.

In der Gemeinde Wurster Nordseeküste bei Bremerhaven ist nach Informationen von buten un binnen am Abend ein Mann auf ein Dach geklettert und abgestürzt. Angaben der Feuerwehr zufolge war es wohl sein eigenes Haus, an dem sich Dachpfannen gelöst hatten. Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge gegen 21 Uhr.

18.2.2022 • 22:34 Uhr

Zahl der Rettungseinsätze nimmt im Norden zu

Die Zahl der sturmbedingten Rettungseinsätze der Feuerwehr im Norden Deutschlands nimmt zu. Die kooperative Regionalleitstelle West im schleswig-holsteinischen Elmshorn meldete zwischen 18 und 21 Uhr bereits 130 Einsätze. Derzeit klingele das Telefon alle zwei Minuten, schrieb die Leitstelle am Abend auf Facebook.

Die Feuerwehr Hamburg verwies auf 103 Einsätze seit 17 Uhr und die Integrierte Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe verzeichnete 110 Einsätze.

18.2.2022 • 22:29 Uhr

An der Ostsee nimmt der Sturm Fahrt auf

Auch an der Ostsee im schleswig-holsteinischen Heiligenhafen nimmt der Sturm seit 20 Uhr Fahrt auf. Die Feuerwehr ist in Alarmbereitschaft.

18.2.2022 • 22:24 Uhr

Mindestens acht Tote in Europa

Mindestens acht Menschen sind im Sturm in Europa getötet worden. In Großbritannien starben drei Menschen. In den Niederlanden wurden der Feuerwehr zufolge vier Menschen durch umgestürzte Bäume getötet. Im irischen County Wexford sei ein Mitarbeiter der örtlichen Regierung getötet worden, teilte diese mit. Im belgischen Ypern starb nach Polizeiangaben ein älterer Mann, der von starkem Wind in einen Kanal gestoßen wurde.

18.2.2022 • 22:11 Uhr

Gemeinde Schulenberg ohne Strom

Die Gemeinde Schulenberg im Oberharz hat keinen Strom. Bäume seien auf eine Stromleitung gestürzt, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Goslar mit. Der Energieversorger versuche derzeit, das Dorf mithilfe einer Notstromanlage zu versorgen. Auch bei Vienenburg sei ein Strommast umgefallen. Zahlreiche Bundes- und Kreisstraßen sind wegen umgestürzter Bäume gesperrt, unter anderem die B4. Bisher sei niemand verletzt worden, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr sei mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort.

18.2.2022 • 21:59 Uhr

Polizei evakuiert Gebiete in Bremen

Weil Überschwemmungsgefahr besteht, sind in Bremen mehrere Gebiete geräumt worden. Die Bereiche Pauliner Marsch, Stadtwerder und Rablinghauser Deich werden laut Polizei evakuiert. Die Menschen wurden demnach per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, die Gegend zu verlassen und zu meiden. Es handele sich überwiegend um Kleingartenanlagen.

18.2.2022 • 21:42 Uhr

Berliner Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus

Die Berliner Feuerwehr hat erneut den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben eines Sprechers gab es seit 20 Uhr 68 Einsätze. "Viele Dinge, die nicht gesichert sind, fliegen jetzt durch die Gegend, etwa an Baustellen", hieß es. Ausnahmezustand bedeutet in diesem Fall, dass so viele Alarmrufe eingehen, dass sie nicht mehr - wie sonst üblich - nacheinander abgearbeitet werden können, sondern andere Prioritäten gesetzt werden. Das kommt häufiger vor.

Die Feuerwehr in der Hauptstadt hatte bereits in der Nacht zu Donnerstag und dann am Donnerstagvormittag den Ausnahmezustand ausgerufen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden hatte es demnach mehr als 1360 wetterbedingte Einsätze gegeben.

18.2.2022 • 21:37 Uhr

Höhepunkt an der Nordsee gegen Mitternacht erwartet

Auf der Insel Wangerooge sitzen Urlauber fest, Schiffe fahren von dort nicht mehr. Das Fluttor wurde zum Schutz gegen die Wassermassen schon am Donnerstag geschlossen. Der Höhepunkt des Sturms wird an der Nordsee gegen Mitternacht erwartet.

18.2.2022 • 21:06 Uhr

Häuser in Aurich evakuiert

Weil ein Baukran in Aurich in Ostfriesland umzukippen drohte, sind dort zwei Einfamilienhäuser evakuiert worden. "Er drehte und neigte sich erheblich, wir mussten auch die Baufirma hinzuziehen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Details zur Lage vor Ort nannte er zunächst nicht.

Wegen des heftigen Sturms seien bis zum Abend im Kreis Aurich rund 70 Einsätze zu verzeichnen gewesen. Im Kreis Leer gab es mehr als 100 Einsätze, wie es hieß. Bäume seien auf Häuser gestürzt. Eine Eiche krachte in Aurich in ein Haus. Carports und Dächer mussten von den Einsatzkräften gesichert werden, sie drohten abzuwehen. Beim Technischen Hilfswerk (THW) in der Region im Nordwesten Niedersachsens herrschte Voralarm wegen des Orkans.

18.2.2022 • 21:05 Uhr

Einsatzstärkster Tag für Berliner Feuerwehr

In der Hauptstadt stellt sich die Feuerwehr auf die zweite heftige Sturmnacht in rascher Folge ein. "Wir sind in intensiven Vorbereitungen auf die vor uns liegende Nacht", sagte der Berliner Landesbranddirektor Karsten Homrighausen in der RBB-Abendschau. Nur einen Tag nach dem Sturm vom Donnerstag stehen die Berliner Feuerwehrleute damit vor einer neuen Herausforderung, nachdem der einsatzstärkste Tag der vergangenen zehn Jahre hinter ihnen liegt, wie Homrighausen sagte.

Insgesamt seien fast 2700 Einsätze am Donnerstag von 0 bis 24 Uhr bewältigt worden, so der Landesbranddirektor. "Das übertrifft sogar die Lagen, die wir Silvester hier in der Stadt vor der Corona-Pandemie hatten."

18.2.2022 • 20:56 Uhr

Orkanstärke an der Nordsee

Um 20 Uhr haben die Wetterstationen auf Borkum Windgeschwindigkeiten von 146 Stundenkilometern, auf Spikeroog von 130 Stundenkilometern und auf Borkum von 124 Stundenkilometern gemessen. Alles oberhalb von 118 Stundenkilometern ist Orkanstärke, sagt Meterologe Karsten Schwanke im ARD-Extra. In der Nacht wird in Norddeutschland eine weitere Zunahme des Windes erwartet.

18.2.2022 • 20:36 Uhr

Baum stürzt auf fahrendes Auto in Hessen

Ein durch das Orkantief "Zeynep" entwurzelter Baum ist in Osthessen auf ein fahrendes Auto gestürzt und hat die Fahrerin leicht und den Beifahrer schwer verletzt. Das teilte das Polizeipräsidium in Fulda mit. Demnach waren die 24 Jahre alte Frau und der 26 Jahre alte Mann auf der A7 bei Haunetal-Wehrda unterwegs, als der etwa zehn Meter hohe Nadelbaum auf das Dach des Wagens fiel. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht.

18.2.2022 • 20:33 Uhr

130.000 Haushalte in Nordfrankreich ohne Strom

Nach heftigem Sturmwetter waren in Nordfrankreich rund 130.000 Haushalte ohne Strom. Wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte, rückten rund 700 Techniker mit schweren Fahrzeugen aus, um die Stromversorgung wieder herzustellen und Schäden am Leitungsnetz zu beheben.

Der Wetterdienst hob unterdessen die Unwetterwarnung für fünf Departements im Norden wieder auf. Für vom Sturm betroffene Gebiete kündigte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin das Ausrufen des Katastrophenfalls an, um Entschädigungen zu erleichtern. Wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete, kam es zu erheblichen Schäden. Drei Menschen wurden demnach schwer und acht weitere leicht verletzt.

18.2.2022 • 20:26 Uhr

Fahrzeuge in Thüringen von der Straße geblasen

Sturmböen des Orkantiefs "Zeynep" haben am in Thüringen Fahrzeuge nördlich von Erfurt zum Umkippen gebracht. Auf der Bundesstraße 4 bei Greußen im Kyffhäuserkreis sei ein Auto mit Anhänger regelrecht von der Straße geblasen worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale in Erfurt auf Anfrage.

Bei Straußfurt sei ein Transporter vom Wind umgekippt worden. Menschen seien dabei nicht verletzt worden. In Südwestthüringen entwurzelte der Sturm an verschiedenen Orten Bäume, er riss Äste oder ganze Kronen ab. Teile einer Holzhütte seien durch die Luft geflogen.

18.2.2022 • 19:53 Uhr

Mindestens zwei Tote in England

Durch das Sturmtief sind in England mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Im Norden Londons starb nach Angaben der Polizei eine junge Frau in einem Auto, nachdem ein Baum auf das Fahrzeug gestürzt war. Im Nordwesten Englands kam der örtlichen Polizei zufolge ein Mann ums Leben, nachdem Trümmerteile auf die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs fielen.

Wegen umherfliegender Trümmerteile bestehe Lebensgefahr, warnte der Wetterdienst Met Office. Die Londoner Feuerwehr verzeichnete innerhalb von zweieinhalb Stunden 550 Anrufe - mehr als sonst in einem durchschnittlichen 24-Stunden-Zeitraum.

18.2.2022 • 19:29 Uhr

3300 Haushalte in NRW ohne Strom

In den Kommunen Hennef, Eitorf und Windeck in Nordrhein-Westfalen ist nach WDR-Informationen zum Teil der Strom ausgefallen. Bäume waren auf eine Stromleitung in Windeck gestürzt. Die zuständigen Stellen sind informiert und bitten darum, nur in Notfällen den Notruf oder die Nummer der Feuerwehr zu wählen. Rund 3300 Haushalte sind betroffen.

18.2.2022 • 19:01 Uhr

Kind in Hamburg durch umstürzenden Baum verletzt

Ein Baum ist in Hamburg im Sturm auf zwei parkende Autos gestürzt und hat ein Kind leicht verletzt. Es war mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, als der Baum umfiel, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Umgebung wurde gesperrt, Baum und Äste bedeckten eine Fläche von rund 200 Quadratmetern.

18.2.2022 • 18:22 Uhr

A7 in Hamburg teilweise überspült

Starkregen als Vorbote des Orkantiefs "Zeynep" hat die Autobahn 7 in Hamburg am Freitagnachmittag südlich des Elbtunnels teilweise so stark überflutet, dass eine Spur gesperrt wurde. Ehe das Wasser nicht abgepumpt worden sei, könne die Spur nicht genutzt werden, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale. Richtung Süden stünden nur zwei Tunnelfahrbahnen zur Verfügung, in Richtung Norden seien es drei.

18.2.2022 • 18:04 Uhr

Ein Toter in Irland

Im schweren Sturm ist in Irland ein Mann von einem umstürzenden Baum getroffen worden und ums Leben gekommen. Der Beschäftigte der Stadt Wexford war draußen im Einsatz, als das Unglück passierte, wie die Polizei mitteilte. Das Sturmtief schnitt auf der irischen Insel rund 80.000 Haushalte und Betriebe von der Stromversorgung ab. Viele Straßen waren durch umgestürzte Bäume oder andere Schäden blockiert. Etliche Flüge von Dublin und Cork aus sowie Fährverbindungen wurden gestrichen. Am Leuchtturm Roches Point am Hafen von Cork wurden zeitweise Windgeschwindigkeiten von 137 Stundenkilometern gemessen.

18.2.2022 • 17:43 Uhr

Wuppertaler Schwebebahn steht still

In Wuppertal hat der Sturm am Freitagnachmittag vorübergehend die Schwebebahn lahmgelegt. Ein Ast sei auf eine Bahn gefallen und habe sich im Stromabnehmer verklemmt, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Stadtwerke (WSW). Die Fahrzeuge stehen den Angaben zufolge in den Stationen. Alle Fahrgäste hätten aussteigen können. Sobald der Ast beseitigt sei, solle der Betrieb wieder aufgenommen werden.

18.2.2022 • 17:27 Uhr

Zwei Tote in den Niederlanden

Der schwere Sturm hat in den Niederlanden mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. In Amsterdam war ein Mensch am Freitagnachmittag von einem umstürzenden Baum erschlagen worden, wie die Feuerwehr mitteilte. In Diemen im Osten der Hauptstadt starb ein Mensch, nachdem ein Baum auf sein Auto gefallen war.

Der Sturm mit orkanartigen Böen legte das öffentliche Leben in großen Teilen des Landes lahm. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt und Lastwagen stürzten um. In Den Haag blies der Wind das Dach vom Fußballstadion. Der Zug- und öffentliche Nahverkehr wurden eingestellt. Schulen sowie Test- und Impfzentren schlossen. Die extremen Wetterbedingungen sorgten auch für Ausfälle und Verspätungen am Amsterdamer Flughafen Schiphol.

Der Wetterdienst KNMI hatte bis zum Abend für die Küstenprovinzen im Westen und weite Gebiete im Norden die höchste Warnstufe Code Rot verhängt. Der Wetterdienst warnte vor "gefährlichen Situationen" und Windgeschwindigkeiten bis zu 130 Stundenkilometern.

18.2.2022 • 17:17 Uhr

Erneut schwere Sturmflut erwartet

Für die Nacht zu Samstag werden an der Nordseeküste Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern erwartet. In der zweiten Nachthälfte sollte "Zeynep" auf die Ostseeküste treffen und dann allmählich nachlassen. Damit sei die Unwettergefahr erst einmal gebannt, auch wenn es stürmisch bleibe, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts (DWD).

An der Nordseeküste wurde eine Sturmflut erwartet, in Hamburg nach der Prognose des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine schwere Sturmflut mit Wasserständen von drei Metern über dem normalen Hochwasser in der Nacht zu Samstag. Der höchste Wasserstand werde wahrscheinlich zwischen 5 und 6 Uhr am Samstagmorgen erreicht, sagte Bernd Brügge vom BSH.

An der Nordseeküste spricht man von einer Sturmflut, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft. Von einer schweren oder sehr schweren Sturmflut wird erst ab Werten von 2,5 beziehungsweise 3,5 Meter gesprochen. Am frühen Freitagmorgen wurde der Fischmarkt in Hamburg-Altona überspült.

18.2.2022 • 17:10 Uhr

Ausfälle im Regional- und Fernverkehr

Ab Freitagnachmittag soll Orkantief "Zeynep" mit womöglich noch stärkeren Böen vor allem die Nordhälfte Deutschlands erfassen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 140 Stundenkilometern und gab großflächige Unwetterwarnungen heraus. Die Deutsche Bahn stellte in weiten Teilen des Landes ab Freitagnachmittag sukzessive ihren Verkehr ein. Im Fernverkehr wurden demnach ab dem Nachmittag alle Verbindungen nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin eingestellt. Auch auf den in Ost-West-Richtung quer verlaufenden Strecken von Köln über Hannover bis Berlin sowie zwischen Berlin und Frankfurt am Main nach Amsterdam sollten keine ICE- oder IC-Züge mehr verkehren.

Der Stopp des Regionalverkehrs betraf die kompletten Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sowie zusätzlich große Teile von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Zusätzlich ruhte nach Bahnangaben auch der Verkehr auf bestimmten Regionalstrecken in Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie Sachsen-Anhalt. Teils sollten Busnotverkehre eingerichtet werden. Die Verbindungen in den betroffenen Gebieten sollten gestaffelt ab dem Nachmittag auslaufen, teils aber noch bis in den frühen Abend aufrechterhalten werden.

In der Millionenstadt Hamburg sollte auch U-Bahnen und S-Bahnen auf einzelnen Linien in äußeren Bezirken aus Sicherheitsgründen auf Ersatzverkehr mit Bussen umgestellt werden. Die Bahn warnte vor Verkehrsbeeinträchtigungen auch in nicht direkt vom Sturm betroffenen Gebieten und schloss weitere lageabhängige Streckenstilllegungen nicht aus. Ein Unternehmenssprecher nannte die Unwetterwarnungen "gravierend" und rief Reisende dazu auf, Fahrten möglichst zu verschieben. Es gälten erneut Kulanzregelungen, gekaufte Tickets blieben gültig.

18.2.2022 • 16:59 Uhr

Sturm legt Großbritannien lahm

Einen Tag nach einem Sturm mit jeweils drei Todesopfern in Deutschland und Polen wird Europa erneut von einem Orkantief heimgesucht. Durch das international "Eunice" und in Deutschland "Zeynep" kam das öffentliche Leben in Teilen Großbritanniens zum Erliegen. Auch in Irland, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Frankreich sorgte der Sturm für erhebliche Beeinträchtigungen.

Auf der Isle of Wight vor Englands Südküste traf "Eunice" mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von 196 Stundenkilometern auf Land. Dies sei nach vorläufiger Einschätzung "die stärkste jemals in England gemessene Bö", teilte die britische Wetterbehörde Met Office mit. Für London gab die Wetterbehörde die erste Sturmwarnung der Alarmstufe rot heraus, seit diese Kategorisierung 2011 eingeführt worden war. Die britische Hauptstadt wirkte am Freitag wie ausgestorben. Am Millennium Dome im Südosten Londons zerstörte der Wind große Teile des Daches.

18.2.2022 • 16:50 Uhr

Aktuelle Informationen zur Wetterlage im Überblick

Orkantief "Zeynep" hat Deutschland erreicht, der Wetterdienst meldet zahlreiche Gewitter. Welche Regionen sind betroffen? Alle Informationen zum Wetter: